© Dieter Wuschanski

Regie

Jan Gerrit
Brüggemann

Jan Gerrit Brüggemann

Der gebürtige Hamburger spielte schon vor seinem Schauspiel-Studium regelmäßig im Lichthof-Theater Hamburg und als Mitglied der Improvisations-Theatergruppe Die Spieler. Er studierte zunächst ein Jahr an der Theaterakademie Köln und anschließend vier Jahre an der Universität der Künste Berlin, wo er unter anderem mit Professoren und Dozenten wie Hermann Schmidt-Rahmer, Bernd Moss, Niels Bormann, Gerd Warmeling, Aureliusz Smigel, Claudia Bauer, Falk Richter und Anna Bergmann arbeitete. Während des Studiums spielte er am Maxim Gorki Theater Berlin, dem Residenztheater München und am BAT-Studiotheater der HfS Ernst Busch. Sein erstes Engagement führte ihn für die Spielzeit 2014/15 ans Schauspielhaus Graz, wo er u. a. in Verteidigung der Missionarsstellung (Benjamin Lee Baumgartner) und im Zwei-Personen-Stück Atmen (Mann) zu sehen war. Neben seiner Bühnentätigkeit arbeitet Jan Gerrit Brüggemann regelmäßig als Radio-Sprecher für RBB und Deutschlandradio Kultur und steht für TV-Produktionen vor der Kamera. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist er festes Ensemblemitglied des Schauspiels Chemnitz. Ab der Spielzeit 2017/2018 leitet er gemeinsam mit Denise von Schön-Angerer den TheaterJugendClub.

Kathrin
Brune

Kathrin Brune

Sie wurde 1978 in Dortmund geboren und absolvierte in Wien und Berlin ihr Studium der Theaterwissenschaften und Philosophie. Als Regie- und Dramaturgieassistentin war Kathrin Brune u. a. am Stadttheater Dortmund, bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel sowie am Volkstheater und am Schauspielhaus in Wien tätig. Für das Ekhof-Festival inszenierte sie 2012 mit großem Erfolg Carlo Gozzis Turandot, 2014 folgte Shakespeares Was ihr wollt sowie 2017 Ein Sommernachtstraum. Von 2011 bis 2013 war Kathrin Brune als Dramaturgin am Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau engagiert. Dort inszenierte sie u. a. Jonas Gardells Die Eisbären. Seit der Spielzeit 2013/14 gehört sie als Dramaturgin zum Leitungsteam des Schauspiels Chemnitz. Sie zeichnet verantwortlich für die NACHTSCHICHTEN und leitet gemeinsam mit René Schmidt das Schauspielstudio. In Chemnitz inszenierte sie in der Spielzeit 2013/14 bereits Hautnah und Ingrid Lausunds Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner sowie 2014/2015 Alessandro Bariccos Novecento. Die Legende vom Ozeanpianisten und Taliban – Vom Ende der Kindheit, einen Textbeitrag von Oliver Bukowski, der im Rahmen einer Kooperation mit der Parkaue Berlin uraufgeführt wurde, sowie die Studioproduktionen Lenz. Festung. Ich und Marius von Mayenburgs Perplex.

