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© Nasser Hashemi

Fidelio

Oper von Ludwig van Beethoven
Text von Joseph Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich Treitschke

Marzelline hat sich in Fidelio verliebt, den neuen Gehilfen ihres Vaters, des Gefängnismeisters Rocco. Doch hinter Fidelio verbirgt sich die verzweifelte Leonore. Sie vermutet in dem Gefängnis ihren Mann Florestan, den der Gefängnisgouverneur Don Pizarro als unerschrockenen Regimekritiker einkerkern ließ. Von dieser Willkür weiß nur Rocco. Da der Minister Don Fernando von Unregelmäßigkeiten gehört hat, will er das Gefängnis inspizieren. Pizarro ordnet an, den Gefangenen vorsichtshalber zu beseitigen. Doch Rocco vermag nicht zu morden, ist aber bereit, das Grab auszuheben. Fidelio erwirkt, dabei helfen zu können und erkennt in dem Gefangenen Florestan. Als Pizarro ihn töten will, stellt sich Leonore Pizarro in den Weg und bedroht ihn. Der angekommene Minister und die Gefangenen preisen die allen Gefahren und Widerständen trotzende Leonore und damit auch die Kraft der Liebe: „Wer ein solches Weib errungen, stimm in unsern Jubel ein! Nie wird es zu hoch besungen, Retterin des Gatten sein.“

Nicht nur um seine Sinfonien hat Ludwig van Beethoven gerungen, sondern auch um seine einzige Oper, den Fidelio. Er hat nicht weniger als drei Fassungen komponiert – die ersten beiden wurden 1805 bzw. 1806 uraufgeführt und tragen noch den Titel Leonore – und vier Ouvertüren. Die letzte Fassung wurde als Fidelio am 23. Mai 1814 im Wiener Kärntnertortheater uraufgeführt und steht in der Tradition der erfolgreichen französischen Revolutions- und Befreiungsoper der 1790er Jahre. Die politische Dimension durch Polizeiwillkür und Revolutionskräfte ist eng mit der aufopferungsvollen Liebe Leonores zu ihrem inhaftierten Ehemann Florestan verknüpft. Durch Beethovens gleichermaßen erschütternde wie triumphale Musik berührt Fidelio bis heute.

Robert Lehmeier, der an der Oper Chemnitz 2017 die Operette Südseetulpen aus der Taufe hob, arbeitet als freischaffender Regisseur u. a. in Berlin, Dresden, München, Hamburg, Wien, Barcelona und den Niederlanden. Seit 2011 ist er im Leitungsteam vom Umculo/Cape Festival, das sich zum Ziel setzt, Oper in Südafrika neu zu positionieren.

Aufführung mit deutschen Übertiteln

So
20.
Oktober
Oper
15:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Glorious!

Die wahre Geschichte der Florence Foster Jenkins
Komödie von Peter Quilter
Aus dem Englischen von Horst Johanning

Der Wille versetzt Berge! So muss sie es sich gedacht haben: Florence Foster Jenkins – die schlechteste Sängerin der Welt. Im New York der 1940er Jahre war sie ein phänomenales Gesellschaftsereignis. Sie liebte die Musik. Für eine Sopranistin hatte sie allerdings eine schräge Auffassung von Intonation – und mit Noten stand sie eher auf Kriegsfuß. Dennoch quietschte sie sich munter und mit großer Begeisterung durch die Gesangsliteratur und quälte damit so manches empfindliche Ohr. Dank ihrer finanziellen Potenz und ihres unermüdlichen Enthusiasmus schaffte sie es immer wieder, ein Publikum um sich zu scharen. Unermüdlich schmetterte sie ihre Darbietungen auf Wohltätigkeitsveranstaltungen und Bällen von der Bühne. Höhepunkt ihrer Karriere war ein legendäres Konzert in der Carnegie Hall. In ihrem Kopf mag sie mit engelsgleicher Stimme die Welt verzaubert haben, in der akustischen Realität aber bogen sich die Balken und die Zuschauer aus der High Society vor Lachen. Doch Kritik und Zweifel fochten diese exzentrische, willensstarke Dame nicht an. Unbeirrt ließ sie die Welt an den Segnungen ihrer Musikalität teilhaben. Getragen und gestützt wurde sie von einem Freundeskreis, der ebenso schillernd und ausgefallen war wie sie selbst.

