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© Dieter Wuschanski

REGER I BRUCKNER

Solist: Hartmut Schill, Dirigent: Guillermo García Calvo

Max Reger
Konzert für Violine und Orchester A-Dur op. 101 Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 3 d-Moll
(2. Fassung von 1877/1878) „Ich weiß, dass es arrogant klingt, das so zu sagen, aber meiner Ansicht nach setzt dieses Violinkonzert die Linie von Beethoven und Brahms fort”, schrieb Max Reger über jenes Werk, das Anfang des 20. Jahrhunderts durch seine Komplexität Interpreten und Zuhörer gleichermaßen herausforderte. Es habe, so Reger weiter, einen „klassischen Anstrich, d. h. es ist nichts ‚Verrücktes’ drinnen – technische Firlefanzereien bei der Solovioline gibt es nicht, sondern ich lege vor allem Wert darauf, möglichst ‚durchsichtig’ zu instrumentieren, damit der Solist wirklich ‚singen’ kann und nicht zu ‚kratzen’ braucht.“ Bei aller Durchsichtigkeit sah Reger das Violinkonzert dennoch in der Tradition der Sinfonie, einer Gattung, für die zu schreiben ihm nicht mehr vergönnt sein sollte. Das 1908 in Leipzig uraufgeführte Mammutwerk ist bei Konzertmeister Hartmut Schill in den besten Händen, hat er doch in der Vergangenheit bereits u. a. mit den Violinkonzerten von Britten, Berg und Gubaidulina sein Faible für Musik des 20. Jahrhunderts unter Beweis gestellt. Passend zur im Spätherbst 2018 unmittelbar bevorstehenden Vollendung des neuen Chemnitzer Ring des Nibelungen erklingt Anton Bruckners 3. Sinfonie, die auch als „Wagner-Sinfonie“ bezeichnet wird: „Sr. Hochwohlgeboren Herrn Richard Wagner, dem unerreichbaren, weltberühmten und erhabenen Meister der Dicht- und Tonkunst in tiefster Ehrfurcht gewidmet“ ist auf der Partitur zu lesen. Bruckner fuhr extra selbst nach Bayreuth, um Wagner aus zwei verschiedenen Sinfonien auswählen zu lassen. Wagner entschied sich alsbald, doch Bruckner hatte dem zum Essen gereichten Bier wohl so heftig zugesprochen, dass er sich nicht mehr erinnern konnte, welcher Sinfonie Wagner den Vorzug gegeben hatte. In seiner Verlegenheit fragte er beim Bayreuther Meister nach: „Symfonie in d-Moll, wo die Trompete das Thema beginnt“, was Wagner amüsiert bestätigte. Inspiriert von dessen Harmonik, schuf Bruckner ein Werk, das gleichermaßen durch ekstatisch vibrierende Klangmassen wie durch zart-verhaltene Töne begeistert.
Mi
14.
November
Philharmonie
19:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Weiße Rose

Kammeroper von Udo Zimmermann
nach Texten von Wolfgang Willaschek
Reduzierte Fassung von Arno Waschk

Das Musiktheater nimmt Udo Zimmermanns Kammeroper „Weiße Rose“ zusätzlich in den Spielplan auf. In der Inszenierung von Nils Braun, der Ausstattung von Rebekka Bentzen und unter der musikalischen Leitung von Jakob Brenner singen Katharina Baumgarten und Andreas Beinhauer. Die Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit der Städtischen Musikschule Chemnitz. Im Konzertsaal der Musikschule findet am 15. November die Premiere statt. In der Folgezeit wird das Werk sowohl dort als auch an verschiedenen Orten in der Region gezeigt. Es schildert die letzte Stunde der Geschwister Hans und Sophie Scholl vor ihrer Hinrichtung am 22. Februar 1943. Als führende Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose kämpften sie bis zum Moment ihres Todes mutig gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Angesichts dessen ist nicht zu verstehen, dass die weiße Rose, dieses antifaschistische Symbol, im September 2018 in Chemnitz bei einem populistischen „Trauermarsch“ direkt neben verbotenen Symbolen des Rechtsextremismus getragen wurde. Die Aufführungsserie gehört zur Veranstaltungsreihe „Gemeinsam stärker“ und - in Kooperation mit dem Programm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e.V. - zum Programm des Festivals „Aufstand der Geschichten“. Sie wird im Rahmen des Programms „Demokratie Leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert sowie von enviaM und ASA-FF unterstützt.
Do
15.
November
Oper
10:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Made in Chemnitz 20.18