Silke Johanna
Fischer

Silke Johanna Fischer

1982 in Franken geboren, arbeitete Silke Johanna Fischer zunächst als Bürokauffrau, in der Altenpflege und in der niederschwelligen Drogenarbeit. Nach dem Abitur zog sie nach Berlin und studierte Theaterwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Isländisch an der Freien und an der Humboldt Universität. Nebenher engagierte sie sich bei zahlreichen Bühnen und freien Projekten, sie arbeitete u. a. als Regie- und Produktionsassistentin für das Gefängnistheaterprojekt EastWestSideStory mit inhaftierten Jugendlichen. Am Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau inszenierte sie Der Ehemann (Commedia dell`arte Szenario aus der Sammlung Flaminio Scala), Der Diener zweier Herren (Carlo Goldoni), Die Hamletmaschine (Heiner Müller) und In 80 Tagen um die Welt (eigene Fassung nach Jules Verne). Bis 2014/15 war Silke Johanna Fischer als Regieassistentin am Schauspiel Chemnitz engagiert. Hier leitete sie u. a. die NACHTSCHICHT-Reihe lyric-sound-performances. In Chemnitz stellte sie sich dem Publikum mit dem prämierten Stück des Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik 2014, Die Erben des Galilei (Martin Bauch) als Regisseurin vor und inszenierte Gegen die Liebe (Esteve Soler) sowie In Transit – Vom Ende der Kindheit (Textbeitrag Nis-Momme Stockmann). Seit Ende der Spielzeit 2014/15 arbeitet sie als freischaffende Regisseurin und ist als Sound-Designerin, Schlagzeugerin, Sängerin, Videokünstlerin, Schauspielerin und Bühnenbildnerin tätig. In der Spielzeit 2015/16 brachte sie Heiner Müllers Leben Gundlings Friedrich von Preußen Lessings Schlaf Traum Schrei auf die Große Bühne sowie Zorro als Sommertheater in den Küchwald.

 

 

Carsten
Knödler

Carsten Knödler

Er absolvierte zunächst ein Chemiestudium, bevor er sich an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig zum Schauspieler ausbilden ließ. Nach Gastengagements war er acht Jahre als Schauspieler und Regisseur fest am Theater Chemnitz tätig. Ab 2003 inszenierte Carsten Knödler freiberuflich an einer Vielzahl von Theatern in ganz Deutschland. Von 2009 bis 2013 leitete er als Schauspielintendant des Gerhart Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau den Standort Zittau. In dieser Zeit war er Mitbegründer der internationalen Theaterinitiative JOS, die eine Zusammenarbeit der Theater von Liberec, Jelenia Góra und Zittau zum Ziel hat. Seit 2013 ist Carsten Knödler Schauspieldirektor am Theater Chemnitz. Er blickt auf über 50 Inszenierungen zurück. Dabei gilt seine Vorliebe den amerikanischen und russischen Realisten, den Klassikern, eigenen Adaptionen und Bearbeitungen der Weltliteratur sowie musikalischen Produktionen. So inszenierte er in den vergangenen Spielzeiten u. a. Ibsens Hedda Gabler und Ein Volksfeind, Dale Wassermanns Einer flog über das Kuckucksnest, Camino Real von Tennessee Williams, Molières Der Menschenfeind, Tschechows Onkel Wanja und zuletzt Struwwelpeter von The Tiger Lillies, Tankred Dorsts Fernando Krapp hat diesen Brief geschrieben im polnischen Zielona Góra sowie Goethes Faust I. Viele Jahre hatte er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy inne und führt die traditionsreiche Ausbildung von Studenten am Schauspiel Chemnitz mit einem internationalen Studio weiter.

