Robert-Schumann-Philharmonie
* Zeitvertrag
Historie
Die Robert-Schumann-Philharmonie gehört zu den traditionsreichsten Orchestern Deutschlands. 1833 als Stadtorchester durch Wilhelm August Mejo in Chemnitz gegründet, erlangte das Orchester zunehmend überregionale Bedeutung. Im 1909 neu eröffneten Chemnitzer Opernhaus war Oscar Malata erster Generalmusikdirektor. Gastdirigenten wie Richard Strauss, Fritz Busch, Otto Klemperer, Bruno Walter, Erich Kleiber, Arthur Nikisch, Arnold Schönberg, Max Reger und Paul Hindemith gaben sich die Ehre. Zwischen 1945 und 1974 bestimmten u. a. Rudolf Kempe, Martin Egelkraut, Robert Satanowski, Gert Bahner und Gerhard Rolf Bauer die Geschicke des Orchesters. In der nachfolgenden, fast 20-jährigen Amtszeit von GMD Dieter-Gerhardt Worm erhielt der Klangkörper seinen heutigen Namen. Ab den 1990er Jahren wirkten John Carewe, Oleg Caetani, Nikša Bareza, Frank Beermann und Guillermo García Calvo als Generalmusikdirektoren. Seit Beginn der Saison 2025/2026 ist Benjamin Reiners Chefdirigent der Robert-Schumann-Philharmonie und Generalmusikdirektor der Theater Chemnitz.
In den vergangenen Jahren waren Dirigent:innen wie Hermann Bäumer, Stefan Blunier, Peter Eötvös, Lawrence Foster, Elias Grandy, Peter Gülke, Leopold Hager, Pedro Halffter, Michail Jurowski, Axel Kober, Anna Rakitina und Stefan Soltész sowie Solist:innen wie Frank Dupree, Veronika Eberle, Alban Gerhardt, Boris Giltburg, Bernd Glemser, Felix Klieser, Albrecht Mayer, Johannes Moser, Fabian Müller, Christian Schmitt, Herbert Schuch, Marianna Shirinyan, Valeriy Sokolov, Josef Špaček, Martin Stadtfeld, Christian Tetzlaff, Vivi Vassileva, Jan Vogler, Carolin Widmann und Jörg Widmann in Chemnitz zu Gast.
Die Robert-Schumann-Philharmonie ist gern gesehener Partner verschiedener Konzertveranstalter. Gastspiele führten das Orchester u. a. nach New York, Venedig, Thessaloniki, Rom, Salzburg, in diverse polnische und spanische Konzertsäle, in die Tonhalle Zürich, ins Brucknerhaus Linz, in den Wiener Musikverein sowie nach Frankfurt am Main, Düsseldorf, Köln, München, Berlin und Dresden. 2026 folgen Konzerte in der Elbphilharmonie Hamburg und im Gewandhaus Leipzig. Die künstlerische Qualität der Robert-Schumann-Philharmonie spiegelt sich auch in Ehrungen wider, die das Orchester erhalten hat, darunter der ECHO Klassik sowie der Europäische Kulturpreis.
Zu den Aufgaben der Robert-Schumann-Philharmonie gehören neben Aufführungen in Oper, Operette, Musical und Ballett regelmäßige Sinfoniekonzerte und Kammermusikabende sowie weitere Konzerte in großer und kleinerer Besetzung. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Kinder- und Jugendarbeit im Programm des Orchesters ein.