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© Ira Weinrauch

Berlioz I Strawinsky I Sibelius

Dirigent: Jesko Sirvend

Hector Berlioz
Le carnaval romain
Ouvertüre op. 9

Igor Strawinsky
Petruschka
Burleske in vier Szenen
(Urfassung 1911)

Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Der französische Komponist Hector Berlioz wurde weltberühmt mit seiner Symphonie fantastique und galt als Meister der raffinierten Instrumentation. Die Ouvertüre Le carnaval romain (Der römische Karneval) war eigentlich als Einleitung für den zweiten Akt seiner Oper Benvenuto Cellini gedacht, die sich mit dem Leben des Florentiner Bildhauers der Renaissance beschäftigte, aber auch gleichzeitig Einblicke in Berlioz‘ eigene Auffassung vom Künstlertum gewährte. Während die Oper selbst nur selten aufgeführt wird, gehört die turbulent-leidenschaftliche Ouvertüre zum Standardrepertoire der Sinfonieorchester. Für die Bühne entstand auch Petruschka, ein Ballett über den ewig unglücklichen Jahrmarktshelden, das Igor Strawinsky für die Pariser Compagnie des Choreografen Sergej Diaghilew schrieb. „Ich hatte die hartnäckige Vorstellung einer Gliederpuppe, die plötzlich Leben gewinnt und durch das teuflische Arpeggio ihrer Sprünge die Geduld des Orchesters so sehr erschöpft, dass es sie mit Fanfaren bedroht. Daraus entwickelte sich ein schrecklicher Wirrwarr, der auf seinem Höhepunkt mit dem schmerzlich-klagenden Zusammenbruch des armen Hampelmanns endet“, so Strawinsky.

Mit der 2. Sinfonie von Jean Sibelius geht die musikalische Reise noch einmal zurück nach Italien. Dorthin war 1900 der finnische Komponist auf Anregung seines Freundes Baron Axel Carpelan gereist, weil man, so Carpelan, „in diesem Land das Cantabile, Mäßigung und Harmonie, plastische Vorstellung und Symmetrie der Linie lernt“. So schuf Sibelius ein für seinen sonst eher melancholisch-leidenschaftlichen Stil ungewöhnlich lichtes und freudiges Werk. Geleitet wird dieses Programm von Jesko Sirvend, einem der vielseitigsten Dirigenten der jüngeren Generation. Seit 2018 ist er beim Orchestre National de France engagiert. Bei den Düsseldorfer Symphonikern dirigiert er regelmäßig die #IGNITION-Konzerte, die als „Europäische Trendmarke 2015” ausgezeichnet wurden und bis heute die erfolgreichste Jugendkonzertreihe in Deutschland sind.

Mi
23.
Oktober
Philharmonie
19:00 Uhr

Molique | Francaix | Smadbeck | Glentworth | Ohana

Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie

Wilhelm Bernhard Molique
Flötenquintett D-Dur op. 35

Jean Françaix
Streichtrio

Paul Smadbeck
Rhythm Song     

Mark Glentworth
Blues For Gilbert

Maurice Ohana
Quatre études chorégraphiques

Ein überwiegend französisches Programm mit Musik aus dem 19. und 20. Jahrhundert eröffnet die Saison der Kammermusikabende der Robert-Schumann-Philharmonie. Als Sohn eines elsässischen Fagottisten und Violinisten wurde Bernhard Molique 1802 in Nürnberg geboren, nahm schon früh die musikalischen Einflüsse aus der Heimat seines Vaters auf, wandte sich aber trotzdem später als Komponist mehr den deutschen Vorbildern wie Beethoven, Mozart, Mendelssohn und Spohr zu, was auch in dem bezaubernden Flötenquintett D-Dur op. 35 aus dem Jahr 1848 zu hören ist, was Ulrike Rusetzky mit weiteren Musikern der Robert-Schumann-Philharmonie interpretieren wird.

Ebenso auf diese klassischen und frühromantischen Komponisten griff der 1912 geborene Franzose Jean Françaix zurück, entwickelte schon früh seinen eigenen Stil, über den er sehr bildhaft schrieb: „Beim Komponieren sind die schönsten Theorien das allerletzte, woran ich denke. In erster Linie sind es nicht die ‚gedanklichen Autobahnen‘, denen mein Interesse gilt, sondern die ‚Waldwege‘.“ Das Streichtrio entstand 1933 und trägt neoklassizistische Züge.

Nur ein Jahr später als Françaix kam Maurice Ohana auf die Welt, ein französischer Komponist marokkanischer Herkunft. Er studierte zunächst Architektur, bevor er eine musikalische Laufbahn einschlug. Die Quatre études chorégraphiques für Schlagzeug-Ensemble schrieb er 1955 als Auftragswerk für den NDR Hamburg.

