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Offener Workshop: Adams Äpfel

Schauspielhaus - Foyer

Mit diesem Angebot laden wir Sie herzlich ein, intensiver in das Stück einzutauchen. Durch das Ausprobieren von Figurenbeziehungen stimmen Sie sich darauf ein. Sie erfahren, was der Regisseur und die Bühnen- und Kostümbildnerin mit ihren Konzepten beabsichtigen und welche Wirkung diese haben können. Sind Sie neugierig geworden? Dann freuen wir uns auf Sie. Den Besuch der Inszenierung empfehlen wir im Anschluss an den Workshop. Nach der Vorstellung treffen wir uns zu einem abschließenden Gespräch.
Fr
24.
Mai
Schauspiel
17:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Adams Äpfel

Rabenschwarze Komödie von Anders Thomas Jensen
Deutsch von Beate Klöckner
Bühnenfassung von K. D. Schmidt nach dem gleichnamigen Film

Obwohl ihm das Leben einiges abverlangt, hält Ivan bis zur totalen Selbstverleugnung am Guten im Menschen fest. In seiner winzigen Pfarrei versucht er, Strafgefangene zu resozialisieren. Da sind zunächst der arabische Tankstellenräuber Khalid – nie um einen Spruch verlegen – und der fette Alkoholiker Gunnar, der sich für Frauen in besonderer Weise interessiert. Der Neonazi Adam wird der dritte Zögling. Ivan fordert ihn in einem ersten Gespräch auf, sich eine Aufgabe zu suchen. Adams Antwort: „Apfelkuchen. Mein Ziel ist ein riesiger Apfelkuchen.“ Wider Erwarten wird dies für ihn zur alles entscheidenden Herausforderung im Ringen mit Ivan. Denn neben kleineren und größeren Katastrophen, wie Gunnars Liebe zur Kleptomanie und Khalids schießfreudigem Verhalten gegenüber multinationalen Konzernen, erschweren Krähen und Maden, Katzen und Nazis das Reifen der Früchte des alten Apfelbaumes im Kirchgarten. Als schließlich ein Gewitter über die Gemeinde hereinbricht, droht nicht nur der Apfelbaum in Rauch aufzugehen, sondern auch Ivan – erschöpft von den ständigen Provokationen Adams – seinem Glauben zu entsagen. Langsam erkennt Adam die Bedeutung des Apfelkuchens. Der Film Adams Äpfel räumte nach seinem Erscheinen 2005 eine Reihe von Preisen ab – nicht die ersten Auszeichnungen für den produktiven dänischen Regisseur und Drehbuchautor Anders Thomas Jensen (*1972). Bereits 1999 gewann er mit Wallnacht einen Oscar in der Kategorie „Bester Kurzfilm“. Adams Äpfel bewegt sich mit widersprüchlichen Figuren an den dunklen Rändern des Humors und geht der alten Frage nach dem Sinn des Guten in der Welt nach. Am Ende gibt Jensen eine wundervolle Antwort.
Fr
24.
Mai
Schauspiel
19:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Rauschen

oder: Wenn du nicht existierst, geh mir bitte aus dem Licht. Danke!
Von Natalie Baudy

Ende Januar 2019 wurde bereits zum sechsten Mal der Chemnitzer Theaterpreis für junge Dramatik verliehen. Aus 66 Einsendungen entschied sich die Jury, bestehend aus Andrea Czesienski (Lektorin des Henschel Verlags), Brian Bell (Regisseur), Johannes Schulze (Vorsitzender des Theaterfördervereins) und Kathrin Brune (Dramaturgin) einstimmig für Rauschen – oder: Wenn du nicht existierst, geh mir bitte aus dem Licht. Danke! Thematische Brisanz, stilistische Genauigkeit, verbunden mit einem humoristisch-kritischen Blick auf Mensch und Gesellschaft waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Das Stück:
Oertel, Ruk und Al Tee landen auf der Erde oder nein, anders: Peng – sie sind einfach da. Während Oertel und Ruk in einem merkwürdigen Gebäude mit siebenundzwanzig identischen Zimmern und einem scheinbar endlosen Flur landen, verschlägt es Al-Tee in eine politisch engagierte Wohngemeinschaft, die gegen TTIP auf die Straße geht, den Müll trennt und bestens vernetzt und weltoffen ist und grundsätzlich findet, dass man einfach mehr zu sich selber finden muss. Aber wenn plötzlich so ein Außerirdischer in der Küche sitzt, geraten das Selbstbild und die eigene Wahrnehmung doch etwas ins Wanken. Man wird unsicher, ob das befremdliche Gegenüber überhaupt da sein kann. Was es nicht gibt, das gibt es schließlich nicht. Aber man möchte ja auch nicht unhöflich sein.
Oertel und Ruk haben mittlerweile herausgefunden, dass dieses Gebäude mit den siebenundzwanzig identischen Zimmern ein Hotel ist und die permanent betrunkene Frau, in deren Zimmer sie versehentlich geraten sind, eine sehr erfolgreiche Pornoproduzentin ist. Diese geht wesentlich pragmatischer mit den Außerirdischen um. Welch eine Fügung, denkt sich die Dame, Außerirdische in der Pornoindustrie! Das kann man nutzen! Das steigert Einzigartigkeit, Marktwert und Auflage. Und sie engagiert Oertel und Ruk vom Fleck weg – ob sie wollen oder nicht.
In der WG haben sich Tom und Ebu mittlerweile auch an Al Tee gewöhnt. Dass er Isomatten isst und gerne ungefragt Menschen umarmt – nun ja, das eine ist nicht so schlimm, das andere sogar schön, weiß man doch, dass zu wenig Körperkontakt zu Depressionen führt. Deswegen wurden auch Umarmungen auf die WG-Agenda gesetzt. So leben sie zusammen, die Irdischen und die Außerirdischen. Bis irgendwann die Außerirdischen Heimweh bekommen und zurück möchten. Zu merkwürdig, fremd scheint ihnen das irdische Treiben. Aber wie zurück? Natalie Baudy hat ein mutig skurriles, humorvolles und zugleich bissig-böses Stück über unsere Gesellschaft geschrieben. Ohne moralischen Zeigefinger setzt sie Außerirdische – die fernsten Fremden aller Fremden als Spiegel vor unsere Nasen, um die großen und kleinen Zivilisationskrankheiten unserer Tage sichtbar zu machen. Durch den Einbruch des Fremden werden Ansichten, Meinungen, Vorurteile, Gewohnheiten unserer ansonsten doch so aufgeklärten Gesellschaft befragbar, hinterfragbar, kritisierbar. Die Autorin Natalie Baudy (Foto: privat) wurde 1990 in der Nähe von Augsburg geboren und ist in Ulm aufgewachsen. Sie studierte Theater- und Musikwissenschaften in Mainz, Paris und Berlin und Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding in München. Vor und während ihres Studiums hospitierte sie unter anderem am Staatstheater Mainz, bei der Dance Company Nanine Linning/Theater Heidelberg, am Berliner Ensemble und am Maxim Gorki Theater. Sie realisierte erste eigene Projekte im PENG! in Mainz, im TOWER 2k15 in Berlin und wirkte bei verschiedenen Produktionen der Theaterakademie, der Otto Falckenberg Schule und am Residenztheater mit. Seit August 2018 lebt sie als freischaffende Dramaturgin in Berlin. Dort war sie zuletzt als dramaturgische Mitarbeiterin an der Produktion Wheeler am Berliner Ensemble beteiligt und ist als Produktions- und Dramaturgieassistentin Teil der Performancegruppe MS Schrittmacher. Aktuell arbeitet sie mit dem Regisseur Klemens Hegen an einer künstlerischen Auseinandersetzung zum Thema Gegenwart und Erinnerung. Außerdem realisiert sie mit dem Komponisten Florian Paul das Hörspiel einsam, ihre Fortschreibung von Gerhart Hauptmanns Einsame Menschen.
Fr
24.
Mai
Schauspiel
20:00 Uhr

