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Die drei Wünsche oder Die Launen des Lebens

Filmoper von Bohuslav Martinů
Libretto von Georges Ribemont-Dessaignes
Deutsch von Marcus Gammel

18.
Jun
Dienstag
4 weitere Termine
 
 

„Wer die Wahl hat“, heißt es, „hat die Qual“. Das gilt erst recht, wenn man gleich drei Wünsche frei hat, so wie die Protagonisten des absurd-komischen Märchens Die drei Wünsche, das im Mittelpunkt von Bohuslav Martinůs gleichnamiger Oper steht. Die Ereignisse des realen Lebens umspielen das fantastische Stück im Stück. Es geht um Sehnsüchte, unerfüllte Ansprüche und eine Maßlosigkeit, die alles zunichtemachen kann.

Hektischer Betrieb am Rande einer Theaterprobe. Die Inszenierung zeigt, wie ein gewisser Monsieur Juste auf eine Fee namens „Null“ trifft. Der passionierte Jäger fängt das seltene Geschöpf ein und nimmt es mit nach Hause. Um ihre Freiheit zurückzuerlangen, gewährt ihm die Fee drei Wünsche. Juste und seine Frau verlangen, was vermutlich alle Menschen begehren: Reichtum, Jugend, Liebe. Ob sie damit gut fahren, steht auf einem anderen Blatt, denn die Fee erweist sich als genauso unzuverlässig, wie es ihr Name vermuten lässt. So rächt sich ein geheimnisvolles Wesen an denen, die es beherrschen wollen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen der Theaterleute spiegeln das fiktive Geschehen, in dem sie ihre Rollen spielen. Auch sie sehnen sich nach Glück. Für die einen beginnt das Abenteuer der Liebe, den anderen bleibt das Warten auf Erfüllung in einer unbestimmten Zukunft.

Zwischen grotesker Komik und bitterer Ironie schwankend, sucht Die drei Wünsche jenseits gängiger Wertvorstellungen nach dem, was das Leben reich macht. 1928/1929 in Paris entstanden, 1971 in Brno uraufgeführt, erlebte das Werk hierzulande erst wenige Aufführungen – und das trotz einer äußerst lebhaften und farbenreichen Musik, die vielfach Elemente aus Jazz und Tanzmusik aufgreift. Regisseurin Rahel Thiel versetzt Martinůs Filmoper von den Studios in die Welt des Theaters. Auf das Mittel des Films verzichtet sie dennoch nicht - sie fokussiert es auf das Wesentliche: einen Ort, wo sich Traum und Wirklichkeit berühren.

 

 
18.
Jun
Dienstag
19.30 Uhr
 

Weitere Termine

Dienstag, 18. Juni 2024
10.00 Uhr
Samstag, 26. Oktober 2024
19.30 Uhr
Donnerstag, 21. November 2024
19.30 Uhr
Sonntag, 05. Januar 2025
16.00 Uhr
 
Arthur de St. Barbe / Monsieur Juste
Nina Valencia / Indolenda
Serge Eliacin / Adolphe
Eblouie Barbichette
Die Fee Null
Tangosänger
General
Gyung Ha Choi
Mu Gon Kim
Finanzminister
Jörg Kersten
Matthias Repovs
Quartett Tenor 1
Quartett Tenor 2
Quartett Bass 1
Quartett Bass 2
Regieassistentin / Telefonistin
Regisseur / Kapitän
Pianist auf der Szene
Opernchor der Theater Chemnitz
Robert-Schumann-Philharmonie
 
Spielort
Dauer
1 h 50 min
Spielpause
keine Pause
Einführung
30 Minuten vor Beginn jeder Vorstellung
Altersempfehlung
ab 14 Jahren
Premiere
18.11.2023
Wiederaufnahme
26.10.2024
Information
Aufführung in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
 

