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© Dieter Wuschanski

Schöne Bescherungen

Ziemlich weihnachtliche Komödie von Alan Ayckbourn
Deutsch von Max Faber

Die Ehepartner Belinda und Neville haben Verwandte und Freunde sowie deren Kinder zum Weihnachtsfest eingeladen. Die Geschenke sind präpariert, der Baum ist gekauft und in der Küche wird der Braten geschmort, dass es nur so qualmt. Alle sitzen in den Startlöchern und unter dem Deckmantel bürgerlicher Weihnachtsseligkeit entspinnt sich ein atemberaubender Familienkrach. Er gegen sie, sie gegen ihn, Schwester gegen Schwester, der Onkel gegen den Weihnachtsmann und alle auf einen. Dieser eine heißt Bernard und möchte zum Verdruss der anderen wie in jedem Jahr sein Weihnachtspuppentheater aufführen. Im vergangenen Jahr dauerte es mehrere Stunden und die Kinder streikten am Ende. Diesmal möchte Bernard die Geschichte von den drei kleinen Schweinchen erzählen, mit ihrem unterschiedlichen Hausbau und dem bösen Wolf. Was aber, wenn es gar nicht ums Baumaterial geht, sondern um Beziehungsfundamente? Da steckt Bernard mit hochroten Ohren bereits mitten im Streit. Nur Onkel Harvey behält die Ruhe. Er glotzt TV, schwafelt vom Weltuntergang und hält seinen Revolver bereit, um Einbrecher zu jagen. Alan Ayckbourn (*1939) begann seine Theaterkarriere als Schauspieler, bevor er zum wohl populärsten Gegenwartsdramatiker Großbritanniens reüssierte. Seine über achtzig Theaterstücke wurden mehrfach ausgezeichnet und in über fünfunddreißig Sprachen übersetzt. Ayckbourn beobachtet sehr genau und schreibt äußerst pointiert. Nahezu hinter jedem Satz lauert eine Überraschung. Ziehen Sie sich warm an, denn es geht natürlich um Sie!
Do
21.
Februar
Schauspiel
19:30 Uhr
© Nasser Hashemi

The Silent

Ein Abend mit Songs von Leonard Cohen
URAUFFÜHRUNG

Vom Vater hatte er das untrügliche Gespür für Anzüge geerbt, von der Mutter neben dem Gefühl unerschütterlicher Liebe eine Neigung zur Depression. Leonard Cohen wurde am 21. September 1934 geboren und wuchs in den geordneten Verhältnissen eines wohlhabenden jüdischen Elternhauses in Montreal auf. Mit vierzehn beschäftigte er sich intensiv mit Hypnose, um zum ersten Mal eine Frau nackt zu sehen. Mit ähnlicher Energie verfolgte er das Ziel, Schriftsteller zu werden. Cohen studierte Englische Literatur an der McGill University Montreal, umgab sich mit Dichtern wie Irving Layton, brachte 1956 seinen ersten Gedichtband Let Us Compare Mythologies heraus und wurde über Montreal hinaus bekannt. Er versuchte dann sein Glück in New York, kehrte zurück, schrieb wie ein Besessener, etablierte die Four Penny Art Gallery und trug seine Gedichte zu Jazzmusik vor. Aber die Unruhe der Wanderjahre blieb, nicht nur auf seinen nächtlichen Streifzügen durch die Straßen Montreals. Es zog ihn nach London, wo ihm seine Wirtin Mrs. Pullman täglich drei Romanseiten abforderte, und weiter auf die griechische Insel Hydra. Dort waren die Tage am Meer bestimmt vom Schreiben und Baden, von spiritueller Suche und der Libertinage sexueller Revolution. Auf der Insel lernte er auch seine wohl bedeutendste Muse, Marianne Ihlen, kennen. Dennoch zog es ihn weiter. Nach Havanna, wo ihn seine Mutter 1961 während der Kuba-Krise rettete, und wieder nach New York. Schließlich legte er 1967 sein erstes Album Songs of Leonard Cohen vor – mit jenem Sound, der bis heute nachhallt. Der 2016 verstorbene Meister sehnsuchtsvoller Melancholie konnte mit seinen Versen und seiner Stimme direkt in die Seele singen. Viel war und ist von ihm zu lernen: an Empathie und Respekt, an Gespür für die Schönheit und die Tragik des Lebens.
Fr
22.
Februar
Schauspiel
20:00 Uhr
© Nasser Hashemi

the future is still unwritten

Eine Stückentwicklung des TJC (UA)

