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© Nasser Hashemi

Drachenherz

Kein Platz für Helden
Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
URAUFFÜHRUNG

Günnis Clique ist echt cool. Findet Günni jedenfalls. Sonst ist aber wenig cool in der mitteldeutschen Kleinstadt, wo so viele arbeitslos sind und die meisten Erziehungsberechtigten apathisch vor der Glotze sitzen. Dann kommt Fred. Fred ist anders: Er hat Ideen und was im Kopf. Mit Fred macht alles mehr Spaß. Fred ist schon bald Günnis bester Gefolgsmann in der Clique. Hagen könnte kotzen. Günnis bester Mann war doch immer Hagen. Und wenn einer das Recht hat, Günnis Schwester Jenny den Hof zu machen, dann doch wohl er! Mit einem Wort: Fred geht Hagen schwer gegen die Ehre. Ehre ist ein wichtiges Stichwort in Drachenherz, dem neuen Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund, das 2019 in Chemnitz uraufgeführt wird. Ehre, Verrat, Treue – keine besonders aktuellen Themen? Im Gegenteil: Was man tut, wie man kämpft und vor allem wofür – das sind die großen Fragen, die jeder Jugendliche an die Gesellschaft stellt und deren Beantwortung eher dürftig ausfällt. Das war bei den Nibelungen noch anders. Da wusste jeder, wofür er kämpfte. Im schlimmsten Fall für sich selber. Siegfried musste sterben, weil es damals keinen Platz gab für echte Helden. Gibt es diesen Platz heute? Oder müssen die Guten immer noch sterben, weil die Gemeinen es einfach nicht ertragen, im Geist so klein zu sein? Diesen Fragen geht Drachenherz nach und hat sich dafür die Siegfried-Sage ausgeliehen, um sie im Hier und Jetzt und mit den Mitteln des Musicals neu zu erzählen. Es ist nur auf den ersten Blick überraschend, wie genau die alte Sage den jungen Protagonisten in Herz und Hirn schaut. Der Verrat der Siegfried-Sage ist universell und passiert jeden Tag wieder – direkt vor unserer Haustür. Das Autorenteam Wolfgang Böhmer und Peter Lund arbeitet seit mehr als 20 Jahren zusammen und kreierte zahlreiche erfolgreiche Bühnenwerke. Ihr Musical Stella – Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm wurde 2016 beim Deutschen Musical Theater Preis als „Bestes Musical des Jahres“ ausgezeichnet. Koproduktion der Theater Chemnitz und der Neuköllner Oper Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin Die Chemnitzer Produktion wird exklusiv unterstützt durch eins – energie in sachsen.
Sa
23.
März
Oper
19:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Schöne Bescherungen

Ziemlich weihnachtliche Komödie von Alan Ayckbourn
Deutsch von Max Faber

Die Ehepartner Belinda und Neville haben Verwandte und Freunde sowie deren Kinder zum Weihnachtsfest eingeladen. Die Geschenke sind präpariert, der Baum ist gekauft und in der Küche wird der Braten geschmort, dass es nur so qualmt. Alle sitzen in den Startlöchern und unter dem Deckmantel bürgerlicher Weihnachtsseligkeit entspinnt sich ein atemberaubender Familienkrach. Er gegen sie, sie gegen ihn, Schwester gegen Schwester, der Onkel gegen den Weihnachtsmann und alle auf einen. Dieser eine heißt Bernard und möchte zum Verdruss der anderen wie in jedem Jahr sein Weihnachtspuppentheater aufführen. Im vergangenen Jahr dauerte es mehrere Stunden und die Kinder streikten am Ende. Diesmal möchte Bernard die Geschichte von den drei kleinen Schweinchen erzählen, mit ihrem unterschiedlichen Hausbau und dem bösen Wolf. Was aber, wenn es gar nicht ums Baumaterial geht, sondern um Beziehungsfundamente? Da steckt Bernard mit hochroten Ohren bereits mitten im Streit. Nur Onkel Harvey behält die Ruhe. Er glotzt TV, schwafelt vom Weltuntergang und hält seinen Revolver bereit, um Einbrecher zu jagen. Alan Ayckbourn (*1939) begann seine Theaterkarriere als Schauspieler, bevor er zum wohl populärsten Gegenwartsdramatiker Großbritanniens reüssierte. Seine über achtzig Theaterstücke wurden mehrfach ausgezeichnet und in über fünfunddreißig Sprachen übersetzt. Ayckbourn beobachtet sehr genau und schreibt äußerst pointiert. Nahezu hinter jedem Satz lauert eine Überraschung. Ziehen Sie sich warm an, denn es geht natürlich um Sie!
Sa
23.
März
Schauspiel
19:30 Uhr
© Nasser Hashemi

