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© Nasser Hashemi

Weiße Rose

Kammeroper von Udo Zimmermann
nach Texten von Wolfgang Willaschek
Reduzierte Fassung von Arno Waschk

Udo Zimmermanns aufwühlende Kammeroper Weiße Rose schildert die letzte Stunde der Geschwister Hans und Sophie Scholl vor ihrer Hinrichtung am 22. Februar 1943. Als führende Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose kämpften sie bis zum Moment ihres Todes mutig gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Angesichts dessen ist nicht zu verstehen, dass die weiße Rose, dieses antifaschistische Symbol, im September 2018 in Chemnitz bei einem populistischen „Trauermarsch“ direkt neben verbotenen Symbolen des Rechtsextremismus getragen wurde. Die Produktion entstand in Zusammenarbeit mit der Städtischen Musikschule Chemnitz. Im dortigen Konzertsaal finden die Aufführungen dieses Werkes statt.

Die Aufführungsserie gehört zur Veranstaltungsreihe Gemeinsam stärker und – in Kooperation mit dem Programm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e. V. – zum Programm des Festivals Aufstand der Geschichten. Sie wird im Rahmen des Programms Demokratie Leben! vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert sowie von enviaM und ASA-FF unterstützt.

Fr
25.
Oktober
Oper
19:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Drachenherz

Kein Platz für Helden
Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
URAUFFÜHRUNG

Günnis Clique ist echt cool. Findet Günni jedenfalls. Sonst ist aber wenig cool in der mitteldeutschen Kleinstadt, wo so viele arbeitslos sind und die meisten Erziehungsberechtigten apathisch vor der Glotze sitzen. Dann kommt Fred. Fred ist anders: Er hat Ideen und was im Kopf. Mit Fred macht alles mehr Spaß. Fred ist schon bald Günnis bester Gefolgsmann in der Clique. Hagen könnte kotzen. Günnis bester Mann war doch immer Hagen. Und wenn einer das Recht hat, Günnis Schwester Jenny den Hof zu machen, dann doch wohl er! Mit einem Wort: Fred geht Hagen schwer gegen die Ehre.

Ehre ist ein wichtiges Stichwort in Drachenherz, dem neuen Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund, das 2019 in Chemnitz uraufgeführt wurde. Ehre, Verrat, Treue – keine besonders aktuellen Themen? Im Gegenteil: Was man tut, wie man kämpft und vor allem wofür – das sind die großen Fragen, die jeder Jugendliche an die Gesellschaft stellt und deren Beantwortung eher dürftig ausfällt. Das war bei den Nibelungen noch anders. Da wusste jeder, wofür er kämpfte. Im schlimmsten Fall für sich selber. Siegfried musste sterben, weil es damals keinen Platz gab für echte Helden. Gibt es diesen Platz heute? Oder müssen die Guten immer noch sterben, weil die Gemeinen es einfach nicht ertragen, im Geist so klein zu sein?

Diesen Fragen geht Drachenherz nach und hat sich dafür die Siegfried-Sage ausgeliehen, um sie im Hier und Jetzt und mit den Mitteln des Musicals neu zu erzählen. Es ist nur auf den ersten Blick überraschend, wie genau die alte Sage den jungen Protagonisten in Herz und Hirn schaut. Der Verrat der Siegfried-Sage ist universell und passiert jeden Tag wieder – direkt vor unserer Haustür.

Das Autorenteam Wolfgang Böhmer und Peter Lund arbeitet seit mehr als 20 Jahren zusammen und kreierte zahlreiche erfolgreiche Bühnenwerke. Ihr Musical Stella – Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm wurde 2016 beim Deutschen Musical Theater Preis als „Bestes Musical des Jahres“ ausgezeichnet.

Für Drachenherz gewann Peter Lund am 7. Oktober 2019 den Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie Bestes Buch.

Koproduktion der Theater Chemnitz und der Neuköllner Oper Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin

Die Chemnitzer Produktion wird exklusiv unterstützt durch eins – energie in sachsen.

Im Rahmen unseres Jungen Theaters hat das Spielzeitprojekt 2018/2019 Jugendliche angeregt, vom Musical Drachenherz die eigene Kreativität inspirieren zu lassen. Einige Ergebnisse hier.

