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So glücklich, dass du Angst bekommst

Geschichten von Chemnitzer Frauen aus Vietnam
URAUFFÜHRUNG
Những câu chuyện của những người phụ nữ Chemnitz đến từ Việt Nam
Buổi ra mắt

06.
Nov
Sonntag
 
 

Vor über 40 Jahren kamen die ersten vietnamesischen Frauen als Studentinnen, im Rahmen einer Ausbildung oder als Vertragsarbeiterinnen in die DDR. Die einen waren Mütter, die ihre Familien zurücklassen mussten. Andere bekamen gegen alle politischen und wirtschaftlichen Widerstände doch ein Kind. Mit der Wende waren sie die ersten Arbeitslosen der neuen Zeit. Ihre Verträge liefen aus, bleiben sollten sie nicht. Aus dem Mangel an Fachkräften und der beschönigenden Narration des „Arbeitens im Bruderland“ wurde rasch ein Kampf um Arbeitsplätze, Lebensgrundlage und (Bleibe-)Rechte. Diejenigen, die sich dennoch gegen eine Rückkehr entschieden, kämpften fortan um ihren Platz, um Selbst-Ständigkeit und Selbstbestimmung und zogen ihre Kinder im geeinten Deutschland groß. Auf der Bühne des Figurentheaters blicken nun drei Frauen vietnamesischer Herkunft gemeinsam mit drei Puppen und Töchtern ehemaliger Vertragsarbeiter:innen auf die eigenen Lebenswege und ihre individuellen Erfahrungen zurück und erzählen aus ihrer Perspektive von den Auf- und Umbrüchen der 80er und 90er Jahre.
So glücklich, dass du Angst bekommst (UA) setzen sich das Figurentheater Chemnitz und das Projektteam von neue unentd_ckte narrative 2025 des ASA-FF e. V. mit der Geschichte der Vertragsarbeiter:innen in der Region auseinander. Wie schon für die Produktionen Wenn mich einer fragte ... und Aufstand der Dinge, nähern sie sich den Erzählungen dieser Stadt mittels biografischer Zugänge und intensiver Recherchen und setzen individuelle Perspektiven ins Zentrum der Auseinandersetzung. Es wurden Interviews geführt, Dokumente gesichtet und Lebenswege nachgezeichnet. Im Spannungsfeld Arbeit – Frauen – Migration rückt die Produktion drei Biografien in den Fokus und nähert sich den verschiedenen Perspektiven und Erfahrungen an./Im Spannungsfeld Arbeit – Frauen – Migration nimmt die Produktion (in der Regie von Miriam Tscholl) ausschließlich weibliche Biografien in den Fokus und blickt aus migrantischer Perspektive auf die Auf- und Umbrüche der 80er und 90er Jahre.

Trước đây 40 năm, những người phụ nữ Việt Nam đầu tiên đã sang CHDC Đức là sinh viên trong khuôn khổ đào tạo hoặc là nữ lao động hợp tác. Có những người là những người mẹ đã phải bỏ gia đình của mình ở lại. Có những người đã sinh con ở đây bất chấp những sự ngăn cản chính trị và kinh tế. Vào giai đoạn chuyển đổi chính trị, họ là những người thất nghiệp đầu tiên của thời kỳ mới. Hợp đồng của họ hết hạn nhưng họ không nên được ở lại. Từ sự thiếu lao động chuyên môn và từ những câu chuyện được tô vẽ về „lao động ở một nhà nước anh em“ đã nhanh chóng trở thành một cuộc đấu tranh về chỗ làm, nền tảng cơ sở cuộc sống và quyền-(ở lại). Thế rồi những người đã quyết định ngược lại với hồi hương phải đấu tranh vì chỗ làm của mình, vì sự độc lập tự quyết và đã nuôi dưỡng con cái của họ trưởng thành trong một nước Đức thống nhất. Bây giờ, trên sân khấu nhà hát múa rối, ba người phụ nữ gốc Việt cùng với ba con rối và những cô con gái của những người nữ hợp tác lao động nhìn lại quãng đường đời của mình và những trải nghiệm riêng tư của họ.
Hạnh phúc đến mức mày thấy sợ (UA), nhà hát múa rối Chemnitz và đội dự án những chuyện mới chưa khám_phá 2025 của hiệp hội ASA-FF e.V. đề cập đến câu chuyện của những nam nữ hợp tác lao động trong vùng. Cũng như đã từng sản xuất các vở nếu ái đó có hỏi tôi … và Sự trỗi dậy của vật thể, họ tiếp cận những câu chuyện của thành phố này với những mối liên quan tiểu sử và nghiên cứu tích cực và đưa những viễn cảnh tư vào trọng tâm của sự phân tích. Sẽ có tiến hành phỏng vấn, xem tài liệu và dựng lại những chặng đường đời. Trong lĩnh vực căng thẳng Việc làm - Phụ nữ - Sự di cư, sự sản xuất dưới sự đạo diễn của Miriam Tscholl chỉ tập trung vào những tiểu sử của phụ nữ và  nhìn lại những biến động của những thập niên 80 và 90 từ góc độ của người nhập cư.

