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© Dieter Wuschanski

Am Anfang war Weiß

Objekttheater für die Allerkleinsten von Gundula Hoffmann
URAUFFÜHRUNG

Am Anfang war das Nichts. Das kannst du dir bestimmt schwer vorstellen. Du musst alles, was es gibt, weglassen. Du muss das Licht ausmachen und selbst nicht da sein und dann noch die Dunkelheit weglassen, denn am Anfang war nichts, also auch keine Dunkelheit. Wenn du den Anfang von allem sehen willst, musst du sehr viel weglassen. Gerlinde Tschersich und Felix Schiller begeben sich in diesem Nichts, das sich erst nach und nach mit Objekten füllt und schließlich auch mit Farbe, auf die Suche nach einer Geschichte. Beginnt die Geschichte vielleicht mit einem Klopfen? Oder beginnt die Geschichte mit einem Brief vom anderen Ende der Welt? Sie wissen es nicht aber es ist furchtbar spannend das herauszufinden! Und wie es nach dem Anfang wohl weitergehen mag? Während sie darüber so nachdenken und noch auf der Suche nach dem Anfang sind, stecken sie schon mitten in der Geschichte und auf einer abenteuerlichen Reise voller Überraschungen. Mit Am Anfang war Weiß inszeniert Gundula Hoffmann eine Geschichte über den Zauber von Anfängen. Denn Weiß ist auch das verheißungsvolle Neue, das auf alles Kommende wartet. Weiß ist ein leerer Raum, den es zu füllen gilt oder ein weißes Blatt Papier, das begierig den Farben entgegenblickt. – Assoziativ können unsere kleinen Zuschauer den Ursprung und die Welt, die sich erst nach und nach mit Farbe füllt, erkunden und mit ihrer wachsenden Umwelt verbinden. Sinnlich und poetisch werden neue Erfahrungsräume erkundet. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Nach Erst blau, dann gelb, dann grün ist diese Stückentwicklung eine Fortsetzung für unsere allerkleinsten Zuschauer. Diese Produktion wird auch mobil angeboten.
Mo
21.
Oktober
Figurentheater
09:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Der Mondmann

Nach Tomi Ungerer in einer Bühnenfassung von Tobias Eisenkrämer

Der teuflisch-geniale Wissenschaftler Professor Bunsen van der Dunkel hat ein Problem: Weder ihn noch seine verrückten Erfindungen nimmt irgendjemand ernst. Dabei hat er doch zum Beispiel den tropfenden Wasserhahn erfunden, um den Klempnern eine Freude zu machen! Damit die Menschen endlich seine erfinderische Genialität erkennen, beschließt er, den Mond vom Himmel zu holen und mit seiner Kraft die Weltherrschaft an sich zu reißen. Doch der Mond ist nicht unbewohnt …

Bestimmt habt ihr schon einmal vom Mondmann gehört. Wir können ihn nicht sehen, aber in der Nacht sitzt der kleine Mann auf seinem Erdtrabanten und schaut auf uns hinab. Sehnsüchtig beobachtet er das Treiben der Erwachsenen, wacht über den Schlaf der Kinder und fühlt sich schrecklich einsam. Denn allein kann es da oben ganz schön langweilig werden. Nichts wünscht er sich mehr, als die Menschen und Tiere kennen zu lernen, an den Blumen zu riechen und einmal auf der Erde spazieren zu gehen. Da kommt ihm Bunsens Rakete gerade recht. Heimlich schmuggelt er sich auf die Erde und bringt die Pläne des Professors gehörig durcheinander. Der Mondmann hat nämlich eine besondere Gabe: Er kann zuhören. Die beiden freunden sich an und stürzen von einem Abenteuer ins nächste. Ohne den Mondmann aber gerät die Ordnung der Welt ganz schön aus den Fugen. Bunsen muss schließlich all seinen Erfindergeist aufbieten, um den kleinen Mann wieder nach Hause zu bringen.

Tomi Ungerers Kinderbuchklassiker Der Mondmann wurde im Jahr 1966 veröffentlicht – die Mondlandung oder E.T. waren da noch in weiter Ferne. Zahlreiche Übersetzungen und Verfilmungen und zuletzt ein Trickfilm folgten. Die temporeiche Inszenierung für einen Spieler entstand 2014 am Puppentheater Plauen-Zwickau und feiert nun auch in Chemnitz Premiere. In der Regie von Korbinian Schmidt spielt Tobias Eisenkrämer mit Figuren, Erfindungen und Projektionen, zaubert mittels Licht- und Schattenspiel immer wieder neue Räume, reist durch die Galaxie und lässt uns mit den Augen des kleinen Mondmanns auf die Welt schauen.

