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© Nasser Hashemi

Mondlicht und Magnolien

Komödie von Ron Hutchinson
Aus dem Englischen von Katharina Abt und Daniel Karasek

Hinter den Kulissen von Hollywood brodelt es. Vom Winde verweht steht auf der Kippe. Scarlett O'Hara und Rhett Butler drohen in der Versenkung zu verschwinden, noch bevor sie das Licht der Leinwand erblickt haben. Was das für Generationen von schmachtenden Filmenthusiasten und die Taschentuchindustrie bedeuten würde – nicht auszudenken. Doch die Lage ist ernst. Die Dreharbeiten haben gerade begonnen, als der Produzent David O. Selznick sie stoppen lässt und Drehbuchautor und Regisseur feuert. Nichts ist so, wie es sein soll – eine Katastrophe. Selznick hat fünf Tage Zeit, die Situation in den Griff zu bekommen, sonst ist sein Studio ruiniert. Er engagiert einen neuen Autor, den besten: Ben Hecht, ein Routinier seines Fachs. Und den Starregisseur Victor Fleming. Dumm ist nur, dass Hecht den Roman nie gelesen hat. Aber dafür ist jetzt auch keine Zeit mehr. Selznick greift zu der einzig möglichen Lösung in dieser Situation: Er schließt den Regisseur, den Autor und sich in seinem Büro ein. Kontakt zur Außenwelt gibt es nur über die Sekretärin Miss Poppenghul und so spielen Fleming und Selznick dem unwissenden Autor die Romanhandlung kurzerhand selbst vor. Die Männer schlüpfen in wechselnde Rollen, steigern sich in den Rausch und die Emotionen des Melodramas, durchleben den Brand Atlantas, dramatische Geburten diverser Babys und die bittersüßen Intrigen und Liebschaften der schönen Südstaatentochter Scarlett O'Hara. Dabei kämpfen die drei Männer mit ihrer eigenen Erschöpfung, wachsender Gereiztheit, Darmproblemen sowie höchst unterschiedlichen Sichtweisen auf den Stoff und stehen bald am Rande des Wahnsinns. Aber nach knapp einer Woche liegt vor ihren rauchenden Köpfen und in ihren schwitzenden Händen ein neues Skript – ein Stoff, aus dem die Träume sind.

Das Epos von Margaret Mitchell (1900–1949) über Stolz und Vorurteil, über Liebe in Zeiten von Krieg und Frieden wurde sofort nach Erscheinen im Jahre 1936 zum Bestseller. Die legendäre Verfilmung drei Jahre später machte Vivien Leigh als Scarlett und Clark Gable als Rhett zu einem der berühmtesten Liebespaare der Filmgeschichte. Ron Hutchinson ist mit Mondlicht und Magnolien eine urkomische und zugleich bitterböse Hommage an die Traumfabrik Hollywood gelungen, die eben beides ist: Traum und Fabrik.

Fr
22.
November
Schauspiel
20:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Die unendliche Geschichte

Nach dem Roman von Michael Ende in einer Bühnenfassung von Silke Johanna Fischer

Bastian Balthasar Bux ist ein Außenseiter: In der Schule wird der schüchterne Junge von den anderen schikaniert und wegen seines Aussehens gemobbt, sein Vater hat keine Zeit mehr für ihn und vertieft sich nach dem Tod der Mutter ganz in seine Arbeit. Als Bastian eines Tages in Karl Konrad Koreanders Buchladen steht, fällt ihm Die unendliche Geschichte in die Hände. Er kann nicht widerstehen, stiehlt das Buch und beginnt darin zu lesen …

Gemeinsam mit ihm tauchen wir ein in die Geschichte Phantásiens: Die Kindliche Kaiserin ist krank. Ihr Name ist längst vergessen und alles droht im Nichts zu versinken. Ein Winzling mit seiner Rennschnecke, der Steinbeißer, Irrlichter, Nachtalben und auch der junge und tapfere Abenteurer Atréju folgen ihrem Ruf. Doch niemand kann ihr helfen, denn nur ein Menschenkind vermag ihr einen neuen Namen zu geben. Allein begibt sich Atréju auf die große Suche, reist zur Uralten Morla und ins Land der toten Berge, trifft am Südlichen Orakel auf die Zweisiedler Urgl und Engywuck und schafft es mit Hilfe des Glücksdrachen Fuchur, allerlei Gefahren und Rätsel zu bestehen und Bastian nach Phantásien zu holen. Von ihm erhält die Kaiserin einen neuen Namen. Doch die eigentliche Prüfung steht ihnen allen erst noch bevor, denn nun gilt es, Phantásien wiederaufzubauen.

