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© Dieter Wuschanski

Die Gänsemagd

Märchen mit einer falschen Prinzessin nach den Brüdern Grimm von Andrea Czesienski
URAUFFÜHRUNG

Noch jung an Jahren, heißt es für die Königstochter Abschied nehmen von ihrer Mutter. Begleitet von ihrem geliebten sprechenden Pferd Fallada und einer Magd muss sie sich auf eine weite und gefährliche Reise zu ihrem künftigen Gemahl, dem Prinzen, begeben. Unterwegs stellt sich jedoch heraus, wie wenig die Prinzessin von der Welt weiß. Unbedacht verliert sie das magische Taschentuch ihrer Mutter und kann sich gegen die selbstbewusste Magd nicht behaupten. Diese wird immer unverschämter und zwingt sie schließlich, Pferd und Kleider zu tauschen. Wer erkennt schon eine Prinzessin, wenn sie keine königlichen Gewänder trägt? Als falsche Prinzessin reitet die Magd auf Fallada zum Königshof und wird allseits als Braut des Prinzen gefeiert. Die echte Prinzessin aber muss sich arm und verlassen als Gänsemagd verdingen. Wären da nicht der alte König und ein wundersam sprechender Pferdekopf, der Betrug würde niemals aufgedeckt werden ... Das Märchen von der jugendlichen Königstochter und ihrer Magd erzählt von einer Erfahrung, die bereits alle Kinder teilen. Sei es mit Beginn des Kindergartens, der Schule oder in einem neuen Zuhause, alle mussten sich schon in einer neuen Umgebung zurechtfinden. Welche Regeln herrschen da? Wer ist gut zu mir? Was ist erlaubt? Was nicht? Und was macht mich eigentlich zu dem, der ich bin? – Das Team um Regisseurin Ines Heinrich-Frank, bekannt durch die wunderbare und preisgekrönte Inszenierung Die goldene Gans, nimmt sich in dieser Spielzeit des Märchens von der Gänsemagd an.
Mi
12.
Dezember
Figurentheater
09:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Eine Weihnachtsgeschichte

Ballett für kleine und große Leute
von Reiner Feistel nach Charles Dickens
Musik von Hans-Peter Preu, Rachel Portman, John Williams u. a.

Es ist einen Tag vor Weihnachten. Alle kaufen Geschenke und freuen sich auf das Fest. Nur der hartherzige Geschäftsmann Ebenezer Scrooge nicht. Geld allein ist es, was er liebt, deshalb verschenkt er nichts. Er will auch nicht eingeladen werden, sondern ist lieber allein. So hebt sich seine Laune keineswegs, als er, kaum dass er am Weihnachtsabend sein Büro verschlossen hat, Besuch bekommt: Es ist sein Teilhaber Marley, der plötzlich erscheint – obwohl er längst verstorben ist. Als Geist hat er schwer an seinen Sünden zu tragen und fordert Scrooge auf, sein Leben zu ändern, ehe es zu spät ist. Helfen sollen ihm dabei drei Weihnachtsgeister: der Geist der vergangenen, der Geist der gegenwärtigen und der Geist der zukünftigen Weihnacht. Sie nehmen Scrooge mit auf eine aufregende Reise durch die Nacht und zeigen dem alten Miesepeter das Glück, das er durch seine Habgier und Selbstsucht versäumt hat, aber auch die Einsamkeit, in der er einst sterben wird, falls er nicht vorher sein Leben ändert. Und sie versäumen auch nicht, mit ihm seinen nächsten Mitmenschen einen heimlichen Besuch abzustatten. Ob sein Angestellter Bob Cratchit und seine Familie ein schönes Weihnachten haben werden? Was wird wohl aus dem kleinen kranken Tim? Gelingt es den Geistern, den geizigen Weihnachtsmuffel Scrooge in dieser Nacht anzurühren? Und womöglich einen liebevollen, mitfühlenden Menschen aus ihm zu machen? Charles Dickens, der durch Romane wie Oliver Twist und David Copperfield als einer der bedeutendsten Erzähler des viktorianischen England gilt, hat in seiner „Weihnachtlichen Geistergeschichte“ die wichtigste Botschaft des Festes der Liebe ohne Sentiment, aber mit viel Warmherzigkeit eingefangen und ihr künstlerischen Ausdruck verliehen. Eine wunderbare Vorlage für das Ballett Chemnitz, das alle kleinen und großen Leute herzlich einlädt, an dieser Reise durch die Weihnacht teilzunehmen.
Mi
12.
Dezember
Ballett
10:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Weihnachtsmärchen nach den Brüdern Grimm
Textfassung Katrin Lange

