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Non(n)sens

Musical-Komödie von Dan Goggin

Fisch ist gesund! Er versorgt den Körper mit vielen lebenswichtigen Nährstoffen und ist überdies freundlich zur Figur. Wohl deshalb gehörte die Bouillabaisse, die Ordensschwester Julia regelmäßig auf den klösterlichen Mittagstisch brachte, zu den Lieblingsgerichten ihrer Mitschwestern – bis zu jenem verhängnisvollen Tag, an dem offensichtlich einer der verwendeten Fische das Mindesthaltbarkeitsdatum weit überschritten hatte. So verwandelte sich die köstliche Suppenkreation im Handumdrehen in ein tödliches Mahl, dem alle Klosterbewohnerinnen zum Opfer fielen. Fast alle, denn einige Schwestern und die Mutter Oberin waren dem gemeinsamen Suppenlöffeln ferngeblieben, um ihrer heimlichen Spielleidenschaft zu frönen. Wer hätte gedacht, dass sie bei ihrer Rückkehr zum Suppe-Auslöffeln der anderen Art gezwungen wären. 52 Opfer sind zu beklagen – und zu bestatten. Die Mittel dafür sind natürlich im ohnehin klammen Klosteretat nicht vorgesehen. Zwar gelingt es, Geld aufzutreiben, doch wie man es auch dreht und wendet: Vier Leichen bleiben übrig und müssen zwischenzeitlich in der Tiefkühltruhe gelagert werden. Um nun auch diesen noch zu ihrer letzten Ruhestätte zu verhelfen, fassen die beherzten Ordensfrauen einen Plan: Sie wollen eine eigene Show kreieren, um die Finanzierungslücke zu schließen. Liebevoll und mit einer großen Portion Humor hat der amerikanische Autor und Komponist Dan Goggin die zugleich absurde wie anrührende Geschichte in eine bezaubernde musikalische Komödie verwandelt, die nun schon seit mehr als 30 Jahren das Publikum in der ganzen Welt begeistert. In Chemnitz wird sie von Musical-Spezialist Matthias Winter in Szene gesetzt, der mit Erfolgsinszenierungen wie FMA – Falco Meets Amadeus, Evita, West Side Story und Elton Johns Aida für ausverkaufte Vorstellungen im Opernhaus sorgte.
Sa
24.
Februar
Oper
19:00 Uhr

Rinaldo

Opera seria von Georg Friedrich HändelLibretto von Giacomo Rossi

Rinaldo, ein erfolgreicher Heerführer, liebt Almirena, die Tochter des Generals Goffredo. Die väterliche Genehmigung zur Hochzeit steht allerdings noch aus. Zuerst soll sich Rinaldo in der bevorstehenden Schlacht an der Spitze von Goffredos Truppen als siegreich erweisen. Doch dann kommt alles anders: Die Feinde erhalten Unterstützung von der Zauberin Armida, die zu allem Überfluss ein Auge auf Rinaldo geworfen hat und deshalb kurzerhand Almirena verschwinden lässt. Mit magischen Kräften versucht Armida, Rinaldo an sich zu binden, aber er trotzt tapfer ihrer Verführungskunst und kann Almirena befreien. Schließlich findet die geplante Schlacht doch noch statt. Rinaldo führt Goffredos Heer zum Sieg, so dass dem Happy End nichts mehr im Wege steht.Georg Friedrich Händels künstlerisches Schaffen erstreckte sich auf alle musikalischen Genres seiner Zeit. In Halle an der Saale geboren, zog er mit 18 Jahren nach Hamburg und eroberte bereits einige Jahre später Italien und England. Rinaldo, seine erste Oper für London, war bei ihrer Uraufführung 1711 eine Sensation. Noch nie zuvor hatte das Londoner Publikum eine derart spektakulär und verschwenderisch ausgestattete Oper gesehen. Über Nacht wurde der 26-jährige Händel zum Star. Zu verdanken hatte er die Idee für dieses Werk dem gleichaltrigen Theaterunternehmer Aaron Hill, der erst kurze Zeit davor Direktor des Queen’s Theatre geworden war und dort etwas Besonderes bieten wollte. Nach der Vorlage von Torquato Tassos Kreuzfahrer-Epos Gerusalemme liberata (Das befreite Jerusalem) skizzierte er gemeinsam mit dem Librettisten Giacomo Rossi ein Szenarium, in dem jede Menge Theatereffekte vorgesehen waren, angefangen von Donner, Blitz und Feuerwerk bis hin zu über die Bühne fliegenden echten Vögeln. Händel schrieb dazu eine wirkungsvolle und mit Überraschungen gespickte Musik.Die Inszenierung liegt in den Händen des Südafrikaners Kobie van Rensburg, der 2014 mit seiner fantasievoll-frechen Version von Rossinis La Cenerentola (Aschenputtel) den Saisonrenner im Opernhaus auf die Bühne brachte. Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Sa
24.
Februar
Oper
19:30 Uhr

