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© Simon Pauly

Sing mit, Chemnitz!

Auftaktveranstaltung: Offenes Singen

Das Offene Singen im Rangfoyer des Opernhauses stimmt auf das Sommerferiencamp "Sing mit, Chemnitz!" vom 5. bis zum 11. August ein. Wer bei der Auftaktveranstaltung noch Unsicherheit spürt, kann sich anmelden zum Schnupperkurs mit Nancy Gibson in der Städtischen Musikschule Chemnitz, Gerichtsstraße 1, 09112 Chemnitz, am Dienstag, 28. Mai und 4. Juni jeweils von 17.30 - 19.00 Uhr, Samstag, 15. Juni 11.00 – 12.30 Uhr. Anmeldung für den Schnupperkurs unter: produktion@singmitchemnitz.de. Unter dem Motto „Miteinander“ sind alle Chemnitzer*innen von 8 bis 88 eingeladen, durch das gemeinsame Singen ein gemeinschaftsstiftendes, interkulturelles Erlebnis mitzugestalten. Bis zum 30. Juni können sich alle anmelden, die Lust am Singen haben und gern mit ihrer Stimme arbeiten (möchten). Das Thema „Miteinander“ ist bewusst gewählt: „Sing mit, Chemnitz!“ ist eine Möglichkeit, ganz praktisch mit anderen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, Generationen und sozialen Zusammenhängen zu singen, zu essen und zu proben. Eine Woche lang können sich die Teilnehmer*innen von „Sing mit, Chemnitz!“ unterschiedliche Songs – von klassischen Chorsätzen bis hin zu experimentellen Improvisationen und Gesängen aus verschiedenen Kulturen – spielerisch erschließen. Chorleiter*innen, Tänzer*innen, Regisseur*innen sowie Mitglieder der Theater Chemnitz, die als Singpaten fungieren, gestalten zusammen mit den Teilnehmenden Tutti-Proben für das gesamte Chorcamp sowie themenspezifische Studios und Workshops für kleinere Gruppen. Dabei sind Medhat Aldaabal (Damaskus/Berlin), Michael Betzner-Brandt (Berlin), Nancy Gibson (Toronto/Chemnitz), Arba Manillah (Tansania/Chemnitz), Wassim Mukdad (Damaskus/Berlin), Gerard Ramos Pardo (Tarragona/Dresden), Dovile Šiupenyte (Litauen/Chemnitz), Ric Schachtebeck (Berlin).End- und Höhepunkt von „Sing mit, Chemnitz!“ sind die öffentlichen Auftritte, bei denen die neu erlernten Stücke zum Besten gegeben werden. Dazu werden die Teilnehmenden auch außerhalb des Camps im Theater an markanten Orten in Chemnitz zu erleben sein. So werden mit „Sing mit, Chemnitz!“ am 9., 10. und 11. August verschiedene Orte und Stadtteile gemeinsam singend erklingen – und am 15. September geht es dann singend zum „Tag der Demokratie“ nach Berlin, um dort mit verschiedenen „Sing mit“-Chören gemeinsam für die Demokratie durch die Hauptstadt zu ziehen. Anmeldung und weitere Informationen für das Sommerferiencamp: www.singmitchemnitz.de und Tel. 0371 6969-818.
Fr
24.
Mai
Philharmonie
16:00 Uhr

Offener Workshop: Adams Äpfel

Schauspielhaus - Foyer

Mit diesem Angebot laden wir Sie herzlich ein, intensiver in das Stück einzutauchen. Durch das Ausprobieren von Figurenbeziehungen stimmen Sie sich darauf ein. Sie erfahren, was der Regisseur und die Bühnen- und Kostümbildnerin mit ihren Konzepten beabsichtigen und welche Wirkung diese haben können. Sind Sie neugierig geworden? Dann freuen wir uns auf Sie. Den Besuch der Inszenierung empfehlen wir im Anschluss an den Workshop. Nach der Vorstellung treffen wir uns zu einem abschließenden Gespräch.
Fr
24.
Mai
Schauspiel
17:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Der Teufel auf Erden

Fantastisch-burleske Operette von Franz von Suppé
Libretto von Karl Juin und Julius Hopp
Textliche Neufassung von Alexander Kuchinka
Revidierte musikalische Fassung von Jakob Brenner