„Tu, was du willst.“ Dieser Satz auf der Rückseite des Auryns, jenes geheimnisvollen kaiserlichen Wappens, das seinem Träger besondere Kräfte und Fähigkeiten verleiht, wird Bastian Verheißung und Aufgabe zugleich. Er allein hat die Macht, Phantásien aus seinen Wünschen und Gedanken neu zu erschaffen. Doch dabei muss er zu sich selbst finden, ohne sich zu verlieren und das ist gar nicht so leicht. Bastian reist als stolzer Krieger durch Nachtwälder und Wüsten, geisterhafte Städte, zauberhafte Paläste und trifft auf geheimnisvolle Wesen wie den Löwen Graógramán, die Zauberin Xayíde mit ihren Panzerriesen oder den Affen Argax. Doch mit jedem Wunsch opfert er eine seiner Erinnerungen – und nur wer sich selbst erkennt und weiß, was er wirklich will, findet den Weg zurück nach Hause.

Michael Ende (1929–1995) wurde u. a. mit seinen Erzählungen um Jim Knopf oder Momo weltweit bekannt und veröffentlichte 1979 Die unendliche Geschichte. Verschiedene Übersetzungen, Hörspiele, Theater- und Filmadaptionen folgten. Ende arbeitete an der Hörspielfassung zu Die unendliche Geschichte mit, sprach sich aber entschieden gegen Wolfgang Petersens filmische Umsetzung aus, da sich diese nur auf einen Teil des Romans konzentrierte. – „Lesen wir wirklich alle immer das gleiche Buch?“, fragt Michael Ende in seinen Werken und gibt mit Die unendliche Geschichte eine fantasievolle und zauberhafte Antwort.

In Zusammenarbeit mit dem Figurentheater Chemnitz

Sa
23.
November
Schauspiel
18:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Weihnachtsmärchen nach den Brüdern Grimm von Katrin Lange

Vor vielen Jahren, als das Wünschen noch geholfen hatte, wurde armen Leuten ein Glückskind geboren. Dem kleinen Jungen ward vorausgesagt, die Königstochter zu heiraten und eines Tages Herrscher des Reiches zu werden. Schnell wie der Wind verbreitete sich diese Weissagung und kam dem König zu Ohren. Der ergrimmte so sehr, dass er das Kind töten wollte. Heimtückisch kaufte er es den Eltern ab und warf es in den nahen Fluss. Aber der Fluss, milde, trug es zu einer Mühle, wo freundliche Müllersleute sich seiner annahmen und es großzogen.

Einmal kam der König auf einer seiner Reisen an der Mühle vorbei, entdeckte den Burschen und wurde sehr, sehr zornig. Arglistig schickte er ihn mit einem Brief zur Königin, damit diese ihn töten lasse. Doch wo der junge Mann auch hinkam, war das Glück ihm hold. Selbst die Räuber im finsteren Wald halfen ihm weiter. Schließlich gelangte er zum Schloss und heiratete wie vorausgesagt die Prinzessin. Als der König endlich heimkam, platzte er fast vor Wut. Seine Tochter aber liebte ihren Mann und der König konnte nichts weiter tun, als ihn auf eine letzte Reise zu schicken – zum Teufel in die Hölle, um drei goldene Haare zu holen.