Aus dem Leben der Industriellentochter Florence Foster ist nur wenig überliefert. Und so machte sich der britische Autor Peter Quilter auf Spurensuche: Aus spärlichen Fakten und Anekdoten schrieb er 1999 das Bühnenstück Glorious! und landete damit am Westend-Theater in London einen Riesenerfolg. Schnell eroberte die skurrile Geschichte die großen Bühnen in Sydney, Montreal, Helsinki, Prag und Boston und war 2006 als „Beste Komödie“ für den Laurence Olivier Award nominiert. Doch Quilters Stück ist mehr als „nur“ Komödie, es ist zugleich eine anrührende Hommage an eine Frau, deren Lebensfreude und Liebe zur Musik bewundernswert und absolut ansteckend sind. Regisseur Herbert Olschok spürt dem nach und untersucht damit nicht zuletzt auch die Kehrseite dessen: die bösartige Lust der Gesellschaft an der Lächerlichkeit.

So
20.
Oktober
Schauspiel
15:00 Uhr

Peter Lund gewinnt Deutschen Musical Theater Preis für sein Buch zu "DRACHENHERZ"

Die Verleihung fand gestern in Hamburg statt

Peter Lund hat den Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie Bestes Buch gewonnen. Die Auszeichnung gilt dem Stück Drachenherz, das am 2. März dieses Jahres im Opernhaus Chemnitz seine Uraufführung erlebte.Die Preisverleihung fand gestern, 7. Oktober, im Revuetheater Schmidt's Tivoli in Hamburg statt. Mit dem Preis will die Deutsche Musical Akademie Aufmerksamkeit auf das neue Musical im deutschsprachigen Raum richten, dessen Sujets sich jenseits von Glanz und Glamour mit der Gegenwart und ihren Herausforderungen auseinandersetzen.

In Drachenherz überträgt Peter Lund die Siegfried-Sage in unsere Zeit. Aus König Gunther und seinen Burgundern wird eine Jugendclique, deren Machtgefüge der Neuankömmling Fred als neuer Siegfried gründlich durcheinanderwirbelt. Dabei entfalten scheinbar veraltete Begriffe wie Ehre, Treue und Verrat unverändert ihre Wirksamkeit. 

Die nächste Vorstellung im Opernhaus Chemnitz zeigen wir am Freitag, 25. Oktober, 20.00 Uhr. 

Zeitgenössischer Tanz im Ballettsaal

Doppelprogramm ab 10. Oktober

Made In Chemnitz hat sich als ein Laboratorium für zeitgenössischen Tanz etabliert. Neue Wege des Tanzes werden ausprobiert, um Brücken zu aktuellen Themen über die nonverbale Sprache der Bewegung zu schlagen. Beim Festival TANZ | MODERNE | TANZ im Juni 2019 entstanden unter diesem Label zwei Uraufführungen, die ab 10. Oktober als gemeinsamer Tanzabend im Ballettsaal zu sehen sein werden. The Call Of Neverland, ein Stück des Chemnitzer Solo-Tänzers Emilijus Miliauskas, stellt mit Bezug auf Peter Pan die Frage, wie junge Menschen zwischen Weltflucht und intensivem Lebensgenuss ihr Dasein auszuschöpfen versuchen. Das Stück Wachtraum der Japanerin Kaori Ito thematisiert den Umgang mit Verlusten und widmet sich der Kraft der Zukunft, der Hoffnung und des Lebens. 

Flashmob in der Partnerschule

Das ist die Georg-Weerth-Oberschule in dieser Spielzeit

Fotos: Nasser Hashemi
Fotos: Nasser Hashemi
Fotos: Nasser Hashemi

"Willkommen, Partnerschule" hieß es gestern bei einem Flashmob in der Georg-Weerth-Oberschule, mit der in der laufenden Spielzeit dieses Projekt besteht. Alle waren vertreten, als das Theater mit einem bunten Auflauf, schrillen Kostümen und Musik den Start der Partnerschaft einläutete und die Schule überraschte: Musiker*innen, Sänger*innen des Chors und Solisten, Schauspieler*innen, Puppenspieler*innen und die Theaterpädagoginnen mit den Bufdis. Generalintendant Dr. Christoph Dittrich besiegelte die neue Partnerschaft mit einem Willkommensgeschenk an den stellvertretenden Schulleiter Erik Schulze. Mit Pauken und Trompeten, Luftballons und Transparenten wurden der Schulhof und das Schulhaus gekapert, laut und musikalisch fiel die Ankündigung aus, dass viele gemeinsame Projekte in Schule und Theater vorbereitet sind und ein Schuljahr voller Theater bevorsteht.
 

Die Theater Chemnitz werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
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