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Tschaikowsky | Saint-Saëns

mit den Solisten Bernd Glemser und Steffen Walther

Im Mai-Konzert lässt der 1. Kapellmeister Diego Martin-Etxebarria zwei Werke ins Rampenlicht treten, die normalerweise im Schatten anderer Kompositionen ihrer Schöpfer stehen. Dabei sind beide ungewöhnlich konzipiert und ausgesprochen effektvoll gestaltet. Sicher hatte es Peter Tschaikowskys zweites Klavierkonzert von vornherein schwer, an die große und anhaltende Beliebtheit seines Vorgängers anzuknüpfen. Einige Extravaganzen seiner Anlage dürften es heute umso interessanter machen. So begegnen uns im gewaltigen ersten Satz neben dem kraftvoll-munteren Haupt- und einem melodischen Seitenthema nicht weniger als vier weitere thematische Gedanken und eine besonders ausgedehnte Solo-Kadenz von rhythmischer Schärfe. Im poetischen Notturno-Mittelsatz nimmt sich das Klavier zugunsten eines Soloauftritts von Violine und Violoncello zurück. Zupackend und stringent strebt der virtuose Finalsatz seinem mitreißenden Schluss zu. Interpretiert wird das Werk von Bernd Glemser. Der Würzburger Klavierprofessor gilt als einer der gefragtesten Solisten unserer Zeit.

Als Camille Saint-Saëns untersagte, seinen Karneval der Tiere weiter aufzuführen, ahnte er vermutlich, wie sehr diese populäre Komposition nach seinem Tod den Blick auf sein übriges Schaffen verstellen könnte. Die Orgelsinfonie muss als eines seiner Hauptwerke gelten, eine mit Ideen prall gefüllte, höchst originelle Schöpfung, über die der Komponist sagte: „Ich habe bei diesem Werk alles gegeben. Was ich hier gemacht habe, werde ich nie wieder machen.“ Wer eine solistisch-virtuos behandelte Orgel erwartet, wird allerdings enttäuscht sein. Die „Königin der Instrumente“ tritt vor allem als eine Klangfarbe in Erscheinung. An entscheidender Stelle übernimmt sie dennoch eine prominente Rolle. Saint-Saëns schrieb die Orgelsinfonie im Gedenken an Franz Liszt. Anklänge an dessen Totentanz sind nur die offensichtlichsten musikalischen Reverenzen an den verehrten Freund.

Peter Tschaikowsky
Klavierkonzert Nr. 2 G-Dur op. 44 (1. Fassung)

Camille Saint-Saëns
Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78 Orgelsinfonie

Mi
25.
Mai
Philharmonie
19:00 Uhr

Komponistenporträt John Cage

Die Vielseitigkeit im Schaffen des amerikanischen Komponisten, Künstlers und Philosophen John Cage, sein unkonventionelles Denken und Musikverständnis lernen Schülerinnen und Schüler in diesem Porträtkonzert kennen. Die jungen Leute können sich nach Cages Zufallsprinzipien selbst im Komponieren ausprobieren und ihre Ergebnisse werden von den Musikerinnen und Musikern prompt aufgeführt. Die tänzerische Umsetzung der Musik John Cages erleben die Schüler:innen durch die Tanzcompany im Ballettsaal.

Außerdem werden Filme in das Konzert einbezogen, die die Schüler:innen zu einem Werk von Cage selbst gestaltetet haben.

Do
02.
Juni
Philharmonie
10:30 Uhr

Christian Zacharias

Meisterkonzerte im Carlowitz-Saal

Mit einer einmaligen Kombination von Integrität und Individualität, brillanter sprachlicher Ausdrucksfähigkeit, tiefem musikalischem Verständnis und einem sicheren künstlerischen Instinkt, sowie mit seiner charismatischen und einnehmenden Künstlerpersönlichkeit, etablierte sich Christian Zacharias nicht nur als weltweit führender Pianist und Dirigent, sondern auch als musikalischer Denker. Zahlreiche umjubelte Konzerte mit den weltbesten Orchestern, herausragenden Dirigenten und vielfache Ehrungen sowie Aufnahmen zeichnen seine internationale Karriere aus.

Die „traumverlorenen G-Dur-Sonate“ nannte der Pianist Alfred Brendel Franz Schuberts Sonate op. 78, die mitunter auch als Fantasie-Sonate bezeichnet wir. Sie gehört zur mittleren Werkgruppe und wurde 1826 fertiggestellt, nur zwei Jahre vor Schuberts Tod, den er zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorausahnte. Robert Schumann sagte später darüber, diese sei unter allen Schubert-Sonaten die „vollkommenste in Form und Konzeption“. Ihr orchestraler Stil weist auf Schuberts Bemühungen hin, das Image des Liedkomponisten abzulegen und als Sinfoniker zu reüssieren. Doch damals waren die Klaviervirtuosen in der Öffentlichkeit nur als Solisten in Konzerten mit Orchester zu hören. Die Sonate war lediglich für Aufführungen im privaten Kreis gedacht. Zum Glück hat sich das Ansehen dieser Kompositionen inzwischen geändert, so dass Schuberts Klaviersonaten heute längst zum Standardrepertoire auf den Konzertpodien gehören.

Peter Tschaikowsky komponierte zwischen 1875 und 1876 unter dem Titel Die Jahreszeiten zwölf charmante Charakterstücke im Auftrag des Verlegers Nikolai Bernhard, der in seiner Musikzeitschrift monatlich ein neues Heft mit aktuellen Klavierkompositionen Tschaikowskys erscheinen lassen wollte. Deshalb sind die zwölf Stücke nach den einzelnen Monaten benannt und tragen Titel wie Am Kamin (Januar), Karneval (Februar), Schneeglöckchen (April), Die Ernte (August) und Troika-Fahrt (November).