Aufführungsrechte Diogenes Verlag AG Zürich

Di
22.
Oktober
Figurentheater
10:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Der Froschkönig

Märchen nach den Brüdern Grimm
In einer Bühnenfassung von Dorothee Metz

In alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte einmal ein König mit seiner Tochter. Diese war so schön, dass die Sonne selber, die doch so vieles schon gesehen hat, sich verwunderte, sooft sie ihr ins Gesicht schien … – Nun lädt der König zu Chemnitz in sein Schloss, denn die Prinzessin soll in die Gesellschaft eingeführt werden. Doch das Leben einer Königstochter am Hof ist gar so nicht leicht! Man darf nicht jammern, nie fluchen, die Krone drückt und die Kleider sind viel zu unbequem. Prinzessin Rosalinde spielt lieber mit ihrem Lieblingsspielzeug, einer goldenen Kugel. Als sie eines Tages im Wald herumtollt, fällt ihr das Spielzeug aus der Hand und versinkt in den dunklen Tiefen eines Brunnens. Allein kann sie die Kugel nicht wieder heraufholen, aber ein Frosch, der plötzlich aus dem Wasser springt, vermag zu helfen. Doch das hat seinen Preis. Für seine Hilfe soll ihn die Königstochter als Spielkameraden mit aufs Schloss nehmen, ihn von ihrem goldenen Tellerlein essen und in ihrem Bettlein schlafen lassen. Eilig ist es versprochen und glücklich läuft Rosalinde mit ihrer Kugel zurück ins Schloss. Den Frosch hat sie sogleich vergessen. Doch der gibt nicht so schnell auf und hüpft ihr munter hinterher! Spät abends klopft er an das Schlosstor und erinnert die Prinzessin an ihr Versprechen. Rosalinde sitzt in der Klemme, denn schließlich muss man halten, was man versprochen hat. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als den Frosch zu sich zu holen. Nun darf er von ihrem Tellerlein essen, widerwillig nimmt sie ihn mit in ihre Schlafkammer, doch als er auch noch in ihrem Bettlein schlafen will, platzt ihr der Kragen und sie wirft ihn gegen die Wand! Dass sich hinter der nassen, grünen Schale des kleinen Tieres allerdings ein besonderer Zauber verbirgt, das hatte sie nicht erwartet …Die Geschichte vom verzauberten Frosch ist ein Märchen für die ganze Familie. Regisseurin Dorothee Metz hält sich in ihrer Bühnenfassung eng an die Vorlage der Brüder Grimm. Im märchenhaften Bühnenbild von Andreas Becker erzählt sie fantasievoll und lebhaft von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens – und dass es immer besser ist, Versprechen zu halten, denn man wird sicherlich dafür belohnt.  
Fr
25.
Oktober
Figurentheater
10:00 Uhr
© Nasser Hashemi

YÖ - GEHEIMNISSE DER NACHT

Eine Geschichte über das Träumen nach der Idee von Laura Ertimo und Satu Kontinen
URAUFFÜHRUNG

„Yö“. Ein schönes Wort. Oder? Es ist finnisch und meint die besondere Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, in der sich die Erde vom Licht der Sonne abwendet, die Welt fast ganz in der Dunkelheit der Nacht versinkt und die Sterne am Himmel zu leuchten beginnen. Während wir einschlafen und auf Traumreise gehen, regt sich woanders neues Leben. Tiere erwachen im Schutz der Dämmerung, Sternbilder erzählen ihre Geschichten, zauberhafte Wesen beschützen uns vor manchen Ängsten, Blütenknospen entfalten ihre ganze Pracht. Unsere Sinne nehmen die Welt plötzlich ganz anders wahr und wir beginnen zu fliegen – durch unsere Gedanken und Träume mitten hinein in die Geheimnisse der Nacht. Die finnische Autorin Laura Ertimo hat gemeinsam mit der Illustratorin Satu Kontinen eine Bilderbuch-Enzyklopädie über die Nacht und das Träumen veröffentlicht. In vier Kapiteln tragen sie faszinierende Gutenachtgeschichten, Schlafrituale, Mythen und Legenden sowie astronomische und biologische Besonderheiten zusammen und erzählen mit fantasievollen Illustrationen über Tag und Nacht, Schatten und Dunkelheit, Schlaf und Traum. Denn die Nacht ist Teil der Welt und des Lebens – auch wenn wir mal nicht einschlafen wollen oder unsere Gedanken auf Wanderschaft gehen. Regisseurin Merja Pöyhönen verwendet diesen besonderen Wissensschatz als Grundlage für ihre Inszenierung. Mit zwei Spielerinnen, Puppen, Papier und Objekten, Farben, Licht- und Schattenspiel nimmt sie unser junges Publikum mit auf eine poetische und sinnliche Reise in die nächtlichen Traumwelten. Mit freundlicher Unterstützung des Puppentheaters Halle/Saale
Fr
01.
November
Figurentheater
09:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Als mein Vater ein Busch wurde...

