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© Marco Borggreve

BRAHMS I RACHMANINOW I TSCHAIKOWSKY

Solistin: Evgenia Rubinova, Dirigent: Felix Bender

Johannes Brahms
Tragische Ouvertüre d-Moll op. 81 Sergej Rachmaninow
Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43
für Klavier und Orchester Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64 Niccolò Paganini, der italienische „Teufelsgeiger“, wird bis heute als einer der größten Virtuosen aller Zeiten bewundert. Immer wieder ließen sich Komponisten von Themen des Genuesen inspirieren, so auch Sergej Rachmaninow. Er schrieb seine Klavier-Rhapsodie über die letzte von Paganinis berühmten 24 Capricen für Violine solo im Sommer 1934 in seiner Villa Senar am Vierwaldstättersee. Die Variationen boten Rachmaninow ein weiteres Mal Gelegenheit, seine außergewöhnliche Begabung als Pianist unter Beweis zu stellen, spielte er doch die Uraufführung in Baltimore unter Leitung des legendären Dirigenten Leopold Stokowski selbst. In Chemnitz wird die Pianistin Evgenia Rubinova in Rachmaninows Fußstapfen treten und seine zirzensischen musikalischen Gedanken zum Leuchten bringen. Sie bezaubert im Konzertsaal durch ihre starke Persönlichkeit und musikalische Vorstellungskraft, ihre farbige Klanggebung sowie einen architektonischen Blick auf das Werkganze. Eröffnet wird das Programm mit der Tragischen Ouvertüre op. 81 von Johannes Brahms. Er komponierte sie als Gegenstück zur Akademischen Festouvertüre op. 80 im Sommer 1880 in Bad Ischl. Über das gegensätzliche Werkpaar äußerte er: „Ich habe nicht umhin können, eine sehr lustige Akademische Fest-Ouvertüre zu schreiben, mit Gaudeamus und allem Möglichen. Und bei der Gelegenheit konnte ich meinem melancholischen Gemüt die Genugtuung nicht versagen, auch eine Trauerspiel-Ouvertüre zu schreiben.“ Auf ganz andere Weise hat sich Peter Tschaikowsky in seiner 5. Sinfonie mit dem Thema Melancholie auseinandergesetzt. Nach einer Schaffenskrise brachte ihm seine erste internationale Tournee als Dirigent Triumphe ein und verlieh seiner schöpferischen Kraft Flügel. So entstand eines seiner meistgespielten und mitreißendsten Werke, das die dunklen, melancholischen Töne des Beginns in ein strahlendes, optimistisches Finale wandelt.
Mi
24.
Oktober
Philharmonie
19:00 Uhr

PETER GEGEN DEN WOLF

Ein gerichtliches Lustspiel mit Orchester
für Kinder von Justin Locke
basierend auf den Charakteren, Ereignissen
und der Musik des sinfonischen Märchens
"Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew

Wer kennt nicht Sergej Prokofjews musikalisches Märchen Peter und der Wolf, bei dem am Ende der böse Wolf die Ente frisst? Doch ist das wirklich die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit? In der sinfonischen, fiktiven Gerichtsverhandlung Peter gegen den Wolf wird der Fall als Parodie neu aufgerollt. Der Staatsanwalt hat dafür ein ganzes Orchester in den Zeugenstand gerufen und der angeklagte Wolf verteidigt sich nach allen Regeln der Kunst. Dabei erfahren die kleinen und großen Konzertbesucher nicht nur einiges über Peter, Vogel, Katze und Ente, sondern entdecken nebenbei auch auf unterhaltsame Weise die Instrumente des Orchesters.
So
04.
November
Philharmonie
10:30 Uhr

Konzertfrühstück

Vorschau auf die nächsten Konzerte

Mehrmals pro Spielzeit gibt es am Sonntagvormittag ein Konzertfrühstück, bei dem Dirigenten, Dramaturgen und Musiker des Orchesters über Aktuelles, Besonderes und wichtige Werke berichten. Im Rangfoyer des Opernhauses nutzen die Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie diese Gelegenheit, um sich bei ihrem treuen Publikum mit musikalischen Beiträgen, selbst gebackenem Kuchen und Kaffee zu bedanken.
So
11.
November
Philharmonie
10:30 Uhr