Undurchschaubarkeit

Ein Musik/Hör/Spiel mit Götz Schubert und Manuel Munzlinger

STOP! ZURÜCK! ALLES NOCHMAL AUF ANFANG! Eine winzige Entscheidung - und schon hat man sich verrannt. Jeder kennt den Moment, wenn man sich vor lauter Beharrlichkeit ins Aus manövriert. Lustiges Scheitern ist das Thema in den Geschichten von der allgemeinen Undurchschaubarkeit. Geschrieben von drei jungen Autoren, die alle beim renommierten Bachmannwettbewerb in Klagenfurt teilnahmen: Kathrin Passig, Kai Weyand, Philipp Weiss. Das Besondere daran: Es ist ein Musik/Hör/Spiel - Schauspiel, Text, Musik und Soundtrack verschmelzen zu einer humorvollen Performance und versprechen einen außergewöhnlichen Theaterabend. Götz Schubert - einer der profiliertesten Schauspieler Deutschlands - schlüpft in die jeweiligen Rollen und bringt mit wandlungsfähiger Stimme und seiner hoch gelobten Schauspielkunst die Charaktere eindrucksvoll auf die Bühne. Für den passenden Soundtrack sorgt Manuel Munzlinger, der mit Oboe, Keyboard und Computer neue musikalische Räume öffnet und Kompositionen von Klassik, Jazz und Funk zu einem spannenden Klangteppich ausrollt. "Ein feiner, anregender Abend" urteilten die Dresdner Neuesten Nachrichten zur Uraufführung im Staatsschauspiel Dresden.Foto: Guido Werner
Sa
24.
Februar
Schauspiel
19:30 Uhr

Malala

Ein Klassenzimmerstück für Kinder ab 10 JahrenMit Seraina LeuenbergerMobile Produktion

Am 9. Oktober 2012 wird die junge Pakistanerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg überfallen und niedergeschossen. Die Fünfzehnjährige hatte sich den Taliban widersetzt, die Mädchen verbieten, zur Schule zu gehen. Wie durch ein Wunder kommt Malala mit dem Leben davon. Als im Herbst 2013 ihr Buch Ich bin Malala erscheint, ist die Resonanz enorm: Weltweit wird über ihr Schicksal berichtet. Im Juli 2013 hält sie eine beeindruckende Rede vor den Vereinten Nationen. Barack Obama empfängt sie im Weißen Haus, und im Dezember erhält sie vom Europäischen Parlament den Sacharow-Preis für geistige Freiheit, verliehen. 2014 erhält sie den Friedens Nobelpreis. Malala Yousafzai lebt heute mit ihrer Familie in England. Malalas Geschichte bietet eine spannende und tiefreichende Grundlage, um über virulente Themen und Fragen unseres gesellschaftlichen Miteinanders ins Gespräch zu kommen: Was heißt es eigentlich seine Stimme zu erheben und für was. Wo nehme ich den Mut her? Wie entscheide ich was wichtig ist? Was bedeutet Heimat? Was bedeutet fremdsein? Was ist, wenn die Heimat zur Fremde wird, weil radikale Gruppen humanistische Grundwerte zerstören? Was bedeutet eigentlich Wissen und Bildung für uns, wie wichtig oder selbstverständlich ist das für uns? Mit diesen Fragen und Gedanken haben sich die Regisseurin Ulrike Sorge und die Schauspielerin Seraina Leuenberger auseinandergesetzt und eine spannende Gedankenreise erarbeitet. Seit dem 9. März haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an dieser Reise teilzunehmen, denn die Produktion ist mobil und für jedes Klassenzimmer geeignet. Das Stück und die anschließenden Gesprächsrunden werden von unserer Theaterpädagogin Denise von Schön-Angerer begleitet, so können die angesprochenen Themen Alter entsprechend aufgefangen und diskutiert werden.
Sa
24.
Februar
Schauspiel
20:00 Uhr

