Hans Winkler
Hans Winkler wurde in Hannover geboren und absolvierte sein Bühnenbildstudium an der National Theatre School of Canada in Montreal. Nach seiner Assistentenzeit an den Staatstheatern Hannover und Kassel begann er 1991 mit der Tätigkeit als freier Bühnenbildner für Oper, Ballett und Schauspiel. Zu Opern von Verdi, Mozart, Donizetti, Tschaikowsky, Gounod und Massenet entwarf Hans Winkler die Bühnenbilder, u. a. für die Staatstheater Braunschweig und Oldenburg, das Theater Augsburg, die Wiener Kammeroper und Vest Norges Opera Bergen. Für die Pacific Opera Victoria in Kanada gestaltete er das Bühnenbild zu Wagners Das Rheingold in einer Inszenierung von Wim Trompert.
Für Choreografien von Ralf Dörnen entstanden Bühne und Kostüme für Arnold Schönbergs Verklärte Nacht in der Dresdener Semperoper und zahlreiche weitere Ballettausstattungen für das Theater Vorpommern, das Staatstheater Oldenburg, das Aalto Theater Essen und das Nationaltheater Brno.
Inspiriert vom amerikanischen Künstler Edward Hopper entwarf Hans Winkler 2016 am Theater Chemnitz Bühne und Kostüme für den Ballettabend Gesichter der Großstadt mit Choreografien von Reiner Feistel und Yiming Xu, der 2017 mit dem Sächsischen Tanzpreis ausgezeichnet wurde. Seitdem hat er eine Reihe von Ausstattungen für das Ballett Chemnitz realisiert, unter anderem Das Dschungelbuch, Winterreise, Frühlingsrausch und Rhapsody in C.
Hans Winkler arbeitet auch regelmäßig im Schauspiel. Er entwarf Bühnenbilder und Kostüme für verschiedene Privattheater in Hamburg, Frankfurt und Berlin, für zahlreiche Stadt- und Staatstheater, Landesbühnen, Tourneetheater und Freilichtbühnen. Für das Schauspiel Chemnitz entstand 2024 die Ausstattung zu Ray Cooneys Farce Funny Money! in der Regie von Alexander Flache.
Für den Einkaufskomplex Limbecker Platz in Essen gestaltete er die Wand- und Glasbilder in den vier Rotunden. Hans Winkler war auch als Dozent für das Bühnenwerk in Hamburg und als Gastdozent für die Bühnen- und Kostümbildklasse der National Theatre School of Canada in Montreal tätig. 2010 wurde er in Hamburg mit dem Rolf Mares Preis für herausragendes Bühnenbild ausgezeichnet.
Foto: Hendrik Nix