Bogdan
Koca

Bogdan Koca

Er arbeitet als Schauspieler, Dramatiker, Regisseur, Schauspiellehrer, Komponist, Bühnen- und Kostümbildner. Bis 1975 studierte Bogdan Koca Schauspiel an der Warschauer Theaterakademie, war anschließend am Polnischen Theater in Wroclaw engagiert und wurde für seine Darstellungen mit zahlreichen Preisen geehrt. Aus dem sozialistischen Polen emigrierte er Ende der 1970er-Jahre nach Australien. Er etablierte in Sydney die Thalia Theatre Company und später das Sydney Art Theatre, wo er eigene Stücke ebenso inszenierte wie europäische Dramatik von Shakespeare bis Gombrowicz. Von 1994 bis 1997 war er Leiter des Departments Schauspiel der University of Western Sydney. Für seine schauspielerische Leistung in Ghosts … of the Civil Dead (1988) wurde er für die Australian Film Industry Awards als bester Nebendarsteller nominiert, sein Stück Mein Name ist Soundso wurde für den Green Room Award vorgeschlagen. Nach Polen zurückgekehrt, leitete er von 2009 bis 2013 das Cyprian Kamil Norwid Theater in Jelenia Góra, wo er u. a. Gerhart Hauptmanns Schwarze Maske inszenierte. Am Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau realisierte er Die Zimtläden (nach dem Roman von Bruno Schulz). Seitdem arbeitet er regelmäßig am Schauspiel Chemnitz. Hier inszenierte er in der Spielzeit 2013/14 Mein Name ist Soundso (Koca) und Hamlet (Shakespeare). Für beide Inszenierungen entwarf er auch die Bühnenräume, für Mein Name ist Soundso ebenso die Kostüme. In den letzten Spielzeiten kamen die Inszenierungen Hannahs Dämon (Rault), Jeanne oder Die Lerche (Anouilh), Die Zofen (Genet) sowie die Uraufführung von Ich wurde geboren als… (Koca) und in der Spielzeit 2016/2017 Der Prozess von Kafka dazu. Daneben steht er als Schauspieler in Herberts Olschoks Inszenierung Noch ist Polen nicht verloren auf der Bühne.

Produktionen

Katka
Kurze

Katka Kurze

Geboren in Dresden, begann sie mit 16 Jahren ihre Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und danach ihr erstes Festengagement am Maxim Gorki-Theater Berlin, wo sie ihren Einstand mit der Viola aus Was ihr wollt gab. Sie arbeitete u. a. mit den Regisseuren Rolf Winkelgrund, Siegfried Höchst und Martin Meltke zusammen und wechselte anschließend in das Engagement zum Hans Otto-Theater Potsdam und danach an das Staatstheater Cottbus, wo sie u. a. bei Christoph Schroth als Minna von Barnhelm und die Schöne Helena zu sehen war. Ab 2001 war sie neun Jahre am Staatsschauspiel Dresden engagiert, spielte u. a. Luise in Kabale und Liebe, Dorine im Tartuffe und Helene in Vor Sonnenaufgang. 2009 ging sie ins Engagement an das Theater Basel und arbeitete dort mit den Regisseuren Alexander Nerlich, Elias Perrig und Calisto Bieto zusammen. Seit der Spielzeit 2016//17 gehört sie zum Ensemble des Schauspiels Chemnitz.

Nina
Mattenklotz

Nina Mattenklotz

Nina Mattenklotz wurde 1980 in Gütersloh geboren und studierte von 2000 bis 2004 Medienkultur, Neuere deutsche Literatur und Psychologie an der Universität Hamburg. Von 2004 an folgte ein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg, das sie 2008 mit der Inszenierung „Woyzeck“ auf Kampnagel abschloss. Im selben Jahr wurde sie mit dem Doctores-Völschau-Preis für Nachwuchsregie ausgezeichnet. Einige ihrer in der Studienzeit erarbeiteten Inszenierungen wurden zu Festivals, wie dem Körber Studio Junge Regie („Elektra“) und dem Heidelberger Stückemarkt, eingeladen. Als freie Regisseurin inszenierte sie u. a. am Schauspielhaus Wien die österreichische Erstaufführung von „Die Eisvögel“ sowie Rainer Werner Fassbinders „Katzelmacher“ am Schauspielhaus Graz und „Romeo und Julia“ am Theater Luzern. Am Theater Bremen inszenierte sie in der Spielzeit 2014/2015 Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ sowie in der Spielzeit 2016/2017 die Uraufführung „Ännie“ von Thomas Melle. Am Schauspielhaus Chemnitz inszenierte sie in der Spielzeit 2015/2016 das Gewinnerstück des Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik „Die Zärtlichkeit der Hunde“ von Uta Bierbaum.

