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Aufstand der Dinge

Ein Generationenprojekt zur Nachwendezeit
URAUFFÜHRUNG

Da gehen sie, Großeltern und ihre Enkel, ins Chemnitzer Figurentheater. Neugierig sind sie auf die Gegenstände, die aus Magazinen von Museen, Dachböden und Kellern geholt wurden und die die Älteren aus ihrem Leben in der DDR nur zu gut kennen. Diese Prototypen und Konsumgüter, Alltagsgegenstände und mechanischen Wunderwerke üben den Aufstand. Sie möchten endlich gehört werden, denn sie haben Geschichten zu erzählen: von der DDR, der Wendezeit und danach, als sie sich in einem neuen Land zurechtfinden mussten. 28 Jahre lang stand die Mauer, noch länger steht sie nicht mehr – nahezu eine Generation. Mit der Wende 1989/1990 wurde die DDR radikal überschrieben. Treuhand und Massenentlassungen waren die Geburtshelfer der neuen Bundesländer als „blühende Landschaften“. Die Bevölkerung hat diese Zeit sehr unterschiedlich erlebt – zwischen Auf- und Einbruch. Einige wurden glücklich, weil sie sich endlich frei entfalten konnten, anderen hingegen brach die Lebensgrundlage weg. Aber allen schrieben sich die Brüche von Wende- und Nachwendezeit in die Biografien ein. Und diese Erfahrungen wirken fort, bis hinein in die aktuellen Debatten um Demokratie, Heimat und Integration. Vielen Gegenständen, die in Chemnitz wie in der gesamten DDR hergestellt oder alltäglich genutzt wurden, erging es ähnlich wie den Menschen, auch sie wurden nach der Wende auf-, um- oder abgewertet. Regisseur Mirko Winkel und sein Team üben den Aufstand dieser Dinge – gestützt auf Recherchen unter Chemnitzer Zeitzeug*innen und in Zusammenarbeit mit dem Chemnitzer Industriemuseum. Die Bezugnahme auf Objekte, die Emotionalisierung des Materiellen, lässt einen Abstand zum Thema Wende- und Nachwendezeit zu, der sonst schwer zu haben ist. Das Team wendet sich an ein Publikum, das viel zu viel oder viel zu wenig über die damalige Zeit weiß, und es fragt, wie wir künftig mit dieser, unserer Geschichte umgehen wollen und was wir aus ihr lernen können. „Viele Menschen haben den Bruch nach 1989 noch nicht verarbeitet. Das überträgt sich bewusst und unbewusst auch auf das demokratische System.“ Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration In Kooperation mit dem Programm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e.V. und dem Industriemuseum Chemnitz  Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Förderverein der Theater Chemnitz und dem ASA-FF e.V. - Netzwerk für Globales Lernen 
Sa
03.
November
Figurentheater
16:00 Uhr
© Nasser Hashemi

WENN MICH EINER FRAGTE...

Ein Stück über Stefan Heym und Chemnitz
URAUFFÜHRUNG

Der Schriftsteller, Politiker und Publizist Stefan Heym wurde 1913 als Helmut Flieg in Chemnitz geboren. Wegen der Veröffentlichung eines antimilitaristischen Gedichts flog er vom Gymnasium, musste Chemnitz verlassen und floh 1933 vor den Nazis nach Prag, wo er sich sein Pseudonym Stefan Heym zulegte. 1935 emigrierte er in die USA und begann als Schriftsteller, Journalist und Redakteur zu arbeiten. Als Soldat der U.S. Army kehrte Heym 1945 auf der Suche nach dem Grab seines Vaters erstmals wieder in das zerbombte Chemnitz zurück und übersiedelte Anfang der 50er Jahre in Folge der McCarthy-Ära schließlich nach Ostberlin, wo er bis zu seinem Tod 2001 lebte. In der DDR zunächst als Verfechter des Sozialismus gefeiert, ließ er in seinen Texten die Widersprüche im Lebensalltag der DDR spürbar werden. 1994 hielt er als Alterspräsident die Eröffnungsrede des zweiten gesamtdeutschen Bundestages und sprach sich ausdrücklich für einen gemeinsamen Weg und ein tolerantes Miteinander auf Augenhöhe aus, mahnte aber zugleich die Fehler an, die in den ersten Jahren der Wiedervereinigung gemacht wurden, um die geteilte Vergangenheit – und damit auch die Identität und Lebenswelt vieler DDR-Bürger – so schnell wie möglich aus den Köpfen und der Gesellschaft zu tilgen. In der Regie von Christoph Werner, dem langjährigen Künstlerischen Leiter des Puppentheaters Halle/Saale, untersucht Wenn mich einer fragte ... mit dokumentarischen Mitteln und Puppenspiel das Verhältnis von Stefan Heym und Chemnitz. Der alte und der junge Heym kehren zurück und blicken in ihrer je eigenen Perspektive auf die Stadt und eine Lebensgeschichte, die voller Umbrüche, Widersprüche und Visionen steckt und doch eine gemeinsame ist. Was haben sich der Autor Heym und sein junges Ich zu erzählen? Und was hätten sich Chemnitz und der Mensch Heym heute zu sagen? In Kooperation mit dem Programm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e.V. 
Mi
07.
November
Figurentheater
20:00 Uhr

FIGURENTHEATER - WORKSHOP

zur Inszenierung "Wenn mich einer fragte..."