Ergänzt wird das Programm durch je ein Solo für Marimbaphon bzw. Vibraphon. Der Rhythm Song des US-Amerikaners Paul Smadbeck vereint Elemente des Jazz mit Einflüssen aus der afrikanischen und lateinamerikanischen Musiktradition. Paul Smadbeck wurde 1955 in New York City geboren, war nach seinem Studium ein gefragter Marimba-Solist und begann bald auch eigene Stücke für dieses Instrument zu schreiben. Einen ähnlichen Weg ist auch der 1960 geborene Brite Mark Glentworth gegangen. Er ist als freiberuflicher Schlagzeuger in allen musikalischen Stilrichtungen zuhause, arbeitete als Solist regelmäßig mit dem BBC Symphony Orchestra sowie der London Sinfonietta und war Solo-Percussionist des zeitgenössischen Ensembles The Fires Of London von Sir Peter Maxwell Davis. Im Laufe der Jahre ist er mehr und mehr auch als Komponist in Erscheinung getreten. Mit dem Vibraphon-Solo Blues For Gilbert ist in diesem Konzert eines der beliebtesten Werke der Schlagzeugliteratur zu hören.  

So
03.
November
Philharmonie
19:30 Uhr

Musikmärchen zum Mitmachen

Wilfried Hiller: "Der Josa mit der Zauberfiedel" nach Janosch

Josa möge groß und stark werden, so wünschen es sich seine Eltern. Aber ganz besonders hofft es sein Papa, der Köhler. Denn irgendwann soll Josa auch Köhler werden, im Wald arbeiten und Bäume tragen können. Doch Josa wächst nicht, er bleibt klein und schmächtig. Das macht ihn traurig, und er erzählt seinem Freund, dem Vogel, seinen Kummer. Der Vogel tröstet Josa mit einer wunderbaren Idee. Du brauchst nicht Köhler zu werden, meint der Vogel zu Josa, und er schenkt ihm eine winzig kleine Zaubergeige, mit der er die ganze Welt verzaubern kann. Menschen, Tiere, Pflanzen werden dadurch größer und stärker, andere wiederum kleiner … Der Komponist Wilfried Hiller vertonte Janoschs poetische Geschichte, um Josas Abenteuer auch musikalisch erlebbar werden zu lassen: mit den Tönen einer Geige, die zugleich die Zauberfiedel ist, mit einem Klavier, einer Glasharfe, vielen Schlaginstrumenten und einem Erzähler.
So wie „Das musikalische Nashorn“, das in den letzten Jahren zum Schülerkonzertprogramm gehörte, soll nun „Der Josa mit der Zauberfiedel“ Kinder im Grundschulalter zum Zuhören und Mitmachen einladen.
Zur Vorbereitung auf die Geschichte und die Zaubermelodie kommen wir gern in Ihre Einrichtung. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter vieth@theater-chemnitz.de
Mo
04.
November
Philharmonie
09:30 Uhr

PETER GEGEN DEN WOLF

Ein gerichtliches Lustspiel mit Orchester für Kinder von Justin Locke
nach dem sinfonischen Märchen "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew

Familienkonzert: 17.11.2019, 15.00 Uhr
Schülerkonzert: 29.11.2019, 10.00 UhrIm zweiten Familienkonzert der Saison wird ein Kriminalfall aufgerollt: Wer kennt nicht Sergej Prokofjews musikalisches Märchen Peter und der Wolf, bei dem am Ende der böse Wolf die Ente frisst? Doch ist das wirklich die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit? In der sinfonischen, fiktiven Gerichtsverhandlung Peter gegen den Wolf wird der Fall als Parodie neu aufgerollt. Der Staatsanwalt hat dafür ein ganzes Orchester in den Zeugenstand gerufen und der angeklagte Wolf verteidigt sich nach allen Regeln der Kunst. Dabei erfahren die kleinen und großen Konzertbesucher nicht nur einiges über Peter, Vogel, Katze und Ente, sondern entdecken nebenbei auch auf unterhaltsame Weise die Instrumente des Orchesters.
So
17.
November
Philharmonie
15:00 Uhr

Schostakowitsch I Brahms

Dirigent: Guillermo García Calvo

Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 op. 126

Johannes Brahms
Ein deutsches Requiem op. 45

Dmitri Schostakowitsch komponierte jeweils zwei Solokonzerte für Klavier, Violine und Violoncello. Beide Cellokonzerte widmete er Mstislaw Rostropowitsch, der die Uraufführung des 2. Cellokonzerts op. 126 anlässlich von Schostakowitschs 60. Geburtstag am 25. September 1966 in Moskau spielte. Entstanden auf der Krim zwischen den düsteren Vokalsinfonien Nr. 13 und 14, ist auch dieses Konzert von Schmerz durchdrungen. Benjamin Britten rühmte es als „ein ergreifendes, kraftvolles Werk, eine Glanzleistung des Komponisten“. Solocellist Thomas Bruder wird dieses ausdrucksstarke Solokonzert gestalten.