STIMMEN, STIMMEN.

Geistliche und weltliche Chormusik
dargeboten vom Opernchor der Theater Chemnitz

Die menschliche Stimme gilt als der Ursprung aller Musik. In ihrer Wandlungsfähigkeit schafft sie Vorstellungswelten, die sich zwischen dem dinglich Greifbaren und dem abstrakt Göttlichen selbstverständlich hin- und herbewegen. Chormusik, vor allem a cappella dargebotene, ist daher für Publikum und Sänger gleichermaßen reizvoll.
Der Chemnitzer Opernchor verlässt in seinem diesjährigen Konzert die gewohnten Wege des Opernrepertoires und widmet sich unter der Leitung von Stefan Bilz ausgewählten Werken der Chormusik. Eröffnet wird das Konzert mit der Missa a cappella von Einojuhani Rautavaara. Der finnische Komponist verarbeitete in seinen Stücken stets den Geist des hohen Nordens. Mystische Erzählungen, die Dualität von Hell und Dunkel und die Weiten einer ambivalenten Natur vermischten sich mit seinen ganz eigenen Vorstellungen von Engelwesen. Seine wiederholte Beschäftigung mit Rilke und dessen Duineser Elegien, die er auch vertonte, scheint daher nur logisch. Rautavaaras Missa a cappella enthüllt einen sakralen, atmosphärischen Kosmos, der über eine stringent christliche Ausdeutung hinausgeht. Mehrschichtige Chorsätze sprechen von seinem ausgefeilten kompositorischen Fingerspitzengefühl im Umgang mit Chorstimmen und von seiner feinnervigen Imagination.
Nach Rautavaaras Werk sind es Stücke von Antonín Dvořák, die den Weg hin zu Johannes Brahms‘ Liebeslieder-Walzer op. 52 bereiten. Jener Zyklus bildet den zweiten Schwerpunkt des Konzertes, der den Bogen zwischen großer geistlicher Musik auf der einen und facettenreichen weltlichen Kompositionen auf der anderen Seite komplettiert. Brahms vertonte für seinen 18-teiligen Zyklus Texte von Georg Friedrich Daumer aus dessen Sammlung Polydora und schuf einen Reigen an Liedern, der in seiner Diversität und vielgestaltigen Ausdrucksweise die Liebe in ihrem irdischen Farbenreichtum nachzeichnet.
Der Opernchor lässt mit diesen Werken in der besonderen Akustik der Chemnitzer St.-Markuskirche und dem puren Klang des mehrstimmigen Gesangs musikalische Sphären zwischen Geist und Welt entstehen.
Sa
23.
März
Oper
19:30 Uhr
© Nasser Hashemi

the future is still unwritten

Eine Stückentwicklung des TJC (UA)