Was macht der gestresste Oberteufel, wenn es ihm in seinem Reich zu voll wird, weil heutzutage wirklich jeder in die Hölle will? Genau: Er lässt sich auf der Erde nieder. Kein Wunder, dass das Höllenleben ohne Regierungschef völlig aus dem Ruder gerät und die Belegschaft überfordert ist. Wieso ist er auch ausgerechnet jetzt nicht da?! Und wo, zum Teufel, steckt er eigentlich genau? Der einzige Ausweg scheint zu sein, dass einer der Unterteufel die Erdenleiter hinaufklettert, um nach dem Chef zu suchen. Auf seiner Reise streift er nicht nur durch die Kontinente, sondern auch durch die Jahrhunderte, um festzustellen, dass das Leben dort viel teuflischer ist, als er je geahnt hätte. Mit seiner fantastisch-burlesken Operette Der Teufel auf Erden schrieb Franz von Suppé 1878 ein augenzwinkerndes, zeitkritisches Bühnenwerk in bester Offenbach-Tradition und traf damit auch inhaltlich den Nerv des Wiener Publikums. Schließlich übte der Teufel als Theaterfigur schon von jeher eine große Anziehungskraft aus. Warum sich das Werk trotz des Premierenerfolgs nicht auf der Bühne hielt, ist unklar. Der Suppé-Biograf Hans-Dieter Roser konstatiert: „Wahrscheinlich stand der Operette die unverhüllte Forderung nach mehr Liberalität im Wege, die in der Monarchie nicht gern gehört wurde, später nicht im österreichischen Ständestaat oder in der nationalsozialistischen Bewegung.“ Hinrich Horstkotte, der als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner in Chemnitz bestens bekannt ist und zuletzt mit seiner Turandot-Inszenierung für ausverkaufte Vorstellungen sorgte, wird dem „fröhlichen, musikalisch anspruchsvollen Ganzen“ (Roser) den Weg zurück auf die Bühne und in die Herzen der Operettenfreunde ebnen. - Koproduktion der Theater Chemnitz und der Volksoper Wien -
Fr
24.
Mai
Oper
19:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Adams Äpfel

Rabenschwarze Komödie von Anders Thomas Jensen
Deutsch von Beate Klöckner
Bühnenfassung von K. D. Schmidt nach dem gleichnamigen Film

Obwohl ihm das Leben einiges abverlangt, hält Ivan bis zur totalen Selbstverleugnung am Guten im Menschen fest. In seiner winzigen Pfarrei versucht er, Strafgefangene zu resozialisieren. Da sind zunächst der arabische Tankstellenräuber Khalid – nie um einen Spruch verlegen – und der fette Alkoholiker Gunnar, der sich für Frauen in besonderer Weise interessiert. Der Neonazi Adam wird der dritte Zögling. Ivan fordert ihn in einem ersten Gespräch auf, sich eine Aufgabe zu suchen. Adams Antwort: „Apfelkuchen. Mein Ziel ist ein riesiger Apfelkuchen.“ Wider Erwarten wird dies für ihn zur alles entscheidenden Herausforderung im Ringen mit Ivan. Denn neben kleineren und größeren Katastrophen, wie Gunnars Liebe zur Kleptomanie und Khalids schießfreudigem Verhalten gegenüber multinationalen Konzernen, erschweren Krähen und Maden, Katzen und Nazis das Reifen der Früchte des alten Apfelbaumes im Kirchgarten. Als schließlich ein Gewitter über die Gemeinde hereinbricht, droht nicht nur der Apfelbaum in Rauch aufzugehen, sondern auch Ivan – erschöpft von den ständigen Provokationen Adams – seinem Glauben zu entsagen. Langsam erkennt Adam die Bedeutung des Apfelkuchens. Der Film Adams Äpfel räumte nach seinem Erscheinen 2005 eine Reihe von Preisen ab – nicht die ersten Auszeichnungen für den produktiven dänischen Regisseur und Drehbuchautor Anders Thomas Jensen (*1972). Bereits 1999 gewann er mit Wallnacht einen Oscar in der Kategorie „Bester Kurzfilm“. Adams Äpfel bewegt sich mit widersprüchlichen Figuren an den dunklen Rändern des Humors und geht der alten Frage nach dem Sinn des Guten in der Welt nach. Am Ende gibt Jensen eine wundervolle Antwort.
Fr
24.
Mai
Schauspiel
19:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Rauschen

oder: Wenn du nicht existierst, geh mir bitte aus dem Licht. Danke!
Von Natalie Baudy

