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auf dem weg

Die Schauspielstudenten des Chemnitzer Studios zeigen ihre aktuellen Arbeiten

Hilfe, sie sind losgelassen! Die Schauspielstudierenden des Chemnitzer Studios zeigen ihre aktuellen Arbeiten, Monologe, Szenenstudien und Liederabende sowie abgedrehte Projekte.
  • In regelmäßigen Abständen
  • Eintritt frei 
Nächster Termin: 
Mo, 27.08.2018, 20.00 Uhr, Schauspielhaus-Ostflügel 
Das neue Schauspielstudio stellt sich vor!
Mo
27.
August
Schauspiel
20:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Faust I

Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe

Der Wissenschaftler Dr. Heinrich Faust hat in seinem Leben, so könnte man meinen, alles erreicht. Er ist ein gut situierter Forscher, unersättlich im Streben nach Wissen. Und dennoch, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, ist nicht auszumachen, nicht zu begreifen, nicht zu fassen. In Einzelteile zersplittert liegt sie vor ihm, fremd ist sie ihm geworden, diese Welt. Kein Halt – nirgends. Stimmen werden in ihm laut.
In diesem wunden Zustand trifft Faust auf Mephisto und geht mit ihm eine folgenreiche Wette ein: Er gibt sein Leben, wenn Mephisto es schafft, ihm den einen höchsten Augenblick zu bescheren. Mit dem Teufel an seiner Seite gelangt Faust mehr und mehr in die unentdeckten Sphären seiner selbst und was da zu Tage tritt hinterlässt Spuren in der Welt. Was in Auerbachs Keller als leichtes Saufgelage mit dem pöbelnden Volk beginnt, setzt sich als exzessiver Verjüngungstrip in der Hexenküche fort. Raum und Zeit werden außer Kraft gesetzt, immer stärker wächst damit die Begierde nach dem „Mehr“ und dem Unmöglichen. So trifft Faust schließlich auf Gretchen. Und was eine Liebesgeschichte sein könnte, bei der man verweilen möchte, denn, „Augenblick, du bist so schön“, endet mit der Vernichtung und Zerstörung dieser jungen Frau, die gerade angefangen hatte zu leben. Fausts Rastlosigkeit und seine Begierde nach dem immer Anderen hat sich längst schon verselbständigt.
Carsten Knödlers Inszenierung gleicht einer Parabel, die mit Historie spielt und zugleich Analogien zur Gegenwart herstellt: wie begegnet das einerseits maßlose, zugleich zerstreute und geteilte Ich einer ebenso zerstreuten und zersplitterten Welt? All seine Figuren sind Einzelkämpfer bei ihrer jeweils ganz individuellen Suche nach dem Sinn des Lebens. Und wenn sie sich begegnen, erkennen sie sich nicht als Menschen unter Menschen, sondern nur die Funktion und Nutzbarkeit des Gegenübers. Doch wie viel Einsamkeit, Anonymität und Funktionalität erträgt eine Gesellschaft bevor sie implodiert? Kooperation mit dem Ballett Chemnitz
Sa
01.
September
Schauspiel
19:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Der Prozess

Nach dem Roman von Franz Kafka
In einer Bearbeitung von Bogdan Koca

Als Josef K. am Morgen seines 30. Geburtstages vom Klingeln an seiner Haustür geweckt wird, ahnt er noch nicht, dass sich sein Leben von jetzt auf gleich auf fatale Weise ändern wird. Vor seiner Tür stehen zwei Wärter, die ihm die Nachricht seiner Verhaftung überbringen. Das Delikt wird nicht benannt. Josef K. ist sich keiner Schuld bewusst, er ist sicher, gegen kein Gesetz verstoßen zu haben, es muss sich also um ein Missverständnis, ja gar um eine Verleumdung handeln. Trotz der formellen Verhaftung kann Josef K. weiterhin in „Freiheit“ leben und seinem Beruf nachgehen. Doch nach und nach gerät er in den Sog mysteriöser Ereignisse. Seine Versuche, Informationen über Anklagepunkte oder gar seine Richter herauszufinden, scheitern. Das Gericht bleibt eine namen- und gesichtslose Instanz, deren bürokratische Strukturen sich ihm als eine monströse Maschinerie offenbaren. Der Prozess gewinnt eine dominierende Macht über sein Leben und verschlingt mit zermalmenden Zähnen alle Sicherheit, jeglichen Halt und Josef K.s Lebensenergie. Immer enger und enger zieht sich die Schlinge. In einem Dom trifft Josef K. auf einen Priester, der ihm eine Parabel erzählt. Darin geht es um einen Menschen, dem es nicht gelingt, Eintritt in das Gesetz zu bekommen und der stattdessen sein Leben vor dieser Instanz verwartet. Josef K. verkennt die Bedeutung dieser Parabel und wird eines Morgens, am Tag vor seinem 31. Geburtstag, von zwei Gesandten des Gerichts abgeholt, in einen Steinbruch geführt und hingerichtet.Der Prozess, in den Jahren 1914/1915 entstanden und posthum von Kafkas Freund und Verleger Max Brod veröffentlicht, ist der Inbegriff jenes kafkaesken Panoptikums, in dem die Figuren mit Erfahrungen von Entfremdung, Isolation und Ich-Zerfall konfrontiert werden. Die Verdinglichung des Menschen, soziale Kälte und Ausgrenzung sind in diesem Werk so schmerzlich eingefangen und beklemmend dargestellt, dass sie den Blick auf signifikante Probleme der Moderne schärfen. Der polnisch-australische Autor und Regisseur Bogdan Koca wird den Roman für die Bühne bearbeiten.
Di
04.
September
Schauspiel
20:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Und Nietzsche weinte

