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© Erik Berg

Bernstein I Walton I Schostakowitsch

Solistin: Heidrun Sandmann, Dirigent: John Fiore

Leonard Bernstein
Ouvertüre zu Candide

William Walton
Konzert für Violine und Orchester

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70

Das 4. Sinfoniekonzert widmet sich drei Komponisten des 20. Jahrhunderts, die in den USA, England und Russland beheimatet waren. Der aus New York stammende Dirigent John Fiore, der bei Maestros wie Zubin Mehta, Daniel Barenboim und Leonard Bernstein assistierte, ist längst selbst bei den bedeutendsten Orchestern und Opernhäusern weltweit etabliert. Er eröffnet das Programm mit der ins Konzertrepertoire eingegangenen Ouvertüre zu Leonard Bernsteins Candide. Diese turbulente philosophische Satire wurde als Comic Operetta 1956 am New Yorker Broadway uraufgeführt. Nur ein Jahr später revolutionierte Bernstein mit seiner West Side Story das Genre Musical vor allem durch die Einbeziehung des Jazz. William Walton, in England als Vertreter der gemäßigten Moderne geschätzt, gelang der internationale Durchbruch Anfang der 30er Jahre u. a. mit der Kantate Belshazzar’s Feast und mit Filmmusik. Zu seinen drei Solokonzerten zählt auch das 1938/1939 für Jascha Heifetz komponierte Violinkonzert. Heidrun Sandmann, Konzertmeisterin der Robert-Schumann-Philharmonie, die es liebt, spannenden, hierzulande weniger bekannten Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts Gehör zu verschaffen, wird dieses anspruchsvolle Konzert interpretieren.

Dmitri Schostakowitsch hat mit seinen 15 Sinfonien jene Gattung ähnlich stark beeinflusst, wie vor ihm Ludwig van Beethoven oder Gustav Mahler. Seine 9. Sinfonie komponierte er nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Doch wer ein Requiem für die Opfer oder eine pompöse Siegesapotheose erwartet hatte, wurde eines anderen belehrt. Schostakowitsch entzog sich jeder möglichen politischen Vereinnahmung und gestaltete diese Sinfonie mit einer geradezu heiteren Gelassenheit. Das gefiel nicht jedem und so vergingen acht Jahre, bis Schostakowitsch nach Stalins Tod wieder eine Sinfonie in Angriff nahm.

Mi
11.
Dezember
Philharmonie
19:00 Uhr

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