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Ausstellung im Schloßbergmuseum: Weihnacht im Theater

Eröffnung am 8. Dezember, 11.00 Uhr

"Hänsel und Gretel" gehören traditionell zum Weihnachtsprogramm der Oper Chemnitz. Foto: Dieter Wuschanski
"Hänsel und Gretel" gehören traditionell zum Weihnachtsprogramm der Oper Chemnitz. Foto: Dieter Wuschanski

Zwischen Nikolausstiefel und Räucherkerzenduft zieht es Jahr für Jahr Groß und Klein zur Weihnachtszeit ins Theater, um im Kreise der Familie märchenhafte Geschichten und zauberhafte Musik zu genießen. Für den einen oder anderen ist es die erste Begegnung mit Oper, Schauspiel oder Figurentheater und oft Ausgangspunkt für eine lebenslange Verbundenheit. Es sind ganz besondere Theatererlebnisse, die für viele traditionell zum Weihnachtsfest dazugehören und nun vom Schloßbergmuseum vom 8. Dezember bis 26. Januar in der Ausstellung Weihnacht im Theater zusammengeführt werden. Fotografien, Kostüme und Bühnenbildentwürfe der Weihnachtsinszenierungen an den Theatern Chemnitz lassen eine bunte Bühnenwelt lebendig werden.
Die Ausstellungseröffnung, die durch künstlerische Beiträge des Theaters ergänzt wird, findet am 8. Dezember um 11 Uhr im Schloßbergmuseum Chemnitz statt.

https://www.theater-chemnitz.de/oper/oper-extra/ausstellung-weihnacht-im-theater

Adventsflimmern im Schauspielhaus

Start in die Vorweihnachtszeit

Gemeinsam mit unseren großen und kleinen Gästen wollen wir auch in diesem Jahr in die Vorweihnachtszeit starten. Parallel zu den Märchenvorstellungen auf der Großen Bühne und im Figurentheater laden wir am 1., 15. und 22. Dezember zwischen 14.00 und 18.00 Uhr zum Adventsflimmern ins Foyer des Schauspielhauses ein. Hier können die kleinen Gäste am großen Basteltisch selbst kreativ werden und märchenhafte und vorweihnachtliche Grußkarten (1. Dezember), Teelichter mit Märchen-, Herbst- und Weihnachtsmotiven (15. Dezember) sowie weihnachtliche Glücksbringer und Andenken an die Märchenvorstellungen (22. Dezember) mit nach Hause nehmen. Zauberhaft und besinnlich stimmen wir uns auf die Weihnachtszeit ein und lassen die Erlebnisse im Theater Revue passieren. Im Theaterclub können Sie dann die Adventssonntage gemütlich ausklingen lassen.

Geschenkideen zu Weihnachten

Weihnachtspakete, Gutscheine, Wahlabos und Kalender

Bei unseren Geschenkideen ist für Familie und Freundeskreis sicher das Richtige dabei. Sechs Weihnachtspakete - Ballett, Musical & Operette, Oper, Schauspiel, Konzert, Familienzeit - enthalten jeweils drei ausgewählte Vorstellungen - mit Preisvorteilen bis 30 %. Gutscheine sind für alle unsere Veranstaltungen einlösbar und drei Jahre gültig. Bei Wahl-Abonnements für jeweils sechs Vorstellungen suchen die Beschenkten ihre Wunschprogramme selbst aus. Und etwas ganz Besonderes ist der Kalender Theater & Grafik: Stücke aus unserem Spielplan haben zwölf Chemnitzer Künstler zu Grafikblättern inspiriert.  

© Nasser Hashemi

Der Zaubermantel

Weihnachtsmärchen von Katrin Lange nach Grimms „Der Krautesel“

Hans, ein junger Schmied, ist zornig. Und das völlig zu Recht. Einst hatte ihm eine zauberkundige Alte als Dank für seine Hilfe einen flugtüchtigen Zaubermantel und ein Goldkorn geschenkt, welches sich auf wundersame Weise allmorgendlich vermehrte. Frohgemut war er durch die Lüfte geflogen und hatte ein schönes, ein sehr schönes Mädchen entdeckt, bei dessen Haus er landete. Das arme Mädchen war jedoch wie der Sonnentau eine schöne Falle. Auf Drängen der Mutter lockte es Fremde ins Haus, um sie zu berauben. So verlor der gutgläubige und verliebte Hans zuerst das Goldkorn und schließlich – auf dem kalten und unwirtlichen Granatberg – seinen Zaubermantel, wo das Mädchen ihn auf Geheiß der Mutter in tiefen Schlaf versetzte und den Mantel stahl. Als Hans schließlich erwacht, ist er außer sich vor Zorn. Mit Hilfe der Wolken entkommt er dem todbringenden Berg und schmiedet inmitten eines wundersamen Kohlfeldes einen Racheplan: In Eselinnen würde er Mutter und Mädchen verwandeln. Allerdings hat er seine Rechnung ohne das schlechte Gewissen des Mädchens und die Kraft der Liebe gemacht.

