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© Dieter Wuschanski

Der Besuch der alten Dame

Tragische Komödie von Friedrich Dürrenmatt

Güllen, eine verarmte „Kleinstadt in der Gegenwart“ am Rande der globalisierten Welt, wird von der Vergangenheit heimgesucht: Claire Zachanassian, einst in Güllen aufgewachsen und in ihrer Jugend unrechtmäßig als Hure von dort verstoßen, ist durch kluge Heirat mit einem Ölmagnaten zu unermesslichem Reichtum gekommen. In den letzten Jahren ließ sie nach und nach die Vermögenswerte ihres Städtchens aufkaufen und trieb die Güllener damit in den finanziellen Ruin. Nun kehrt die angesehene Dame zurück, um ein Angebot zu machen: Eine Milliarde für den Leichnam des Krämers Alfred Ill. Sie will sich freikaufen von der Vergangenheit und fordert Rache, denn ihre Jugendliebe ließ sie sitzen, als sie schwanger war und leugnete vor Gericht die Vaterschaft. Die Bürger sind empört über das mehr als unmoralische Angebot, doch die Aussicht auf Wohlstand und die Gier nach der dringend benötigten Finanzspritze lassen die Moral der Güllener straucheln. Bald gibt die Gemeinde der Versuchung nach: Das Unrecht wird heruntergespielt, offen wird über Ills Schuld debattiert. Auch seine Familie heuchelt ihm gegenüber nur noch vordergründig Solidarität. Ill resigniert. Als ein Fluchtversuch schließlich scheitert, stellt er sich den Bürgern – und damit der Abstimmung über seinen Tod.Claire Zachanassian ist durch Geld geworden, was sie ist. Die Erinnerungen daran, was war, können aber weder sie noch Ill ablegen. Er lässt sich schließlich als geläuterter Held und Mittler der Milliardenstiftung seiner „alten Liebschaft“ in Szene setzen. Mit Geld erreicht man viel, kaufen lässt sich zwar nicht jeder, doch nicht zuletzt zeigt das Angebot der Dame, wie sehr Geld öffentliche Meinung, Recht und moralische Instanzen ins Wanken bringen kann. Am Ende glauben die Güllener an ihre gute Tat und fordern Ills Kopf – im Namen der Gerechtigkeit. Der Schweizer Dramatiker, Schriftsteller und Maler Friedrich Dürrenmatt (1921 – 1990) schrieb Der Besuch der alten Dame 1955. Die erfolgreiche Züricher Uraufführung ein Jahr später machte ihn weltbekannt. Seitdem ist das Stück von den deutschen Bühnen nicht mehr wegzudenken und hat bis heute nichts an Brisanz und Aktualität verloren.
Di
19.
März
Schauspiel
19:30 Uhr

kneipenquiz

Die fakultative Abendunterhaltung für Wissensdurstige, Spielwütige und Gesellschaftstummler.

Dienstag ist Wissenstag: Fragen, Fragen, noch mehr Fragen. Die fakultative Abendunterhaltung für Wissensdurstige und Spielwütige im neuen Theaterclub.
  • Jeden Monat
  • Eintritt frei
Di
19.
März
Schauspiel
21:00 Uhr

Ticket-Aktion zum Sommertheater-Verkaufsstart

Karten für "Die kleine Hexe" ab 21. März buchbar - mit Überraschung

Die kleine Hexe: Magda Decker. Foto: Nasser Hashemi

Auch 2019 gibt es unser Sommertheater auf der Küchwaldbühne. Titelheldin des diesjährigen Open-Air-Stücks ist Die kleine Hexe aus dem berühmten Kinderbuch von Otfried Preußler. Ein Jahr lang gibt sie sich alle Mühe, damit sie die Prüfung besteht und zur Walpurgisnacht mit den anderen Hexen hexen darf. Premiere feiert das Kinderabenteuer am 22. Juni.

Der Verkauf für die Vorstellungen beginnt in vier Tagen, am 21. März. Unser Angebot: Zu jedem Erwachsenen-Ticket, das Sie vom 21. bis zum 30. März kaufen, bekommen Sie eine Kinderkarte gratis – nur in unseren Vorverkaufsstellen.

Abschied von zwei Inszenierungen

„Die Räuber und „Sieben Geister“ am 20. März zum letzten Mal

"Die Räuber": Szene mit Philipp von Schön-Angerer. Foto: Dieter Wuschanski
"Sieben Geister": Szene mit Magda Decker. Foto: Dieter Wuschanski
Von zwei Inszenierungen im Schauspiel Chemnitz heißt es am Mittwoch, 20. März 2019 Abschied nehmen – Sie haben die Wahl. Um 19.30 Uhr stellt auf der Großen Bühne im Schauspielhaus zum letzten Mal Friedrich Schillers Drama Die Räuber die aktuelle Frage: Wie kann idealistischer Protest gegen ungerechte Zustände Raub, Gewalt und Mord rechtfertigen? Um 20.00 Uhr im Schauspielhaus-Ostflügel: das Gewinnerstück des Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik 2018, Sören Hornungs Sieben Geister. Anhand dreier Generationen einer Familie spannt es einen Bogen von 1945 bis heute und zeigt, wie erst auf einer Beerdigung ein Jahrzehnte langes Schweigen durchbrochen wird: über das Kriegsende, den Aufbau der DDR und einen Tod an ihrer Grenze.

Guillermo García Calvo dirigiert Gedenkkonzert für Montserrat Caballé in Barcelona

"The Smile Of Montserrat Caballé" am 12. April 2019

Guillermo García Calvo. Foto: Nasser Hashemi

Guillermo García Calvo, Generalmusikdirektor der Oper Chemnitz und der Robert-Schumann-Philharmonie, wird am 12. April 2019, 20.00 Uhr im Gran Teatre del Liceu in Barcelona das Gedenkkonzert „The Smile Of Montserrat Caballé“ als Hommage an die am 12. April 1933 in Barcelona geborene und am 6. Oktober 2018 in ihrer Heimatstadt verstorbene legendäre Sopranistin dirigieren.

Die außergewöhnliche Sängerin mit ansteckend herzlichem Temperament verzauberte mit ihrer filigranen Stimme weltweit Millionen Menschen mit einem unglaublich vielseitigen Repertoire, das mit etwa 90 Opernpartien von Gluck über Mozart, wiederentdeckte Belcanto-Opern und Richard Strauss sowie hunderten von Liedern bis hin zu ihrem legendären Auftritt mit Freddy Mercury zur Eröffnung der Olympischen Spiele 1992 in ihrer Heimatstadt mit dem Titel „Barcelona“ reichte.

Kollegen und Freunde, die während der beispielhaften, 55 Jahre währenden Karriere von Montserrat Caballé auf den großen Opern- und Konzertbühnen der ganzen Welt mit ihr zu erleben waren, werden bei diesem Konzert live unter der dem Dirigat des Spaniers Guillermo Garcia Calvo auftreten, darunter José Carreras, Jaume Aragall, Joan Pons, Al Bano, Paata Burchuladze, Begoña Alberdi, María Gallego und Josep Bros.

Weitere namhafte Wegbegleiter wie Plácido Domingo, Riccardo Muti, Zubin Mehta, Roberto Alagna und Juan Diego Flórez werden Videobotschaften übermitteln. Das Gedenkkonzert wird live im spanischen Fernsehen übertragen.

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