Den Tod seiner 1865 verstorbenen geliebten Mutter nahm Johannes Brahms zum Anlass, in einem sehr persönlichen Requiem diesen Verlust zu verarbeiten. Als religiöser Freigeist wählte er die ihm bedeutsamen Bibelpassagen in deutscher Sprache zur Vertonung aus, frei von jeglichen Konventionen einer lateinischen Totenmesse. Sein Gefühl der Einsamkeit, seine endlose Trauer und sein erschütternder Weltschmerz haben diese kraftvoll-emotionale Musik hervorgebracht, die das persönliche Zeugnis eines (Über-)Lebenden ist. Die Uraufführung seines Deutschen Requiems op. 45 am Karfreitag 1868 im Dom von Bremen unter dem Dirigat des Komponisten verhalf dem Mittdreißiger schließlich zum internationalen Durchbruch. Sogar der gefürchtete Kritiker Eduard Hanslick konstatierte: „Seit Bachs h-Moll-Messe und Beethovens Missa solemnis ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich neben Brahms’ deutsches Requiem zu stellen vermag!“ Die Solisten Lydia Teuscher und Tómas Tómasson werden mit dem Philharmonischen Chor Dresden und der Kantorei der Kreuzkirche Chemnitz die Vokalpartien gestalten. Dirigiert wird dieses 3. Sinfoniekonzert zwischen Buß- und Bettag sowie Ewigkeitssonntag von Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo.

Mi
20.
November
Philharmonie
19:00 Uhr

Peter Lund gewinnt Deutschen Musical Theater Preis für sein Buch zu "DRACHENHERZ"

Die Verleihung fand gestern in Hamburg statt

Peter Lund hat den Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie Bestes Buch gewonnen. Die Auszeichnung gilt dem Stück Drachenherz, das am 2. März dieses Jahres im Opernhaus Chemnitz seine Uraufführung erlebte.Die Preisverleihung fand gestern, 7. Oktober, im Revuetheater Schmidt's Tivoli in Hamburg statt. Mit dem Preis will die Deutsche Musical Akademie Aufmerksamkeit auf das neue Musical im deutschsprachigen Raum richten, dessen Sujets sich jenseits von Glanz und Glamour mit der Gegenwart und ihren Herausforderungen auseinandersetzen.

In Drachenherz überträgt Peter Lund die Siegfried-Sage in unsere Zeit. Aus König Gunther und seinen Burgundern wird eine Jugendclique, deren Machtgefüge der Neuankömmling Fred als neuer Siegfried gründlich durcheinanderwirbelt. Dabei entfalten scheinbar veraltete Begriffe wie Ehre, Treue und Verrat unverändert ihre Wirksamkeit. 

Die nächste Vorstellung im Opernhaus Chemnitz zeigen wir am Freitag, 25. Oktober, 20.00 Uhr. 

Zeitgenössischer Tanz im Ballettsaal

Doppelprogramm ab 10. Oktober

Made In Chemnitz hat sich als ein Laboratorium für zeitgenössischen Tanz etabliert. Neue Wege des Tanzes werden ausprobiert, um Brücken zu aktuellen Themen über die nonverbale Sprache der Bewegung zu schlagen. Beim Festival TANZ | MODERNE | TANZ im Juni 2019 entstanden unter diesem Label zwei Uraufführungen, die ab 10. Oktober als gemeinsamer Tanzabend im Ballettsaal zu sehen sein werden. The Call Of Neverland, ein Stück des Chemnitzer Solo-Tänzers Emilijus Miliauskas, stellt mit Bezug auf Peter Pan die Frage, wie junge Menschen zwischen Weltflucht und intensivem Lebensgenuss ihr Dasein auszuschöpfen versuchen. Das Stück Wachtraum der Japanerin Kaori Ito thematisiert den Umgang mit Verlusten und widmet sich der Kraft der Zukunft, der Hoffnung und des Lebens. 

Flashmob in der Partnerschule

Das ist die Georg-Weerth-Oberschule in dieser Spielzeit

Fotos: Nasser Hashemi
Fotos: Nasser Hashemi
Fotos: Nasser Hashemi

"Willkommen, Partnerschule" hieß es gestern bei einem Flashmob in der Georg-Weerth-Oberschule, mit der in der laufenden Spielzeit dieses Projekt besteht. Alle waren vertreten, als das Theater mit einem bunten Auflauf, schrillen Kostümen und Musik den Start der Partnerschaft einläutete und die Schule überraschte: Musiker*innen, Sänger*innen des Chors und Solisten, Schauspieler*innen, Puppenspieler*innen und die Theaterpädagoginnen mit den Bufdis. Generalintendant Dr. Christoph Dittrich besiegelte die neue Partnerschaft mit einem Willkommensgeschenk an den stellvertretenden Schulleiter Erik Schulze. Mit Pauken und Trompeten, Luftballons und Transparenten wurden der Schulhof und das Schulhaus gekapert, laut und musikalisch fiel die Ankündigung aus, dass viele gemeinsame Projekte in Schule und Theater vorbereitet sind und ein Schuljahr voller Theater bevorsteht.
 

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