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Susanne Holfter | Siyabonga Maqungo

Matthias Winter trifft Ensemblemitglieder

In der Veranstaltungsreihe Ausgeplaudert trifft Matthias Winter Ensemblemitglieder, die er Ihnen in einem musikalischen Plauderstündchen vorstellt. Diesmal sind die Musikdramaturgin Susanne Holfter und der Tenor Siyabonga Maqungo zu Gast.
Sa
01.
Februar
Philharmonie
15:00 Uhr
© Oliver Truan

Symphonic Klezmer

Solisten: Kolsimcha – Contemporary Klezmer Band

Werke für Klezmer-Band
und Sinfonieorchester

„Alle (drei) Jahre wieder“ tönt es gefühlt, wenn man in Chemnitz die Schweizer Band Kolsimcha für ein Konzert der Robert-Schumann-Philharmonie ankündigt. Mit den jeweils denkwürdigen Konzerten 2011, 2014 und 2017 ist zwischen den weltberühmten Klezmer-Musikern und den Philharmonikern eine wundervolle Beziehung gewachsen, deren Erfolgsgeschichte sich 2020 fortschreiben wird.

Was 1986 mit Auftritten bei jüdischen Hochzeitsfeiern mit traditionellem Klezmer begann, hat längst die internationalen Bühnen im ganz großen Stil erobert. Kolsimcha spielt in der New Yorker Carnegie Hall genauso wie bei den renommiertesten Jazz-, Klassik- und Weltmusikfestivals auf drei Kontinenten. Dabei bleiben die Musiker auch mit ihren Kompositionen immer der Bedeutung ihres Band-Namens Kolsimcha treu, der so viel heißt wie „Stimme der Freude“. Schubladendenken und Gattungsgrenzen spielen hier garantiert keine Rolle. Denn ihre lebensfrohe, energetische und virtuose Musiksprache vereinigt meist streng Getrenntes miteinander: Klassische Kompositionstechniken gehen einen fruchtbaren Flirt mit Jazz, Weltmusik und Klezmer ein. Ob Theater-, Ballett- oder Filmmusik – Kolsimcha bereichert mit seinem originären Klang jedes Publikum. Mit keinem Geringerem als dem London Symphony Orchestra haben die Musiker 2013 im weltberühmten Abbey Road Studio 1 ihre erste CD-Einspielung mit sinfonischem Klezmer realisiert. Mit dem Soundtrack zu dem Film Gripsholm sind sie zudem in die Filmmusikgeschichte eingegangen. Was trotz des Weltruhms bleibt, ist eine besondere Bindung zu Chemnitz. Diesmal hat Kolsimcha, das stets aus Eigenkompositionen bestehende Programme spielt, für die Robert-Schumann-Philharmonie Uraufführungen im Gepäck.

Mi
05.
Februar
Philharmonie
19:00 Uhr

MOZART | LEKEU | BRAHMS

Thomas-Michael Gribow, Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie

Wolfgang Amadeus Mozart
Quartett C-Dur für Flöte, Violine, Viola und Violoncello, KV Anh 171 (285 b)

Guillaume Lekeu
Violinsonate G-Dur

Johannes Brahms
Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2

Von der Klassik bis zur Spätromantik spannt sich dieses Konzertprogramm. Es bietet neben Bekanntem auch selten zu Hörendes. Zu Beginn spielen Tomasz Sierant (Flöte) und das Mejo-Quartett das reizvolle Flötenquartett von Wolfgang Amadeus Mozart. Dieser lernte 1777 in Mannheim den Bonner Mediziner Ferdinand de Jean kennen, dem ein Teil der Mozartschen Flötenwerke zu verdanken ist, so auch das Flötenquartett C-Dur. Für ein fürstliches Honorar von 200 Gulden bestellte de Jean drei kurze Concerti sowie mehrere Flötenquartette. Der Komponist begann sofort mit der Arbeit, bis er der 16-jährigen Sopranistin Aloysia Weber begegnete. Ihr opferte er bereits kurz darauf jede freie Minute seiner Mannheimer Wochen und vollendete nicht einmal mehr die Hälfte von de Jeans Auftrag. Dieser war von der Liebelei Mozarts nur wenig begeistert und bezahlte für das magere Ergebnis statt 200 nur 96 Gulden, wogegen der junge Komponist heftig, aber ohne Erfolg protestierte.