Vor vielen Jahren, als das Wünschen noch geholfen hatte, wurde armen Leuten ein Glückskind geboren. Dem kleinen Jungen ward vorausgesagt, die Königstochter zu heiraten und eines Tages Herrscher des Reiches zu werden. Schnell wie der Wind verbreitete sich diese Weissagung und kam dem König zu Ohren. Der ergrimmte so sehr, dass er das Kind töten wollte. Heimtückisch kaufte er es den Eltern ab und warf es in den nahen Fluss. Aber der Fluss, milde, trug es zu einer Mühle, wo freundliche Müllersleute sich seiner annahmen und es großzogen. Einmal kam der König auf einer seiner Reisen an der Mühle vorbei, entdeckte den Burschen und wurde sehr, sehr zornig. Arglistig schickte er ihn mit einem Brief zur Königin, damit diese ihn töten lasse. Doch wo der junge Mann auch hinkam, war das Glück ihm hold. Selbst die Räuber im finsteren Wald halfen ihm weiter. Schließlich gelangte er zum Schloss und heiratete wie vorausgesagt die Prinzessin. Als der König endlich heimkam, platzte er fast vor Wut. Seine Tochter aber liebte ihren Mann und der König konnte nichts weiter tun, als ihn auf eine letzte Reise zu schicken – zum Teufel in die Hölle, um drei goldene Haare zu holen. Das wundervolle Märchen Der Teufel mit den drei goldenen Haaren, erstmals erschienen 1819 in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, passt genau in die besinnliche Weihnachtszeit. Voller Selbstvertrauen fürchtet das Glückskind weder König noch Teufel, hadert niemals mit seinem Schicksal oder verzweifelt an einer Aufgabe. Es nimmt sein Leben an und erobert sich ein Königreich. Wenn wir nur alle so mutig wären …
Mi
12.
Dezember
Schauspiel
10:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Emil und die Detektive

Musical für die ganze Familie von Marc Schubring und Wolfgang Adenberg
nach dem Roman von Erich Kästner

Der zwölfjährige Emil Tischbein ist ein ganz normaler Junge aus der Kleinstadt Neustadt, der von einem Moment auf den anderen sein wohl größtes Abenteuer erlebt: Von der Mutter mit guten Ratschlägen und 140 Mark ausgestattet, fährt er mit dem Zug in die Hauptstadt Berlin, um seine Großmutter und seine Cousine Pony Hütchen zu besuchen. Als er am Berliner Bahnhof ankommt, wird klar, dass diese Reise eine ganz andere Wendung nehmen wird: Der mysteriöse Herr Grundeis hat ihm während der Fahrt sein Geld gestohlen! Damit darf er nicht davonkommen – dieser Meinung ist auch Gustav mit der Hupe, der sofort alle jungen Detektive der Stadt zusammenhupt, um sich unter der „Parole Emil“ auf eine spannende und turbulente Verbrecherjagd quer durch die Berliner Gassen und Straßenbahnen, in Hinterhöfe und Polizeiwachen bis auf die Titelseiten der Zeitungen zu begeben. Emil und die Detektive war Erich Kästners erstes Kinderbuch und beeinflusste die Kinderliteratur nachhaltig. In dem Roman taucht der Autor nicht nur in der Rolle eines Journalisten selbst auf, sondern hat der Figur des Emil und auch der Geschichte eigene autobiografische Züge mitgegeben. 1929 veröffentlicht, avancierte es sogleich zu einem der bekanntesten Kinderbücher und wird auch heute noch von vielen Familien gelesen. Marc Schubring und Wolfgang Adenberg haben aus Erich Kästners zeitlosem Klassiker ein Musical für die ganze Familie geschaffen, das mit viel Humor und eingängiger Musik das Berlin der Goldenen Zwanziger wieder aufleben lässt und auf pfiffige Weise zeigt, dass Offenheit, Courage, Solidarität und eine ordentliche Portion Witz auch in den kniffligsten Situationen weiterhelfen – egal, wie weit man von zu Hause weg ist. Koproduktion mit dem Next Liberty Kinder- und Jugendtheater, der Oper Graz und der art&event Theaterservice Graz GmbH
Mi
12.
Dezember
Oper
18:00 Uhr
© Adrian Malloch

