Startseite
Suche
Mehr Informationen zum vorherigen Bild zum nächsten Bild
>
Heute
Schließen Nächstes Stück Vorheriges Stück

Und Nietzsche weinte

Nach dem Roman von Irvin D. Yalom in einer Bühnenfassung von Kathrin Brune Deutsch von Uda SträtlingDEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG

Ende des 19. Jahrhunderts führt eine bizarre Dreiecksbeziehung dazu, dass die deutsche Philosophie auf dem Spiel steht. In einer Zeit des kulturellen Wandels, irgendwo zwischen Zukunftseuphorie und Zukunftsangst, Lebensüberdruss und Endzeitstimmung, bittet Lou Salomé den angesehenen Arzt Prof. Josef Breuer, Friedrich Nietzsche zu helfen. Er soll ihn von seiner selbstzerstörerischen Obsession für sie kurieren. Doch kann man jemandem helfen, der Hilfe als Schwäche sieht? Breuer nimmt die Herausforderung an und unterzieht Nietzsche einer ungewöhnlichen „Redekur“. Schnell kehrt sich das Verhältnis zwischen Arzt und Patient um, gewinnt an Augenhöhe und wird zu einer leidenschaftlichen und scharfen Auseinandersetzung über das Menschsein und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten im Korsett gesellschaftlicher Zwänge. Hat man sein Leben selbst gewählt? Was bedeutet Freiheit? Warum ist Gott tot und wer hat ihn getötet? Humorvoll und in surrealen Szenarien durchforsten Breuer und Nietzsche das Sumpfgebiet versteckter Leidenschaften und Begierden – und tragen auf dem Pfad ihrer menschlichen, allzu menschlichen Abgründe unglaubliche Blüten zu Tage. Irvin D. Yalom (*1931) verstrickt reale Figuren in eine fiktive Handlung. Die Philosophie Friedrich Nietzsches trifft auf die Anfänge der Psychoanalyse. Der scharfe und reizbare Ton von Nietzsches Schriften spricht so überbordend vom Leben und fürs Leben, dass sie – gleich einer Axt – eine tiefe Kerbe in unsere Komfortzonen schlagen und uns zwangsläufig mit Fragen unserer individuellen und gesellschaftlichen Lebensrealität konfrontieren. In Zusammenarbeit mit dem Ballett Chemnitz
Fr
23.
Februar
Schauspiel
19:30 Uhr

Undurchschaubarkeit

Ein Musik/Hör/Spiel mit Götz Schubert und Manuel Munzlinger

STOP! ZURÜCK! ALLES NOCHMAL AUF ANFANG! Eine winzige Entscheidung - und schon hat man sich verrannt. Jeder kennt den Moment, wenn man sich vor lauter Beharrlichkeit ins Aus manövriert. Lustiges Scheitern ist das Thema in den Geschichten von der allgemeinen Undurchschaubarkeit. Geschrieben von drei jungen Autoren, die alle beim renommierten Bachmannwettbewerb in Klagenfurt teilnahmen: Kathrin Passig, Kai Weyand, Philipp Weiss. Das Besondere daran: Es ist ein Musik/Hör/Spiel - Schauspiel, Text, Musik und Soundtrack verschmelzen zu einer humorvollen Performance und versprechen einen außergewöhnlichen Theaterabend. Götz Schubert - einer der profiliertesten Schauspieler Deutschlands - schlüpft in die jeweiligen Rollen und bringt mit wandlungsfähiger Stimme und seiner hoch gelobten Schauspielkunst die Charaktere eindrucksvoll auf die Bühne. Für den passenden Soundtrack sorgt Manuel Munzlinger, der mit Oboe, Keyboard und Computer neue musikalische Räume öffnet und Kompositionen von Klassik, Jazz und Funk zu einem spannenden Klangteppich ausrollt. "Ein feiner, anregender Abend" urteilten die Dresdner Neuesten Nachrichten zur Uraufführung im Staatsschauspiel Dresden.Foto: Guido Werner
Sa
24.
Februar
Schauspiel
19:30 Uhr