Die Mitglieder des TheaterJugendClubs haben auch in dieser Spielzeit unter Leitung von Jan Gerrit Brüggemann und Denise von Schön-Angerer eine eigene Inszenierung erarbeitet. Nach der erfolgreichen Produktion Ich bereue nichts, mit der sie die Entwicklungen der digitalen Massenüberwachung ins Visier nahmen, widmen sie sich nun ihrer heutigen und zukünftigen Lebenswelt. Mit einem kritischen Blick in die Zukunft fragen sie danach, was noch übrig sein mag vom Hier und Jetzt, wenn alles so bleibt, wie es ist, oder so weiter geht, wie bisher. Politikmüdigkeit, Digitalisierung und Big Data, Smart Life, Konsumexzess und Klimawandel scheinen Probleme zu manifestieren, die an den Grundfesten der Zukunft rütteln – ihrer wie unserer. Aber was für Erwartungen haben wir an die Zukunft und unser Leben? Wie viel Einfluss wollen wir auf die Entwicklungen nehmen? Und welche Verantwortung tragen wir mit unserem Handeln? Geht jeder den Weg allein oder sind wir gemeinsam stärker? Und überhaupt, wie rettet man die Erde, wenn die Zukunft gar nicht mehr so unbeschrieben ist, wie es scheint?Aus vielfältigem Recherchematerial und eigenen Texten ist eine gemeinsame Stückidee für den Ostflügel entstanden. Mit vielen Visionen und kontroversen Gedanken, Musik und Fantasie nähern sich die Jugendlichen in the future is still unwritten einer Welt, die bald ihnen gehört und stellen sich den Fragen in einem gemeinsamen Spiel. Game on!
Sa
23.
März
Schauspiel
20:00 Uhr

Auszeichnung für Guillermo García Calvo

Verleihung heute in Barcelona

Guillermo García Calvo. Foto: Dieter Wuschanski
Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo wird heute, 21. März 2019 im Teatro del Liceu in Barcelona mit dem Preis der Vereinigung "Ópera XXI" in der Kategorie "Beste musikalische Leistung" ausgezeichnet. Der Vereinigung gehören die meisten Opernhäuser und Festivals in Spanien an. Guillermo García Calvo erhält den Preis für sein Dirigat der Wagner-Oper "Siegfried" 2017 in Oviedo. Zu den weiteren Preisträgern zählen Calixto Bieito für die beste Produktion ("Die Soldaten" von Bernd Alois Zimmermann am Teatro Real in Madrid) und José Carreras für sein Lebenswerk.

Konzert mit dem Opernchor in der St. Markuskirche

"Stimmen, Stimmen." am 23. März

Chor der Oper Chemnitz. Foto: Nasser Hashemi
Die menschliche Stimme gilt als der Ursprung aller Musik. In ihrer Wandlungsfähigkeit schafft sie Vorstellungswelten, die sich zwischen dem dinglich Greifbaren und dem abstrakt Göttlichen bewegen. Chormusik ist daher für Publikum und Sänger gleichermaßen reizvoll. Der Chemnitzer Opernchor widmet sich in seinem diesjährigen Konzert "Stimmen, Stimmen." am Samstag, 23. März 2019, um 19.30 Uhr in der St. Markuskirche Chemnitz ausgewählter weltlicher und geistlicher Chormusik. So erklingt u. a. Einojuhani Rautavaaras große Missa a capella, die mit mehrschichtigen Klangflächen in der besonderen Akustik der Kirche eine kosmische Atmosphäre erschafft. Darüber hinaus werden Stücke von Franz Schubert, Antonín Dvorak und Johannes Brahms zu erleben sein. 

Ticket-Aktion zum Sommertheater-Verkaufsstart

Karten für "Die kleine Hexe" ab 21. März buchbar - mit Überraschung

Die kleine Hexe: Magda Decker. Foto: Nasser Hashemi

Auch 2019 gibt es unser Sommertheater auf der Küchwaldbühne. Titelheldin des diesjährigen Open-Air-Stücks ist Die kleine Hexe aus dem berühmten Kinderbuch von Otfried Preußler. Ein Jahr lang gibt sie sich alle Mühe, damit sie die Prüfung besteht und zur Walpurgisnacht mit den anderen Hexen hexen darf. Premiere feiert das Kinderabenteuer am 22. Juni.

Der Verkauf für die Vorstellungen beginnt in vier Tagen, am 21. März. Unser Angebot: Zu jedem Erwachsenen-Ticket, das Sie vom 21. bis zum 30. März kaufen, bekommen Sie eine Kinderkarte gratis – nur in unseren Vorverkaufsstellen.

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