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© Nasser Hashemi

The Dark Trullala

Alptraum einer Puppenspielerin

Langsam kreiselt das Licht eines Scheinwerfers durch die Dunkelheit und gibt den Blick auf ein Bett frei. Darin liegt eine junge Frau und schläft. Plötzlich raschelt es unter der Bettdecke und eine altbekannte Figur erscheint in fremder Gestalt: Es ist der Kasper – und der ist gefährlich! Langsam tastet er sich an die Spielerin heran und beginnt sie zu manipulieren, bis sie nach und nach die Kontrolle über sich verliert … Generationen von Puppenspieler/innen lassen den Kasper für Kinder und Erwachsene lustig nach ihrer Pfeife tanzen. Nun setzt sich die kleine Handpuppe mit Unterstützung ihrer Kumpane zur Wehr und beginnt einen epischen und schonungslosen Kampf um die Bühnenwelt und die eigene Erzählung. – Vorhang auf für ein fantasievolles und rasend komisches Alptraum-Varieté: Der Kasper schlägt, schreit und spielt mit allen Tricks, um die Wirklichkeit aus den Angeln zu heben und die Spielerin unter seine Kontrolle zu bringen. Doch auch sie führt die Auseinandersetzung so gar nicht prinzessinnenhaft bis zum bitteren Ende. Wer gewinnt, wird sich zeigen. Der Kasper immerhin hat einen entscheidenden Vorteil – er ist nicht tot zu kriegen. The Dark Trullala entstand 2016 als Abschlussarbeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Sarah Wissner, ab der Spielzeit 2018/2019 Ensemblemitglied am Figurentheater Chemnitz, baut das morbid-schauerhafte Horrorszenario für eine Puppenspielerin und ihr Publikum in der Regie von Lutz Großmann zu einem abendfüllenden Programm aus. Handpuppen, Großfiguren und Klappmaulpuppen geben sich im rasanten Erzähltempo dieses Alptraum-Varietés die Klinke in die Hand und bereiten den Raum für allerlei skurrile und tragikomische Begegnungen.
Sa
27.
April
Figurentheater
20:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Nur ein Tag

Poetische Lebensreise für kleine und große Menschen von Martin Baltscheit

Der Fuchs und sein Freund das Wildschwein erleben eines Morgens, wie eine kleine Eintagsfliege ihre Flügel entfaltet und in ihren einzigen Tag fliegt. Ganz traurig betrachtet das Schwein die Fliege und möchte schnell fort. Bloß nicht verlieben, wenn man sich am Abend schon wieder trennen muss! Als die putzmuntere Fliege fragt, warum es so traurig schaut, erfindet das Schwein eine klitzekleine Notlüge: „Na wegen des Fuchses! Füchse leben hierzulande nur einen Tag.“ Nun wird die Fliege ganz traurig. Sie hat Mitleid mit dem Fuchs, denn sie ist der Meinung, dass jedes Lebewesen das Glück verdient. Und da hat sie eine riesengroße Idee: Gemeinsam mit dem Wildschwein spielt sie an einem einzigen Tag ein ganzes Leben durch – alles für den Fuchs: Er geht zur Schule, heiratet das Schwein, bekommt mit ihm ein Kind und wird gemeinsam mit ihm alt. Ach nein, alt wird er nicht, zumindest nicht an diesem Tag. Denn der Fuchs verplappert sich, die Geschichte fliegt auf und die Eintagsfliege enttäuscht davon. Am späten Nachmittag sitzt sie traurig bei einer anderen Eintagsfliege, die nichts weiter tut, als die Minuten bis zur Nacht zu zählen. Da erkennt die kleine Fliege, welch schönen Tag sie mit ihren beiden Freunden hatte und macht sich auf zum nächsten großen Abenteuer. Dem preisgekrönten Schriftsteller, Illustrator, Regisseur und Schauspieler Martin Baltscheit (*1965) gelingt es in Nur ein Tag auf herzberührende Weise, vom Leben und Sterben zu erzählen. Seine kleinen Helden stehen füreinander ein und erkennen, dass Lügen verletzen können, aber auch, dass sich hinter mancher Lüge herzensgute Freundschaft verbirgt.
Di
30.
April
Figurentheater
09:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Der Mondmann

