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Jeffrey Goldberg & Friends

"Life is but a dream"
Musikalische Reisen zu Traumwelten und darüber hinaus

Klavier-Improvisator und Komponist Jeffrey Goldberg begibt sich zum zweiten Abend seiner Reihe Jeffrey Goldberg & Friends zusammen mit u. a. Mezzosopranistin Sophia Maeno, Violinist Ovidiu Simbotin, Cellist Jakub Tylman, Schlagzeuger Jens Gagelmann und Mitgliedern des Balletts Chemnitz in Gesang, Instrumentalklang, Tanz und Wort auf eine Entdeckungsreise zu Träumen und Visionen verschiedenster Künstler und Zeiten. Es erklingen Wiegenlieder und Erweckungsmelodien sowie Improvisationen und Fantasien über Traumerlebnisse, die unsere Seele bewegen und unseren Alltag prägen.

„Rudere dein Boot sanft die Strömung hinab, sei heiter, das Leben ist nur ein Traum.“
amerikanisches Volkslied, 1852

Sa
07.
September
Oper
20:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Fidelio

Oper von Ludwig van Beethoven
Text von Joseph Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich Treitschke

Marzelline hat sich in Fidelio verliebt, den neuen Gehilfen ihres Vaters, des Gefängnismeisters Rocco. Doch hinter Fidelio verbirgt sich die verzweifelte Leonore. Sie vermutet in dem Gefängnis ihren Mann Florestan, den der Gefängnisgouverneur Don Pizarro als unerschrockenen Regimekritiker einkerkern ließ. Von dieser Willkür weiß nur Rocco. Da der Minister Don Fernando von Unregelmäßigkeiten gehört hat, will er das Gefängnis inspizieren. Pizarro ordnet an, den Gefangenen vorsichtshalber zu beseitigen. Doch Rocco vermag nicht zu morden, ist aber bereit, das Grab auszuheben. Fidelio erwirkt, dabei helfen zu können und erkennt in dem Gefangenen Florestan. Als Pizarro ihn töten will, stellt sich Leonore Pizarro in den Weg und bedroht ihn. Der angekommene Minister und die Gefangenen preisen die allen Gefahren und Widerständen trotzende Leonore und damit auch die Kraft der Liebe: „Wer ein solches Weib errungen, stimm in unsern Jubel ein! Nie wird es zu hoch besungen, Retterin des Gatten sein.“

Nicht nur um seine Sinfonien hat Ludwig van Beethoven gerungen, sondern auch um seine einzige Oper, den Fidelio. Er hat nicht weniger als drei Fassungen komponiert – die ersten beiden wurden 1805 bzw. 1806 uraufgeführt und tragen noch den Titel Leonore – und vier Ouvertüren. Die letzte Fassung wurde als Fidelio am 23. Mai 1814 im Wiener Kärntnertortheater uraufgeführt und steht in der Tradition der erfolgreichen französischen Revolutions- und Befreiungsoper der 1790er Jahre. Die politische Dimension durch Polizeiwillkür und Revolutionskräfte ist eng mit der aufopferungsvollen Liebe Leonores zu ihrem inhaftierten Ehemann Florestan verknüpft. Durch Beethovens gleichermaßen erschütternde wie triumphale Musik berührt Fidelio bis heute.

Robert Lehmeier, der an der Oper Chemnitz 2017 die Operette Südseetulpen aus der Taufe hob, arbeitet als freischaffender Regisseur u. a. in Berlin, Dresden, München, Hamburg, Wien, Barcelona und den Niederlanden. Seit 2011 ist er im Leitungsteam vom Umculo/Cape Festival, das sich zum Ziel setzt, Oper in Südafrika neu zu positionieren.