Herbert
Olschok

Herbert Olschok

Geboren 1951, arbeitet Herbert Olschok als Regisseur, Schauspieler und Schauspieldozent in Deutschland und Kanada. Er studierte von 1973 bis 1976 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, Außenstelle Rostock. Anschließend führten ihn Engagements als Schauspieler und Regisseur u. a. an das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, das Berliner Ensemble, das Deutsche Theater Berlin sowie das Staatsschauspiel Dresden. Von 1991 bis 1994 war er Schauspieldirektor am Deutschen Nationaltheater Weimar, 1994-2000 am Schauspielhaus Chemnitz, 2005-2009 am Anhaltinischen Theater Dessau und danach bis 2013 Künstlerischer Leiter des Theater im Palais in Berlin. Seit Februar 2013 leitet er die Schauspielausbildung an der Theaterakademie Vorpommern. Ab 1990 inszenierte er häufiger in Kanada, u. a. am Soulpepper, Factory, Passe Muraille und Smith-Gilmour Theatre. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit dem Dora Award ausgezeichnet. Er unterrichtet zudem regelmäßig als Professor an der University of Toronto. Gastspiele seiner deutschen und kanadischen Inszenierungen wurden in Italien, in China und in der Schweiz gezeigt. In der Spielzeit 2013/14 feierte bereits Herbert Olschoks Inszenierung Sechs Tanzstunden in sechs Wochen (Alfieri) am Schauspiel Chemnitz Premiere, 2014/15 folgte die Inszenierung The King’s Speech (Seidler).

 

Philipp
Otto

Philipp Otto

Er wurde in Freiberg geboren und war nach dem Abschluss seines Schauspielstudiums an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig ab 1995 am Staatsschauspiel Dresden engagiert. Dort spielte er u. a. Marinelli in Emilia Galotti (Regie: Hasko Weber) und Alex in A Clockwork Orange (Regie: Andras Fricsáy); für beide Rollen wurde er mit dem Erich Ponto-Preis ausgezeichnet. 2001 bis 2005 gehörte er zum Ensemble des Staatstheaters Stuttgart. Hier arbeitete er u. a. mit den Regisseuren Hasko Weber, Johan Simons und Volker Lösch zusammen und stand u. a. als Peer Gynt und Brand auf der Bühne. Die Inszenierung von Ibsens Brand in der Regie von Hasko Weber wurde 2002 mit dem Bayrischen Theaterpreis ausgezeichnet. Seit 2005 war er am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, zunächst als festes Ensemblemitglied und anschließend als Gast engagiert und u. a. als Hendrik Höfgen in Mephisto (Regie: Anders Paulin), Jason in Medea (Regie: Karin Henkel) und Wurm in Kabale und Liebe (Regie: Dujan David Parizek) zu sehen. Als freischaffender Schauspieler war er u. a. am Staatsschauspiel Dresden, dem Societaetstheater Dresden und bei den Nibelungenfestspielen in Worms (Regie: Dieter Wedel) sowie regelmäßig für Film- und Fernsehproduktionen tätig. Philipp Otto ist Mitbegründer und Komponist des Musik-Kabarett-Trios Herbert, Horst und Heinz und gehört seit der Spielzeit 2013/2014 zum Ensemble des Schauspiels Chemnitz.
Foto: Nasser Hashemi

Denise von
Schön-Angerer

Denise von Schön-Angerer

Sie studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Kommunikationswissenschaft in München sowie Theater-, Film- und Kinderkulturwissenschaft in Stockholm. Bereits vor ihrem Studium war Denise von Schön-Angerer als Leiterin der Kinder- und Jugendtheatergruppe "Die Erlichthofgaukler e.V." in Rietschen aktiv und führte immer wieder Theaterworkshops im Kreis Görlitz durch. Seit 2007 bot sie diese auch in München an, leitete drei Kindertheatergruppen am Münchener "TheaterSpielHaus e.V." und weitere an verschiedenen Schulen. Von 2011 bis 2013 war Denise von Schön-Angerer als Theaterpädagogin sowie Regieassistentin, Inspizientin und Souffleuse am Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau beschäftigt. Seit der Spielzeit 2013/2014 nimmt sie diese Aufgaben am Schauspiel Chemnitz wahr. Hier entwickelte sie unterschiedlichste Projekte wie den FerienTheaterWorkshop, Chemnitz spielt!, die Patenschaften zwischen Integrationsklassen und Künstlern oder die Offenen Workshops und leitet gemeinsam mit Jan Gerrit Brüggemann den TheaterJugendClub.
Foto: Nasser Hashemi