CORIGLIANO I RACHMANINOW

Solist: Andreas Kißling, Dirigent: Eckehard Stier

John Corigliano
Pied Piper Fantasy
Konzert für Flöte und Orchester
nach Der Rattenfänger von Hameln Sergej Rachmaninow
Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27 In Kooperation mit der Städtischen Musikschule Chemnitz Das 4. Sinfoniekonzert bringt ein Wiedersehen mit dem einstigen Chemnitzer Kapellmeister Eckehard Stier. Nachdem er von 1995 bis 2003 an den Theatern Chemnitz erste wichtige Erfahrungen sammelte und hier unzählige Opern, Musicals und auch gefeierte Jazz-Sinfonik-Konzerte dirigierte, führte ihn sein Weg für zehn Jahre als Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Neuen Lausitzer Philharmonie an das Theater Görlitz sowie von 2009 bis 2015 als Chefdirigent und Musikdirektor des Auckland Philharmonia Orchestra nach Neuseeland. Mittlerweile ist der erfolgreiche Dirigent künstlerisch auf vier Kontinenten zuhause und leitet internationale Spitzenorchester. Neben dem klassischen Repertoire fühlt er sich spannenden Zeitgenossen verbunden und engagiert sich für den musikalischen Nachwuchs. All das lässt sich in diesem Sinfoniekonzert bestens miteinander verbinden. Nachdem das Chemnitzer Konzertpublikum im Februar 2018 bereits den 1938 geborenen Komponisten John Corigliano mit dessen Solokonzert „The Red Violin“ („Die rote Violine“) kennen lernen konnte, steht diesmal eine neue Entdeckungsreise durch die bildhafte Klangwelt des gefeierten US-amerikanischen Künstlers bevor. Seine „Pied Piper Fantasy“, 1982 mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra uraufgeführt, ist ein eindrucksvolles Konzert für Flöte und Orchester, für das Corigliano maßgebliche Inspiration aus der Sage „Der Rattenfänger von Hameln“ und aus Robert Brownings Gedicht „The Pied Piper of Hamelin“ des 19. Jahrhunderts schöpfte. Der Rattenfänger, der einst die lästigen Ratten durch sein magisches Flötenspiel aus Hameln weglockte, wurde von der Stadt um den Lohn betrogen und verjagt. Aus Rache entführte er mit seiner magischen Flöte die Kinder und beraubte damit die Menschen ihrer Zukunft. John Corigliano hat aus diesem Stoff ein fantasiereiches Bläserkonzert mit speziellen Spieltechniken der Flöte entwickelt. Während der Rattenfänger durch Andreas Kißling, Soloflötist der Staatskapelle Dresden, verkörpert wird, bilden die ihm folgenden Kinder einen regelrechten Flötenschwarm, der durch eine Kooperation mit der Musikschule Chemnitz ermöglicht wird. Mit Sergej Rachmaninows Sinfonie Nr. 2 e-Moll ist eines der bewegendsten Werke der Orchesterliteratur zu hören, das 1906/1907 in Dresden entstand. Dort fand Rachmaninow nach fordernden Jahren als Kapellmeister am Moskauer Bolschoi-Theater nun zusammen mit Frau und Kind den nötigen Abstand, um sich wieder mit Elan neuen Kompositionen widmen zu können. Verschiedene Einflüsse des reichen Kulturlebens der Elbestadt prägten ihn nachhaltig, darunter auch ein Besuch der „Salome“ von Richard Strauss sowie ein Konzert des Gewandhausorchesters unter Arthur Nikisch im benachbarten Leipzig. Rachmaninows 2. Sinfonie zeichnet sich durch satte, aus dem Vollen strömende Melodiebögen der Streicher, zarte Holzbläserkantilenen ebenso wie durch temperamentvolle Blechbläser-Phrasen sowie einen unerschöpflichen Ideenreichtum aus. Die Uraufführung am 26. Januar 1908 in St. Petersburg dirigierte der Komponist selbst und stellte das Werk 1909 bei seiner Amerikatournee mit Erfolg vor. Bis heute entfaltet diese 2. Sinfonie durch ihre bestechende Klangschönheit und Melancholie einen starken emotionalen Sog.
Mi
12.
Dezember
Philharmonie
19:00 Uhr
© Nasser Hashemi