Tanzstücke von Emilijus Miliauskas, Raul Arcangelo und David Blázquez
Uraufführung

Drei Tänzer fangen in ihren eigenen Stücken verschiedene Aspekte einer Gesellschaft ein. Emilijus Miliauskas spürt in Thunder.Perfect Mind der Frage nach, welche Rolle(n) die Frauen in unserer Gesellschaft spielen – als Mutter, als Geliebte, als zartes und grausames Geschöpf – und wie diese vom Mythos geprägt sind. Raul Arcangelo fragt in No.VA (Family), welche Rolle die Familie in unserem Leben spielt und was passiert, wenn sich die aus ihr erwachsenden Gefühle wie Sicherheit, Geborgenheit und Liebe auf alle Menschen ausweiten würden. Schließlich beschäftigt sich der spanische Tänzer David Blázquez in AbOUt mit dem Platz, den jeder von uns als Individuum in der Gesellschaft einnimmt. Was müssen wir von uns verstecken, was können wir offen zeigen? Thunder.Perfekt Mind von Emilijus Miliauskas
Choreografie Emilijus Miliauskas
Kostüme Emilijus Miliauskas, Alanna Saskia Pfeiffer
Musik Girių Dvasios No.VA (Family) von Raul Arcangelo
Choreografie und Musik Raul Arcangelo
Co-Choreografie und Kostüme Beatriz Caravetto AbOUt von David Blázquez
Choreografie und Kostüme David Blázquez
Musik Steve Reich, Ólafur Arnalds, Hildur Guðnadóttir, Hazmat Mondine, Jóhann Jóhannson, Schtang, Reinhold Heil
Do
15.
November
Ballett
20:30 Uhr
© Nasser Hashemi

The Silent

Ein Abend mit Songs von Leonard Cohen
URAUFFÜHRUNG

Vom Vater hatte er das untrügliche Gespür für Anzüge geerbt, von der Mutter neben dem Gefühl unerschütterlicher Liebe eine Neigung zur Depression. Leonard Cohen wurde am 21. September 1934 geboren und wuchs in den geordneten Verhältnissen eines wohlhabenden jüdischen Elternhauses in Montreal auf. Mit vierzehn beschäftigte er sich intensiv mit Hypnose, um zum ersten Mal eine Frau nackt zu sehen. Mit ähnlicher Energie verfolgte er das Ziel, Schriftsteller zu werden. Cohen studierte Englische Literatur an der McGill University Montreal, umgab sich mit Dichtern wie Irving Layton, brachte 1956 seinen ersten Gedichtband Let Us Compare Mythologies heraus und wurde über Montreal hinaus bekannt. Er versuchte dann sein Glück in New York, kehrte zurück, schrieb wie ein Besessener, etablierte die Four Penny Art Gallery und trug seine Gedichte zu Jazzmusik vor. Aber die Unruhe der Wanderjahre blieb, nicht nur auf seinen nächtlichen Streifzügen durch die Straßen Montreals. Es zog ihn nach London, wo ihm seine Wirtin Mrs. Pullman täglich drei Romanseiten abforderte, und weiter auf die griechische Insel Hydra. Dort waren die Tage am Meer bestimmt vom Schreiben und Baden, von spiritueller Suche und der Libertinage sexueller Revolution. Auf der Insel lernte er auch seine wohl bedeutendste Muse, Marianne Ihlen, kennen. Dennoch zog es ihn weiter. Nach Havanna, wo ihn seine Mutter 1961 während der Kuba-Krise rettete, und wieder nach New York. Schließlich legte er 1967 sein erstes Album Songs of Leonard Cohen vor – mit jenem Sound, der bis heute nachhallt. Der 2016 verstorbene Meister sehnsuchtsvoller Melancholie konnte mit seinen Versen und seiner Stimme direkt in die Seele singen. Viel war und ist von ihm zu lernen: an Empathie und Respekt, an Gespür für die Schönheit und die Tragik des Lebens.
Fr
16.
November
Schauspiel
20:00 Uhr
© Frank Hülsböhmer