Geschichte einer Reise von Joke van Leeuwen
Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers
Bühnenfassung von Gundula Hoffmann

In einem Land irgendwo, jetzt oder auch viel früher, lebte das Mädchen Toda unbeschwert mit ihrem Vater in einem kleinen Städtchen. Todas Vater war der Beste. Von Beruf Bäcker konnte er die leckersten Kuchen backen und mit ihren Gerüchen die Welt verzaubern. – Eines Morgens bleibt der Backofen kalt. Im Süden kämpfen die Einen gegen die Anderen und der Vater muss helfen, die Einen gegen die Anderen zu verteidigen. Zum Glück hat er ein Buch, in dem steht, wie er sich als Busch tarnen kann. Während Toda bei ihrer Oma bleibt, kommt der Krieg immer näher und es wird viel zu gefährlich für ein Kind. Besser ist es, ins friedliche Nachbarland zu fahren, wo die Mutter wohnt. Unterwegs begegnet Toda hilfsbereiten Helfern, gierigen Schleppern, einem einsamen General und schließlich – nachts allein im Wald – einem Busch, der wie sie auf der Flucht ist, weil er nicht befehlen kann. Toda übt es mit ihm und er zeigt ihr dafür den Polarstern am nächtlichen Himmel. Mit dessen Hilfe gelangt Toda schließlich ins Nachbarland, wo alles irgendwie anders ist, auch die Sprache, und dann doch wieder nicht.

Mit Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor ist der Autorin Joke van Leeuwen (*1952) ein Meisterstück gelungen. Sie erzählt – zum Lachen und Weinen, zum Nachdenken und Mitfiebern – aus der Perspektive eines Kindes von Krieg, Flucht und wie sich Menschen in Krisenzeiten verändern. Van Leeuwens kleine Heldin wertet nicht, sie beschreibt, was sie sieht und damit auch, welche Welt Erwachsene für Kinder bereithalten. – Joke van Leeuwen ist eine der bedeutendsten niederländischen Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde 1988 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und 2013 mit dem James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet.

So
03.
November
Figurentheater
16:00 Uhr

Peter Lund gewinnt Deutschen Musical Theater Preis für sein Buch zu "DRACHENHERZ"

Die Verleihung fand gestern in Hamburg statt

Peter Lund hat den Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie Bestes Buch gewonnen. Die Auszeichnung gilt dem Stück Drachenherz, das am 2. März dieses Jahres im Opernhaus Chemnitz seine Uraufführung erlebte.Die Preisverleihung fand gestern, 7. Oktober, im Revuetheater Schmidt's Tivoli in Hamburg statt. Mit dem Preis will die Deutsche Musical Akademie Aufmerksamkeit auf das neue Musical im deutschsprachigen Raum richten, dessen Sujets sich jenseits von Glanz und Glamour mit der Gegenwart und ihren Herausforderungen auseinandersetzen.

In Drachenherz überträgt Peter Lund die Siegfried-Sage in unsere Zeit. Aus König Gunther und seinen Burgundern wird eine Jugendclique, deren Machtgefüge der Neuankömmling Fred als neuer Siegfried gründlich durcheinanderwirbelt. Dabei entfalten scheinbar veraltete Begriffe wie Ehre, Treue und Verrat unverändert ihre Wirksamkeit. 

Die nächste Vorstellung im Opernhaus Chemnitz zeigen wir am Freitag, 25. Oktober, 20.00 Uhr. 

Zeitgenössischer Tanz im Ballettsaal

Doppelprogramm ab 10. Oktober

Made In Chemnitz hat sich als ein Laboratorium für zeitgenössischen Tanz etabliert. Neue Wege des Tanzes werden ausprobiert, um Brücken zu aktuellen Themen über die nonverbale Sprache der Bewegung zu schlagen. Beim Festival TANZ | MODERNE | TANZ im Juni 2019 entstanden unter diesem Label zwei Uraufführungen, die ab 10. Oktober als gemeinsamer Tanzabend im Ballettsaal zu sehen sein werden. The Call Of Neverland, ein Stück des Chemnitzer Solo-Tänzers Emilijus Miliauskas, stellt mit Bezug auf Peter Pan die Frage, wie junge Menschen zwischen Weltflucht und intensivem Lebensgenuss ihr Dasein auszuschöpfen versuchen. Das Stück Wachtraum der Japanerin Kaori Ito thematisiert den Umgang mit Verlusten und widmet sich der Kraft der Zukunft, der Hoffnung und des Lebens. 

Flashmob in der Partnerschule

Das ist die Georg-Weerth-Oberschule in dieser Spielzeit

Fotos: Nasser Hashemi
Fotos: Nasser Hashemi
Fotos: Nasser Hashemi

"Willkommen, Partnerschule" hieß es gestern bei einem Flashmob in der Georg-Weerth-Oberschule, mit der in der laufenden Spielzeit dieses Projekt besteht. Alle waren vertreten, als das Theater mit einem bunten Auflauf, schrillen Kostümen und Musik den Start der Partnerschaft einläutete und die Schule überraschte: Musiker*innen, Sänger*innen des Chors und Solisten, Schauspieler*innen, Puppenspieler*innen und die Theaterpädagoginnen mit den Bufdis. Generalintendant Dr. Christoph Dittrich besiegelte die neue Partnerschaft mit einem Willkommensgeschenk an den stellvertretenden Schulleiter Erik Schulze. Mit Pauken und Trompeten, Luftballons und Transparenten wurden der Schulhof und das Schulhaus gekapert, laut und musikalisch fiel die Ankündigung aus, dass viele gemeinsame Projekte in Schule und Theater vorbereitet sind und ein Schuljahr voller Theater bevorsteht.
 

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