Knapp 100 Jahre später schrieb Johannes Brahms, 40-jährig, sein Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2. Es bildet 1873 gemeinsam mit dem Schwesterwerk in c-Moll die Streichquartett-Premiere des Komponisten. Bereits 20 Jahre zuvor hatte er sein erstes Streichquartett veröffentlichen wollen, nahm aber dann doch davon Abstand, weil er seine kompositorischen Fähigkeiten für noch nicht reif genug erachtete. Als er dann endlich mit op. 51 den Schritt an die Öffentlichkeit wagte, äußerte er: „Es ist nicht schwer, zu komponieren, aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen.“

Zu dieser Zeit war der Belgier Guillaume Lekeu gerade einmal drei Jahre alt. Als Sohn eines Dirigenten wuchs er von klein auf in ein Leben mit Musik hinein, erhielt schon früh professionellen Unterricht und trat auch bald mit eigenen Kompositionen in Erscheinung. Geprägt von Beethoven, Wagner und seinem Lehrer César Franck entwickelte er einen eigenen Stil, der sich durch einen großen Reichtum melodischer Ideen und Kühnheit harmonischer Wendungen auszeichnete. Mit Anfang 20 war Lekeu bereits so angesehen, dass ihn Eugène Ysaÿe, einer der bedeutendsten Violinvirtuosen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, um eine Sonate für Violine und Klavier bat. Nach der Fertigstellung führte sie Ysaÿe im März 1893 mit großem Erfolg erstmalig auf. Heute ist diese Sonate das bekannteste Werk von Guillaume Lekeu. Sein musikalisches Potential weiter auszuschöpfen, war ihm leider nicht vergönnt. Nicht einmal ein Jahr nach der Uraufführung der Sonate starb Lekeu 24-jährig an Typhus. Die Sonate wird in diesem Konzert von Andreas Nollau (Violine) und Thomas-Michael Gribow (Klavier) interpretiert.

So
16.
Februar
Philharmonie
19:30 Uhr
© Satoshi Aoyagi

Esenvalds I Schumann I Strauss

Solist: Steven Isserlis, Dirigent: Karel Mark Chichon

Ēriks Ešenvalds
Fanfare

Robert Schumann
Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129

Richard Strauss
Don Juan
Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester op. 20

Richard Strauss
Tod und Verklärung
Tondichtung für großes Orchester op. 24

Dieses Sinfoniekonzert unter der Leitung des britischen Dirigenten Karel Mark Chichon wird mit der markanten, 2010 entstandenen Fanfare von Ēriks Ešenvalds eröffnet, dessen Werke von Europa über die USA bis nach Australien rund um den Globus aufgeführt werden. Die New York Times schrieb, er sei „ein erfinderischer lettischer Komponist mit einem Ohr für richtig gute Klänge und dem Gespür für mitreißende Effekte“. Rund 160 Jahre früher entstand Robert Schumanns Cellokonzert. Er war im Herbst 1850 von Dresden nach Düsseldorf übergesiedelt, wo er als Nachfolger Ferdinand Hillers die Leitung des Gesangs-Musikvereins übernahm und erlebte dort die letzte glückliche Phase seines Lebens. Clara äußerte über ihre Eindrücke bei der Durchsicht des Konzertes: „Die Romantik, der Schwung, die Frische und der Humor, dabei die höchst interessante Verwebung zwischen Cello und Orchester ist wirklich ganz hinreißend, und dann von welchem Wohlklang und tiefer Empfindung sind alle die Gesangsstellen darin.“ Den Solopart bei der Chemnitzer Aufführung übernimmt der britische Cellist Steven Isserlis, der als Solist und Kammermusiker weltweit gefragt ist und bereits mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Philadelphia Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und dem London Philharmonic Orchestra musiziert hat. Der zweite Teil des Konzertes ist mit Richard Strauss einem der Leib- und Magenkomponisten der Robert-Schumann-Philharmonie gewidmet. Gleich zwei seiner genialen Tondichtungen werden zu erleben sein. Beide entstanden kurz hintereinander und könnten doch unterschiedlicher nicht sein: Don Juan als gefühlsintensives musikalisches Bild des berühmten Frauenhelden, Tod und Verklärung als expressive Schilderung der Gedanken eines Künstlers an der Schwelle des Todes.