Zwei Werke Ludwig van Beethovens runden das Chemnitzer Rezital-Programm von Christian Zacharias ab. Die zwölf kurzen Variationen WoO 71 aus dem Jahr 1797 entwickeln aus einer schlichten, populären Ballett-Melodie einen ebenso abwechslungsreichen wie ausdrucksvollen musikalischen Mikrokosmos. Die Sonate op. 2 Nr. 1 in f-Moll steht für den dramatischen Teil im „Kleeblatt“ der drei ersten Klaviersonaten, denen Beethoven eine Opuszahl verlieh. Die beiden stürmisch drängenden Ecksätze umschließen ein gesanglich strömendes Adagio und ein Menuett voller melancholischer Untertöne. Kontraste von Hell und Dunkel, von Dur und Moll, von unbändigem Drang und entspannter Ruhe ergänzen einander als Teile eines zyklischen Ganzen. Selbstbewusst meldet Beethoven seinen Anspruch an, in der von Mozart und Haydn geprägten Klaviersonate neue Maßstäbe zu setzen.

Ludwig van Beethoven
Variationen über den russischen Tanz aus Paul Wranitzkys Ballett Das Waldmädchen für Klavier (A-Dur) WoO 71

Peter Tschaikowsky
aus dem Zyklus Die Jahreszeiten op. 37 b
Januar - Am Kamin
Februar - Karneval
Mai - Weisse Nächte
August - Die Ernte
November - Troika
Dezember - Weihnachten

Ludwig van Beethoven
Klaviersonate Nr. 1 f-Moll op 2 Nr. 1

Franz Schubert
Klaviersonate Nr. 18 G-Dur op. 78 D 894

So
12.
Juni
Philharmonie
18:00 Uhr

Mendelssohn Bartholdy | Schumann | Ravel | Strauß

mit dem Solisten und Dirigenten Christian Zacharias

Vier magische Bläserakkorde eröffnen das letzte Sinfoniekonzert der Spielzeit. Sie initiieren ein Treiben von Feen, jungen Liebespaaren und einigen rüpelhaften Handwerkern, deren Wege sich während einer Sommernacht im Wald kreuzen. Natürlich ist hier die Rede von Ein Sommernachtstraum. Ausschnitte aus Felix Mendelssohn Bartholdys Schauspielmusik zu Shakespeares berühmter Komödie bilden den Auftakt zu einem sommerlichen Sinfoniekonzert, das seine Zuhörer in ein Reich des Traumes und der Liebeswirren entführt.

Robert Schumanns Introduktion und Allegro appassionato für Orchester und Soloklavier führt die Thematik des Abends kongenial fort. Zwischen dramatischer Erregung und schwärmerischer Innigkeit schwankt der leidenschaftliche Konzertsatz, der seine Nähe zum romantischen Nachtstück nicht verleugnen kann. Christian Zacharias, ein hervorragender, für seine klugen Interpretationen weltweit geschätzter Dirigent und Pianist hat nicht nur die musikalische Leitung des Abends inne, sondern wird auch als Solist am Klavier zu erleben sein.

Mit Ma mère l‘oye hält der Zauber märchenhaften Erzählens Einzug. Die Suite ist Jean und Mimie Godebski gewidmet, den Kindern eines mit Maurice Ravel eng befreundeten Ehepaares. Der Komponist erschuf hier farbenreiche, fantastische Märchenwelten, in denen bekannte Figuren auftauchen: das schlafende Dornröschen und der Prinz, die umherirrenden Geschwister im Wald, eine chinesische Kaiserin mit einer Spieldose und eine Bestie, die sich durch das Wunder der Liebe in einen Menschen verwandelt. Ma mère l‘oye beschwört den Glauben an die reine, unbeschwerte Kinderseele.

Zum stimmungsvollen Abschluss der Saison kommt das Konzert noch einmal zurück auf den Rausch und die Wirren der Liebe. Johann Strauß‘ Annen-Polka und die Ouvertüre zur Fledermaus läuten einen festlich-beschwingten Sommerabend ein.

Felix Mendelssohn Bartholdy
Schauspielmusik zu Ein Sommernachtstraum op. 61 (Auswahl)

Robert Schumann
Konzertstück G-Dur op. 92
Introduktion und Allegro appassionato

Maurice Ravel
Ma mère l'oye

Johann Strauß
Annen-Polka op. 117

Johann Strauß
Ouvertüre zur Operette Die Fledermaus

Mi
15.
Juni
Philharmonie
19:00 Uhr

Rock Me Amadeus

ROB erfährt, was Süßigkeiten mit Musik gemeinsam haben

Der Außerirdische ROB, größter galaktischer Fan der Robert-Schumann-Philharmonie und treuester Besucher der Familienkonzerte, hat Großes vor: Er möchte nicht nur Musik hören, er will von nun auch selber komponieren! Dafür sucht er nach einem berühmten Vorbild und lässt sich von der Robert-Schumann-Philharmonie inspirieren. Den Rockstar der Wiener Klassik, Wolfgang Amadeus Mozart, findet er besonders cool. In dessen Leben gibt es viel zu entdecken: Über 600 Kompositionen, fast 10.000 km in der Kutsche und 4 kg Marzipan. Was es damit wohl auf sich hat? ROB will es genau wissen und nimmt die kleinen und großen Konzertbesucher:innen mit auf eine weitere musikalische Entdeckungsreise.

So
19.
Juni
Philharmonie
15:00 Uhr

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