Aufführung mit deutschen Übertiteln

So
08.
September
Oper
15:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Zarah 47

Musical-Solo für eine Darstellerin von Peter Lund
Mit den großen Liedern von Zarah Leander

Es ist der 15. März 1947, Zarah Leanders 40. Geburtstag. Vier Jahre davor noch der umjubelte Star der UFA, ist sie nun arbeitslos und wartet vergebens auf Geburtstagsgäste und Angebote. In Schweden Persona non grata, in Deutschland mit Berufsverbot belegt, rechtfertigt sich die Diva in einem furiosen Monolog. Klug, mit viel Witz und ohne jeden Skrupel proklamiert sie das Credo vieler Nazi-Künstler: von nichts gewusst zu haben. Sie verfängt sich in ihren eigenen Lebenslügen, ihre schwermütigen Lieder werden zu bitterbösen Kommentaren einer mit politischem Wegsehen erkauften Karriere. So durchschreitet sie einsam ihre Räume auf Gut Lönö in Schweden. Es meldet sich keiner. Zarah fängt an, in Erinnerungen zu schwelgen … und natürlich zu singen. Peter Lunds musikalischer Monolog ist ein schauspielerisches Bravourstück für eine singende Darstellerin. In der Chemnitzer Inszenierung schlüpft Sylvia Schramm-Heilfort in die Rolle der Zarah Leander und gewährt in der intimen Atmosphäre des Operncafés Einblicke in das wechselvolle Leben der Grande Dame mit der besonderen Stimme.

Sa
14.
September
Oper
20:30 Uhr

Opernfrühstück - Mefistofele

Musikalische Premiereneinführung

Präsentiert von unseren Dramaturginnen, geben Ihnen Dirigent, Regieteam und Sänger/innen einen Einblick in die Premierenvorbereitungen. Das Opernfrühstück findet am Sonntagvormittag im Rangfoyer statt.
So
15.
September
Oper
10:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Der Teufel auf Erden

Fantastisch-burleske Operette von Franz von Suppé
Libretto von Karl Juin und Julius Hopp
Textliche Neufassung von Alexander Kuchinka
Revidierte musikalische Fassung von Jakob Brenner

Was macht der gestresste Oberteufel, wenn es ihm in seinem Reich zu voll wird, weil heutzutage wirklich jeder in die Hölle will? Genau: Er lässt sich auf der Erde nieder. Kein Wunder, dass das Höllenleben ohne Regierungschef völlig aus dem Ruder gerät und die Belegschaft überfordert ist. Wieso ist er auch ausgerechnet jetzt nicht da?! Und wo, zum Teufel, steckt er eigentlich genau? Der einzige Ausweg scheint zu sein, dass einer der Unterteufel die Erdenleiter hinaufklettert, um nach dem Chef zu suchen. Auf seiner Reise streift er nicht nur durch die Kontinente, sondern auch durch die Jahrhunderte, um festzustellen, dass das Leben dort viel teuflischer ist, als er je geahnt hätte.

Mit seiner fantastisch-burlesken Operette Der Teufel auf Erden schrieb Franz von Suppé 1878 ein augenzwinkerndes, zeitkritisches Bühnenwerk in bester Offenbach-Tradition und traf damit auch inhaltlich den Nerv des Wiener Publikums. Schließlich übte der Teufel als Theaterfigur schon von jeher eine große Anziehungskraft aus. Warum sich das Werk trotz des Premierenerfolgs nicht auf der Bühne hielt, ist unklar. Der Suppé-Biograf Hans-Dieter Roser konstatiert: „Wahrscheinlich stand der Operette die unverhüllte Forderung nach mehr Liberalität im Wege, die in der Monarchie nicht gern gehört wurde, später nicht im österreichischen Ständestaat oder in der nationalsozialistischen Bewegung.“ Hinrich Horstkotte, der als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner in Chemnitz bestens bekannt ist und zuletzt mit seiner Turandot-Inszenierung für ausverkaufte Vorstellungen sorgte, wird dem „fröhlichen, musikalisch anspruchsvollen Ganzen“ (Roser) den Weg zurück auf die Bühne und in die Herzen der Operettenfreunde ebnen.

Ausschnitte aus der Inszenierung brachte der Hörfunk in MDR Kultur in der Operette (29.06.2019) und im Operetten-Boulevard von BR Klassik (07.07.2019) mit Patrick Wurzel, Direktor für künstlerische Planung und Betriebsdirektor der Oper Chemnitz, als Gesprächsgast.