Und in den Nächten liegen wir stumm

Schwarze Poesie von Thomas FreyerSTUDIOINSZENIERUNG

Blind vor Arbeit oder Egoismus, überlastet von unverarbeiteten Trennungen oder fliehend ins Heil einer Religion, lassen die Eltern ihre fast erwachsenen Kinder im Stich. Für diese kein Ort nirgends, kein Halt. – Thomas Freyers Stück setzt hier ein: mit dem Kampf der Nachgeborenen ins Leben. Bis zum Verbrennen geben sie alles, um sich zu fühlen, um wahrgenommen zu werden, zu lieben oder den selbst gesetzten Erwartungen zu entsprechen. Die eine lässt sich vom ganzen Neubaublock vögeln, der zweite spielt Fight Club nach, bis er sich in einen Wolf verwandelt, die dritte flieht in surreale Traumwelten und der vierte versucht, den Laden irgendwie am Laufen zu halten. Freyers Stück fordert vier starke junge Spieler, die seine archaisch-soghafte Sprache in schmerzliche Sehnsuchtsbilder verwandeln. Schauspielstudio Chemnitz In der Spielzeit 2017/2018 setzen wir die jahrzehntelange Studiotradition am Schauspiel Chemnitz fort. Vier Studierende der kooperierenden Hochschulen aus Linz, Zürich und Bern werden als Teil des Ensembles lernen und sich auf ihr Berufsleben vorbereiten. Neben der Studioproduktion sind sie in unseren Schauspielinszenierungen zu sehen und präsentieren eigene Arbeiten im Rahmen der NACHTSCHICHT-Reihe auf dem weg und zum internationalen NONSTOP Festival 2018! Erneut kooperieren wir mit den Studierenden des Masterstudienganges Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin. Unter Leitung des TU-Dozenten Norman Heinrich entstehen Bühnen- und Kostümbildentwürfe, von denen einer ausgewählt und im Rahmen der Studioinszenierung umgesetzt wird. In Kooperation:
TU Berlin Mit freundlicher Unterstützung:
Förderverein der Theater Chemnitz
GGG
Sa
24.
Februar
Schauspiel
20:00 Uhr

Der Prozess

Nach dem Roman von Franz KafkaIn einer Bearbeitung von Bogdan Koca

Als Josef K. am Morgen seines 30. Geburtstages vom Klingeln an seiner Haustür geweckt wird, ahnt er noch nicht, dass sich sein Leben von jetzt auf gleich auf fatale Weise ändern wird. Vor seiner Tür stehen zwei Wärter, die ihm die Nachricht seiner Verhaftung überbringen. Das Delikt wird nicht benannt. Josef K. ist sich keiner Schuld bewusst, er ist sicher, gegen kein Gesetz verstoßen zu haben, es muss sich also um ein Missverständnis, ja gar um eine Verleumdung handeln. Trotz der formellen Verhaftung kann Josef K. weiterhin in „Freiheit“ leben und seinem Beruf nachgehen. Doch nach und nach gerät er in den Sog mysteriöser Ereignisse. Seine Versuche, Informationen über Anklagepunkte oder gar seine Richter herauszufinden, scheitern. Das Gericht bleibt eine namen- und gesichtslose Instanz, deren bürokratische Strukturen sich ihm als eine monströse Maschinerie offenbaren. Der Prozess gewinnt eine dominierende Macht über sein Leben und verschlingt mit zermalmenden Zähnen alle Sicherheit, jeglichen Halt und Josef K.s Lebensenergie. Immer enger und enger zieht sich die Schlinge. In einem Dom trifft Josef K. auf einen Priester, der ihm eine Parabel erzählt. Darin geht es um einen Menschen, dem es nicht gelingt, Eintritt in das Gesetz zu bekommen und der stattdessen sein Leben vor dieser Instanz verwartet. Josef K. verkennt die Bedeutung dieser Parabel und wird eines Morgens, am Tag vor seinem 31. Geburtstag, von zwei Gesandten des Gerichts abgeholt, in einen Steinbruch geführt und hingerichtet.Der Prozess, in den Jahren 1914/1915 entstanden und posthum von Kafkas Freund und Verleger Max Brod veröffentlicht, ist der Inbegriff jenes kafkaesken Panoptikums, in dem die Figuren mit Erfahrungen von Entfremdung, Isolation und Ich-Zerfall konfrontiert werden. Die Verdinglichung des Menschen, soziale Kälte und Ausgrenzung sind in diesem Werk so schmerzlich eingefangen und beklemmend dargestellt, dass sie den Blick auf signifikante Probleme der Moderne schärfen. Der polnisch-australische Autor und Regisseur Bogdan Koca wird den Roman für die Bühne bearbeiten.
Sa
24.
Februar
Schauspiel
20:00 Uhr