Der Prozess

Nach dem Roman von Franz KafkaIn einer Bearbeitung von Bogdan Koca

Als Josef K. am Morgen seines 30. Geburtstages vom Klingeln an seiner Haustür geweckt wird, ahnt er noch nicht, dass sich sein Leben von jetzt auf gleich auf fatale Weise ändern wird. Vor seiner Tür stehen zwei Wärter, die ihm die Nachricht seiner Verhaftung überbringen. Das Delikt wird nicht benannt. Josef K. ist sich keiner Schuld bewusst, er ist sicher, gegen kein Gesetz verstoßen zu haben, es muss sich also um ein Missverständnis, ja gar um eine Verleumdung handeln. Trotz der formellen Verhaftung kann Josef K. weiterhin in „Freiheit“ leben und seinem Beruf nachgehen. Doch nach und nach gerät er in den Sog mysteriöser Ereignisse. Seine Versuche, Informationen über Anklagepunkte oder gar seine Richter herauszufinden, scheitern. Das Gericht bleibt eine namen- und gesichtslose Instanz, deren bürokratische Strukturen sich ihm als eine monströse Maschinerie offenbaren. Der Prozess gewinnt eine dominierende Macht über sein Leben und verschlingt mit zermalmenden Zähnen alle Sicherheit, jeglichen Halt und Josef K.s Lebensenergie. Immer enger und enger zieht sich die Schlinge. In einem Dom trifft Josef K. auf einen Priester, der ihm eine Parabel erzählt. Darin geht es um einen Menschen, dem es nicht gelingt, Eintritt in das Gesetz zu bekommen und der stattdessen sein Leben vor dieser Instanz verwartet. Josef K. verkennt die Bedeutung dieser Parabel und wird eines Morgens, am Tag vor seinem 31. Geburtstag, von zwei Gesandten des Gerichts abgeholt, in einen Steinbruch geführt und hingerichtet.Der Prozess, in den Jahren 1914/1915 entstanden und posthum von Kafkas Freund und Verleger Max Brod veröffentlicht, ist der Inbegriff jenes kafkaesken Panoptikums, in dem die Figuren mit Erfahrungen von Entfremdung, Isolation und Ich-Zerfall konfrontiert werden. Die Verdinglichung des Menschen, soziale Kälte und Ausgrenzung sind in diesem Werk so schmerzlich eingefangen und beklemmend dargestellt, dass sie den Blick auf signifikante Probleme der Moderne schärfen. Der polnisch-australische Autor und Regisseur Bogdan Koca wird den Roman für die Bühne bearbeiten.
Sa
24.
Februar
Schauspiel
20:00 Uhr

Gastspiel mit Götz Schubert

am 24.02.2018, 19.30 Uhr im Schauspielhaus

Götz Schubert, Manuel Munzlinger. Foto: Guido Werner
In den"Geschichten von der allgemeinen Undurchschaubarkeit" stecken Menschen in ungewöhnlichen Situationen fest. Gefangen in ihrer Beharrlichkeit finden sie den Ausweg nicht und verfolgen scheinbar kopflos einen Plan. Götz Schubert, einer der profiliertesten Schauspieler Deutschlands, gibt den Geschichten seine markante Stimme. Einfühlsam und wandlungsfähig verleiht er den Protagonisten Charakter und Profil. Dazu liefert Manuel Munzlinger den passenden Soundtrack. Mit einer Mischung aus Klassik und Jazz verwandelt er Stimmungen in Töne. Am Samstag, 24.02.2018, 19.30 Uhr im Schauspielhaus. 