GOUNOD | IBERT | HAYDN | TAFFANEL | FRANCAIX

Mit Musikern der Robert-Schumann-Philharmonie

Charles Gounod
Kleine Sinfonie für neun Bläser op. 216 Jacques Ibert
Fünf Stücke für Trio Joseph Haydn
Streichquartett f-Moll op. 20 Nr. 5 Paul Taffanel
Quintett g-Moll für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn Jean Françaix
Neun charakteristische Stücke 2018 begeht die Musikwelt den 100. Geburtstag von Charles Gounod. Er ist vor allem als Opernkomponist erfolgreich gewesen; sein 1859 uraufgeführter Faust erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit beim Publikum. Daneben schlug sein Herz für die Kirchenmusik – schließlich war er viele Jahre lang Organist in Paris. Die reizvolle Kleine Sinfonie für neun Bläser ist ein Alterswerk aus dem Jahr 1885 und dem französischen Flötisten Paul Taffanel gewidmet. Gounod hatte den 26 Jahre jüngeren Taffanel als Soloflötist der Pariser Oper sowie umtriebigen Förderer und Interpreten zeitgenössischer Musik kennengelernt. Taffanel komponierte auch selbst: In diesem Konzert ist das spätromantische, stilistisch an der Grand Opéra orientierte Bläserquintett g-Moll zu hören. Taffanel hatte mit seinem Engagement vor allem der Kammermusik einen sicheren Boden in Paris bereitet. Fortan war diese im Konzertsaal genauso angesehen wie die Aufführungen mit großem Orchester. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch nachfolgende Komponistengenerationen immer wieder gern auf diesem Gebiet präsentierten. Dazu gehörten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Jacques Ibert und Jean Françaix. Iberts virtuoses, klangfarbenreiches Trio für Oboe, Klarinette und Fagott entstand 1935 für das Ensemble des Fagottisten Fernand Oubradous, der – ähnlich wie viele Jahre zuvor Paul Taffanel – mit gleicher Hingabe Musiker im Pariser Opernorchester war und sich um die Vielfalt des Konzertlebens in der Stadt verdient machte. Jean Françaix wiederum, gut 20 Jahre nach Ibert geboren, sympathisierte zwar mit der Avantgarde, entwickelte aber schon früh seinen eigenen Stil, über den er sehr bildhaft schrieb: „Beim Komponieren sind die schönsten Theorien das allerletzte, woran ich denke. In erster Linie sind es nicht die ‚gedanklichen Autobahnen‘, denen mein Interesse gilt, sondern die ‚Waldwege‘.“ Seine hier vorgestellten Neun charakteristischen Stücke stammen aus dem Jahr 1973. In die französische Bläsermusik ist Joseph Haydns Streichquartett in f-Moll aus der Serie der Quartette op. 20 eingebettet, die er 1772 schrieb. Er war zu dieser Zeit Kapellmeister des Fürstenhauses Esterházy. Neben seiner Arbeit als künstlerischer Leiter des hauseigenen Orchesters gestaltete er Kammermusikkonzerte und setzte verschiedene Opernprojekte um. Die Kompositionen entstanden stets unter Zeitdruck und trotz seines nachgewiesenen Fleißes rügte ihn der Fürst und wies ihn an, sich „… embsiger als bisher auf die Composition zu legen“. Doch gemessen an den üblichen Schaffensbedingungen der Zeit war Haydn glücklich über die Möglichkeiten am Hofe des Fürsten.
So
11.
November
Philharmonie
19:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