Faust I

Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe

Der Wissenschaftler Dr. Heinrich Faust hat in seinem Leben, so könnte man meinen, alles erreicht. Er ist ein gut situierter Forscher, unersättlich im Streben nach Wissen. Und dennoch, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, ist nicht auszumachen, nicht zu begreifen, nicht zu fassen. In Einzelteile zersplittert liegt sie vor ihm, fremd ist sie ihm geworden, diese Welt. Kein Halt – nirgends. Stimmen werden in ihm laut.
In diesem wunden Zustand trifft Faust auf Mephisto und geht mit ihm eine folgenreiche Wette ein: Er gibt sein Leben, wenn Mephisto es schafft, ihm den einen höchsten Augenblick zu bescheren. Mit dem Teufel an seiner Seite gelangt Faust mehr und mehr in die unentdeckten Sphären seiner selbst und was da zu Tage tritt hinterlässt Spuren in der Welt. Was in Auerbachs Keller als leichtes Saufgelage mit dem pöbelnden Volk beginnt, setzt sich als exzessiver Verjüngungstrip in der Hexenküche fort. Raum und Zeit werden außer Kraft gesetzt, immer stärker wächst damit die Begierde nach dem „Mehr“ und dem Unmöglichen. So trifft Faust schließlich auf Gretchen. Und was eine Liebesgeschichte sein könnte, bei der man verweilen möchte, denn, „Augenblick, du bist so schön“, endet mit der Vernichtung und Zerstörung dieser jungen Frau, die gerade angefangen hatte zu leben. Fausts Rastlosigkeit und seine Begierde nach dem immer Anderen hat sich längst schon verselbständigt.
Carsten Knödlers Inszenierung gleicht einer Parabel, die mit Historie spielt und zugleich Analogien zur Gegenwart herstellt: wie begegnet das einerseits maßlose, zugleich zerstreute und geteilte Ich einer ebenso zerstreuten und zersplitterten Welt? All seine Figuren sind Einzelkämpfer bei ihrer jeweils ganz individuellen Suche nach dem Sinn des Lebens. Und wenn sie sich begegnen, erkennen sie sich nicht als Menschen unter Menschen, sondern nur die Funktion und Nutzbarkeit des Gegenübers. Doch wie viel Einsamkeit, Anonymität und Funktionalität erträgt eine Gesellschaft bevor sie implodiert? Kooperation mit dem Ballett Chemnitz
So
25.
Februar
Schauspiel
18:00 Uhr

Gastspiel mit Götz Schubert

am 24.02.2018, 19.30 Uhr im Schauspielhaus

Götz Schubert, Manuel Munzlinger. Foto: Guido Werner
In den"Geschichten von der allgemeinen Undurchschaubarkeit" stecken Menschen in ungewöhnlichen Situationen fest. Gefangen in ihrer Beharrlichkeit finden sie den Ausweg nicht und verfolgen scheinbar kopflos einen Plan. Götz Schubert, einer der profiliertesten Schauspieler Deutschlands, gibt den Geschichten seine markante Stimme. Einfühlsam und wandlungsfähig verleiht er den Protagonisten Charakter und Profil. Dazu liefert Manuel Munzlinger den passenden Soundtrack. Mit einer Mischung aus Klassik und Jazz verwandelt er Stimmungen in Töne. Am Samstag, 24.02.2018, 19.30 Uhr im Schauspielhaus. 

Gastspiel: "ABBA Jetzt!"

am 23.02.2018, 20.00 Uhr im Opernhaus

Foto: Sebastian Hoppe
An der Übergruppe ABBA kommt man nicht vorbei. Durch das erfolgreiche Musical „Mamma Mia!“ und den daraus entstandenen Film erhielten die Songs der Schweden endgültig den Status eines Weltkulturerbes. Eine musikalisch-kabarettistische Antwort auf diese Begeisterung liefert das Gastspiel „ABBA Jetzt!" am Freitag, 23. Februar 2018, 20.00 Uhr im Opernhaus. In würdevollem Frack präsentieren Thilo Nest (Burgtheater Wien), Hanno Friedrich (Sat.1 „Sechserpack“) und Alexander Paeffgen (Pop-Akademie Mannheim) am Piano die Hits der Schweden als einen atemberaubenden Ritt durch alle musikalischen Genres, wunderbar komisch und immer überraschend anders. 

One-Woman-Show mit Dorit Gäbler

am 25.02.2018, 15.00 Uhr im Opernhaus

Dorit Gäbler. Foto: Marko Ziesemer
Dorit Gäbler, seit 50 Jahren erfolgreich als Schauspielerin, Sängerin und Entertainerin im Film und auf den Bühnen zu Hause und zuletzt als Mrs. Higgins in „My Fair Lady“ auf dem Theaterplatz zu erleben, gastiert mit dem Kabarettstück "Verliebt, verlobt, verschwunden …" am Sonntag, 25. Februar 2018, 15.00 Uhr im Opernhaus. Was kann einer Braut Schlimmeres passieren, als am Hochzeitstag einen Zettel von ihrem Bräutigam zu finden mit den Worten „Ich kann nicht“? Die Protagonistin Dagmar singt sich den Frust von der Seele, zieht Vergleiche aller Art, den Ex-Mann, ähnliche Situationen und verlassene Frauen betreffend, und verliert vor allem nicht ihren Humor. Dorit Gäbler in Höchstform. 

Was suchen Sie?

Suche schließen
Exit