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Die Hochzeit des Figaro

Komische Oper von Wolfgang Amadeus MozartLibretto von Lorenzo da Ponte

Einst, als Figaro noch der Barbier von Sevilla war, hatte er sein Auskommen als Haarschneider, Bartpfleger, Frauenversteher, Ehevermittler und was sonst noch alles zu seinem Gewerbe gehörte. Damals konnte er dem Grafen Almaviva durch Schachmatt-Setzen des Vormunds Bartolo zur schönen Rosina verhelfen. Seitdem ist einige Zeit vergangen. Figaro ist Kammerdiener beim Grafen geworden, hat in Susanna, der Zofe der Gräfin, eine Herzenspartnerin gefunden und beide wollen heiraten. Alles bestens also. Wenn da nicht der Graf wäre, dessen heiße Liebe zu seiner Rosina mittlerweile ziemlich erkaltet ist. Stattdessen sucht er neue Glut – zum Beispiel bei Susanna. Figaro, sonst mit allen Wassern der Intrigenkunst gewaschen, scheint diesmal in eigener Sache zu scheitern. Zum Glück hat er eine Braut, die eben eine Frau ist, sich auskennt im Leben und in Gräfin Rosina eine Verbündete findet …Der französische Lustspieldichter Beaumarchais hatte 1775 mit seiner Komödie Der Barbier von Sevilla einen sensationellen Erfolg gelandet. In Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit verfolgte er die Geschichte von Barbier und Graf weiter. Bereits vor der Uraufführung wurde das Stück zum Skandalobjekt in den Pariser Salons. Der Polizeipräfekt verkündete, es sei gegen Religion und gute Sitten, gegen das Parlament, die Tugend und jegliche Autorität überhaupt gerichtet und zögerte die Uraufführung um Jahre hinaus. In Wien wurde das Werk gleich ganz verboten. Gerade das reizte Mozart und seinen Librettisten Lorenzo da Ponte, und es gelang ihnen, mit allerlei diplomatischen Winkelzügen den Figaro-Stoff 1786 politisch hochbrisant als Oper auf die kaiserliche Bühne zu bringen. Die Uraufführung wurde mit großem Jubel aufgenommen und bis zum heutigen Tag haben die turbulente Handlung und Mozarts geniale Musik nichts von ihrer Faszination für das Publikum verloren.
Fr
24.
November
Oper
19:00 Uhr

Europa! - Ein patriotischer Abend, 1917!

Eine szenische CollageURAUFFÜHRUNG

Mit den künstlerischen Avantgarden entwickelten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland zahlreiche expressionistische Strömungen, deren Vertreter in regem Austausch mit anderen europäischen Vorbildern eine neue, vielseitige und radikal-subjektive Bild- und Formensprache entwickelten. In bruchstückhaft-expressiven Momentaufnahmen skizzierten die Künstler eine zwischen konservativem Moralismus und industriellem Aufbruch zerrissene Welt, deren Farben, Formen, Sprache und Klänge sich in einem neuen Raum-Zeit-Gefüge auflösen sollten. Doch mit Beginn des I. Weltkrieges implodierte das Verhältnis von Künstler-Ich und Umwelt. Während die einen begeistert in den Krieg zogen, der die ersehnte gesellschaftliche Umwälzung bringen sollte, zogen sich die anderen in ihr Innerstes oder das Exil zurück. Der Krieg beendete den gemeinsamen europäischen Gedanken und führte zu unterschiedlichsten künstlerischen Reaktionen – DADA, Abstraktion oder Neue Sachlichkeit sind nur einige Versuche, mit den traumatischen Erfahrungen umzugehen und die Trümmer jener auseinandergefallenen Welt in einer künstlerischen Verarbeitung zu (be-)greifen. In einem poetischen Zusammenspiel von Text, Theater, Tanz, Musik und Bildender Kunst spürt Carsten Knödler einzelnen Künstlerbiografien und jener zerrissenen Welt um 1917 nach, die zwischen den Zeiten in hoffnungsvollem Aufbruch ihren Anfang nahm und schließlich in einem kollektiven Kollaps mündete, dessen Folgen bis heute spürbar sind. Texte, Gedichte, Lieder, Pamphlete und Tagebucheinträge, u. a. von Paul Klee, Else Lasker-Schüler, Wassily Kandinsky und Franz Marc, verbinden sich mit Schauspiel, Musik und Tanz zu einer sinnlichen und zugleich skizzenhaft-rissigen Collage, die – nicht zuletzt im Zitat der dadaistischen Arbeiten von Hugo Ball, Kurt Schwitters oder Hans Arp – auch heute danach fragen lässt, welche Wege und Ausdrucksformen die Kunst in Zeiten des Aufruhrs findet, um Gegenwart abzubilden und zu reflektieren. Es malt Ronald Münch.
Fr
24.
November
Schauspiel
20:00 Uhr

Debütieren Sie auf dem Opernball

Vortanzen am 25.11.2017, 14.30 Uhr im Opernhaus

Einzug der Debütantenpaare auf dem 15. Chemnitzer Opernball im Februar 2017. Foto: Pressefoto Kristin Schmidt
Der 16. Chemnitzer Opernball wirft seine Schatten voraus: Am Samstag, 25. November 2017 findet um 14.30 Uhr im Opernhaus das große Vortanzen für die Debütanten des Balls statt. Mitmachen kann jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist, noch nie den Chemnitzer Opernball besucht hat und Wiener-Walzer-Kenntnisse besitzt.

Gastronom/in für das Schauspielhaus gesucht

Bewerbungen bis 24.11.2017

Die Theater Chemnitz suchen einen Gastronomen / eine Gastronomin für das Schauspielhaus, um ab 2. Januar 2018 die Kantine zu betreiben, die Versorgung der Zuschauer im Foyer vor und nach den Vorstellungen zu übernehmen sowie den Betrieb des Theaterclubs/-restaurants (vormals „Exil“) wieder aufzunehmen. Bewerbungen bitte bis 24.11.2017, alles Nähere finden Sie hier.

Projekt „Chemnitz singt!“ vorgestellt

Pressekonferenz im Opernhaus

Foto: Mario Köppe
Knapp 40 Chöre mit insgesamt 1500 Sängern, davon 500 Kindern, kommen aus Chemnitz, seinem Umland und seinen Partnerstädten – voraussichtlich bis hin nach China – in der Messe Chemnitz mit der Robert-Schumann-Philharmonie zusammen, auch die 3000 Zuschauer werden zum Mitsingen projizierter Texte wie des Kanons „Bruder Jakob“ eingeladen: Das sind die Dimensionen des Projekts „Chemnitz singt!“ Am 21.01.2018, 15.00 Uhr eröffnet es das Jubiläumsjahr „875 Jahre Chemnitz“. Im Opernhaus-Rangfoyer wurde es der Presse vorgestellt. Von links.: Felix Bender, stellvertretender GMD, wird dirigieren und bringt Erfahrung aus dem Leipziger Thomanerchor mit; Generalintendant Dr. Christoph Dittrich bilanzierte das Aufgebot an Mitwirkenden; Susan Endler, Marketingleiterin der Chemnitzer Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft CWE, kündigte weitere Jubiläumsjahr-Projekte wie einen Zwölf-Stunden-Marathon improvisierter Musik an; Dr. Ralf Schulze, Geschäftsführer der Chemnitzer Veranstaltungszentren C3, schilderte die logistische Herausforderung für die Messe, versprach aber: „Wir können auch genug Platz für 3500 Besucher schaffen, allerdings mit Sichtbehinderungen.“
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