Fr
25.
Oktober
Oper
20:00 Uhr

Opernfrühstück - Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt

Musikalische Premiereneinführung

Präsentiert von unseren Dramaturginnen, geben Ihnen Dirigent, Regieteam und Sänger/innen einen Einblick in die Premierenvorbereitungen. Das Opernfrühstück findet am Sonntagvormittag im Rangfoyer statt.
So
27.
Oktober
Oper
10:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Mefistofele

Oper in einem Prolog, vier Akten und einem Epilog von Arrigo Boito

Mit Arrigo Boitos Mefistofele kommt eine der erfolgreichsten italienischen Opern des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf die Bühne des Chemnitzer Opernhauses. Sie ist gleichzeitig diejenige unter allen Faust-Opern, die sich am engsten an den Goethe-Text anlehnt. „In Goethes Dichtung finden sich alle Elemente der Kunst in einer gewaltigen Einheit versammelt: Der Prolog im Himmel stellt das Erhabene dar, die Walpurgisnacht das Schreckliche, der Osterspaziergang das Wirkliche, die klassische Walpurgisnacht das Schöne“, schrieb Boito fasziniert über das Werk des deutschen Meisters. Er nannte die Oper Mefistofele, weil sein Theaterinstinkt, der sich schon beim Libretto für die Hamlet-Oper Franco Faccios gezeigt hatte und später u. a. zu so genialen Operntexten wie Otello in Verdis Vertonung führen sollte, in dieser Figur das größte dramatische Potential sah. Ein starkes Eröffnungsbild zeigt den gefallenen Engel Mefistofele im Dialog mit Gott, musikalisch auf beeindruckende Weise durch opulent besetzte Chöre im sinfonischen Stil dargestellt. Mefistofele ist überzeugt davon, dass er Fausts Seele für sich gewinnen kann. Darüber schließt er mit Gott eine Wette ab. Faust lässt sich zum allbekannten Pakt überreden und genießt die Freuden, die ihm Mefistofele verschafft. Aber das Spiel endet anders als vom Höllenfürsten geplant, denn der Augenblick, zu dem Faust sagt: „Verweile doch, du bist so schön!“, ist der Moment, an dem dieser die Endlichkeit des Seins erkennt und sich Gott zuwendet, der ihm Erlösung im Tod gewährt.

Nachdem die Uraufführung der Oper an der Mailänder Scala 1868 noch ein Fiasko war, weil Boitos Fünfeinhalb-Stunden-Stück das Publikum nicht nur zeitlich, sondern aufgrund des in Italien noch relativ unbekannten Faust-Stoffs auch inhaltlich überforderte, konnte Mefistofele in einer überarbeiteten, sehr gestrafften Version 1875 in Bologna auf Anhieb einen großen Erfolg verbuchen, der sich bald auch auf den internationalen Bühnen einstellte. Der Regisseur Balázs Kovalik wird dieses außergewöhnliche Werk nun für die Oper Chemnitz in Szene setzen. Geboren in Budapest, war er von 2007 bis 2010 als Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper tätig und machte mit seinen dortigen Inszenierungen von Elektra, Fidelio, Xerxes und József Sáris Sonnenfinsternis auf sich aufmerksam. Darüber hinaus ist Balázs Kovalik regelmäßig an Opernhäusern in Deutschland zu Gast, u. a. in Bonn, Hannover, München und Schwerin.

Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

In Kooperation mit dem Programm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e.v.

So
27.
Oktober
Oper
17:00 Uhr
© Nasser Hashemi

My Fair Lady

Musical nach Bernard Shaws "Pygmalion"
und dem Film von Gabriel Pascal
Buch von Alan Jay Lerner
Musik von Frederick Loewe
Deutsch von Robert Gilbert

Kein Stück im Repertoire des Opernhauses hat jemals so viele Vorstellungen erlebt wie das Musical My Fair Lady von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe. Die Geschichte des sympathischen Blumenmädchens Eliza Doolittle, die von Professor Higgins Sprachunterricht erhält und ihm dafür eine Lektion in Sachen Lebensweisheit erteilt, erheitert und berührt immer wieder aufs Neue. Die beiden Autoren schrieben für ihren Welterfolg hinreißende Dialoge und Evergreens wie Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen, Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht und Hei, heute Morgen mach’ ich Hochzeit, die jeder sofort mitsingen kann.

Eliza Doolittle, ein Blumenmädchen mit Herz und Verstand, fällt dem Sprachforscher Henry Higgins durch ihren ordinären Dialekt auf. Er schließt mit seinem Freund Oberst Pickering eine Wette ab, in der es darum geht, binnen weniger Wochen aus der, wie Higgins sagt, „Rinnsteinpflanze“ Eliza eine Grande Dame werden zu lassen. Womit Higgins allerdings nicht gerechnet hat, ist, dass neben dem „dienstlichen“ Verhältnis zu Eliza plötzlich auch die Liebe eine große Rolle spielt.