 

05.11.2022 | 20.00 Uhr Gespräch zur Inszenierung So glücklich, dass du Angst bekommst:

Gemeinsam mit Thúy Nga Ðinh, Thị Như Lâm Nguyễn, Ngọc Bích Pfaff und Keumbyul Lim, Spielerinnen der Produktion So glücklich, dass du Angst bekommst, stellen wir die Arbeit an dem Theaterstück vor und geben kleine Einblicke hinter die Kulissen, sprechen über ihre Biografien und Lebenswege und kommen über die Inszenierung und die Bezüge zur Region gemeinsam ins Gespräch. Der Dialog findet in deutscher Sprache statt.

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

 
06.
Nov
Sonntag
 
Regie, Bühne, Kostüm
Theaterpädagogik und Vermittlung
Projektkoordination Koproduktion ASA FF e.V. und Diskursprogramm
Dr. Frauke Wetzel
Produktionsbegleitung, Recherche und Rahmenprogramm
Vũ Vân Phạm
Ngọc Anh Phan
Es spielen
Claudia Acker
Thúy Nga Ðinh
Linda Fülle
Keumbyul Lim
Thị Như Lâm Nguyễn
Ngọc Bích Pfaff
 
Dauer
1 h 45 min
Spielpause
keine Pause
Einführung
45 min vor Beginn jeder Vorstellung
Altersempfehlung
ab 15 Jahren
Premiere
06.11.2021
Wiederaufnahme
28.10.2022
Information
Aufführung mit vietnamesischen Übertiteln
 

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Stimmen

Ernüchterung in Scharfenstein

Maurice Querner | Freie Presse | 08.11.2021

[…] Die drei Vietnamesinnen auf der Bühne sind keine Schauspielerinnen, und das, was sie auf der Bühne erzählen, haben sie tatsächlich erlebt. Was sie stellvertretend berichten, blieb bislang eher unbeachtet. […] Die Frauen sind bewundernswert mutig, denn sie reden auch von Dingen, die man wohl nur guten Freunden erzählen würde. […] Sie erzählen von ihren Existenzängsten nach der Wende und der Angst auf die Straße zu gehen, weil ein rechter Mob damals nicht nur in Rostock-Lichtenhagen Menschenjagd auf Ausländerinnen und Ausländer machte, und das von einem Teil der Gesellschaft nicht nur hingenommen, sondern auch noch beklatscht wurde. Doch die Frauen erzählen dies alles ohne jede Larmoyanz. Im Gegenteil, immer wieder blitzt ein feiner Humor auf, den sie sich trotz aller Widrigkeiten über die Jahrzehnte bewahrt haben und über den auch das Publikum schmunzeln und lachen darf. […] Am Ende des Stücks tanzen und singen die älteren Damen in ihren schönsten Kleidern zu vietnamesischer Popmusik. Und das Publikum feierte die ‚Prinzessinnen‘ nicht nur für ihre eindrucksvolle und berührende Bühnenperformance, sondern auch für ihre mehr als respektable Lebensleistung.

