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© Archiv C.A.M.O.

Marco Polo

Die Wunder der Welt

Ein barrierefreies Theaterprojekt des Vereins Förderkreis Centro Arte Monte Onore e.V., gefördert durch Aktion Mensch, Landesdirektion Sachsen und Freistaat Sachsen.
An diesem Theaterprojekt wirken Menschen mit und ohne Behinderungen mit. Anlässlich des 765. Geburtstages von Marco Polo kann man sich durch unser Theaterstück in seine Zeit zurückversetzen und mit ihm die Wunder der Welt erleben - so der Titel seines Berichts von fernen Küsten und fremden Völkern. Das Stück erzählt von seinen Reisen quer durch Asien, sei es gemeinsam mit seinem Vater oder im Auftrag des chinesischen Herrschers Kublai Khan, mit dem Marco Polo eine kulturübergreifende Freundschaft verband. Der Venezianer Marco Polo begleitete seinen Vater und seinen Onkel, die Kaufleute Niccolò und Matteo Polo, auf einer großen Handelsreise entlang der Seidenstraße bis nach China. Dort fand er beim Herrscher Kublai Khan solches Vertrauen, dass er dessen Präfekt wurde. Marco Polo zeigte anderen Kulturen gegenüber Offenheit, Neugier und Toleranz. Nach seiner Rückkehr wurde er deshalb eingekerkert: Er habe heidnischen Göttern gehuldigt und bringe ketzerische Einflüsse nach Italien. In der Haft verfasste er 1298/1299 gemeinsam mit dem Schreiber Antonio Rustico seinen großen Reisebericht. Er nahm darin auch Legenden über Fabelwesen und böse Geister auf, die er durch Hörensagen erfahren hatte. Unglaubwürdig erschien seine Mischung aus Bericht, Abenteuergeschichte und Unterhaltungsroman den Zeitgenossen aber in erster Linie wegen der Nachrichten über Papiergeld, Porzellan und Kohle, über Eiscreme und Nudeln – angezweifelt wurde ausgerechnet die Existenz von Speisen, die später italienische Nationalgerichte werden sollten. Marco Polos vorurteilsfreie Haltung macht ihn zum idealen Protagonisten dieses barrierefreien Theaterstücks – barrierefrei nicht nur im Hinblick auf räumliche Gegebenheiten, sondern vor allem im Umgang miteinander. Vorangegangen sind Projekte mit Behinderten, im vorigen Jahr erstmals im Zusammenspiel mit Menschen ohne Behinderungen, von Kindern bis zu Senioren. Gruppen, die sich ohne ein solches kulturelles Projekt wohl nicht begegnet wären, lernten sich aufeinander einzustellen, dadurch Barrieren abzubauen und Toleranz und Verständnis füreinander zu entwickeln.
Sa
23.
Februar
Oper
18:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Einsame Menschen

Drama von Gerhart Hauptmann nach der Fassung von Michael Thalheimer
unter Mitarbeit von Oliver Reese

Die Familie: Ein Refugium. Ein wärmender Schutzraum, ein Bollwerk in Zeiten des Leistungsdrucks. Ein Ort des Rückzugs und der Geborgenheit. Doch die Familie, das ist auch: Enge. Unfreiheit. Ein Nährboden für tiefe Verletzungen. Mit Gerhart Hauptmanns Einsame Menschen spürt Regisseurin Nina Mattenklotz der Entstehung von Einsamkeit und Kommunikationslosigkeit, von Sprachlosigkeit und Vereinzelung im nächsten Familienkreis nach. Dabei scheint das Glück von Johannes und seiner Frau Käthe zunächst recht idyllisch: eine junge Familie, der Sohn ist gerade geboren – doch die Freude will sich nicht einstellen. Johannes steckt mit seiner Arbeit in einer Schaffenskrise. In Käthe findet er nicht die Partnerin mit der er darüber reden könnte. Käthe wiederum steckt in einer tiefen Kindbettdepression – ein Tabuthema unserer Gesellschaft. So kann auch sie darüber nicht reden. Die Eltern von Johannes versuchen mit aller Kraft die Fassade der guten Familie aufrecht zu halten. Doch mehr als hilflose Versuche, die brüchige Beziehung mit guten Ratschlägen und alten Floskeln zu kitten, bringen sie nicht zustande. Eines Tages steht überraschend die junge und emanzipierte Studentin Anna Mahr vor der Tür, die auf der Durchreise nach Zürich Johannes‘ Freund, den Maler Braun, besuchen will. Johannes bittet sie zu bleiben. Schnell erweist sie sich für Johannes als wichtige Gesprächspartnerin, eine ersehnte Verwandte des Geistes. Doch anstatt Anna als Eindringling zu betrachten, als konkurrierende Frau, die die Familienidylle zu bedrohen scheint, untersucht Mattenklotz mit ihr den „Einbruch des Fremden“ und so auch die Möglichkeit, alte Lebensformen zu hinterfragen und neue auszuloten. Gerhart Hauptmanns Einsame Menschen entstand 1891 in einer Zeit des industriellen und kulturellen Wandels, in der gesellschaftliche Positionen und soziale Systeme im Um- und Aufbruch waren. Die damit verbundene Verunsicherung und notwendige Neuorientierung untersucht Hauptmann im Kern einer Familie. Und weil die Familie der engste Bezugskreis ist, tritt in ihr die wachsende Entfremdung umso schmerzlicher zu Tage.
Sa
23.
Februar
Schauspiel
19:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Aufstand der Dinge