Die charmante Inszenierung von Erik Petersen vereint prominente Darsteller wie Dorit Gäbler als Mrs. Higgins und Gunther Emmerlich als Oberst Pickering mit weiteren Musical-Gästen wie Joanna Lissai (Eliza), Benjamin Sommerfeld (Freddy) und Björn Christian Kuhn (Alfred P. Doolittle), die gemeinsam mit Solisten der Oper Chemnitz wie Marie Hänsel als Eliza Doolittle, Matthias Winter als Prof. Higgins und Sylvia Schramm-Heilfort als Mrs. Pearce sowie Opernchor, Ballett und Statisterie für ein amüsant-nachdenkliches Musical-Erlebnis sorgen. Die Robert-Schumann-Philharmonie musiziert unter Leitung von Kapellmeister Jakob Brenner.

Mi
30.
Oktober
Oper
19:00 Uhr

Peter Lund gewinnt Deutschen Musical Theater Preis für sein Buch zu "DRACHENHERZ"

Die Verleihung fand gestern in Hamburg statt

Peter Lund hat den Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie Bestes Buch gewonnen. Die Auszeichnung gilt dem Stück Drachenherz, das am 2. März dieses Jahres im Opernhaus Chemnitz seine Uraufführung erlebte.Die Preisverleihung fand gestern, 7. Oktober, im Revuetheater Schmidt's Tivoli in Hamburg statt. Mit dem Preis will die Deutsche Musical Akademie Aufmerksamkeit auf das neue Musical im deutschsprachigen Raum richten, dessen Sujets sich jenseits von Glanz und Glamour mit der Gegenwart und ihren Herausforderungen auseinandersetzen.

In Drachenherz überträgt Peter Lund die Siegfried-Sage in unsere Zeit. Aus König Gunther und seinen Burgundern wird eine Jugendclique, deren Machtgefüge der Neuankömmling Fred als neuer Siegfried gründlich durcheinanderwirbelt. Dabei entfalten scheinbar veraltete Begriffe wie Ehre, Treue und Verrat unverändert ihre Wirksamkeit. 

Die nächste Vorstellung im Opernhaus Chemnitz zeigen wir am Freitag, 25. Oktober, 20.00 Uhr. 

Zeitgenössischer Tanz im Ballettsaal

Doppelprogramm ab 10. Oktober

Made In Chemnitz hat sich als ein Laboratorium für zeitgenössischen Tanz etabliert. Neue Wege des Tanzes werden ausprobiert, um Brücken zu aktuellen Themen über die nonverbale Sprache der Bewegung zu schlagen. Beim Festival TANZ | MODERNE | TANZ im Juni 2019 entstanden unter diesem Label zwei Uraufführungen, die ab 10. Oktober als gemeinsamer Tanzabend im Ballettsaal zu sehen sein werden. The Call Of Neverland, ein Stück des Chemnitzer Solo-Tänzers Emilijus Miliauskas, stellt mit Bezug auf Peter Pan die Frage, wie junge Menschen zwischen Weltflucht und intensivem Lebensgenuss ihr Dasein auszuschöpfen versuchen. Das Stück Wachtraum der Japanerin Kaori Ito thematisiert den Umgang mit Verlusten und widmet sich der Kraft der Zukunft, der Hoffnung und des Lebens. 

Flashmob in der Partnerschule

Das ist die Georg-Weerth-Oberschule in dieser Spielzeit

Fotos: Nasser Hashemi
Fotos: Nasser Hashemi
Fotos: Nasser Hashemi

"Willkommen, Partnerschule" hieß es gestern bei einem Flashmob in der Georg-Weerth-Oberschule, mit der in der laufenden Spielzeit dieses Projekt besteht. Alle waren vertreten, als das Theater mit einem bunten Auflauf, schrillen Kostümen und Musik den Start der Partnerschaft einläutete und die Schule überraschte: Musiker*innen, Sänger*innen des Chors und Solisten, Schauspieler*innen, Puppenspieler*innen und die Theaterpädagoginnen mit den Bufdis. Generalintendant Dr. Christoph Dittrich besiegelte die neue Partnerschaft mit einem Willkommensgeschenk an den stellvertretenden Schulleiter Erik Schulze. Mit Pauken und Trompeten, Luftballons und Transparenten wurden der Schulhof und das Schulhaus gekapert, laut und musikalisch fiel die Ankündigung aus, dass viele gemeinsame Projekte in Schule und Theater vorbereitet sind und ein Schuljahr voller Theater bevorsteht.
 

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