BERLIN COMEDIAN HARMONISTS

„Veronika, der Lenz ist da“

Es war der Start für eine riesige Erfolgsstory, als sich im Jahre 1997 sechs junge Sänger zur Welturaufführung von Veronika der Lenz ist da – die Geschichte der Comedian Harmonists in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm zusammentaten. Genau 70 Jahre nach der Gründung der legendären Comedian Harmonists feierten das Publikum und die Presse gleichermaßen frenetisch die „Wiederauferstehung einer Legende“ (BZ). Rasch waren die Berlin Comedian Harmonists erklärte Lieblinge der Berliner und erhielten öffentliche Ehrungen und Fernsehberichte in aller Welt. Dem Theaterstück folgten bejubelte Konzerttourneen, die neben den großen Konzertsälen Deutschlands auch auf die Podien der internationalen Musikzentren führten: Im nunmehr zehnten Jahr ihrer einzigartigen Karriere blicken die Künstler so auf Konzerte in Paris, Rom (mit RAI TV), Florenz, Neapel, Madrid (Königliches Opernhaus), Zürich, Luzern oder Amsterdam zurück, teilweise mit mehrfachen Wiedereinladungen nach Paris, Rom, Florenz oder Luzern. In Deutschland standen so renommierte Säle wie die Philharmonie und Konzerthaus Berlin, die Hamburger Musikhalle, das Prinzregententheater München, das Konzerthaus Dortmund, die Stuttgarter Liederhalle oder die Tonhalle Düsseldorf auf dem Programm. Die unvergleichliche Atmosphäre der Auftritte der Berlin Comedian Harmonists ist geprägt durch ihr großartiges Zusammenspiel, die hohe Virtuosität und Musikalität ihres Vortrages mit einem geradezu perfekten Ensembleklang und einem Hauch von Melancholie. In ihrem Konzertprogramm Veronika, der Lenz ist da präsentieren die Künstler die unvergesslichen Hits ihrer großen Vorbilder, vom kleinen grünen Kaktus über Veronika, der Lenz ist da bis zur Bar zum Krokodil. In kurzen Abschnitten erzählen sie ferner die Geschichte der Comedian Harmonists und schaffen auf diese Weise eine bewegenden Rückblick in die Zeit der 20er und 30er Jahre. Presse: „Der Saal rast. Das sind ja wirklich fünf Klangkörper, die solche Vibrationen, soviel Glücksgefühl produzieren können, wie es damals die Comedian Harmonists taten [...] Das Theater zieht die Live-Trumpfkarte [...] Standing Ovations. Tobendes Haus.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung „Das Publikum ist hingerissen von den neuen Comedian Harmonists, applaudiert heftig, will nicht nach Hause, will Zugaben. Hier ist es wieder, das lang vergeblich gesuchte, spezifisch berlinerische Amüsement.“
Die Welt „Ein in jeder Beziehung hervorragender Auftritt. Genau wie die originalen Comedian Harmonists boten die fünf Sänger ein Unterhaltungsprogramm mit viel Witz, Charme und Leidenschaft. Am Schluss gab's stehende Ovationen und insgesamt fünf Zugaben.“
Neue Luzerner Zeitung (Kultur- und Kongresszentrum Luzern) „L‘elogio della leggerezza – Mit den Berlin Comedian Harmonists hat die Accademia Filarmonica Romana das große Los gezogen. Italien-Debüt dieser glänzenden Sänger und Schauspieler. Großer Erfolg und drei Zugaben.“
Rom, Corriere della Sera (1. Auftritt in Rom)
Fr
16.
November
Oper
20:00 Uhr

Gastspiele im Opernhaus

am 16. und 28.11.