Ein Generationenprojekt zur Nachwendezeit
URAUFFÜHRUNG

Mit der Wende 1989/1990 wurde die DDR radikal überschrieben. Treuhand und Massenentlassungen waren die Geburtshelfer der neuen Bundesländer als „blühende Landschaften“. Die Bevölkerung hat diese Zeit sehr unterschiedlich erlebt – zwischen Auf- und Einbruch. Viele wurden glücklich, weil sie sich endlich frei entfalten konnten, anderen brach durch die großen Fabrikschließungen die Lebensgrundlage weg und ein Gefühl der Entwertung der bisherigen Lebensleistung ging um. All diese Erfahrungen wirken bis hinein in die aktuellen Debatten um Demokratie, Heimat und Integration. Wissen die Enkel heute noch, was ihre Großeltern einst bewegte? „Sind die aus dem Mittelalter?“ – „Nein, aus der Dino-Zeit!“ – „Nein, aus dem Wilden Westen!“, so beschreiben Kinder das, was von der DDR übrig ist, als sonderbaren Ort in einer schwer definierbaren Vergangenheit. Warum also nicht einen Bogen von damals ins Heute spannen und vom Osten mittels eines raffinierten Märchens für Nachgeborene und Zeitzeug/innen berichten?
Um dieses Märchen zu erzählen, müssen allerdings die Darsteller/innen gefunden werden. Für die Rollen bewerben sich Gegenstände aus der DDR, die bisher in Magazinen von Museen oder auf Dachböden ein stilles Dasein fristeten. Sie stellen sich – aus ganz verschiedenen Berufen und Fabriken kommend – voller Hoffnung der neuen Herausforderung, um wieder dabei sein und tätig werden zu können. Wer es wohl schafft? Darüber entscheiden nicht zuletzt Sie, die Zuschauer/innen. Allerdings nicht immer. Am Ende beginnen die Gegenstände einen eigenen Faden zu spinnen, der von Umdenken, Mut und Selbstbehauptung handelt. Eine Intensive Vorbereitung aller Beteiligten ging der Inszenierung voraus. Chemnitzer Zeitzeug/innen wurden befragt, im Chemnitzer Industriemuseum und in vielen Bibliotheken recherchiert sowie frühere Produktionsstätten besucht. Während der Probenarbeit wurde dann mit dem entdeckten Material gespielt, bis langsam die Inszenierung entstand. „Viele Menschen haben den Bruch nach 1989 noch nicht verarbeitet. Das überträgt sich bewusst und unbewusst auch auf das demokratische System.“ Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und IntegrationIn Kooperation mit dem Programm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e.V. und dem Industriemuseum Chemnitz  Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Förderverein der Theater Chemnitz und dem ASA-FF e.V. - Netzwerk für Globales Lernen 
Sa
23.
Februar
Figurentheater
20:00 Uhr

Barrierefreies Theaterprojekt

"Marco Polo" am 23. und 24. Februar im Opernhaus

Probenfoto: Archiv C.A.M.O.
Probenfoto: Dirk Wurzel
Probenfoto: Dirk Wurzel

Der Verein Förderkreis Arte Monte Onore e.V. gastiert am 23. Februar, 18.00 Uhr und 24. Februar, 15.00 Uhr mit seinem neuen Theaterprojekt "Marco Polo", an dem Menschen mit und ohne Behinderungen mitwirken, im Opernhaus. Das Theaterstück, das zum 765. Geburtstag von Marco Polo entstand, versetzt die Zuschauer in das 13. Jahrhundert zurück und lässt sie die "Wunder der Welt" erleben - so der Titel seines Berichts von fernen Küsten und fremden Völkern. Er erzählt von den Reisen quer durch Asien, sei es gemeinsam mit seinem Vater oder im Auftrag des chinesischen Herrschers Kublai Khan, mit dem Marco Polo eine kulturübergreifende Freundschaft verband. Das Theaterprojekt wird gefördert durch "Aktion Mensch", Landesdirektion Sachsen und Freistaat Sachsen. 

Premiere im Figurentheater

"Yö - Geheimnisse der Nacht" ab 16. Februar 2019

Szene mit Mona Krueger und Karoline Hoffmann. Foto: Nasser Hashemi
ist das finnische Wort für die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, wenn unsere Gedanken auf Wanderschaft gehen und zu Träumen werden. In unserer Figurentheater-Geschichte über das Träumen wird ein Mädchen, das nicht einschlafen kann - eine große, lebensechte Puppe - von zwei katzengleichen Wesen der Dämmerung - den Spielerinnen Mona Krueger und Karoline Hoffmann - in den Schlaf geleitet. Sie finden ein Buch mit vielen Fakten: Wie die Drehung der Erde die der Sonne abgewandte Hälfte in Dunkelheit taucht, wie aber viele Wesen gerade in dieser Zeit aktiv sind. Aber auch Legenden stehen im Buch: Die Ameise wünschte sich von ihrem Schöpfer den Tag, weil sie immer etwas tun wollte. Aber der Bär mochte lieber die Nacht, weil sie so schön kühl ist und ihn gut schlafen lässt. Allem, von dem es gelesen hat, begegnet das Mädchen im Traum. Yö - Geheimnisse der Nacht ist eine lehrreiche, aber auch sehr poetische und einfühlsame Geschichte für Kinder ab fünf Jahren..

Wiederaufnahme-Aktion

25 % Große-Oper-Genussvorteil

Foto: Kirsten Nijhof
Drei erfolgreiche Inszenierungen kehren auf die Bühne der Oper Chemnitz zurück. Am 9. Februar hebt sich der Vorhang wieder für Der Rosenkavalier, am 9. März für Turandot, am 5. April für Ein Maskenball. Für die Vorstellungen an diesen drei Terminen bieten wir Ihnen einen Nachlass von 25 % auf Normalpreiskarten. Geben Sie dafür beim Kartenkauf bitte einfach den Code WAP2019 an - in unseren Vorverkaufsstellen oder auf www.theater-chemnitz.de 
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