Nach dem Roman von Irvin D. Yalom in einer Bühnenfassung von Kathrin Brune
Deutsch von Uda Strätling
DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG

Ende des 19. Jahrhunderts führt eine bizarre Dreiecksbeziehung dazu, dass die deutsche Philosophie auf dem Spiel steht. In einer Zeit des kulturellen Wandels, irgendwo zwischen Zukunftseuphorie und Zukunftsangst, Lebensüberdruss und Endzeitstimmung, bittet Lou Salomé den angesehenen Arzt Prof. Josef Breuer, Friedrich Nietzsche zu helfen. Er soll ihn von seiner selbstzerstörerischen Obsession für sie kurieren. Doch kann man jemandem helfen, der Hilfe als Schwäche sieht? Breuer nimmt die Herausforderung an und unterzieht Nietzsche einer ungewöhnlichen „Redekur“. Schnell kehrt sich das Verhältnis zwischen Arzt und Patient um, gewinnt an Augenhöhe und wird zu einer leidenschaftlichen und scharfen Auseinandersetzung über das Menschsein und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten im Korsett gesellschaftlicher Zwänge. Hat man sein Leben selbst gewählt? Was bedeutet Freiheit? Warum ist Gott tot und wer hat ihn getötet? Humorvoll und in surrealen Szenarien durchforsten Breuer und Nietzsche das Sumpfgebiet versteckter Leidenschaften und Begierden – und tragen auf dem Pfad ihrer menschlichen, allzu menschlichen Abgründe unglaubliche Blüten zu Tage. Irvin D. Yalom (*1931) verstrickt reale Figuren in eine fiktive Handlung. Die Philosophie Friedrich Nietzsches trifft auf die Anfänge der Psychoanalyse. Der scharfe und reizbare Ton von Nietzsches Schriften spricht so überbordend vom Leben und fürs Leben, dass sie – gleich einer Axt – eine tiefe Kerbe in unsere Komfortzonen schlagen und uns zwangsläufig mit Fragen unserer individuellen und gesellschaftlichen Lebensrealität konfrontieren. In Zusammenarbeit mit dem Ballett Chemnitz Nach dem Buch Und Nietzsche weinte (Orig.: When Nietzsche wept) von Irvin D. Yalom © 1992, in Vereinbarung mit dem Autor.
Fr
07.
September
Schauspiel
19:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Der dressierte Mann

Komödie von John von Düffel nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar

Der Mann heißt Bastian und die Frau Helen. Alles ist gut zwischen ihnen, beide streben eine Beziehung auf Augenhöhe an, beide machen Karriere bei derselben Bank, er kocht für sie, der Nachwuchs wird langsam Thema und sie möchte die Seine werden. Aber eines Abends gerät alles aus den Fugen. Sie eröffnet ihm, dass sie neues Vorstandsmitglied beim gemeinsamen Arbeitgeber wird und damit auf der Karriereleiter bei zehnfachem Gehalt an ihm vorbeirauscht. Das hält der stärkste Mann nicht aus – er zieht seinen geplanten Heiratsantrag zurück und der Haussegen hängt schief. Damit kommen die Mütter ins Spiel. Seine ist Hardcore-Feministin und ihre eine mit allen Finessen weiblicher Schattenkriegsführung beschlagene Zahnarztgattin. Beide munitionieren Helen für den Kampf gegen das andere Geschlecht auf. Mit der geballten Weiblichkeit konfrontiert, gerät Bastian außer Rand und Band. Und er tut, was Männer in solchen Fällen immer tun, er betrinkt sich maßlos. Die Frauen helfen ihm dabei, denn sie haben einen Plan. Um das eheliche Glück noch irgendwie zu retten, soll Bastians Festplatte gelöscht und Helen in ein Weibchen von der Art ihrer Mutter verwandelt werden. Dann alles auf Anfang! Doch die Frauen haben die Rechnung ohne Bastian gemacht. Er überrascht sie alle. Esther Vilars (*1935) Streitschrift Der dressierte Mann erschien 1971 und war für die feministische Bewegung ein Affront. Vilar hielt es für unter ihrer Würde, Frauen allein in der Opferposition zu sehen. Sie deckte Mechanismen weiblicher Machtausübung auf und sabotierte die Mär vom bösen Mann. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, wurde die Autorin von Teilen der Presse scharf attackiert, in der Bayerischen Staatsbibliothek von vier jungen Frauen verprügelt und sogar mit dem Tode bedroht. Wer einen Eindruck von den verhärteten Fronten der damaligen Zeit gewinnen will, mag sich das legendäre TV-Duell Alice Schwarzer vs. Esther Vilar aus dem Jahr 1975 anschauen. – Nahezu zwei Generationen später stützt sich John von Düffel auf Vilars Thesen und lotet in seiner Komödie mit großem Vergnügen die alte Frage neuerlich aus: Wer dominiert wen? Die Komödie kommt letztlich zum Schluss, dass die alten Ideologismen nicht mehr so recht greifen, ihnen etwas Anachronistisches anhaftet. Hier setzt das Lachen ein.
Sa
08.
September
Schauspiel
19:30 Uhr

Theaterfest im Schauspielhaus

am 15. September 2018

Foto: Dieter Wuschanski
Auch im Schauspielhaus gibt es wieder ein großes Spielzeiteröffnungsfest. Am 15. September 2018 von 15.00 bis 18.00 Uhr öffnen sich die Türen für ein buntes Kinderfest. Auf unsere kleinen und großen Gäste warten spielerische Einblicke in den Theateralltag, Ausblicke auf die kommenden Kinder- und Familienproduktionen in Schauspiel und Figurentheater sowie Märchen und Zauberhaftes im ganzen Theater. Am Abend heißt es dann "Vorhang auf" für die große Spielzeiteröffnungsgala. Freuen Sie sich auf neue Gesichter, Ausschnitte unserer kommenden Premieren in Schauspiel und Figurentheater, schräge Szenen, berührende Musikeinlagen und andere Überraschungen, bevor wir mit Livemusik und DJ im Foyer und Theaterclub gemeinsam in die Nacht tanzen. 

Reise ins Unbekannte

"Tiefsee" wieder ab 11. September 2018

Foto: Dieter Wuschanski
Ab 11. September 2018 bietet das Figurentheater wieder die interaktive Abenteuerreise "Tiefsee" an. Mit einer außergewöhnlichen Expedition holt das Forschungsteam die unbekannte Lebenswelt der Ozeane auf die Bühne. Dabei wird das Publikum an der Seite von Kapitän Clüvenbeck, Taucherin Prof. Constanze Arronache und Maat Karla Pins zum Mitspieler. Wohin die gemeinsame Reise führen wird, lässt sich allerdings nicht vorhersagen, denn alle Beteiligten gestalten den Verlauf der Expedition mit spielerischen Mitteln selbst. Die Forschungsreise dauert insgesamt 120 Minuten, richtet sich an Kinder ab 6 Jahren und beinhaltet immer eine theaterpädagogische Vor- oder Nachbereitung, bei der die kleinen Taucher mehr über die Tiefsee erfahren.

Musikalischer Spielzeitauftakt

am 2. und 8. September 2018

Open-Air-Konzert zur Spielzeiteröffnung. Foto: Dieter Wuschanski
Seit vielen Jahren gehören das Picknick-Konzert und das große Open-Air-Konzert fest zum Spielzeitauftakt der Theater Chemnitz und auch in diesem Jahr laden wir Sie ein, sich musikalisch auf die Highlights der Saison einzustimmen. Genießen Sie am 2. September mit Picknickkorb, Sonnenschein und der ganzen Familie rund um das Schloßbergmuseum die unterschiedlichsten musikalischen Leckerbissen von Klassik bis Swing und Jazz, welche die Robert-Schumann-Philharmonie für Sie vorbereitet hat. Am 8. September erklingen dann die ersten Melodien der neuen Musiktheaterproduktionen wie "Die Zauberflöte" oder "Schwanensee" auf dem Theaterplatz, die wieder mit einem großen Feuerwerk abgerundet werden.

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