Das wundervolle Märchen Der Teufel mit den drei goldenen Haaren, erstmals erschienen 1819 in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, passt genau in die besinnliche Weihnachtszeit. Voller Selbstvertrauen fürchtet das Glückskind weder König noch Teufel, hadert niemals mit seinem Schicksal oder verzweifelt an einer Aufgabe. Es nimmt sein Leben an und erobert sich ein Königreich. Wenn wir nur alle so mutig wären …

Di
26.
November
Schauspiel
10:00 Uhr

kneipenquiz

Die fakultative Abendunterhaltung für Wissensdurstige, Spielwütige und Gesellschaftstummler.

Dienstag ist Wissenstag: Fragen, Fragen, noch mehr Fragen. Die fakultative Abendunterhaltung für Wissensdurstige und Spielwütige im Theaterclub.
  • Jeden Monat
  • Eintritt frei
Di
26.
November
Schauspiel
21:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Die zwölf Geschworenen

Gerichtsdrama in drei Akten von Reginald Rose
Aus dem Englischen von Horst Budjuhn

Die Gerichtsverhandlung ist vorüber. Beweisführung und Zeugenbefragungen sind abgeschlossen, die Schlussplädoyers gehalten. Nun ziehen sich die zwölf Geschworenen zurück, um das Urteil zu fällen: Schuldig oder nicht schuldig?

Mit dieser Frage entscheiden sie über das Leben eines jungen Mannes. Er ist des Mordes an seinem Vater angeklagt, den er mit einem Messer erstochen haben soll. Alle Indizien scheinen gegen ihn zu sprechen, zwei Zeugenaussagen bestätigen seine Schuld, die Beweislage ist erdrückend. Doch Geschworener Nr. 8 hat Zweifel. Oder zumindest ein Gefühl. – Aber was heißt das schon? Und reicht das, um ein Urteil abzuwenden, welches andere längst gefällt haben? Zumindest forciert er, dass um den Schuldspruch noch einmal ehrlich diskutiert wird, denn die Entscheidung für das Urteil muss einstimmig getroffen werden. Eingeschlossen im Konferenzraum entspinnt sich schließlich ein erbitterter und hitziger Kampf um Wahrheiten und Argumente, persönliche Ideale, Lebenseinstellungen und Vorurteile.

Reginald Rose (1920–2002) arbeitete als Drehbuch- und Theaterautor. Mit seinen sozialpolitischen Themensetzungen prägte er insbesondere die frühen Jahre des US-amerikanischen Fernsehspiels. 1954 schrieb er Die zwölf Geschworenen (Twelve Angry Men) und verarbeitete darin seine Erfahrungen in einer Geschworenenjury. Die Filmadaption in der Regie von Sidney Lumet kam 1957 in die Kinos, war für drei Oscars nominiert und wurde im selben Jahr u. a. mit dem Goldenen Bären der Internationalen Filmfestspiele Berlin ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Verfilmungen und Übersetzungen folgten. – Auch wenn es die Geschworenengerichte im deutschen Rechtssystem nicht mehr gibt, so stellt das Stück doch eine interessante Versuchsanordnung dar: Was wäre wenn? Kann ein Laie dieser Rolle gerecht werden? Von welchen Eindrücken, Vorurteilen und Bildern lassen wir uns leiten? Und aus welchen individuellen Motiven heraus treffen wir unsere Entscheidungen? So steht an diesem Abend nicht zuletzt auch unser eigenes Verhalten in meinungsstarken Gruppenkonstellationen zur Disposition.

