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© Nasser Hashemi

I Do! I Do! - Das musikalische Himmelbett

Ein Musical über das Heiraten
Musik von Harvey Schmidt
Buch und Gesangstexte von Tom Jones
Nach "The Fourposter" von Jan de Hartog
Deutsch von Holger Hauer (2019)

Wenn aus einem „Ich“ und einem „Du“ ein „Wir“ wird, folgt nach dem Ja-Wort „Ich will!“ („I do!“) und dem rauschenden Hochzeitsfest womöglich eine traumhafte Nacht im Himmelbett. Doch was, wenn dieses „Wir“ eines Tages in die Jahre kommt und man sich gegenseitig nur noch auf die Palme statt in den Siebten Himmel bringt? – Den Autoren Tom Jones und Harvey Schmidt ist mit I Do! I Do! (Das musikalische Himmelbett) ein Klassiker des amerikanischen Musicaltheaters geglückt, der es 1966 als erstes Zwei-Personen-Stück an den New Yorker Broadway schaffte. In Songs voller Leidenschaft und Gefühl sowie schlagfertigen Dialogen, jeweils neu ins Deutsche übertragen von Holger Hauer, durchlebt ein Paar die Höhen und Tiefen seiner einige Jahrzehnte währenden Ehe, die vielleicht die besten Zeiten schon hinter sich hat – oder doch noch nicht? Lust und Frust, Euphorie und Ehemüdigkeit, Turbulenzen und Langeweile wechseln sich ab. Jasna Žarić, seit der Spielzeit 2017/2018 Regieassistentin und Abendspielleiterin an der Oper Chemnitz, inszenierte u. a. an den Nationalopern in Sofia sowie Zagreb und gibt mit diesem intimen Kammerspiel ihr Chemnitzer Regiedebüt.

Do
30.
Januar
Oper
21:30 Uhr
© Kirsten Nijhof

Das Rheingold

Vorabend zu dem Bühnenfestspiel "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner

Die Rheintöchter werden von Alberich beobachtet. Als sie ihn zurückweisen, wandelt sich sein Liebesbegehren in Hass und der Nibelung raubt ihren Schatz – das Rheingold. Der aus dem Rheingold geschmiedete Ring verhilft Alberich zu Macht. Die Brüder Fasolt und Fafner haben für Wotan Walhall gebaut und fordern die dafür versprochene Freia. Wotan bereut den Handel und sucht mit Loge nach einer Alternative. Fasolt und Fafner erklären sich bereit, Freia für Alberichs Schatz einzutauschen. Es gelingt Wotan und Loge, mit Mimes Tarnhelm Alberich das Rheingold abzunehmen; Alberich sieht sich überlistet und verflucht den Ring. Wotan beabsichtigt, das Rheingold ohne die beiden wertvollsten Stücke, Tarnhelm und Ring, an Fafner und Fasolt auszuhändigen. Die beiden bestehen auf Einhaltung der Vereinbarung und fordern den gesamten Schatz. Erdas Warnung vor dem Fluch des Rings lässt Wotan einwilligen. Als erste Opfer des Fluchs geraten Fafner und Fasolt über das Rheingold in Streit; Fafner erschlägt seinen Bruder. Wotan kann Walhall in Besitz nehmen. Das Flehen der Rheintöchter um das geraubte Gold verhallt.

Am Anfang von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen steht das Begehren. Alberichs Griff nach den Rheintöchtern ist der Impuls, der die Rheingold-Erzählung als einen Mechanismus wachsenden Chaos in Gang setzt. Reflexhafter Motor dieses Mechanismus ist die Enttäuschung. Zweimal endet Alberichs Begehren enttäuschend: Liebe und Macht werden ihm versagt. Es bleibt ihm nur der Fluch. Wagner gelingt mit dem Beginn seiner Tetralogie ein in der Musikgeschichte einzigartiges Vexierbild: Den musikalischen Topos der Welten-Entstehung verwendet Wagner täuschend echt und komponiert mit dem Rheingold die Anti-Schöpfung als einen sich entfaltenden Kosmos der Zerstörung.

Verena Stoiber studierte Regie in München, arbeitete als Regieassistentin an der Oper Stuttgart vornehmlich mit Jossi Wieler und Calixto Bieito zusammen. 2014 gewann sie den Ring Award in Graz. Anschließend inszenierte sie die Uraufführung von Konrad Boehmers Sensor an der Deutschen Oper Berlin, Rigoletto am Staatstheater Nürnberg, das Händeloratorium Israel in Egypt im Rahmen der Winteroper in Potsdam sowie Tristan und Isolde an der Oper Graz.