Mit diesem Angebot laden wir Sie herzlich ein, intensiver in ein Stück einzutauchen. Kommen Sie und nehmen Sie teil an unserem offenen Workshop, der Sie auf ein Theaterstück einstimmt. Sie erfahren, was die Regisseure, Bühnen- und Kostümbildner mit ihren Konzepten beabsichtigen und welche Wirkung diese haben können. Sind Sie neugierig geworden? Dann freuen wir uns auf Sie. Den Besuch der Inszenierung empfehlen wir im Anschluss an den Workshop. Nach der Vorstellung treffen wir uns zu einem abschließenden Gespräch. Gruppengröße: min. 7 / max. 25
Kontakt: workshop@theater-chemnitz.de
Denise von Schön-Angerer, Tel. 0371 6969-711
Fr
09.
November
Figurentheater
18:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Am Anfang war Weiß

Objekttheater für die Allerkleinsten von Gundula Hoffmann
URAUFFÜHRUNG

Am Anfang war das Nichts. Das kannst du dir bestimmt schwer vorstellen. Du musst alles, was es gibt, weglassen. Du muss das Licht ausmachen und selbst nicht da sein und dann noch die Dunkelheit weglassen, denn am Anfang war nichts, also auch keine Dunkelheit. Wenn du den Anfang von allem sehen willst, musst du sehr viel weglassen. Gerlinde Tschersich und Felix Schiller begeben sich in diesem Nichts, das sich erst nach und nach mit Objekten füllt und schließlich auch mit Farbe, auf die Suche nach einer Geschichte. Beginnt die Geschichte vielleicht mit einem Klopfen? Oder beginnt die Geschichte mit einem Brief vom anderen Ende der Welt? Sie wissen es nicht aber es ist furchtbar spannend das herauszufinden! Und wie es nach dem Anfang wohl weitergehen mag? Während sie darüber so nachdenken und noch auf der Suche nach dem Anfang sind, stecken sie schon mitten in der Geschichte und auf einer abenteuerlichen Reise voller Überraschungen. Mit Am Anfang war Weiß inszeniert Gundula Hoffmann eine Geschichte über den Zauber von Anfängen. Denn Weiß ist auch das verheißungsvolle Neue, das auf alles Kommende wartet. Weiß ist ein leerer Raum, den es zu füllen gilt oder ein weißes Blatt Papier, das begierig den Farben entgegenblickt. – Assoziativ können unsere kleinen Zuschauer den Ursprung und die Welt, die sich erst nach und nach mit Farbe füllt, erkunden und mit ihrer wachsenden Umwelt verbinden. Sinnlich und poetisch werden neue Erfahrungsräume erkundet. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Nach Erst blau, dann gelb, dann grün ist diese Stückentwicklung eine Fortsetzung für unsere allerkleinsten Zuschauer. Diese Produktion wird auch mobil angeboten.
Sa
10.
November
Figurentheater
16:00 Uhr

Aufstand der Dinge gastiert

in der Schaubude Berlin

"Aufstand der Dinge", die Produktion des Figurentheaters Chemnitz, gastiert am Sonntag, 11.11.2018, 21.30 Uhr in der Schaubude Berlin im Rahmen des Internationalen Festivals des zeitgenössischen Figuren- und Objekttheaters "Theater der Dinge 2018".
So
11.
November
Figurentheater
21:30 Uhr

Hamlet auf der Opernbühne

Opernfrühstück am Sonntag, 21.10.2018

William Shakespeares leidenschaftliches Drama "Hamlet" inspirierte Anfang der 1860er-Jahre zwei junge Italiener zu einer grandiosen Oper: Franco Faccio und Arrigo Boito. Beide waren erst Anfang 20, als sie sich der Herausforderung stellten, diesen Klassiker der Schauspielbühne für das musikalische Theater zu erschließen. Sie schufen einen faszinierenden Operntext voll Sensibilität und poetischer Kraft, der am 3. November 2018 in Chemnitz die Deutsche Erstaufführung erleben wird. 

Jetzt im Ballettsaal: "Made in Chemnitz 20.18"

ab 19.10.2018

Aus "AbOUt". Foto: Nasser Hashemi

Nach den umjubelten Uraufführungen beim Festival TANZ ǀ MODERNE ǀ TANZ im vergangenen Juni ziehen die Tanzstücke der drei jungen Choreografen ab 19. Oktober 2018 in den Ballettsaal ein: Emilijus Miliauskas stellt in "Thunder.Perfect Mind" die Rolle(n) der Frauen in unserer Gesellschaft und ihre mythologische Bedeutung in den Fokus. Raul Arcangelo fragt in "No.VA (Family)" nach dem Stellenwert der Familie und was passieren würde, wenn wir Sicherheit, Geborgenheit und Liebe auf alle Menschen ausweiten würden. David Blázquez, Tänzer an der Staatsoper Hannover, beschäftigt sich in "AbOUt" mit dem Platz des Individuums in der Gesellschaft. Was müssen wir verbergen, was können wir offen zeigen? Es tanzt das Ballett Chemnitz.
Weitere Termine: 15.11., 21.11.2018 

Ulrich Matthes kommt zum Gastspiel

am 10.11.2018

Foto: privat
Nach den jüngsten Ereignissen in Chemnitz kommt der vielfach ausgezeichnete Film-, TV- und Theaterschauspieler Ulrich Matthes auf eigene Initiative zum Gastspiel im Rahmen von „Gemeinsam stärker“. Am Samstag, 10. November 2018, 19.30 Uhr im Schauspielhaus liest Matthes Schiller-Balladen, bekannte („Der Handschuh“, „Die Glocke“, „Die Kraniche des Ibykus“) wie unbekanntere. Sie thematisieren die durch gesellschaftliche Strukturen oder persönliches Fehlen verhinderte Sehnsucht des Menschen zum Menschen, aber auch Schillers Hoffnung in den Menschen, zum Guten über sich hinauszuwachsen und Trennendes zu überwinden.

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