- Koproduktion der Theater Chemnitz und der Volksoper Wien -

Sa
21.
September
Oper
19:00 Uhr

Kritikerlob für die Oper Chemnitz

in der Zeitschrift „Die deutsche Bühne“

Cornelia Ptassek in "Götterdämmerung. Foto: Kirsten Nijhof
Cornelia Ptassek in "Götterdämmerung. Foto: Kirsten Nijhof
Cornelia Ptassek in "Götterdämmerung. Foto: Kirsten Nijhof

Die Zeitschrift „Die deutsche Bühne“ lässt in ihrer August-Ausgabe die für sie schreibenden Kritiker eine Saisonbilanz 2018/2019 ziehen. Für den Leipziger Kritiker Roland Dippel hat die Oper Chemnitz die stärkste Gesamtleistung gezeigt. Seine Begründung:
Der Ring des Nibelungen von vier Regisseurinnen ist ein großer Wurf und kann sich überregional auch durch die musikalische Leistung behaupten. Zwei Entdeckungen – Faccios Amleto und Suppés Der Teufel auf Erden, entstanden in Koproduktionen – sind für die mitteldeutsche Theaterlandschaft neu und deshalb innovativ, weil sie aus den bewährt-bewahrten Repertoiregeleisen ausbrechen. Spontan reagierte die Oper Chemnitz im November 2018 auf die politischen Ausschreitungen von rechts mit einer schnell eingeschobenen Produktion von Udo Zimmermanns Weißer Rose und brachte in der Uraufführung von Böhmer/Lunds Musical Drachenherz aktuelle Befindlichkeiten mit der Siegfried-sage zusammen. Sattes Gesamtpaket, das Musiktheater-Reisende anzieht und das regionale Publikum fordert."

„neue unentd_ckte narrative“ ausgezeichnet

Sächsischen Preis für Kulturelle Bildung „Kul-tur.LEBT.Demokratie“ 2019

Szene aus der Figurentheater-Inszenierung "Aufstand der Dinge", die im Rahmen des Festivals "Aufstand der Geschichten" Premiere feierte. Foto: Nasser Hashemi
Szene aus der Figurentheater-Inszenierung "Aufstand der Dinge", die im Rahmen des Festivals "Aufstand der Geschichten" Premiere feierte. Foto: Nasser Hashemi

Das Programm „neue unentd_ckte narrative“des ASA-FF e.V.  ist mit dem Sächsischen Preis für Kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“ 2019 ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte es mit einem der drei Hauptpreise in Höhe von 2500 Euro. Vergeben wird der Preis vom Landesverband Soziokultur und dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.
Der ASA-FF e.V., der sich selbst als Plattform für aktuelle Diskurse rund um Globales Lernen versteht, richtet nach eigenen Worten mit dem Projekt „neue unentd_ckte narrative“ den Blick auf Narrative, die von rechtsextremen Akteuren genutzt werden, um sie durch neue Erzählungen zu ersetzen. Gemeinsam mit einem lokalen Netzwerk aus Kultur, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Verwaltung, zu dem auch die Theater Chemnitz gehören, werden mehrere Kreativformate mittels unterschiedlicher künstlerischer Praktiken produziert, die jährlich in ein Festival münden (Aufstand der Geschichten – mit dem Figurentheater-Stück „Aufstand der Dinge“ – 2018, Aufstand der Utopien 2019).Die Jury sieht insbesondere „den gelingenden Zugang zur Bevölkerung mit einem weitläufigen Repertoire an rezeptiven und aktivie-renden Kultur- und Begegnungsangeboten. Das mehrjährige Projekt verharrt dabei nie retrospektiv in der Geschichte oder ‚den Geschichten‘, sondern geht auf beeindruckende, charmante und kreative Art und Weise mit diesen um. Das Projekt regt somit einen Diskurs über sinnstiftende und progressive Erzählungen von einer demokratischen Gesellschaft (...) an.“   
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