Aufführung mit deutschen Übertiteln 

Gefördert von 

DAS RHEINGOLD (The Rhine-Gold)
The preliminary evening of “Der Ring des Nibelungen” (The Ring of the Nibelung) by Richard Wagner

The Rhinemaidens are being pursued by the Nibelung, Alberich. As they reject him, his passion turns into hate and the Nibelung steals their treasure - the Rhinegold. A ring is forged from of the Rheingold and helps Alberich to attain power. The giants Fasolt and Fafner have constructed Valhalla for Wotan and demand the promised Freia in return for their work. Wotan regrets his promise and with the help of Loge, they seek an alternative. Fasolt and Fafner agree to take Alberich’s treasure in exchange for Freia. Wotan and Loge, using Mime’s magical helmet, the Tarnhelm, succeed in taking the Rhinegold from Alberich. Alberich, realizing he has been outwitted, casts a curse on the ring. Wotan plans to hand over the Rhinegold to Fafner and Fasolt without its two most valuable pieces, the Tarnhelm and the Ring. The brothers insist on adhering to the agreement and demand the entire treasure. Erda’s warning of the curse on the ring makes Wotan agree. An argument over the Rhinegold breaks out between Fafner and Fasolt, who become the first victims of the curse. Fafner slays his brother and Wotan takes possession of Valhalla. The mourning of the Rhinemaidens over the stolen gold fades into darkness.

At the beginning of Richard Wagner’s Der Ring des Nibelungen desire is in the foreground. Alberich’s yearning for the Rhinemaidens spurs the Rheingold narrative into a mechanism of growing chaos. The drive behind this mechanism is disappointment. Twice, Allberich’s desires end in disappointment: he is denied both love and power. All he is left with is the curse. Wagner succeeded in making the beginning of his tetralogy a unique juxtaposition in music history: he used the musical topos of the origin of the world in a deceptively authentic way and composed the anti-Creation as an unfolding cosmos of destruction.

Verena Stoiber studied directing in Munich and later worked as an associate director for the Oper Stuttgart, where she collaborated primarily with Jossi Wieler and Calixto Bieito. In 2014 she won the Ring Award in Graz. She then went on to stage the world premiere of Konrad Boehmer’s Sensor at the Deutsche Oper in Berlin, Rigoletto at the Staatstheater Nürnberg, Handels Oratory Israel in Egypt for the Winteroper in Potsdam, as well as Tristan und Isolde at the Oper Graz.

Performance with German supertitles.

Fr
31.
Januar
Oper
19:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Lohengrin

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner

Auf dem Sterbebett hatte der Herzog von Brabant seine beiden Kinder Elsa und Gottfried in die Obhut von Graf Telramund gegeben. Doch nun ist Gottfried tot und Elsa soll seine Mörderin sein. Das jedenfalls behauptet Telramund, der gemeinsam mit Ortrud nach der Macht strebt. Jetzt soll die Schuldfrage geklärt werden. Telramund und ein von Elsa bestimmter Kämpfer müssen gegeneinander antreten. Gewinnt Letzterer, so ist damit Elsas Unschuld bewiesen. Keiner der Anwesenden wagt es, sich Telramund entgegenzustellen. In höchster Not fleht Elsa Gott um Hilfe an und tatsächlich erscheint ein Fremder. Er will für Elsa kämpfen, doch nur unter der Bedingung, dass sie ihn nie nach seinem Namen und seiner Herkunft fragen dürfe. Telramund wird von dem Fremden besiegt. Glücklich nimmt Elsa ihren Retter zum Mann. Doch wird ihr Vertrauen in den Fremden groß genug sein, das Frageverbot zu akzeptieren?

Lohengrin nimmt in Wagners Œuvre eine besondere Stellung ein. Die Geschichte um Macht, Glaube und nicht zuletzt um die Frage, ob und welche Bedingungen die Liebe stellen darf und welche Rolle das Vertrauen dabei spielt, beschäftigte ihn bereits Anfang der 1840er Jahre, als er sich mit dem Tannhäuser auseinandersetzte, und inspirierte ihn nur wenige Jahre später zur wohl emotionalsten Musik, die er je geschrieben hat. Als sie im September 1850 in Weimar zum ersten Mal erklang, konnte Wagner nicht dabei sein. Aufgrund seiner Beteiligung am Dresdner Mai-Aufstand wurde er steckbrieflich gesucht und war deshalb aus Deutschland geflohen. An Franz Liszt, der die Uraufführung in Weimar trotz der politisch schwierigen Personalie ermöglicht hatte, schrieb er danach voller Dankbarkeit: „Liebster Liszt, hatte ich recht, als ich in der Vorrede zum Kunstwerk der Zukunft schrieb, dass nicht der Einzelne, sondern nur die Gemeinsamkeit wahrhafte Kunstwerke schaffen könnte? Sieh, Du hast das Unmögliche geleistet, aber glaube mir, alle müssen das heutzutage Unmögliche leisten, um das in Wahrheit dennoch Mögliche zustande zu bringen.“

Für die neue Chemnitzer Lohengrin-Inszenierung ist der Regisseur Joan Anton Rechi erstmalig zu Gast in Chemnitz. Geboren 1968 in Andorra, arbeitete er bisher u. a. an den Theatern Barcelona, Bilbao, Bogotá, Freiburg, Madrid, Mainz, Oberhausen und an der Deutschen Oper am Rhein. Sein breit gefächertes Repertoire umfasst Werke wie Adriana Lecouvreur, Il barbiere di Siviglia, Die Csárdásfürstin, Król Roger, Der Mann von La Mancha und Salome.