Berlin Comedian Harmonists. Foto: Frank Hülsböhmer
Klazz Brothers & Cuba Percussion. Foto: Mirko Jörg Kellner
Gleich zweimal ist das Opernhaus im November 2018 Gastgeber außergewöhnlicher Musikshows. Am 16. November sind die Berlin Comedian Harmonists mit ihrem Programm "Veronika, der Lenz ist da" zu Gast. Als "Wiederauferstehung einer Legende" frenetisch gefeiert, widmen sich die sechs Musiker den unvergesslichen Hits ihrer legendären Vorbilder und schaffen einen bewegenden Rückblick in die Zeit der 20er und 30er Jahre. Am 28. November laden Klazz Brothers & Cuba Percussion zu "Classic Meets Cuba" ein und lassen Klassiker der Musikgeschichte in ungewohntem Klanggewand zu neuer Lebendigkeit erwachen - mit geistreich-pfiffigen Arrangements hinein in die Welt der Leidenschaft und ansteckender kubanischer Lebensfreude.

"Weiße Rose" neu im Spielplan

Premiere am 15.11. in der Musikschule

Anlässlich der Besorgnis erregenden Ereignisse in Chemnitz hat das Musiktheater in Zusammenarbeit mit der Städtischen Musikschule Udo Zimmermanns Kammeroper "Weiße Rose" zusätzlich in den Spielplan aufgenommen. Dieses Opernprojekt (nicht nur) für junge Menschen hat am 15. November 2018, 10.30 Uhr im Konzertsaal der Städtischen Musikschule Premiere und wird anschließend sowohl dort als auch an anderen Orten in der Region gezeigt. Zugleich werden vor- und nachbereitende Gespräche angeboten. Das Werk schildert die letzten Stunden der Geschwister Hans und Sophie Scholl vor ihrer Hinrichtung am 22. Februar 1943. Als führende Mitglieder der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" kämpften sie bis zu ihrem Tod mutig gegen die nationalsozialistische Herrschaft.

Opernball-Debütanten gesucht

Casting am 17.11.2018

© Pressefoto Kristin Schmidt

Der Auftritt der Debütantinnen und Debütanten der Tanzschule Köhler-Schimmel gehört zum festen Bestandteil des Chemnitzer Opernballs. Auch bei der 17. Auflage am 16. Februar 2019 werden wieder 44 Tänzerinnen und Tänzer in einer Choreografie von Tilo Kühl-Schimmel und Michal Kristin Ronneburger dabei sein, wenn das größte gesellschaftliche Ereignis der Stadt eröffnet wird.

Ein Vortanzen für junge Tanzbegeisterte, die bei diesem glanzvollen Fest dabei sein wollen, findet am 17. November, 14.30 Uhr im Rangfoyer des Opernhauses statt. Voraussetzung sind ein Mindestalter von 16 Jahren und gute Wiener Walzer-Kenntnisse, außerdem dürfen die Bewerber/innen bisher noch nie Gast des Chemnitzer Opernballs gewesen sein. Als Dresscode beim Ball gilt für die Dame ein weißes, bodenlanges Kleid mit passenden Schuhen und für den Herrn ein schwarzer Anzug oder Smoking mit weißem Hemd und weißer Fliege sowie schwarzen Schuhen.

Interessierte werden um Anmeldung unter Tel. 0371 6947 900 oder E-Mail info@koehler-schimmel.de gebeten. Die ausgewählten Tänzerinnen und Tänzer haben freien Eintritt zum 17. Chemnitzer Opernball.

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