Ulrike
Sorge

Ulrike Sorge

Ulrike Sorge studierte in Leipzig Theaterwissenschaften und Germanistik. Während und nach dem Studium war sie als Regieassistentin an verschiedenen Theatern, u. a. am Schauspiel Frankfurt, Volkstheater Rostock, Theater Plauen-Zwickau und am Schauspiel Chemnitz engagiert. In Chemnitz inszenierte sie in der Spielzeit 2016/17 bereits das Klassenzimmerstück Malala. Seit dem Sommer 2018 arbeitet sie als freischaffende Theater- und Hörspielregisseurin und übernimmt die Künstlerische Leitung für verschiedene Schultheaterprojekte, u. a. das Kooperationsprojekt WIR. WIE? im Rahmen des Programms nun – neue unentd_ckte Narrative.
Foto: Nasser Hashemi

Produktionen

Esther
Undisz

Esther Undisz

Esther Undisz, aufgewachsen in Cottbus, ließ sich zur Orthoptistin ausbilden, arbeitete als freie Journalistin und Fotografin, gründete eine Stadtzeitung und ein Kino. Intendant Christoph Schroth holte sie schließlich 1993 ans Staatstheater Cottbus, zunächst für die Abteilung Marketing. Nach ihrem Regiestudium bei Prof. Jürgen Flimm in Hamburg arbeitete sie von 2000 bis 2003 in der Schauspielleitung in Cottbus mit. Später war sie Hausregisseurin und Dramaturgin an der neuen Bühne Senftenberg.
Esther Undisz lehrte als Schauspieldozentin an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und ist zertifizierte Drehbuchautorin, Lektorin und Dramaturgin für Film und Fernsehen. Als freie Regisseurin und Dramaturgin arbeitete sie u. a. am Staatsschauspiel Dresden, am Schauspiel Chemnitz, an den Landesbühnen Sachsen Radebeul, am Theater Eisleben sowie am Volkstheater Rostock. Als Dramaturgin entwickelte sie zuletzt Die Leiden des jungen Werther mit jungen und nicht mehr jungen Männern, die liebten und litten nach Johann Wolfgang Goethe an der Bürgerbühne des Staatsschauspiels Dresden, Regie: Miriam Tscholl. Ihre aktuellen Inszenierungen als Regisseurin waren 2018 Fluchtwege (Nick Wood), Landesbühnen Sachsen, Meffi, der kleine feuerrote Teufel (Doris Jannausch), Theater Eisleben und Das kalte Herz (Rebekka Kricheldorf nach Wilhelm Hauff), Nordharzer Städtebundtheater.