Die Mitglieder des TheaterJugendClubs erarbeiten auch in dieser Spielzeit unter Leitung von Jan Gerrit Brüggemann und Denise von Schön-Angerer eine eigene Inszenierung. Nach der erfolgreichen Produktion Ich bereue nichts, mit der sie in der letzten Spielzeit die Entwicklungen der digitalen Massenüberwachung ins Visier nahmen, widmen sie sich auch mit der neuen Produktion ihrer heutigen Lebenswelt. Mit einem kritischen Blick in die Zukunft fragen sie danach, was noch übrig sein mag vom Hier und Jetzt, wenn alles so bleibt, wie es ist oder so weiter geht wie bisher. Politikmüdigkeit und konstruktives Miteinander, Menschenrechtsverletzungen und Freiheit, Konsumkritik und Globalisierungsfragen oder Klimawandel und Umweltschutz scheinen Probleme zu manifestieren, die an den Grundfesten der Zukunft rütteln – ihrer wie unserer. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach Texten, Musik und Gedanken über die Welt, die bald ihnen gehört. Spielerisch, kämpferisch und sportlich erproben sie neue Ausdrucksmöglichkeiten, improvisieren, diskutieren und lassen sich treiben – von ihren Gefühlen und dem, was kommt, von ihrer Fantasie und Neugier.
Fr
22.
Februar
Schauspiel
20:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Einsame Menschen

Drama von Gerhart Hauptmann nach der Fassung von Michael Thalheimer
unter Mitarbeit von Oliver Reese

Die Familie: Ein Refugium. Ein wärmender Schutzraum, ein Bollwerk in Zeiten des Leistungsdrucks. Ein Ort des Rückzugs und der Geborgenheit. Doch die Familie, das ist auch: Enge. Unfreiheit. Ein Nährboden für tiefe Verletzungen. Mit Gerhart Hauptmanns Einsame Menschen spürt Regisseurin Nina Mattenklotz der Entstehung von Einsamkeit und Kommunikationslosigkeit, von Sprachlosigkeit und Vereinzelung im nächsten Familienkreis nach. Dabei scheint das Glück von Johannes und seiner Frau Käthe zunächst recht idyllisch: eine junge Familie, der Sohn ist gerade geboren – doch die Freude will sich nicht einstellen. Johannes steckt mit seiner Arbeit in einer Schaffenskrise. In Käthe findet er nicht die Partnerin mit der er darüber reden könnte. Käthe wiederum steckt in einer tiefen Kindbettdepression – ein Tabuthema unserer Gesellschaft. So kann auch sie darüber nicht reden. Die Eltern von Johannes versuchen mit aller Kraft die Fassade der guten Familie aufrecht zu halten. Doch mehr als hilflose Versuche, die brüchige Beziehung mit guten Ratschlägen und alten Floskeln zu kitten, bringen sie nicht zustande. Eines Tages steht überraschend die junge und emanzipierte Studentin Anna Mahr vor der Tür, die auf der Durchreise nach Zürich Johannes‘ Freund, den Maler Braun, besuchen will. Johannes bittet sie zu bleiben. Schnell erweist sie sich für Johannes als wichtige Gesprächspartnerin, eine ersehnte Verwandte des Geistes. Doch anstatt Anna als Eindringling zu betrachten, als konkurrierende Frau, die die Familienidylle zu bedrohen scheint, untersucht Mattenklotz mit ihr den „Einbruch des Fremden“ und so auch die Möglichkeit, alte Lebensformen zu hinterfragen und neue auszuloten. Gerhart Hauptmanns Einsame Menschen entstand 1891 in einer Zeit des industriellen und kulturellen Wandels, in der gesellschaftliche Positionen und soziale Systeme im Um- und Aufbruch waren. Die damit verbundene Verunsicherung und notwendige Neuorientierung untersucht Hauptmann im Kern einer Familie. Und weil die Familie der engste Bezugskreis ist, tritt in ihr die wachsende Entfremdung umso schmerzlicher zu Tage.
Sa
23.
Februar
Schauspiel
19:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Weihnachtsmärchen nach den Brüdern Grimm
Textfassung Katrin Lange