In zauberhaften Szenen zeichnet Katrin Lange (*1942) nach dem Grimmschen Märchen Der Krautesel sowohl die Entwicklung des Hans als auch die des zunächst namenlosen Mädchens nach. Hans überwindet seine Naivität und lernt, die Welt in ihrer Widersprüchlichkeit zu erkennen und anzunehmen. Das Mädchen hingegen nabelt sich von der Mutter ab und reift zu einer eigenständigen Persönlichkeit. Beider Entwicklung wird angetrieben von einer tiefen Liebe zueinander, die sie alle Widerstände aushalten, Überlebtes zurücklassen und schließlich zueinander finden lässt.

Sa
14.
Dezember
Figurentheater
10:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Zarah 47

Musical-Solo für eine Darstellerin von Peter Lund
Mit den großen Liedern von Zarah Leander

Es ist der 15. März 1947, Zarah Leanders 40. Geburtstag. Vier Jahre davor noch der umjubelte Star der UFA, ist sie nun arbeitslos und wartet vergebens auf Geburtstagsgäste und Angebote. In Schweden Persona non grata, in Deutschland mit Berufsverbot belegt, rechtfertigt sich die Diva in einem furiosen Monolog. Klug, mit viel Witz und ohne jeden Skrupel proklamiert sie das Credo vieler Nazi-Künstler: von nichts gewusst zu haben. Sie verfängt sich in ihren eigenen Lebenslügen, ihre schwermütigen Lieder werden zu bitterbösen Kommentaren einer mit politischem Wegsehen erkauften Karriere. So durchschreitet sie einsam ihre Räume auf Gut Lönö in Schweden. Es meldet sich keiner. Zarah fängt an, in Erinnerungen zu schwelgen … und natürlich zu singen. Peter Lunds musikalischer Monolog ist ein schauspielerisches Bravourstück für eine singende Darstellerin. In der Chemnitzer Inszenierung schlüpft Sylvia Schramm-Heilfort in die Rolle der Zarah Leander und gewährt in der intimen Atmosphäre des Operncafés Einblicke in das wechselvolle Leben der Grande Dame mit der besonderen Stimme.

Sa
14.
Dezember
Oper
15:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Der kleine Lord Fauntleroy

Weihnachtsmärchen von Marc Gruppe nach dem Kinderbuch von Frances Hodgson Burnett

Der kleine Cedric Errol ist ein aufgewecktes Kerlchen und hat sich in New York, wo er allein mit seiner Mutter in zwar ärmlichen, aber glücklichen Verhältnissen lebt, viele Freunde gemacht. Am liebsten verbringt er seine Zeit mit dem Schuhputzer Dick und dem Gemischtwarenhändler Mr. Hobbs. Cedric weiß, wo man mit anpacken muss und wie man anderen Menschen helfen kann. Eines Tages erreicht den Jungen eine seltsame Nachricht: John Arthur Molyneux Errol, der Earl of Dorincourt und Cedrics bislang unbekannter Großvater, bittet seinen Enkel, nach England zu kommen. Dort will er ihn zu einem kleinen Lord machen. Vor Jahren hatte der Earl seinen Sohn verstoßen, als dieser Cedrics Mutter heiratete. Er war gegen die bürgerliche Ehe seines Sohnes, doch nun, da er alt wird, braucht er einen Nachfolger. Das ist erst mal ein Schock! Widerwillig geht Cedric in das grau verhangene und ihm etwas steif erscheinende England. Seine Mutter begleitet ihn, darf aber nicht mit im Schloss wohnen. Doch der kleine Sonnenschein schafft es nicht nur, Standesdünkel obsolet zu machen und das düstere Schloss wieder auf Vordermann zu bringen, sondern er erreicht, was bisher keinem gelang: Er bricht den Panzer des Alten auf und aus dem unbeliebten Griesgram wird ein Mann, der noch einmal zu leben beginnt …

Der kleine Lord Fauntleroy ist eine wunderbar anrührende Geschichte über die Kraft der Liebe und die Freude, die es bereitet, anderen Gutes zu tun – eine wundervolle Botschaft, nicht nur zur Weihnachtszeit. Der Kinderbuchklassiker aus dem Jahre 1885 wurde 1980 mit Alec Guinness als grimmigem Earl of Dorincourt verfilmt und darf seitdem zu keinem Weihnachtsfest fehlen.

