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Meister und Margarita - entfällt leider!

Nach dem Roman von Michail Bulgakow

Do
27.
September
Schauspiel
19:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Faust II

Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe

Die „kleine Welt“ der Liebe liegt in Trümmern hinter Faust. Sie hat Spuren und Wunden hinterlassen. Umso lauter schreit in ihm die Rastlosigkeit nach Vergessen, nach einem Fortkommen. Begierig stürzt er sich in die „große Welt“ der Politik, der Wirtschaft und der Macht. In diesem entfesselten Kosmos sind Raum und Zeit außer Kraft gesetzt und so reisen Faust und der zum Narren avancierte Teufel durch die Epochen und mythische Welten. Nichts scheint unmöglich: Ein künstlicher Mensch wird erschaffen, das Papiergeld erfunden. Faust wird Feldherr, expandierender Landbesitzer – Naturbändiger und Kulturschaffender. Er heiratet die schönste Frau der Welt, zeugt einen Nachkommen und verliert alles zugleich wieder, weil ihm auch das nicht reicht. Doch an Rast oder Innehalten ist nicht zu denken. Seine gnadenlose Egozentrik hat sich verselbstständigt. Der skrupellose Drang nach Macht und Herrschaft steht längst schon zwischen jeder wirklichen menschlichen Beziehung. Doch wenn nur noch Positionen, Funktionen und Mehrwert leitend sind, wo treibt der Mensch dann hin? Diese Frage aufgreifend, inszeniert Carsten Knödler mit Faust II die Fortsetzung des Fauststoffs und schickt den ewig suchenden Wissenschaftler auf eine abenteuerliche Reise mit unbestimmtem Ausgang. Goethes FAUST – Der Tragödie zweiter Teil erschien 1833 posthum. So wollte es der Dichter. Vielleicht wissend, dass das Urteil seiner Zeitgenossen wenig wohlwollend ausgefallen wäre. Zu maßlos, ausufernd, experimentell war die Fortsetzung der Tragödie. Doch heute erscheint dieser zweite Teil geradezu visionär. In ihm wird nicht nur die Moderne mit all ihren Schrecken und Verheißungen vorweggenommen, sondern er spiegelt umso mehr den durch technischen und medialen Fortschritt begünstigten Expansions- und Verwirklichungsdrang des rastlosen Menschen unserer Tage. In Zusammenarbeit mit dem Ballett Chemnitz
Fr
28.
September
Schauspiel
19:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Die vier Himmelsrichtungen

Ein Spiel über Leben und Zufall von Roland Schimmelpfennig
STUDIOINSZENIERUNG

Vier Menschen treffen scheinbar zufällig aufeinander. Ein Mann aus dem Norden verunglückt mit seinem LKW und verliert eine ganze Ladung Modellierballons im Straßengraben. Ein zweiter, von Süden kommend, hofft mit ihnen auf eine bessere Zukunft. Beide verlieben sich in dieselbe Frau, eine Kellnerin mit Locken wie Schlangenhaaren, die der Wind aus dem Westen zu ihnen getragen hat. Mit einem Mal hat das Schicksal ihre Lebenswege untrennbar miteinander verbunden. Einer wird am Ende des Tages nicht mehr leben. Doch das weiß nur Madame Oiseau, die Wahrsagerin, die einst mit Schnee und Eis aus dem Osten kam, sich fort sehnt und doch nicht fliegen kann. Roland Schimmelpfennig zählt zu den erfolgreichsten und meistgespielten Gegenwartsautoren. Die vier Himmelsrichtungen entstand in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin und wurde 2011 in der Regie des Autors bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Wie in einem Puzzlespiel verschachtelt er Sehnsüchte und Ängste seiner Figuren, lässt sie in Monologen kreiselnd aufeinanderprallen und entfaltet einen poetischen Sog, der auf essentielle Themen und Fragestellungen unserer Zeit zielt – nach einem eigenen Platz in der Welt, in der alles möglich scheint, der Sehnsucht nach Liebe oder dem Kampf um das Leben und nicht zuletzt den Träumen, die so schmerzlich mit unseren Entscheidungen verbunden sind. Erneut kooperieren wir für diese Produktion mit den Studierenden des Masterstudienganges Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin. Unter Leitung des TU-Dozenten Norman Heinrich entstehen während des Sommersemesters 2018 mögliche Bühnen- und Kostümbildentwürfe, von denen dann ein Konzept ausgewählt und für die Studioinszenierung realisiert wird. In der Spielzeit 2018/2019 setzen wir die jahrzehntelange Studiotradition am Schauspiel Chemnitz fort. Vier Studierende der mit uns kooperierenden Hochschulen aus Linz und Zürich sowie der Universität in Osijek werden als Teil unseres Ensembles lernen und sich auf ihr Berufsleben vorbereiten. Neben der Studioproduktion sind sie in unseren Schauspielinszenierungen zu sehen und präsentieren eigene Arbeiten im Rahmen der NACHTSCHICHT-Reihe auf dem weg sowie zum NONSTOP FESTIVAL 2019! In Kooperation mit:
TU Berlin Mit freundlicher Unterstützung: 
Fr
28.
September
Schauspiel
20:00 Uhr
© Matthias Eimer