Do
28.
November
Schauspiel
19:30 Uhr

Vertragsverlängerung für GMD Guillermo García Calvo

bis Ende der Spielzeit 2022/2023

Guillermo García Calvo hat seinen Vertrag als Generalmusikdirektor der Theater Chemnitz und der Robert-Schumann-Philharmonie bis zum Ende der Spielzeit 2022/2023 verlängert.
Seit Beginn der Spielzeit 2017/2018 ist GMD Guillermo García Calvo an den Chemnitzer Theatern tätig. Seither widmet er sich in gleichem Maße den Konzerten und den Opernproduktionen, wobei vor allem seine große Leidenschaft für das Schaffen Richard Wagners zum Tragen kommt. Seine musikalischen Leitungen der Neuproduktionen des Ring des Nibelungen sorgten überregional für Aufmerksamkeit und Begeisterung. Die über die vergangenen Jahre gewachsene vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit mit den Musikerinnen und Musikern der Robert-Schumann-Philharmonie führte zu großer gegenseitiger Wertschätzung und zu eindrucksvollen künstlerischen Ergebnissen.
„Es ist für uns eine große Freude, dass wir bereits jetzt die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Guillermo García Calvo vereinbaren konnten“, sagt Dr. Christoph Dittrich, Generalintendant der Theater Chemnitz. „Die zahlreichen Erfolge in Oper und Konzert an unserem Haus sind getragen von seinem internationalen Renommee und einer menschlich charismatischen Ausstrahlung, die Künstler und Publikum gleichermaßen schätzen. Wir sehen damit das Musiktheater und die Robert-Schumann-Philharmonie künstlerisch für die nächsten Spielzeiten hervorragend aufgestellt.“

Theaterpreis "DER FAUST" für Regisseurin der Chemnitzer "Götterdämmerung"

Elisabeth Stöppler ausgezeichnet

Preisträgerin Elisabeth Stöppler. Foto: Oliver Kern Fotografie
Preisträgerin Elisabeth Stöppler. Foto: Oliver Kern Fotografie
"Der Faust"-Preisverleihung. Foto: Oliver Kern Fotografie
"Der Faust"-Preisverleihung. Foto: Oliver Kern Fotografie

Wir freuen uns riesig, gratulieren Elisabeth Stöppler herzlich zum diesjährigen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Regie Musiktheater und danken ihr sowie allen Beteiligten für die wunderbare Inszenierung von Richard Wagners Götterdämmerung in der Oper Chemnitz.

3sat-Bericht
Zum Stück

Festival "Aufstand der Utopien"

6. bis 10. November im Schauspielhaus und an anderen Orten

Nur wenn wir uns verschiedene Utopien vorstellen, können wir bessere Entscheidungen für die Gegenwart treffen. Nachdem wir im Jahr 2018 mit dem Festival Aufstand der Geschichten vor allem in die Vergangenheit geschaut haben, ist es nun an der Zeit, über Zukunftsfragen ins Gespräch zu kommen.

Die Theater Chemnitz richten zusammen mit dem Modellprogramm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e.V. den Blick in die Zukunft, auf Utopien und Dystopien: Welche Erzählungen prägen unsere Vorstellungen von der Zukunft und welche Rolle spielen diese für aktuelle Herausforderungen? Zahlreiche künstlerische Kreativformate, Präsentationen und Gespräche werden in einem umfassenden Festivalprogramm gebündelt. Verschiedene Experimentier- und Begegnungsräume in der Stadt bieten die Gelegenheit, in gegenseitigen Austausch zu treten und gemeinsam an neuen erzählungen zu arbeiten.

Im eigens eingerichteten Festivalzentrum im Chemnitz Open Space der Kunstsammlungen werden neue Regeln, Rituale und Bräuche der künftigen Chemnitzer Gesellschaft erprobt. Zudem bringen wir das international preisgekrönte Gastspiel Invited der Tanzkompanie Ultima Vez aus Brüssel in die St. Markuskirche. Am 6. und 7. November um 19.00 Uhr lassen Choreograf Seppe Baeyens und sein generationsübergreifendes Ensemble dort ein utopisches Miteinander zwischen Tänzer*innen und Publikum entstehen. Außerdem beteiligen sich die Theater Chemnitz mit mehreren Produktionen: Im Schauspiel Chemnitz hat am 8. November, 20.00 Uhr die Freundliche Übernahme im Ostflügel Premiere, mit Mefistofele_Utopie bespielt die Oper Chemnitz am 6. und 8. November jeweils um 21.30 Uhr den Club Nikola Tesla und das Figurentheater Chemnitz gestaltet ein theaterpädagogisches Zukunftslabor zur Inszenierung Juri im Festivalzentrum hinter dem Karl-Marx-Monument. 

Programm Aufstand der Utopien

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