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Stimmen

Gold macht nicht glücklich

Ulrike Kolter | Die Deutsche Bühne | 19.11.2023

Die Bühne von Fabian Wendling und die phantastischen Kostüme von Rebekka Dornhege Reyes bieten eine Ausstattung, wegen der allein man diese Produktion nicht verpassen sollte – und die alle Absurdität auf die Spitze treibt. Knallbunte Anzüge und Hüte, güldene Tücher, dazu eine drehbare Bühnenkonstruktion als Theater im Theater mit goldenen Scheinwerfer-Tableaus. Als Kontrapunkt die schwarzleer offene Bühne mit flanierenden Technikern. […] Bis dahin erleben wir zwei Stunden herrlichste Komödie von […] einem jungen, überwiegend aus dem Haus besetzten Ensemble  […] Einnehmend allen voran als androgyne und auratische Fee Null der junge Countertenor Etienne Walch. […] Jakob Brenner leitet die Robert-Schumann-Philharmonie […] mit stilistischem Fingerspitzengefühl. […] Man sollte Martinůs `Die drei Wünsche oder die Launen des Lebens` also spielen und hören, den in diesem Wimmelbuch ist noch viel zu entdecken.

Ein absurder Spaß

Werner Kopfmüller | Opernwelt | 01/24

Rahel Thiel tauscht am Theater Chemnitz das Filmset gegen eine Theaterprobe als Rahmen­handlung. […] Die Bühne mit Drehkonstruktion und golde­nen Scheinwerfer-Tableaus von Fabian Wendling unterstützt nicht nur die Theater-im-Theater­ Situation, sondern setzt zudem den Schnürboden vielseitig in Bewegung. […] Rebekka Dornhege Reyes hat die Protagonisten in bizzare Kostüme gesteckt, mit knallbunten Anzügen, Unifor­men und Fantasiehüten. […] Das junge Ensemble […] hat sichtlich Freude an Chaos und Kla­mauk, Liebesverirrungen und Prügelszenen. Bari­ton Thomas Essl beweist als Monsieur Juste viel komödiantisches Talent […]. Maraike Schröter gibt seine stimmlich bewegliche Gattin lndolenda. […] Die Fee Null, die trotz ihrer zwischenzeitlichen Gefangenschaft Sieges gewiss die Fäden zieht, besticht in der Darstellung des Countertenors Etienne Walch durch vokalen Glanz und aristokratischen Charme. Fabelhaft auch die um zwei Saxophone, Kla­vier und Banjo erweiterte Robert-Schumann­-Philharmonie unter Leitung ihres Ersten Kapell­meisters Jakob Brenner, der […] das Orchester stilsicher und temperamentvoll durch die zwischen Jazz, Tanz- und Unterhal­tungsmusik changierende Partitur [navigiert].

Eine Kostümprobe ist der Wahnsinn!

Michael Ernst | MDR Kultur | 21.11.2023

In der Chemnitzer Deutung von Regisseurin Rahel Thiel [gerät] das Stück der [Theaterprobe] zum Kern dieser […] faszinierenden Inszenierung, die einmal mehr zum Theater im Theater als stimmiges Spielmittel gegriffen hat. […] [Das] orchestrale Intermezzo wurde von der Robert-Schumann-Philharmonie unter Jakob Brenner auch emotional sehr mitreißend wiedergegeben und mit spontanem Applaus bedacht. Der junge Dirigent […] zeigte sich in dieser Produktion als äußerst vielversprechende Persönlichkeit. Er wurde vom Publikum ebenso heftig gefeiert wie das sehr umfangreiche Ensemble[…] Allen voran die Fee, die vom Countertenor Etienne Walch betörend androgyn dargestellt und exzellent gesungen wurde. […] Sie alle agierten mitsamt des agil geführten Chores mit vokaler Brillanz und enormer Spielfreude inmitten der von Bühnenbildner Fabian Wendling einfallsreich entworfenen Spielorte […] Sowohl die famose Musik von Bohuslav Martinů als auch der bizarre Bühnenzauber haben weit mehr als nur ´drei Wünsche´ erfüllt.