One-Woman-Show mit Dorit Gäbler

am 25.02.2018, 15.00 Uhr im Opernhaus

Dorit Gäbler. Foto: Marko Ziesemer
Dorit Gäbler, seit 50 Jahren erfolgreich als Schauspielerin, Sängerin und Entertainerin im Film und auf den Bühnen zu Hause und zuletzt als Mrs. Higgins in „My Fair Lady“ auf dem Theaterplatz zu erleben, gastiert mit dem Kabarettstück "Verliebt, verlobt, verschwunden …" am Sonntag, 25. Februar 2018, 15.00 Uhr im Opernhaus. Was kann einer Braut Schlimmeres passieren, als am Hochzeitstag einen Zettel von ihrem Bräutigam zu finden mit den Worten „Ich kann nicht“? Die Protagonistin Dagmar singt sich den Frust von der Seele, zieht Vergleiche aller Art, den Ex-Mann, ähnliche Situationen und verlassene Frauen betreffend, und verliert vor allem nicht ihren Humor. Dorit Gäbler in Höchstform. 

Bühnenbildner Martin Rupprecht verstorben

am 11. Februar 2018 im Alter von 80 Jahren

© Anja Jzwaja

Der Bühnenbildner Martin Rupprecht ist am 11. Februar 2018 im Alter von 80 Jahren verstorben. Das gab das Magazin „Theater der Zeit“ in einer Pressemitteilung bekannt. Er wurde 1937 in Woldenberg/Neumark geboren und lebte in Berlin und Buchholz/Zernikow (Brandenburg), wo er bis zuletzt an der Fertigstellung seiner Werkdokumentation arbeitete.

Martin Rupprecht studierte Bühnen- und Kostümbild an der Meisterschule für das Kunsthandwerk Berlin bei Werner Kleinschmidt und Marianne Herting und assistierte bei Ita Maximowna. Mit Volker Schlöndorff, Mauricio Kagel und vor allem Winfried Bauernfeind arbeitete er für eine Reihe von Produktionen an der Deutschen Oper Berlin zusammen. Er weitete seine Arbeiten international aus und setzte seinen Schwerpunkt auf Musiktheater, u. a. in Deutschland, Venedig, Avignon, Paris, Rom, Budapest, Miami, Stockholm, Los Angeles, Moskau, St. Petersburg, Seoul, Tokio. Er stattete viele Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen im Bereich der Neuen Musik aus, u. a. mit Mauricio Kagel, Henri Pousseur, Hans Werner Henze. Von 1972 bis 2002 war er Professor an der Hochschule der Künste Berlin.

Eine langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit verband ihn seit der Wiedereröffnung 1992 mit der Oper Chemnitz. Gemeinsam mit dem Regisseur Steffen Piontek entstanden hier zahlreiche Inszenierungen, u. a. „Die Zauberflöte“, „La Traviata“, „Wiener Blut“, „Der junge Lord“ (Hans Werner Henze), „Das Land des Lächelns“, „Das Feuerwerk“ oder „Das Traumfresserchen“ (Wilfried Hiller). Auch mit der Regisseurin Sabine Sterken schuf er fantasievolle Produktionen für die Oper Chemnitz, u. a. „Das Märchen vom Zaren Saltan“ (Nikolai Rimski-Korsakow), „Das schlaue Füchslein“ (Leoš Janáček) oder die Kinderopern „Hexe Hillary geht in die Oper“, „Die Zauberflöte – für Kinder“ und „Erwin, das Naturtalent“. Die letzten Arbeiten am Haus entstanden für die Ballette von Reiner Feistel „König Artus“ und „Mozart-Briefe“.

Die Theater Chemnitz werden Martin Rupprecht in Zuneigung und Respekt ein ehrendes Andenken bewahren.

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