Letzte Vorstellung mit Gemäldeausstellung und -verkauf

"Europa! - Ein patriotischer Abend, 1917!" am 25. Mai

Ronald Münchs während der Vorstellungen entstandene Arbeiten. Foto: Ronald Münch

Am Vorabend der Europawahl – Samstag, 25. Mai 2019, um 19.30 Uhr – zeigt das Schauspiel Chemnitz die letzte Vorstellung der szenischen Collage "Europa! – Ein patriotischer Abend, 1917!" in der besonderen Atmosphäre der Hinterbühne. Acht Spieler*innen, Musiker und eine Tänzerin machen den Aufbruch der künstlerischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ihren Kollaps im 1. Weltkrieg lebendig.

Während jeder Vorstellung hat der Bildende Künstler Ronald Münch live ein neues Werk geschaffen und damit die Impulse, Eindrücke, Stimmungen aufgegriffen. Zur letzten Vorstellung werden alle Bilder erstmals und in chronologischer Folge ausgestellt. Das letzte Werk entsteht an diesem Abend. Nach der Vorstellung sind die Arbeiten zu kaufen (Acryl auf Leinwand mit Holzrahmen; 1,5 x 1,85 m).

Gastspiel im Schauspielhaus

"Club der toten Dichter"

Club der toten Dichter. V.l.: Markus Runzheimer (Bass), Cathrin Pfeifer (Akkordeon), Katharina Franck (Gitarre, Gesang), Reinhardt Repke (Komposition, Gitarre, Gesang). Foto: OBetke

Reinhardt Repkes "Club der toten Dichter" hat sich anlässlich des 200. Geburtsjahres von Theodor Fontane, dem Schöpfer so berühmter Frauenfiguren wie Effi Briest oder Jenny Treibel, seiner Gedichte angenommen und sie neu vertont. Unter dem Titel "So und nicht anders" geht der Club mit Frontfrau Katharina Franck damit auf Tournee und kommt am Sonntag, 26. Mai 2019, um 19.30 Uhr ins Schauspielhaus. Das berühmte Gedicht "John Maynard" wird, in drei Songs aufgeteilt, zur "Maynard-Suite". Und natürlich hat auch der beliebte "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" seinen Platz im Programm.

"Der Teufel auf Erden" kommt als CD

Aufnahmen Anfang Juni im Opernhaus

Szene mit Matthias Otte und Alexander Kuchinka. Foto: Nasser Hashemi
Franz von Suppés fantastisch-burleske Operette erlebte Ende April ihre Premiere in Chemnitz. In der textlichen Neufassung von Alexander Kuchinka, die den ursprünglichen aktuell-zeitkritischen Ansatz witzig und pointiert ins Heute überträgt, begeistert die Inszenierung das Chemnitzer Publikum. Auch überregional stößt die Produktion auf Interesse, ist sie doch die erste komplette Bühnenaufführung seit der Entstehungszeit. Dies hat den langjährigen Medienpartner der Theater Chemnitz, Deutschlandfunk Kultur, veranlasst, gemeinsam mit der Rondeau Production GmbH eine CD zu produzieren. Die Aufnahmen dafür finden Anfang Juni im Opernhaus statt. Der Mitschnitt wird außerdem vom MDR, BR und von Deutschlandfunk Kultur übertragen.

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