The Silent

Ein Abend mit Songs von Leonard Cohen
URAUFFÜHRUNG

Vom Vater hatte er das untrügliche Gespür für Anzüge geerbt, von der Mutter neben dem Gefühl unerschütterlicher Liebe eine Neigung zur Depression. Leonard Cohen wurde am 21. September 1934 geboren und wuchs in den geordneten Verhältnissen eines wohlhabenden jüdischen Elternhauses in Montreal auf. Mit vierzehn beschäftigte er sich intensiv mit Hypnose, um zum ersten Mal eine Frau nackt zu sehen. Mit ähnlicher Energie verfolgte er das Ziel, Schriftsteller zu werden. Cohen studierte Englische Literatur an der McGill University Montreal, umgab sich mit Dichtern wie Irving Layton, brachte 1956 seinen ersten Gedichtband Let Us Compare Mythologies heraus und wurde über Montreal hinaus bekannt. Er versuchte dann sein Glück in New York, kehrte zurück, schrieb wie ein Besessener, etablierte die Four Penny Art Gallery und trug seine Gedichte zu Jazzmusik vor. Aber die Unruhe der Wanderjahre blieb, nicht nur auf seinen nächtlichen Streifzügen durch die Straßen Montreals. Es zog ihn nach London, wo ihm seine Wirtin Mrs. Pullman täglich drei Romanseiten abforderte, und weiter auf die griechische Insel Hydra. Dort waren die Tage am Meer bestimmt vom Schreiben und Baden, von spiritueller Suche und der Libertinage sexueller Revolution. Auf der Insel lernte er auch seine wohl bedeutendste Muse, Marianne Ihlen, kennen. Dennoch zog es ihn weiter. Nach Havanna, wo ihn seine Mutter 1961 während der Kuba-Krise rettete, und wieder nach New York. Schließlich legte er 1967 sein erstes Album Songs of Leonard Cohen vor – mit jenem Sound, der bis heute nachhallt. Der 2016 verstorbene Meister sehnsuchtsvoller Melancholie konnte mit seinen Versen und seiner Stimme direkt in die Seele singen. Viel war und ist von ihm zu lernen: an Empathie und Respekt, an Gespür für die Schönheit und die Tragik des Lebens.
Mi
12.
Dezember
Schauspiel
20:00 Uhr

Eckehard Stier dirigiert 4. Sinfoniekonzert

am 12./13.12.

Eckehard Stier. Foto: Adrian Malloch

Der einstige Chemnitzer Kapellmeister Eckehard Stier ist auf vier Kontinenten zuhause und dirigiert internationale Spitzenorchester. Neben dem klassischen Repertoire fühlt er sich spannenden Zeitgenossen verbunden und engagiert sich für den musikalischen Nachwuchs, so auch im 4. Sinfoniekonzert am 12./13. Dezember in der Stadthalle. Zu dem Flötenkonzert "Pied Piper Fantasy" wurde der amerikanische Komponist John Corigliano von der Sage "Der Rattenfänger von Hameln" inspiriert. Während der Rattenfänger durch diverse Spielarten der Flöte von Andreas Kißling, Soloflötist der Staatskapelle Dresden, verkörpert wird, bilden die ihm folgenden Kinder einen regelrechten Flötenschwarm, der durch eine Kooperation mit der Städtischen Musikschule Chemnitz ermöglicht wird.  

Adventsflimmern im Schauspielhaus

am 2., 16. und 23.12.

Auch in diesem Jahr wollen wir gemeinsam mit unseren großen und kleinen Gästen in eine besinnliche Weihnachtszeit starten. Parallel zu den Märchenvorstellungen auf der Großen Bühne und im Figurentheater laden wir am 2., 16. und 23. Dezember jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr zum "Adventsflimmern" ins Schauspielhaus ein. Hier können die kleinen Gäste am großen Basteltisch selbst kreativ werden und einen märchenhaften Gruß für Freunde und Familie mit nach Hause nehmen. Mit Musik und Geschichten tauchen wir in fantasievolle Märchenwelten ein und schauen hinter die Kulissen unserer Produktionen. In der behaglichen Atmosphäre des Theaterclubs können Sie die Adventssonntage gemütlich ausklingen lassen.

Finale mit "Götterdämmerung"

Premiere am 1.12.2018

Szenenfoto aus "Götterdämmerung": Kirsten Nijhof
Das 875. Stadtjubiläum war und ist für die Oper Chemnitz Anlass für das besondere Projekt, Richard Wagners Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" innerhalb des Jahres 2018 von vier Regisseurinnen neuinszeniert auf die Bühne zu bringen. Mit der Premiere der "Götterdämmerung" am 1. Dezember in der Regie von Elisabeth Stöppler und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo findet dieses ambitionierte Vorhaben nun sein fulminantes Finale. Für die gesamte Tetralogie wird sich im 1. Halbjahr 2019 gleich dreimal der Vorhang heben: im Januar, zu Ostern und vom Himmelfahrtstag bis Pfingsten.
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