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© Nasser Hashemi

Weiße Rose

Kammeroper von Udo Zimmermann
nach Texten von Wolfgang Willaschek
Reduzierte Fassung von Arno Waschk

Das Musiktheater nimmt Udo Zimmermanns Kammeroper „Weiße Rose“ zusätzlich in den Spielplan auf. In der Inszenierung von Nils Braun, der Ausstattung von Rebekka Bentzen und unter der musikalischen Leitung von Jakob Brenner singen Katharina Baumgarten und Andreas Beinhauer. Die Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit der Städtischen Musikschule Chemnitz. Im Konzertsaal der Musikschule findet am 15. November die Premiere statt. In der Folgezeit wird das Werk sowohl dort als auch an verschiedenen Orten in der Region gezeigt. Es schildert die letzte Stunde der Geschwister Hans und Sophie Scholl vor ihrer Hinrichtung am 22. Februar 1943. Als führende Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose kämpften sie bis zum Moment ihres Todes mutig gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Angesichts dessen ist nicht zu verstehen, dass die weiße Rose, dieses antifaschistische Symbol, im September 2018 in Chemnitz bei einem populistischen „Trauermarsch“ direkt neben verbotenen Symbolen des Rechtsextremismus getragen wurde. Die Aufführungsserie gehört zur Veranstaltungsreihe „Gemeinsam stärker“ und - in Kooperation mit dem Programm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e.V. - zum Programm des Festivals „Aufstand der Geschichten“. Sie wird im Rahmen des Programms „Demokratie Leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert sowie von enviaM und ASA-FF unterstützt.
Do
17.
Januar
Oper
10:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

VAUGHAN WILLIAMS I PROKOFJEW

Dirigent: Guillermo García Calvo

Ralph Vaughan Williams
Sinfonie Nr. 6 e-Moll Sergej Prokofjew
Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100 Der Komponist Ralph Vaughan Williams ist hierzulande auf den Konzertplänen nicht allzu oft vertreten. Dabei gehört er genauso wie Benjamin Britten und Edward Elgar zu den zentralen Persönlichkeiten der britischen Musikgeschichte. Seine kompositorischen Schwerpunkte lagen auf dem Gebiet der Oper, der geistlichen Musik und der Sinfonik. Zwischen 1903 und 1958 entstanden insgesamt neun Sinfonien. Mit jeder von ihnen entwickelte Vaughan Williams seine individuelle Tonsprache weiter. Die 6. Sinfonie, die er 1944 zu schreiben begann, wurde 1948 in der Londoner Royal Albert Hall uraufgeführt. Von Anfang an war sie ein Lieblingsstück des Publikums und eroberte innerhalb kürzester Zeit die Konzertsäle in der ganzen Welt. Aufgrund ihrer Entstehungszeit wurde sie mitunter als „Kriegssinfonie“ betitelt. Vaughan Williams wehrte sich heftig dagegen: „Den Leuten scheint nie der Gedanke zu kommen, dass man bloß ein Stück Musik schreiben möchte.“ Wie so viele seiner Zeitgenossen sehnte sich Ralph Vaughan Williams in jenen letzten Monaten der militärischen Auseinandersetzungen nach Frieden. Diese Sehnsucht verband ihn über die Länder hinweg mit Sergej Prokofjew. Auch dieser schickte sich 1944 an, eine Sinfonie zu schreiben, seine fünfte. Optimistisch durchzieht der Charakter heroischer Lebenskraft die Komposition, die in der klassisch-romantischen Tradition steht und mit ihrem lichten Beinamen Triumph des menschlichen Geistes wie eine Vorausahnung des nahen Kriegsendes wirkte. Dass dieses dann tatsächlich Wirklichkeit wurde, mutet wie ein Wunder an: Als Prokofjew im Januar 1945 in Moskau ans Pult trat, um die Uraufführung zu dirigieren, waren zwar noch Artilleriesalven zu hören, aber die sowjetische Armee hatte kurz zuvor den Sieg über die Truppen Hitlers an der Weichsel bekanntgegeben. So verwandelte sich Prokofjews Sinfonie quasi über Nacht in eine Botschaft des Friedens, der am Horizont heraufschimmerte.Mitschnitt des Konzertes am 17. Januar 2019 durch MDR Kultur und Deutschlandfunk Kultur
Sendetermine am 22. Januar 2019: Deutschlandfunk Kultur um 20.03 Uhr, MDR Kultur um 20.05 Uhr    
Do
17.
Januar
Philharmonie
19:00 Uhr
© Nasser Hashemi

WENN MICH EINER FRAGTE...