FELIX REUTER - DIE VERFLIXTE KLASSIK

Showpianist und Entertainer Felix Reuter im Konzert

Der Pianist und Musikkomödiant Felix Reuter zeigt sich in der Königsklasse seines Faches: der Improvisation. In einer faszinierenden Show erleben die Zuschauer, wie die bekanntesten Konzerte der klassischen Musik mit viel Humor und Entertainment neu entstehen. Und nebenbei verrät Reuter auch, wie er zum Klavierspielen kam, wie er an der ernsten, großen klassischen Musik verzweifelte und wie er schließlich den Weg fand, jene Musik neu zu interpretieren.
„Mozart war ein Rock ‘n Roller, Beethoven eher ein Pop-Musiker und Bach zeigte schon damals seine musikalische Verwandtschaft zum Jazz“, so Felix Reuter. Mit unverwechselbarer Mimik und atemberaubendem Klavierspiel präsentiert er so manches bisher unentdeckte Detail in damaligen wie auch modernen Kompositionen. Endlich wird einem klar, was Ravels „Boléro“ und das Musical „Cats“ von Andrew Lloyd Webber gemeinsam haben. Ein Aha-Effekt stellt sich auch bei den aufgedeckten Parallelen zwischen Beethovens „Elise“ und Gershwins berühmten Jazzstandard „Summertime“ ein. Und ganz nebenbei erfährt man als Zuschauer sogar, wie man spektakuläre Musik im Handumdrehen selbst erlernen kann. Wenn das nicht Lust auf mehr macht … Felix Reuter wurde 1972 in Thüringen geboren. Im Alter von sechs Jahren begann er mit Klavierunterricht und entdeckte seine Leidenschaft zur klassischen Musik. Mehrere Auszeichnungen, wie beispielsweise zum Talente-Treffen am Robert-Schumann-Konservatorium in Zwickau, konnte er in den darauffolgenden Jahren entgegen nehmen. 1988 begann er mit dem Studium an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Klavier, welches er sechs Jahre später als Diplom-Musikpädagoge abschloss. Ferner erhielt er Ausbildungen in den Bereichen Jazzklavier, Komposition und Orgel. Der Kantorenabschluss erfolgte im Jahr 1990. Seitdem ist Felix Reuter als freiberuflicher Pianist tätig. Auch in TV-Produktionen war Reuter bereits mehrfach zu sehen. Neben der Mitwirkung an Theaterhäusern und in verschiedenen Orchestern begann die Entwicklung eigener Projekte. So entstand die Idee, klassische Musik auf unkonventionelle Art und Weise zu präsentieren. Seit 2007 tourt Felix Reuter mit seinem musikalischen Programm „Die verflixte Klassik“ durch Deutschland.
Fr
28.
September
Oper
20:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Siegfried

Zweiter Tag aus dem Bühnenfestspiel "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner

„Denke dir nun dieses Stück“, schrieb Richard Wagner an Franz Liszt, „zwischen der Walküre und Siegfrieds Tod [der späteren Götterdämmerung, Anm. d. Verf.], welche beide als Dramen eine weit kompliziertere Handlung haben, aufgeführt, so wird – meiner Ansicht nach – dieses Waldstück mit seiner jugendlich-kühnen Einsamkeit gewiss einen eigentümlichen und wohlstimmenden Eindruck machen.“ Als Richard Wagner sein Mammutwerk Der Ring des Nibelungen konzipierte, war sein Ziel, mit Siegfried einen Menschen auf die Bühne zu bringen, der die bestehende Ordnung radikal in Frage stellt. Nach dem Tod seiner Eltern Siegmund und Sieglinde wächst Siegfried bei dem Nibelungen Mime auf. Schon bald zeigt sich eine Besonderheit des Jungen. Er weiß nichts von alldem, was vorher war und er hat vor allem eines: keine Angst vor nichts und niemandem. Mime will das ausnutzen, denn er weiß, dass nur ein Furchtloser das zerbrochene Schwert Siegmunds neu schmieden und damit den Riesen Fafner töten kann, der in Gestalt eines Drachen den zur Macht über die Welt verhelfenden Ring hütet. Siegfried überwältigt den Drachen und beseitigt auch den hinterhältigen Mime. Kein Hindernis scheint für ihn unüberwindlich, bis ihm in Gestalt von Brünnhilde die Liebe begegnet. Menschliche Regungen bemächtigen sich seiner. Zum ersten Mal spürt er Angst – Angst vor dem neuen Gefühl in seinem Herzen. Gemeinsam mit Brünnhilde, die er von dem göttlichen Bann erlöst, den ihr Vater Wotan über sie verhängt hatte, erlebt er den Akt der Menschwerdung als hoffnungsvollen Weg in die Zukunft. Die Regisseurin Sabine Hartmannshenn feierte internationale Erfolge mit Der Kaiser von Atlantis und Die sieben Todsünden in Brüssel, Antwerpen, Liège, Lissabon, Tel Aviv und beim Festival in Sarajevo, mit Lulu in Göteborg sowie mit Werther in Oslo. Darüber hinaus wird sie regelmäßig von namhaften Opernhäusern im In- und Ausland verpflichtet. Sie drängt in ihren Arbeiten auf Wahrhaftigkeit sowie eine moderne Personenführung und orientiert sich konsequent an der Musik. Aufführung mit deutschen Übertiteln Gefördert von 
Sa
29.
September
Oper
16:00 Uhr

Eindrucksvolles Cellokonzert

im 1. Sinfoniekonzert am 3./4. Oktober

Jakub Tylman. Foto: Horst Schmeck
Mit einem ebenso leidenschaftlichen wie berührenden Programm heißt die Robert-Schumann-Philharmonie das Publikum zum 1. Sinfoniekonzert der Saison 2018/2019 willkommen. Wegen Umbaumaßnahmen in der Stadthalle ist dies ausnahmsweise erst am 3. und 4. Oktober. Der Solocellist der Robert-Schumann-Philharmonie, Jakub Tylman, den Solokonzerte durch Deutschland, Norwegen und Tschechien führten, interpretiert Lutoslawskis eindrucksvolles Cellokonzert. Der norwegische Dirigent Eivind Gullberg Jensen ist auf den großen Opernbühnen ebenso gefragt wie bei bedeutenden Orchestern, u. a. bei den Berliner und Münchner Philharmonikern, dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris oder dem Tonhalle-Orchester Zürich. 
Bitte beachten Sie, dass ab dieser Saison alle Sinfoniekonzerte bereits 19.00 Uhr beginnen. 

Die Theater Chemnitz zeigen Gesicht

beim 13. Chemnitzer Firmenlauf

© Nasser Hashemi
Die Theater Chemnitz zeigen Gesicht und starten mit einer bunten Mannschaft beim 13. Chemnitzer Firmenlauf. 

FÜR TOLERANZ, WELTOFFENHEIT UND FREIHEIT

Guillermo García Calvo

Guillermo García Calvo,
Generalmusikdirektor der Städtischen Theater Chemnitz: 

Die schreckliche Tat und die nachfolgenden Ereignisse haben den Start in die neue Spielzeit überschattet. Ein Menschenleben wurde durch Gewalt beendet. Ich bin mit meinen Gedanken bei den Hinterbliebenen.

Als Spanier bin ich in Chemnitz wie auch in Wien und an vielen anderen Orten ein Ausländer. Vor dem Hintergrund der Ereignisse um die Messerstecherei auf dem Chemnitzer Stadtfest möchte ich daran appellieren, dass wir alle fremd sind - überall, wo wir hinkommen. So sollten wir uns anderen gegenüber so verhalten, wie wir es uns wünschen würden, in der Fremde aufgenommen zu werden.

Musiker und Künstler können nicht die Welt retten, aber wir haben ein Mittel, das hilft: die Musik. Wenn wir Musik in der Oper oder im Konzert aufführen, zeigt sie uns den Weg eines Miteinanders, denn sie verbindet, sie ist eine Sprache, die jeder von uns versteht. Und dies erhoffe ich mir für Chemnitz: eine Verbindung zu schaffen durch Musik und Kultur in der Hoffnung, Grenzen zu überwinden, Freude, Hoffnung, Liebe und Trost zu schenken.

Ich glaube an die Kraft unserer gemeinsamen Arbeit zum Wohle der Gesellschaft - für Toleranz, Weltoffenheit und Freiheit! Wir möchten mehr denn je mit unseren unterschiedlichen Lebenswegen und Herkunftsorten ein deutliches Zeichen des respektvollen Umgangs im Miteinander setzen. Unsere Arbeit soll helfen, Risse zu kitten und ein Miteinander herzustellen.

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