Ende Januar 2019 wurde bereits zum sechsten Mal der Chemnitzer Theaterpreis für junge Dramatik verliehen. Aus 66 Einsendungen entschied sich die Jury, bestehend aus Andrea Czesienski (Lektorin des Henschel Verlags), Brian Bell (Regisseur), Johannes Schulze (Vorsitzender des Theaterfördervereins) und Kathrin Brune (Dramaturgin) einstimmig für Rauschen – oder: Wenn du nicht existierst, geh mir bitte aus dem Licht. Danke! Thematische Brisanz, stilistische Genauigkeit, verbunden mit einem humoristisch-kritischen Blick auf Mensch und Gesellschaft waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Das Stück:
Oertel, Ruk und Al Tee landen auf der Erde oder nein, anders: Peng – sie sind einfach da. Während Oertel und Ruk in einem merkwürdigen Gebäude mit siebenundzwanzig identischen Zimmern und einem scheinbar endlosen Flur landen, verschlägt es Al-Tee in eine politisch engagierte Wohngemeinschaft, die gegen TTIP auf die Straße geht, den Müll trennt und bestens vernetzt und weltoffen ist und grundsätzlich findet, dass man einfach mehr zu sich selber finden muss. Aber wenn plötzlich so ein Außerirdischer in der Küche sitzt, geraten das Selbstbild und die eigene Wahrnehmung doch etwas ins Wanken. Man wird unsicher, ob das befremdliche Gegenüber überhaupt da sein kann. Was es nicht gibt, das gibt es schließlich nicht. Aber man möchte ja auch nicht unhöflich sein.
Oertel und Ruk haben mittlerweile herausgefunden, dass dieses Gebäude mit den siebenundzwanzig identischen Zimmern ein Hotel ist und die permanent betrunkene Frau, in deren Zimmer sie versehentlich geraten sind, eine sehr erfolgreiche Pornoproduzentin ist. Diese geht wesentlich pragmatischer mit den Außerirdischen um. Welch eine Fügung, denkt sich die Dame, Außerirdische in der Pornoindustrie! Das kann man nutzen! Das steigert Einzigartigkeit, Marktwert und Auflage. Und sie engagiert Oertel und Ruk vom Fleck weg – ob sie wollen oder nicht.
In der WG haben sich Tom und Ebu mittlerweile auch an Al Tee gewöhnt. Dass er Isomatten isst und gerne ungefragt Menschen umarmt – nun ja, das eine ist nicht so schlimm, das andere sogar schön, weiß man doch, dass zu wenig Körperkontakt zu Depressionen führt. Deswegen wurden auch Umarmungen auf die WG-Agenda gesetzt. So leben sie zusammen, die Irdischen und die Außerirdischen. Bis irgendwann die Außerirdischen Heimweh bekommen und zurück möchten. Zu merkwürdig, fremd scheint ihnen das irdische Treiben. Aber wie zurück? Natalie Baudy hat ein mutig skurriles, humorvolles und zugleich bissig-böses Stück über unsere Gesellschaft geschrieben. Ohne moralischen Zeigefinger setzt sie Außerirdische – die fernsten Fremden aller Fremden als Spiegel vor unsere Nasen, um die großen und kleinen Zivilisationskrankheiten unserer Tage sichtbar zu machen. Durch den Einbruch des Fremden werden Ansichten, Meinungen, Vorurteile, Gewohnheiten unserer ansonsten doch so aufgeklärten Gesellschaft befragbar, hinterfragbar, kritisierbar. Die Autorin Natalie Baudy (Foto: privat) wurde 1990 in der Nähe von Augsburg geboren und ist in Ulm aufgewachsen. Sie studierte Theater- und Musikwissenschaften in Mainz, Paris und Berlin und Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding in München. Vor und während ihres Studiums hospitierte sie unter anderem am Staatstheater Mainz, bei der Dance Company Nanine Linning/Theater Heidelberg, am Berliner Ensemble und am Maxim Gorki Theater. Sie realisierte erste eigene Projekte im PENG! in Mainz, im TOWER 2k15 in Berlin und wirkte bei verschiedenen Produktionen der Theaterakademie, der Otto Falckenberg Schule und am Residenztheater mit. Seit August 2018 lebt sie als freischaffende Dramaturgin in Berlin. Dort war sie zuletzt als dramaturgische Mitarbeiterin an der Produktion Wheeler am Berliner Ensemble beteiligt und ist als Produktions- und Dramaturgieassistentin Teil der Performancegruppe MS Schrittmacher. Aktuell arbeitet sie mit dem Regisseur Klemens Hegen an einer künstlerischen Auseinandersetzung zum Thema Gegenwart und Erinnerung. Außerdem realisiert sie mit dem Komponisten Florian Paul das Hörspiel einsam, ihre Fortschreibung von Gerhart Hauptmanns Einsame Menschen.
Fr
24.
Mai
Schauspiel
20:00 Uhr