Hasko
Weber

Hasko Weber

Hasko Weber studierte von 1985 bis 1989 Schauspiel an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig, davon zwei Jahre am Schauspielstudio Chemnitz. Anschließend wurde er vom Intendanten Gerhard Meyer als Schauspieler und Regisseur engagiert. Im selben Jahr, 1989, gründete er die Dramatische Brigade mit, die – angebunden ans Schauspielhaus – konsequent als Kollektiv arbeitete und bereits mit ihrer ersten Produktion Schlötel oder was solls (Christoph Hein) künstlerisch und politisch Aufsehen erregte.
1990 wurde er als Schauspieler mit Regieverpflichtung ans Staatsschauspiel Dresden engagiert. Intendant Prof. Dieter Görne vertraute dem damals 29-Jährigen 1993 die Position des Schauspieldirektors an. Die folgenden acht Jahre prägte Hasko Weber Ensemble und Ästhetik des Dresdner Hauses.
Anschließend arbeitete er als freier Regisseur u. a. in Karlsruhe, Lübeck, Mannheim, Saarbrücken, Tübingen und Wuppertal. Intendant Friedrich Schirmer holte ihn 2002 an das Schauspiel der Staatstheater Stuttgart, wo er bald Hausregisseur wurde. Seine gefeierte Inszenierung von Ibsens Brand wurde 2002 mit dem Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnet.
Von 2005 bis 2013 war Hasko Weber Intendant des Schauspiel Stuttgart. Unter seiner Leitung erwarb das Haus den Ruf eines gesellschaftlich und politisch engagierten Theaters für die Stadt und wurde 2006 in den Kritikerumfragen von Theater heute und Die deutsche Bühne zum Theater des Jahres gekürt. Neben Gastregien am Berliner Ensemble (Intendant: Claus Peymann) und am Teatre Romea in Barcelona (Intendant: Calixto Bieito) konzentrierte Hasko Weber sich auf die Ensemblepflege am eigenen Haus. Er inszenierte in Stuttgart zeitgenössische Stücke, u. a. Uraufführungen von Martin Heckmanns und Sibylle Berg, sowie Dramatik von Brecht, Müller, Goethe und Schiller.
Seit der Spielzeit 2013/14 ist Hasko Weber Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar. Hier setzte er sich mit Faust I + II auseinander, inszenierte Schillers Wallenstein-Trilogie und besorgte eine Reihe von Uraufführungen, u. a. Vom Lärm der Welt (Text: Christian Lehnert / Musik: Sven Helbig) und Mutti (Juli Zeh). Im Oktober 2015 inszenierte Hasko Weber erfolgreich die Uraufführung von Terror (Ferdinand von Schirach) am Deutschen Theater Berlin. Die Inszenierung wurde von der TheaterGemeinde Berlin mit dem Publikumspreis Aufführung des Jahres (Spielzeit 2015/16) ausgezeichnet. In der Spielzeit 2016/17 folgten Biedermann und die Brandstifter (Max Frisch) am Schauspielhaus Bochum, der Doppelabend Melken / Der Hals der Giraffe am DNT Weimar, die Uraufführung Bombenstimmung (Jan Neumann) im Rahmen der Ruhrfestspiele in Recklinghausen sowie mit Fidelio (Ludwig van Beethoven) sein Opern-Regiedebüt. Max Frischs Roman Homo faber führt Hasko Weber in der Spielzeit 2017/18 ans Schauspiel Chemnitz zurück. Seit 2016 ist Hasko Weber Vorsitzender der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins.
www.intendanten-gruppe.de 
Foto: Candy Welz

Produktionen

Stefan
Wolfram

Stefan Wolfram

1962 in Plauen geboren, arbeitete Stefan Wolfram in seiner Jugend als Medizintechniker, ließ sich zum Puppenspieler ausbilden und wirkte in verschiedenen Freien Theatergruppen mit. Von 1987 bis 1991 studierte er Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, Außenstelle Rostock. Bis 2011 war er am Theater Plauen-Zwickau als Schauspieler engagiert. Seit Ende der 1990er Jahre inszeniert Stefan Wolfram auch selbst und entwirft Bühnenbilder. Er arbeitete u. a. am Theater Plauen-Zwickau (als Hausregisseur), am Staatstheater Cottbus, an den Landesbühnen Sachsen, am Theater Rudolstadt und am Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau. In der Spielzeit 2013/14 inszenierte er am Schauspiel Chemnitz bereits Pippi Langstrumpf (Lindgren) für die Chemnitzer Küchwaldbühne sowie Kafka in einer eigenen Textfassung. 2015 folgten Robin Hood im Küchwald und das Weihnachtsmärchen Zar Wasserwirbel (Schwarz). Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Oberspielleiter des Schauspiels am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen.

Startseite
Suche Zusatzinformationen
Teilen
nach oben eine Seite zurück

Was suchen Sie?

Suche schließen
Exit
nach oben eine Seite zurück