Mi
04.
März
Philharmonie
19:00 Uhr

KAMMERMUSIK PLUS

Franziska Krötenheerdt, Mejo-Quartett

Theodor Kirchner / Aribert Reimann
Die schönen Augen der Frühlingsnacht
Sechs Lieder von Theodor Kirchner
nach Gedichten von Heinrich Heine
für Sopran und Streichquartett bearbeitet
und verbunden mit sieben Bagatellen für Streichquartett
von Aribert Reimann Robert Schumann
Sechs Gesänge op. 107
für Sopran und Streichquartett
transkribiert von Aribert Reimann In diesem zusätzlichen Kammermusikabend widmen sich die Sopranistin Franziska Krötenheerdt und das Mejo-Quartett erneut zwei Kompositionen von Aribert Reimann (geb. 1936), in denen er sich mit romantischen Klavierliedern auseinandersetzt. Bereits in der Saison 2018/2019 erklang mit „… oder soll es Tod bedeuten?“ die berührende Sichtweise Reimanns auf Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy. Durch die klangliche Vielfalt der vier Streicher erscheinen die Liedkompositionen jeweils in einer ganz neuen Dimension. Die schönen Augen der Frühlingsnacht wurde am 14. Dezember 2017 in Amsterdam uraufgeführt. Der Zyklus basiert auf Liedern von Theodor Kirchner nach sechs Gedichten von Heinrich Heine. In ihnen dienen Bilder von keimenden und treibenden Pflanzen im Frühling als idealer lyrischer Ausdruck von Liebesgefühlen. Einen Gegensatz zu den sonnigen Gedanken bilden zwei Gedichte, die an einsame winterliche und kalte Momente in der Schneelandschaft erinnern. Bereits 1994 entstand die Transkription von Robert Schumanns Sechs Gesängen op. 107 für Sopran und Streichquartett. In diesen Liedern scheint sich Robert Schumanns krisenhaftes Leben zu spiegeln. Die Komposition fällt mit den ersten Ausbrüchen seiner Krankheit zusammen. Beim im ersten Gesang heraufbeschworenen Bild der ertrinkenden Ophelia drängt sich die Assoziation mit seinem drei Jahre später folgenden Selbstmordversuch auf. Aribert Reimanns Transkription steht den Bestrebungen Schumanns, „die Fortschritte des weiter ausgebildeten Begleitinstruments, des Klaviers“ stärker zu nutzen, scheinbar entgegen. Andererseits wird die vollständige Integration des Vokalparts in den musikalischen Satz des Streichquartettes Schumanns Einschätzung gerecht, die Singstimme allein könne „nicht alles wiedergeben; neben dem Ausdrucke des Ganzen sollen auch die feineren Züge des Gedichts hervortreten.“ Hier offenbarten sich Reimanns Gespür für Klangfarben und seine jahrelange Erfahrung als Liedbegleiter. [Quelle: Schott Music]  
Fr
06.
März
Philharmonie
20:30 Uhr

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