Aufführung mit deutschen Übertiteln

Sa
01.
Februar
Oper
18:00 Uhr

18. Chemnitzer Opernball

08.02.2020, Opernhaus

Walzerträume, Strangers In The Night, Gold und Silber, Unforgettable, La nuit en rouge, Fly Me To The Moon: Schon allein die Themen der letzten Opernbälle klingen wie Musik in den Ohren und lassen von Nächten voll ausgelassenem Tanz, heiterem Amüsement und dem Zauber eines einmaligen Erlebnisses träumen. Wie das Motto 2020 lautet? La grande bellezza! Seien Sie sicher, dass auch diesmal keiner Ihrer Wünsche offenbleiben wird. Längst ist der Chemnitzer Opernball eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse der Stadt und weit über deren Grenzen hinaus ein begehrtes Reiseziel geworden. Das besondere Flair und die persönliche Atmosphäre locken Jahr für Jahr nicht nur Stammgäste, sondern auch immer mehr junge Leute in den schönsten Ballsaal von Chemnitz.
Sa
08.
Februar
Oper
19:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Drachenherz

Kein Platz für Helden
Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
URAUFFÜHRUNG

Günnis Clique ist echt cool. Findet Günni jedenfalls. Sonst ist aber wenig cool in der mitteldeutschen Kleinstadt, wo so viele arbeitslos sind und die meisten Erziehungsberechtigten apathisch vor der Glotze sitzen. Dann kommt Fred. Fred ist anders: Er hat Ideen und was im Kopf. Mit Fred macht alles mehr Spaß. Fred ist schon bald Günnis bester Gefolgsmann in der Clique. Hagen könnte kotzen. Günnis bester Mann war doch immer Hagen. Und wenn einer das Recht hat, Günnis Schwester Jenny den Hof zu machen, dann doch wohl er! Mit einem Wort: Fred geht Hagen schwer gegen die Ehre.

Ehre ist ein wichtiges Stichwort in Drachenherz, dem neuen Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund, das 2019 in Chemnitz uraufgeführt wurde. Ehre, Verrat, Treue – keine besonders aktuellen Themen? Im Gegenteil: Was man tut, wie man kämpft und vor allem wofür – das sind die großen Fragen, die jeder Jugendliche an die Gesellschaft stellt und deren Beantwortung eher dürftig ausfällt. Das war bei den Nibelungen noch anders. Da wusste jeder, wofür er kämpfte. Im schlimmsten Fall für sich selber. Siegfried musste sterben, weil es damals keinen Platz gab für echte Helden. Gibt es diesen Platz heute? Oder müssen die Guten immer noch sterben, weil die Gemeinen es einfach nicht ertragen, im Geist so klein zu sein?

Diesen Fragen geht Drachenherz nach und hat sich dafür die Siegfried-Sage ausgeliehen, um sie im Hier und Jetzt und mit den Mitteln des Musicals neu zu erzählen. Es ist nur auf den ersten Blick überraschend, wie genau die alte Sage den jungen Protagonisten in Herz und Hirn schaut. Der Verrat der Siegfried-Sage ist universell und passiert jeden Tag wieder – direkt vor unserer Haustür.

Das Autorenteam Wolfgang Böhmer und Peter Lund arbeitet seit mehr als 20 Jahren zusammen und kreierte zahlreiche erfolgreiche Bühnenwerke. Ihr Musical Stella – Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm wurde 2016 beim Deutschen Musical Theater Preis als „Bestes Musical des Jahres“ ausgezeichnet.

Für Drachenherz gewann Peter Lund am 7. Oktober 2019 den Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie Bestes Buch.

Koproduktion der Theater Chemnitz und der Neuköllner Oper Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin

Die Chemnitzer Produktion wird exklusiv unterstützt durch eins – energie in sachsen.

Im Rahmen unseres Jungen Theaters hat das Spielzeitprojekt 2018/2019 Jugendliche angeregt, vom Musical Drachenherz die eigene Kreativität inspirieren zu lassen. Einige Ergebnisse hier.

Do
13.
Februar
Oper
19:00 Uhr

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