REGER I BRUCKNER

Solist: Hartmut Schill, Dirigent: Guillermo García Calvo

Max Reger
Konzert für Violine und Orchester A-Dur op. 101 Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 3 d-Moll
(2. Fassung von 1877/1878) „Ich weiß, dass es arrogant klingt, das so zu sagen, aber meiner Ansicht nach setzt dieses Violinkonzert die Linie von Beethoven und Brahms fort”, schrieb Max Reger über jenes Werk, das Anfang des 20. Jahrhunderts durch seine Komplexität Interpreten und Zuhörer gleichermaßen herausforderte. Es habe, so Reger weiter, einen „klassischen Anstrich, d. h. es ist nichts ‚Verrücktes’ drinnen – technische Firlefanzereien bei der Solovioline gibt es nicht, sondern ich lege vor allem Wert darauf, möglichst ‚durchsichtig’ zu instrumentieren, damit der Solist wirklich ‚singen’ kann und nicht zu ‚kratzen’ braucht.“ Bei aller Durchsichtigkeit sah Reger das Violinkonzert dennoch in der Tradition der Sinfonie, einer Gattung, für die zu schreiben ihm nicht mehr vergönnt sein sollte. Das 1908 in Leipzig uraufgeführte Mammutwerk ist bei Konzertmeister Hartmut Schill in den besten Händen, hat er doch in der Vergangenheit bereits u. a. mit den Violinkonzerten von Britten, Berg und Gubaidulina sein Faible für Musik des 20. Jahrhunderts unter Beweis gestellt. Passend zur im Spätherbst 2018 unmittelbar bevorstehenden Vollendung des neuen Chemnitzer Ring des Nibelungen erklingt Anton Bruckners 3. Sinfonie, die auch als „Wagner-Sinfonie“ bezeichnet wird: „Sr. Hochwohlgeboren Herrn Richard Wagner, dem unerreichbaren, weltberühmten und erhabenen Meister der Dicht- und Tonkunst in tiefster Ehrfurcht gewidmet“ ist auf der Partitur zu lesen. Bruckner fuhr extra selbst nach Bayreuth, um Wagner aus zwei verschiedenen Sinfonien auswählen zu lassen. Wagner entschied sich alsbald, doch Bruckner hatte dem zum Essen gereichten Bier wohl so heftig zugesprochen, dass er sich nicht mehr erinnern konnte, welcher Sinfonie Wagner den Vorzug gegeben hatte. In seiner Verlegenheit fragte er beim Bayreuther Meister nach: „Symfonie in d-Moll, wo die Trompete das Thema beginnt“, was Wagner amüsiert bestätigte. Inspiriert von dessen Harmonik, schuf Bruckner ein Werk, das gleichermaßen durch ekstatisch vibrierende Klangmassen wie durch zart-verhaltene Töne begeistert.
Mi
14.
November
Philharmonie
19:00 Uhr

Hamlet auf der Opernbühne

Opernfrühstück am Sonntag, 21.10.2018

William Shakespeares leidenschaftliches Drama "Hamlet" inspirierte Anfang der 1860er-Jahre zwei junge Italiener zu einer grandiosen Oper: Franco Faccio und Arrigo Boito. Beide waren erst Anfang 20, als sie sich der Herausforderung stellten, diesen Klassiker der Schauspielbühne für das musikalische Theater zu erschließen. Sie schufen einen faszinierenden Operntext voll Sensibilität und poetischer Kraft, der am 3. November 2018 in Chemnitz die Deutsche Erstaufführung erleben wird. 

Jetzt im Ballettsaal: "Made in Chemnitz 20.18"

ab 19.10.2018

Aus "AbOUt". Foto: Nasser Hashemi

Nach den umjubelten Uraufführungen beim Festival TANZ ǀ MODERNE ǀ TANZ im vergangenen Juni ziehen die Tanzstücke der drei jungen Choreografen ab 19. Oktober 2018 in den Ballettsaal ein: Emilijus Miliauskas stellt in "Thunder.Perfect Mind" die Rolle(n) der Frauen in unserer Gesellschaft und ihre mythologische Bedeutung in den Fokus. Raul Arcangelo fragt in "No.VA (Family)" nach dem Stellenwert der Familie und was passieren würde, wenn wir Sicherheit, Geborgenheit und Liebe auf alle Menschen ausweiten würden. David Blázquez, Tänzer an der Staatsoper Hannover, beschäftigt sich in "AbOUt" mit dem Platz des Individuums in der Gesellschaft. Was müssen wir verbergen, was können wir offen zeigen? Es tanzt das Ballett Chemnitz.
Weitere Termine: 15.11., 21.11.2018 

Ulrich Matthes kommt zum Gastspiel

am 10.11.2018

Foto: privat
Nach den jüngsten Ereignissen in Chemnitz kommt der vielfach ausgezeichnete Film-, TV- und Theaterschauspieler Ulrich Matthes auf eigene Initiative zum Gastspiel im Rahmen von „Gemeinsam stärker“. Am Samstag, 10. November 2018, 19.30 Uhr im Schauspielhaus liest Matthes Schiller-Balladen, bekannte („Der Handschuh“, „Die Glocke“, „Die Kraniche des Ibykus“) wie unbekanntere. Sie thematisieren die durch gesellschaftliche Strukturen oder persönliches Fehlen verhinderte Sehnsucht des Menschen zum Menschen, aber auch Schillers Hoffnung in den Menschen, zum Guten über sich hinauszuwachsen und Trennendes zu überwinden.

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