Süße, freche, böse Träume

Judith von Sternburg | Frankfurter Rundschau | 22.11.2023

Es ist verblüffend, es ist großartig. `Die drei Wünsche` von Bohuslav Martinu am Theater Chemnitz hatte soeben Premiere. […] Der Freiheit der musikalischen Details und Finessen – dem Chemnitzer Publikum, äußerst kregel, erschloss sich das offenbar auch ganz unmittelbar, gute Stimmung, großer Beifall – entspricht die ungewöhnliche und topmoderne äußere Form. […] Rahel Thiel führt hier zuneigungsvoll Regie und […] hat mit Stefan Bischoff (Video) einen veritablen absurden Alptraum gedreht, in dem Monsieur Juste, der stimmlich und spielend ausdrucksstarke Bariton Thomas Essl […] in wilder Jagd durch die Katakomben des Theaters rast. […] Auch steht bei Thiel, schön und naheliegend, kein Drehtag, sondern eine Theaterprobe an. Die lässigen Absurditäten von Georges Ribemont-Dessaignes’ Libretto nimmt die Regie vergnügt auf, hier wird keineswegs geradeaus, vereinfachend und glättend erzählt, alles entwickelt sich eher wie spontan und eben dadamäßig.

Die Launen des Lebens

Christian Schmidt | Concerti.de | 20.11.2023

Ihrem Bühnenbildner Fabian Wendling reicht für die Umsetzung der spektakulären Schauplätze zwischen Filmstudio, Hochseedampfer und einsamer Insel ein lichtumkränzter Schminktisch, dessen Gestalt sich in Spotlight-Wänden wie bei einer Revue wiederfindet. Schlichte Scheinwerfer werden zum Sinnbild für aufleuchtende und wieder verblassende Wünsche […] Zusammen mit den stimmigen Kostümen Rebekka Dornhege Reyes‘ ergibt die Szenerie ein groteskes, eindrucksvolles Panorama höchst aktueller gesellschaftlicher […] Die Ensembleleistung [überzeugt] mehr als zufriedenstellend –  […]Thomas Essl als Monsieur Juste überzeugt über seine stimmlichen Qualitäten hinaus vor allem mit ausgereiftem Schauspiel, das Opernsängern nicht immer gegeben ist. Auch die größeren Frauenrollen werden von Maraike Schröter und Marlen Bieber stimmfrisch in Szene gesetzt  […]. Der Opernchor, aus dessen Reihen mehrere kleine Soli besetzt sind, wirkt szenisch wie musikalisch so routiniert, als würde er jeden Abend Jazzkonzerte und Revueauftritte geben: großes Kino!

Die böse gute Fee

Torsten Kohlschein | Freie Presse | 21.11.2023

[Die] stilistisch vielfältig[e] Partitur Martinůs […] formuliert die Robert-Schumann-Philharmonie, verstärkt um zwei Saxofone und Akkordeon, aufs Interessanteste und Unterhaltsamste aus und illustriert kongenial das dynamisch-freudige Spiel des von Rebekka Dornhege Reyes in quietschbunte Fantasiekostüme gekleideten Ensembles und Chors. […] Mut, Spielfreude und die überbordende Musikalität des gesamten Teams wurden vom Premierenpublikum […] mit minutenlangem, freundlichem Beifall quittiert.

Und die Fee ganz in Gold

Jens Daniel Schubert | Sächsische Zeitung | 20.11.2023

Martinus Dreh mit dem Film überträgt die Chemnitzer Regisseurin Rahel Thiel aufs Theater. Die Geschichte des Films/Theaters mischt sich mit der Realität. […]Hier kann die Robert-Schumann-Philharmonie unter Jakob Brenner noch einmal all die unterschiedlichen Facetten der Musik, vom großen Opernpathos bis zum schlichten Lied, von Jazz bis zum stimmungsvollen Filmsound, entfalten. […] Chemnitz löst mit einer musikalisch spannenden, in vielen Bildern eindrücklichen und gedanklich anregenden Inszenierung manche Wünsche ein.

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