Heimweh und Rassismus: Ein Theater in Chemnitz bringt das Schicksal vietnamesischer Arbeiter in der DDR auf die Bühne

Andreas Hummel | dpa | 08.11.2021

[…] Es ist diese oft vernachlässigte, migrantische Perspektive auf die 1980er und 1990er Jahre, die das Figurentheater Chemnitz in seinem neuen Stück ‚So glücklich, dass du Angst bekommst‘ in den Fokus rückt. […] So sitzen die drei Frauen auf der Theaterbühne an Nähtischen. Sie berichten von Kinobesuchen und Schlägen in ihrer Kindheit in Hanoi, von Kindern, die sie in Vietnam zurücklassen mussten. Sie schildern ihre Träume, mit denen sie nach Deutschland kamen und der Ernüchterung bei der Ankunft mitten im Winter: „Da waren nur tote Bäume und schwarze Raben.“ Sie erzählen von Heimweh und von Babys, die nicht sein durften, und deswegen abgetrieben wurden. Für das Stück wurden zahlreiche Interviews mit ehemaligen Vertragsarbeiterinnen geführt. Drei Frauen aus Chemnitz stehen nun selbst auf der Bühne. Hier begegnen sie ihrem früheren Ich in Form von Figuren, mit denen sie in den Dialog treten. Dabei braucht es keinen fiktiven Spannungsbogen – die Lebenswege der Frauen und ihre Authentizität auf der Bühne sorgen für einen eindrucksvollen Theaterabend, der beim Premierenpublikum viel Beifall erntet. […] Es ist ein kluges, einfühlsames Stück in deutscher und vietnamesischer Sprache, das nicht mit Witz und Humor spart.

Alles neu aus dem Nichts heraus

Christin Odoj | Neues Deutschland | 11.11.2021

[…] Die drei Vietnamesinnen spielen sich selbst, machen sich aber nie zum Opfer. Weder der DDR noch des Kapitalismus und des Rassismus, den es gab und gibt. In ein spannendes Zwiegespräch geraten sie dabei immer wieder mit den Puppen […], die ihre jüngeren Ichs verkörpern. Emotionalität etwa überlassen die drei den Puppen, was viel über die eigene und zugeschriebene Rolle der Vietnamesen in Deutschland erzählt. Ein kluger Einfall der Regie. Einmal sagt ein Arbeitskollege: ‚Ihr Vietnamesen lacht immer, obwohl ihr nichts versteht.‘ Wahrscheinlich verstanden sie zu viel. […] Mit ‚So glücklich, dass du Angst bekommst‘ verleiht das Figurentheater Chemnitz bisher wenig gehörten Stimmen eine (noch immer zu kleine) Bühne. Es sind drei Frauenstimmen (so wie alle auf der Bühne Frauen sind), die einen wichtigen Aspekt der Wiedervereinigung ergänzen, denn mit dem großen Bruch mussten alle Ostdeutschen zurechtkommen, aber im harten Kampf um einen neuen Platz am Buffet blieb den Vietnamesen nur der Katzentisch. […] Inzwischen ist eine Generation nachgewachsen, die wieder vieles anders machen will, die auch klarer benennt, was Rassismus ist und war. In einer rührenden Intervention sind im Stück Videos zu sehen, die Bíchs, Lâms und Ngas Töchter zeigen, die ihren Müttern die Anerkennung geben, die eine deutsche Mehrheitsgesellschaft bis heute nicht auf die Reihe bekommen hat. […]

Kein Märchen!

Ute Grundmann | Die Deutsche Bühne online | 07.11.2021

Sie suchten eine bessere Zukunft – und landeten in der DDR. Was im Westen etwas freundlicher ‚Gastarbeiter‘ hieß, waren im Osten ‚Vertragsarbeiter‘ – mit befristeten Verträgen und rigiden Regeln. Davon und von ihrem Leben in zwei Welten erzählen nun drei Chemnitzer Frauen mit vietnamesischen Wurzeln in ‚So glücklich, dass du Angst bekommst‘: Ein bewegend-spannendes Mensch-mit-Figuren-Theater. […] Das und vieles mehr erfahren die Zuschauer ab 15 Jahren in Deutsch und Vietnamesisch – die Übertitel wechseln sich immer wieder ab. Das ist nicht die einzige Besonderheit dieser 100 Minuten: Die Puppenspielerinnen […] agieren und sprechen mit. […] Die Stoffbahnen werden zum schmutzigen Fluss, […] der ungewohnte Schnee kommt aus der Zuckertüte, der Krach von Fräse und Zerspaner auf Knopfdruck. So wird immer deutlich Theater gespielt – was die Berichte der drei Frauen aber nicht leichter macht. […] In einem sind sich Lâm, Nga und Bích einig: Sie lieben den Märchenfilm ‚Drei Haselnüsse für Aschenbrödel‘, den sie einst im Kino in Hanoi sahen. Zu einem Märchen aber sind ihre Leben nicht geworden.

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