Sa
14.
Dezember
Schauspiel
18:00 Uhr
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi
© Nasser Hashemi

Der Nussknacker

Ballett von Sabrina Sadowska nach der Erzählung von E. T. A. Hoffmann
Musik von Peter Tschaikowsky

Welches Ballett könnte passender für die Weihnachtszeit sein als Der Nussknacker und welches Premierendatum wäre idealer als der Vorabend des ersten Advent? Die Ballettdirektorin Sabrina Sadowska und das Ballett Chemnitz bringen gemeinsam mit der Robert-Schumann-Philharmonie dieses Lieblingswerk vieler Ballettfreunde als Neuproduktion ins Chemnitzer Opernhaus. Dabei wird die Geschichte der Stadt eine nicht unerhebliche Rolle spielen: Sabrina Sadowska, gebürtige Schweizerin, die seit 2013 in Chemnitz lebt, war von Anfang an fasziniert von der Kulturgeschichte dieser Stadt, von den vielen Künstlern, die das Leben vor allem im 20. Jahrhundert geprägt haben, aber auch von der Industriegeschichte, von der großen Zahl an Erfindungen und davon, wie sich Industrielle schon damals für die Kulturförderung engagierten. Warum ihnen also nicht ein Denkmal auf der Bühne setzen, sich auf künstlerische Art vor ihren großartigen Leistungen verbeugen, zumal Tschaikowskys Vorlage einen idealen Rahmen dafür bietet?

Folgen Sie uns also auf eine Zeitreise ins Jahr 1904, zu einer Familie, die den Heiligen Abend in geselliger Runde mit befreundeten Künstlern, Fabrikanten und Wissenschaftlern verbringt. Die Erwachsenen erfreuen sich am Punsch, die Kinder an den Geschenken. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei dem Nussknacker zuteil, einem Geschenk von Patenonkel Drosselmeier – für die kleine Marie Liebe auf den ersten Blick. Sie muss ihn vor den neidischen Zugriffen ihrer Altersgenossen schützen und erlebt mit ihm zwischen Traum und Wirklichkeit aufregende Abenteuer im sächsischen Erfinderland …

Als Peter Tschaikowsky 1892 die Musik zu diesem Ballett komponierte, ahnte er sicher nicht, welche Freude kleine und große Zuschauer auch mehr als 125 Jahre später am federleicht-perlenden Tanz der Zuckerfee, am träumerisch-schwingenden Blumenwalzer und all den anderen bunten musikalischen Ideen haben würden.

Sa
14.
Dezember
Ballett
19:00 Uhr
© Nasser Hashemi

WEISSE NÄCHTE

Eine Liebesgeschichte von Fjodor M. Dostojewski

Er mag Häuser lieber als Menschen – ganz besonders gern hat er jenes liebreizende hellrosa Häuschen, das ihn im Vorbeigehen immer so freundlich anlächelt und sein Herz in Freude versetzt. Und so hört auch nur er den tiefen Jammerschrei des Hauses, als es eines Tages gelb angestrichen wird. Nur Bösewichte und Barbaren bringen es fertig, aus einem stolzen rosa Häuschen einen Kanarienvogel zu machen – und muss sich denn immer alles verändern? Mit diesen Gedanken beschäftigt, wird die Großstadt um ihn langsam leiser, das pulsierende Treiben ruhiger – alle machen sich mit ihren Familien in die Sommerfrische auf. Nur der junge Mann bleibt zurück und streift träumend durch die weißen Nächte von St. Petersburg, in denen die Sonne nie ganz untergeht und so Zeuge einer wundervollen Begegnung wird: Im Schatten einer Brücke trifft der Mann zufällig auf ein junges Mädchen namens Nastenka. Vier Nächte treffen sie sich zur gleichen Zeit am selben Ort. Sie sprechen über das Leben, die Einsamkeit, ihre Sehnsüchte und die Liebe. Dabei kommen sie sich näher und näher. Er erzählt ihr von seinem Leben als Träumer, sie ihm von einer unerfüllten ersten Liebe zu einem Mann, auf dessen versprochene Rückkehr sie bis heute wartet. Vielleicht wird ihre Begegnung mit dem Träumer ein Neubeginn.

Die Novelle von Fjodor M. Dostojewski (1821-1881) erschien erstmals 1848 mit dem Untertitel: Ein empfindsamer Roman. Aus den Erinnerungen eines Träumers. Wenn man die gefühlvolle und zarte Annäherung dieser zwei Liebenden vor dem Hintergrund unserer schnelllebigen, manchmal rauen Zeit und ihren ach so praktischen Partnersuchportalen denkt, dann wirken sie wie zwei aus der Zeit gefallene Romantiker – gibt es die heute noch?

Sa
14.
Dezember
Schauspiel
20:00 Uhr
Die Theater Chemnitz werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
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