Ein Stück über Stefan Heym und Chemnitz
URAUFFÜHRUNG

Der Schriftsteller, Politiker und Publizist Stefan Heym wurde 1913 als Helmut Flieg in Chemnitz geboren. Wegen der Veröffentlichung eines antimilitaristischen Gedichts flog er vom Gymnasium, musste Chemnitz verlassen und floh 1933 vor den Nazis nach Prag, wo er sich sein Pseudonym Stefan Heym zulegte. 1935 emigrierte er in die USA und begann als Schriftsteller, Journalist und Redakteur zu arbeiten. Als Soldat der U.S. Army kehrte Heym 1945 auf der Suche nach dem Grab seines Vaters erstmals wieder in das zerbombte Chemnitz zurück und übersiedelte Anfang der 50er Jahre in Folge der McCarthy-Ära schließlich nach Ostberlin, wo er bis zu seinem Tod 2001 lebte. In der DDR zunächst als Verfechter des Sozialismus gefeiert, ließ er in seinen Texten die Widersprüche im Lebensalltag der DDR spürbar werden. 1994 hielt er als Alterspräsident die Eröffnungsrede des zweiten gesamtdeutschen Bundestages und sprach sich ausdrücklich für einen gemeinsamen Weg und ein tolerantes Miteinander auf Augenhöhe aus, mahnte aber zugleich die Fehler an, die in den ersten Jahren der Wiedervereinigung gemacht wurden, um die geteilte Vergangenheit – und damit auch die Identität und Lebenswelt vieler DDR-Bürger – so schnell wie möglich aus den Köpfen und der Gesellschaft zu tilgen. In der Regie von Christoph Werner, dem langjährigen Künstlerischen Leiter des Puppentheaters Halle/Saale, untersucht Wenn mich einer fragte ... mit dokumentarischen Mitteln und Puppenspiel das Verhältnis von Stefan Heym und Chemnitz. Der alte und der junge Heym kehren zurück und blicken in ihrer je eigenen Perspektive auf die Stadt und eine Lebensgeschichte, die voller Umbrüche, Widersprüche und Visionen steckt und doch eine gemeinsame ist. Was haben sich der Autor Heym und sein junges Ich zu erzählen? Und was hätten sich Chemnitz und der Mensch Heym heute zu sagen? In Kooperation mit dem Programm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e.V. 
Do
17.
Januar
Figurentheater
20:00 Uhr

Puppenwagen gesucht

für die Premiere "Einsame Menschen"

Für die Inszenierung von Gerhart Hauptmanns Theaterstück „Einsame Menschen“, das am 26. Januar im Schauspielhaus Premiere hat, sucht die Regisseurin Nina Mattenklotz mehrere klassische, möglichst bordeauxrote Puppenwagen.

Wer einen solchen Puppenwagen kostenfrei zur Verfügung stellen kann, nimmt bitte Kontakt auf mit der Requisite des Schauspielhauses unter Tel. 0371 6969-733 oder E-Mail requi.sh@theater-chemnitz.de. Innerhalb des Chemnitzer Stadtgebietes werden die Puppenwagen von Theatermitarbeitern vor Ort abgeholt.

Im Mittelpunkt von Hauptmanns „Einsame Menschen“ steht das junge Ehepaar Johannes und Käthe Vockerat (gespielt von Jan Gerrit Brüggemann und Magda Decker). Das Glück scheint perfekt, als der langersehnte Sohn geboren wird. Doch schnell werden Risse im Familienidyll sichtbar. Der Gelehrte Johannes entfremdet sich mehr und mehr von Frau und Kind und wendet sich einer jungen, emanzipierten Studentin zu. Zwischen beiden entsteht eine intensive Beziehung, die schließlich den Familienzusammenhalt im Hause Vockerat bedroht. Hauptmann schrieb das Drama 1891 in einer Zeit des industriellen und kulturellen Wandels, in der gesellschaftliche Positionen und soziale Systeme im Um- und Aufbruch waren. Die damit verbundene Verunsicherung und notwendige Neuorientierung untersucht der Autor im Kern einer Familie. Und weil die Familie der engste Bezugskreis ist, tritt in ihr die Entstehung von Einsamkeit und Sprachlosigkeit, die wachsende Entfremdung umso schmerzlicher zu Tage.

10 PROZENTE BIS MONATSENDE

Unser Dankeschön für 5000 Facebook-Abonnenten

Unsere Facebook-Seite hat 5000 Abonnenten - 5000 Menschen, für die unsere Posts zum unverzichtbaren Informationsfluss gehören. Eine Zahl, über die wir uns freuen und auf die wir auch ein bisschen stolz sind. Unsere Freude möchten wir gern teilen:
Als kleines Dankeschön gewähren wir ab sofort auf Normalpreistickets für alle Januar-Vorstellungen der Theater Chemnitz 10 % Nachlass. Beim Kartenkauf bitte einfach den Promotioncode FB5000 angeben. Die Aktion gilt bis einschließlich 31. Januar 2019, ausgenommen sind Gastspiele und Sonderveranstaltungen.

Ring-Zyklus im Januar

am 5., 12., 19. und 26.1.2019

Foto: Kirsten Nijhof
Die Oper Chemnitz trat im Jahr 2018 an, zum Jubiläum "875 Jahre Chemnitz" Richard Wagners Opus Magnum "Der Ring des Nibelungen" als Neuinszenierung, entwickelt von vier Regisseurinnen und ihren Teams, auf die Bühne zu bringen. Mit der Premiere der "Götterdämmerung" am 1. Dezember ist dieses ambitionierte Vorhaben erfolgreich abgeschlossen worden. Vier Handschriften in verschiedener Ästhetik haben überregional für Aufmerksamkeit gesorgt. Verbindend für alle vier Teile ist, dass die Natur für den Menschen Anfangn und Ende bedeutet, der Mensch durch Machtmissbrauch, Gier, Hass und Gewalt nicht nur sich selbst und die Gesellschaft zersetzen kann, sondern die Grundlage allen Lebens zerstört. Die Liebe wird immer wieder als ein Anker der Hoffnung ausgeworfen. Gibt es am Ende einen "typisch weiblichen" Blick auf den "Ring"? An den Januar-Samstagen (5., 12., 19. und 26.1.2019) kann sich davon jeder selbst ein Bild machen, wenn erstmals alle vier Musikdramen nacheinander zu erleben sind. Begleitend zum Januar-Zyklus dürfen sich Wagner-Skeptiker wie Wagner-Fans auf Stückeinführungen der besonderen Art mit Eske Bockelmann, Experte für klassische Philologie und Germanistik, im Duo mit dem Pianisten Thomas-Michael Gribow im Weltecho freuen - jeweils mittwochs (2., 9., 16. und 23.1.2019) um 19.30 Uhr.
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