Gastspiel im Schauspielhaus

"Club der toten Dichter"

Club der toten Dichter. V.l.: Markus Runzheimer (Bass), Cathrin Pfeifer (Akkordeon), Katharina Franck (Gitarre, Gesang), Reinhardt Repke (Komposition, Gitarre, Gesang). Foto: OBetke

Reinhardt Repkes "Club der toten Dichter" hat sich anlässlich des 200. Geburtsjahres von Theodor Fontane, dem Schöpfer so berühmter Frauenfiguren wie Effi Briest oder Jenny Treibel, seiner Gedichte angenommen und sie neu vertont. Unter dem Titel "So und nicht anders" geht der Club mit Frontfrau Katharina Franck damit auf Tournee und kommt am Sonntag, 26. Mai 2019, um 19.30 Uhr ins Schauspielhaus. Das berühmte Gedicht "John Maynard" wird, in drei Songs aufgeteilt, zur "Maynard-Suite". Und natürlich hat auch der beliebte "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" seinen Platz im Programm.

"Der Teufel auf Erden" kommt als CD

Aufnahmen Anfang Juni im Opernhaus

Szene mit Matthias Otte und Alexander Kuchinka. Foto: Nasser Hashemi
Franz von Suppés fantastisch-burleske Operette erlebte Ende April ihre Premiere in Chemnitz. In der textlichen Neufassung von Alexander Kuchinka, die den ursprünglichen aktuell-zeitkritischen Ansatz witzig und pointiert ins Heute überträgt, begeistert die Inszenierung das Chemnitzer Publikum. Auch überregional stößt die Produktion auf Interesse, ist sie doch die erste komplette Bühnenaufführung seit der Entstehungszeit. Dies hat den langjährigen Medienpartner der Theater Chemnitz, Deutschlandfunk Kultur, veranlasst, gemeinsam mit der Rondeau Production GmbH eine CD zu produzieren. Die Aufnahmen dafür finden Anfang Juni im Opernhaus statt. Der Mitschnitt wird außerdem vom MDR, BR und von Deutschlandfunk Kultur übertragen.

Die neuen Spielzeithefte sind da

Programm der Spielzeit 2019/2020 wurde vorgestellt

Bei der Vorstellung der nächsten Spielzeit, v.l.: Schauspieldirektor Carsten Knödler, Ballettdirektorin Sabrina Sadowska, Generalintendant Dr. Christoph Dittrich, Figurentheater-Direktorin Gundula Hoffmann, Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo. Foto: Nasser Hashemi
Spielzeitheft und Konzertheft 2019/2020. Foto: Nasser Hashemi
Die monumentale italienische Faust-Oper Mefistofele als Koproduktion mit der Ungarischen Staatsoper in Budapest, später die Opern-Klassiker Lohengrin, Carmen und Die Entführung aus dem Serail sowie das Open-Air-Musical Evita. Schuberts Winterreise als Ballett, gefolgt von Tschaikowskys Der Nussknacker in einer speziellen Chemnitzer Fassung. Schauspielproduktionen vom als Bühnenstück, Kinofilm und Fernsehspiel multimedial erfolgreiche Gerichtsdrama Die zwölf Geschworenen bis zum Open-Air-Sommertheater Ronja Räubertochter, Figurentheater-Stücke wie Grimms Märchen Der Zaubermantel und die Uraufführung Juri (Gagarin). Dies sind nur einige Highlights der nächsten Spielzeit, die heute vorgestellt wurde. Ab sofort können Vorstellungen der kommenden Spielzeit gebucht werden. Die vollständigen Programme aller Sparten finden Sie im Spielzeitheft der Theater Chemnitz und im Konzertheft der Robert-Schumann-Philharmonie für die Saison 2019/20. Beide Publikationen liegen in unseren Vorverkaufsstellen und an den Kassen kostenfrei für Sie bereit. Zusätzlich bieten wir sie auf unserer Website zum Download an.
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