Vor vielen Jahren, als das Wünschen noch geholfen hatte, wurde armen Leuten ein Glückskind geboren. Dem kleinen Jungen ward vorausgesagt, die Königstochter zu heiraten und eines Tages Herrscher des Reiches zu werden. Schnell wie der Wind verbreitete sich diese Weissagung und kam dem König zu Ohren. Der ergrimmte so sehr, dass er das Kind töten wollte. Heimtückisch kaufte er es den Eltern ab und warf es in den nahen Fluss. Aber der Fluss, milde, trug es zu einer Mühle, wo freundliche Müllersleute sich seiner annahmen und es großzogen. Einmal kam der König auf einer seiner Reisen an der Mühle vorbei, entdeckte den Burschen und wurde sehr, sehr zornig. Arglistig schickte er ihn mit einem Brief zur Königin, damit diese ihn töten lasse. Doch wo der junge Mann auch hinkam, war das Glück ihm hold. Selbst die Räuber im finsteren Wald halfen ihm weiter. Schließlich gelangte er zum Schloss und heiratete wie vorausgesagt die Prinzessin. Als der König endlich heimkam, platzte er fast vor Wut. Seine Tochter aber liebte ihren Mann und der König konnte nichts weiter tun, als ihn auf eine letzte Reise zu schicken – zum Teufel in die Hölle, um drei goldene Haare zu holen. Das wundervolle Märchen Der Teufel mit den drei goldenen Haaren, erstmals erschienen 1819 in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, passt genau in die besinnliche Weihnachtszeit. Voller Selbstvertrauen fürchtet das Glückskind weder König noch Teufel, hadert niemals mit seinem Schicksal oder verzweifelt an einer Aufgabe. Es nimmt sein Leben an und erobert sich ein Königreich. Wenn wir nur alle so mutig wären …
So
24.
Februar
Schauspiel
15:00 Uhr

Premiere im Figurentheater

"Yö - Geheimnisse der Nacht" ab 16. Februar 2019

Szene mit Mona Krueger und Karoline Hoffmann. Foto: Nasser Hashemi
ist das finnische Wort für die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, wenn unsere Gedanken auf Wanderschaft gehen und zu Träumen werden. In unserer Figurentheater-Geschichte über das Träumen wird ein Mädchen, das nicht einschlafen kann - eine große, lebensechte Puppe - von zwei katzengleichen Wesen der Dämmerung - den Spielerinnen Mona Krueger und Karoline Hoffmann - in den Schlaf geleitet. Sie finden ein Buch mit vielen Fakten: Wie die Drehung der Erde die der Sonne abgewandte Hälfte in Dunkelheit taucht, wie aber viele Wesen gerade in dieser Zeit aktiv sind. Aber auch Legenden stehen im Buch: Die Ameise wünschte sich von ihrem Schöpfer den Tag, weil sie immer etwas tun wollte. Aber der Bär mochte lieber die Nacht, weil sie so schön kühl ist und ihn gut schlafen lässt. Allem, von dem es gelesen hat, begegnet das Mädchen im Traum. Yö - Geheimnisse der Nacht ist eine lehrreiche, aber auch sehr poetische und einfühlsame Geschichte für Kinder ab fünf Jahren..

Wiederaufnahme-Aktion

25 % Große-Oper-Genussvorteil

Foto: Kirsten Nijhof
Drei erfolgreiche Inszenierungen kehren auf die Bühne der Oper Chemnitz zurück. Am 9. Februar hebt sich der Vorhang wieder für Der Rosenkavalier, am 9. März für Turandot, am 5. April für Ein Maskenball. Für die Vorstellungen an diesen drei Terminen bieten wir Ihnen einen Nachlass von 25 % auf Normalpreiskarten. Geben Sie dafür beim Kartenkauf bitte einfach den Code WAP2019 an - in unseren Vorverkaufsstellen oder auf www.theater-chemnitz.de 

„Der Mondmann“ kommt

Premiere am 2.2. im Figurentheater

Szene mit Tobias Eisenkrämer. Foto: Nasser Hashemi

Professor Bunsen van der Dunkel holt den Mondmann auf die Erde. Das ist nur ein unbeabsichtigtes Zwischenergebnis seines eigentlichen Plans, den Trabanten auf unseren Globus stürzen zu lassen. So etwas tut doch nur ein verrückter – nein, das weist er von sich, also: ein teuflisch genialer Wissenschaftler. Aber warum wird man teuflisch genial? Nun, man lädt zum Kaffeekränzchen ein, aber keiner kommt und man muss alle Kekse allein aufessen. Und keiner hört einem zu. Aber als Professor Bunsen van der Dunkel das sagt, antwortet der Mondmann: „Ich höre doch zu.“

Das ist wohl die berührendste Stelle in der Umsetzung des Kinderbuch-Klassikers „Der Mondmann“ von Tomi Ungerer, die am Samstag, 2.2.2019, 16.00 Uhr im Figurentheater Premiere feiert. Tobias Eisenkrämer überzeugt als Puppen- wie als Schauspieler, und stimmungsvolle Schattenspiel-Effekte geben dem turbulenten Stück eine zusätzliche Facette.

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