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© Dieter Wuschanski

König Drosselbart

Märchen von Ronald Mernitz nach den Brüdern Grimm

Einst lebte ein König mit seiner Tochter in einem fernen Land. Als sie alt genug war, sollte die Prinzessin verheiratet werden. Doch sie war nicht nur klug und schön, sondern hatte auch ihren eigenen Kopf. Und wollte nicht! Es kamen Herzoge, Grafen und Edelleute, aber niemand war ihr gut genug – und überhaupt schien keiner von ihnen ein ehrliches Interesse an ihr zu haben. Alle sahen nur ihre Schönheit und ihren Stand und waren schrecklich einfältig. Nur einer nicht: Der war ein König und ihr sehr wohlgetan. Auf den Mund gefallen war er auch nicht, doch als letzter Bewerber hatte er mehr als schlechte Karten. Als sie ihn um sein spitzes Kinn verspottete und „König Drosselbart“ schimpfte, nahm er seinen Antrag kurzerhand zurück und zog davon – allerdings nicht, ohne ihr vorher das Versprechen abgenommen zu haben, an seiner statt lieber den erstbesten Bettler zu heiraten. Da kam eines Tages ein bettelnder Spielmann ins Schloss und führte sie mit sich …
In seinem bescheidenen Reich ist es mit den Vorzügen des Prinzessinnenlebens natürlich vorbei. Zumal jeder Weg und jeder Baum, der Brunnen, die Wiese und der Wald ausgerechnet dem König Drosselbart gehören. Allein eine windschiefe und zerfallene Hütte dient ihnen als neues Zuhause. Keine Sekunde will die ehemalige Prinzessin hier leben und bleibt am Ende doch. Zum Glück, denn der Bettler ist kein geringerer als der verspottete König Drosselbart! Die Ursprünge des bekannten Märchens der Brüder Grimm – 1812 erstmals in den Kinder- und Hausmärchen veröffentlicht – reichen bis weit ins Mittelalter zurück. Auch die Grimmsche Version erfuhr zahlreiche Bearbeitungen, bevor sie in der bis heute beliebten Variante Einzug in die Bücherschränke und ein glückliches Ende fand. Ronald Mernitz nimmt das Märchen als Grundlage für seine kluge und poetische Bühnenfassung und überführt die bekannte Setzung sanft in eine heutige Lesart. Warum auch darf die junge Prinzessin nicht selbst entscheiden, wann und wen sie heiraten will? Selbstbestimmt wehrt sie sich gegen die väterliche Weisung und reagiert mit Ablehnung und Trotz. An Drosselbarts Seite bricht sie schließlich auf in eine Welt, die beiden unbekannt und fremd ist. Doch mit der Zeit lernen sie Verantwortung zu übernehmen, sich zusammenzuraufen und zueinander zu finden.
Di
11.
Dezember
Figurentheater
09:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Weihnachtsmärchen nach den Brüdern Grimm
Textfassung Katrin Lange

Vor vielen Jahren, als das Wünschen noch geholfen hatte, wurde armen Leuten ein Glückskind geboren. Dem kleinen Jungen ward vorausgesagt, die Königstochter zu heiraten und eines Tages Herrscher des Reiches zu werden. Schnell wie der Wind verbreitete sich diese Weissagung und kam dem König zu Ohren. Der ergrimmte so sehr, dass er das Kind töten wollte. Heimtückisch kaufte er es den Eltern ab und warf es in den nahen Fluss. Aber der Fluss, milde, trug es zu einer Mühle, wo freundliche Müllersleute sich seiner annahmen und es großzogen. Einmal kam der König auf einer seiner Reisen an der Mühle vorbei, entdeckte den Burschen und wurde sehr, sehr zornig. Arglistig schickte er ihn mit einem Brief zur Königin, damit diese ihn töten lasse. Doch wo der junge Mann auch hinkam, war das Glück ihm hold. Selbst die Räuber im finsteren Wald halfen ihm weiter. Schließlich gelangte er zum Schloss und heiratete wie vorausgesagt die Prinzessin. Als der König endlich heimkam, platzte er fast vor Wut. Seine Tochter aber liebte ihren Mann und der König konnte nichts weiter tun, als ihn auf eine letzte Reise zu schicken – zum Teufel in die Hölle, um drei goldene Haare zu holen. Das wundervolle Märchen Der Teufel mit den drei goldenen Haaren, erstmals erschienen 1819 in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, passt genau in die besinnliche Weihnachtszeit. Voller Selbstvertrauen fürchtet das Glückskind weder König noch Teufel, hadert niemals mit seinem Schicksal oder verzweifelt an einer Aufgabe. Es nimmt sein Leben an und erobert sich ein Königreich. Wenn wir nur alle so mutig wären …
Di
11.
Dezember
Schauspiel
10:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Eine Weihnachtsgeschichte

Ballett für kleine und große Leute
von Reiner Feistel nach Charles Dickens
Musik von Hans-Peter Preu, Rachel Portman, John Williams u. a.

Es ist einen Tag vor Weihnachten. Alle kaufen Geschenke und freuen sich auf das Fest. Nur der hartherzige Geschäftsmann Ebenezer Scrooge nicht. Geld allein ist es, was er liebt, deshalb verschenkt er nichts. Er will auch nicht eingeladen werden, sondern ist lieber allein. So hebt sich seine Laune keineswegs, als er, kaum dass er am Weihnachtsabend sein Büro verschlossen hat, Besuch bekommt: Es ist sein Teilhaber Marley, der plötzlich erscheint – obwohl er längst verstorben ist. Als Geist hat er schwer an seinen Sünden zu tragen und fordert Scrooge auf, sein Leben zu ändern, ehe es zu spät ist. Helfen sollen ihm dabei drei Weihnachtsgeister: der Geist der vergangenen, der Geist der gegenwärtigen und der Geist der zukünftigen Weihnacht. Sie nehmen Scrooge mit auf eine aufregende Reise durch die Nacht und zeigen dem alten Miesepeter das Glück, das er durch seine Habgier und Selbstsucht versäumt hat, aber auch die Einsamkeit, in der er einst sterben wird, falls er nicht vorher sein Leben ändert. Und sie versäumen auch nicht, mit ihm seinen nächsten Mitmenschen einen heimlichen Besuch abzustatten. Ob sein Angestellter Bob Cratchit und seine Familie ein schönes Weihnachten haben werden? Was wird wohl aus dem kleinen kranken Tim? Gelingt es den Geistern, den geizigen Weihnachtsmuffel Scrooge in dieser Nacht anzurühren? Und womöglich einen liebevollen, mitfühlenden Menschen aus ihm zu machen? Charles Dickens, der durch Romane wie Oliver Twist und David Copperfield als einer der bedeutendsten Erzähler des viktorianischen England gilt, hat in seiner „Weihnachtlichen Geistergeschichte“ die wichtigste Botschaft des Festes der Liebe ohne Sentiment, aber mit viel Warmherzigkeit eingefangen und ihr künstlerischen Ausdruck verliehen. Eine wunderbare Vorlage für das Ballett Chemnitz, das alle kleinen und großen Leute herzlich einlädt, an dieser Reise durch die Weihnacht teilzunehmen.
Di
11.
Dezember
Ballett
18:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Alles nur Theater

Nachtcafé: Schlager, Chansons, Musicalhits und Geschichten rund ums Theater

Nach „Sowas Schönes machst du nie mit mir“ findet die Reihe „Nachtcafé“ mit dem neuen Abend „Alles nur Theater“ nun ihre Fortsetzung. Nirgends wird so schön gestorben, so glühend heiß geliebt, so ergreifend gelitten, so betörend betrogen wie auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Mit viel Musik und den passenden Worten nimmt Regisseur und Ensemblemitglied Matthias Winter das mitunter turbulente und kuriose Theaterleben liebevoll und selbstironisch auf’s Korn. – Vorhang auf für die Bühnenstars Sylvia Schramm-Heilfort und Claudia Müller-Kretschmer, denn sie machen mit dem Tastengott Jeffrey Goldberg buchstäblich „Musik, da geht euch der Hut hoch“. Dabei kommen sie dem Publikum im Operncafé ganz nah, aber keine Angst, sie wollen nur spielen und singen!
Di
11.
Dezember
Oper
20:30 Uhr

Eckehard Stier dirigiert 4. Sinfoniekonzert

am 12./13.12.

Eckehard Stier. Foto: Adrian Malloch

Der einstige Chemnitzer Kapellmeister Eckehard Stier ist auf vier Kontinenten zuhause und dirigiert internationale Spitzenorchester. Neben dem klassischen Repertoire fühlt er sich spannenden Zeitgenossen verbunden und engagiert sich für den musikalischen Nachwuchs, so auch im 4. Sinfoniekonzert am 12./13. Dezember in der Stadthalle. Zu dem Flötenkonzert "Pied Piper Fantasy" wurde der amerikanische Komponist John Corigliano von der Sage "Der Rattenfänger von Hameln" inspiriert. Während der Rattenfänger durch diverse Spielarten der Flöte von Andreas Kißling, Soloflötist der Staatskapelle Dresden, verkörpert wird, bilden die ihm folgenden Kinder einen regelrechten Flötenschwarm, der durch eine Kooperation mit der Städtischen Musikschule Chemnitz ermöglicht wird.  

Adventsflimmern im Schauspielhaus

am 2., 16. und 23.12.

Auch in diesem Jahr wollen wir gemeinsam mit unseren großen und kleinen Gästen in eine besinnliche Weihnachtszeit starten. Parallel zu den Märchenvorstellungen auf der Großen Bühne und im Figurentheater laden wir am 2., 16. und 23. Dezember jeweils von 13.00 bis 18.00 Uhr zum "Adventsflimmern" ins Schauspielhaus ein. Hier können die kleinen Gäste am großen Basteltisch selbst kreativ werden und einen märchenhaften Gruß für Freunde und Familie mit nach Hause nehmen. Mit Musik und Geschichten tauchen wir in fantasievolle Märchenwelten ein und schauen hinter die Kulissen unserer Produktionen. In der behaglichen Atmosphäre des Theaterclubs können Sie die Adventssonntage gemütlich ausklingen lassen.

Finale mit "Götterdämmerung"

Premiere am 1.12.2018

Szenenfoto aus "Götterdämmerung": Kirsten Nijhof
Das 875. Stadtjubiläum war und ist für die Oper Chemnitz Anlass für das besondere Projekt, Richard Wagners Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" innerhalb des Jahres 2018 von vier Regisseurinnen neuinszeniert auf die Bühne zu bringen. Mit der Premiere der "Götterdämmerung" am 1. Dezember in der Regie von Elisabeth Stöppler und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo findet dieses ambitionierte Vorhaben nun sein fulminantes Finale. Für die gesamte Tetralogie wird sich im 1. Halbjahr 2019 gleich dreimal der Vorhang heben: im Januar, zu Ostern und vom Himmelfahrtstag bis Pfingsten.
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