Nach Tomi Ungerer in einer Bühnenfassung von Tobias Eisenkrämer

Der teuflisch-geniale Wissenschaftler Professor Bunsen van der Dunkel hat ein Problem: Weder ihn noch seine verrückten Erfindungen nimmt irgendjemand ernst. Dabei hat er doch zum Beispiel den tropfenden Wasserhahn erfunden, um den Klempnern eine Freude zu machen! Damit die Menschen endlich seine erfinderische Genialität erkennen, beschließt er, den Mond vom Himmel zu holen und mit seiner Kraft die Weltherrschaft an sich zu reißen. Doch der Mond ist nicht unbewohnt … Bestimmt habt ihr schon einmal vom Mondmann gehört. Wir können ihn nicht sehen, aber in der Nacht sitzt der kleine Mann auf seinem Erdtrabanten und schaut auf uns hinab. Sehnsüchtig beobachtet er das Treiben der Erwachsenen, wacht über den Schlaf der Kinder und fühlt sich schrecklich einsam. Denn allein kann es da oben ganz schön langweilig werden. Nichts wünscht er sich mehr, als die Menschen und Tiere kennen zu lernen, an den Blumen zu riechen und einmal auf der Erde spazieren zu gehen. Da kommt ihm Bunsens Rakete gerade recht. Heimlich schmuggelt er sich auf die Erde und bringt die Pläne des Professors gehörig durcheinander. Der Mondmann hat nämlich eine besondere Gabe: Er kann zuhören. Die beiden freunden sich an und stürzen von einem Abenteuer ins nächste. Ohne den Mondmann aber gerät die Ordnung der Welt ganz schön aus den Fugen. Bunsen muss schließlich all seinen Erfindergeist aufbieten, um den kleinen Mann wieder nach Hause zu bringen. Tomi Ungerers Kinderbuchklassiker Der Mondmann wurde im Jahr 1966 veröffentlicht – die Mondlandung oder E.T. waren da noch in weiter Ferne. Zahlreiche Übersetzungen und Verfilmungen und zuletzt ein Trickfilm folgten. Die temporeiche Inszenierung für einen Spieler entstand 2014 am Puppentheater Plauen-Zwickau und feiert nun auch in Chemnitz Premiere. In der Regie von Korbinian Schmidt spielt Tobias Eisenkrämer mit Figuren, Erfindungen und Projektionen, zaubert mittels Licht- und Schattenspiel immer wieder neue Räume, reist durch die Galaxie und lässt uns mit den Augen des kleinen Mondmanns auf die Welt schauen.Aufführungsrechte Diogenes Verlag AG Zürich
Fr
03.
Mai
Figurentheater
09:30 Uhr
© Dieter Wuschanski

Die goldene Gans

Märchen von Peter Brasch nach den Brüdern Grimm

Auf der Bühne steht ein großer Tisch. Daran sitzen zwei freundliche Leute, zwei virtuose Puppenspieler. Zusammen wollen sie das Märchen von der goldenen Gans erzählen, aber richtig. Und so geraten sie in heftigsten Streit, wer es besser könne. Die beiden überbieten sich an Ideen und zaubern nach Lust und Laune die Grimm‘sche Märchenwelt auf den Tisch. Ihre Geschichte ist so fantastisch, dass sie seither um die ganze Welt reist und nun endlich nach Chemnitz kommt.Vor Jahren lebte ein Junge, den jedermann für dumm hielt und der deswegen schlecht behandelt wurde. Eines Tages wurde er in den Wald geschickt. Da traf er ein altes Männlein, das um Brot bat. Der Junge teilte sein Weniges mit ihm. Darüber war der Alte, in Wahrheit ein Zauberer, so erfreut, dass er ihm ein wunderbares Geschenk machte: eine goldene Gans mit eingebauter Diebstahlsicherung. Jedermann, der sie berührte, klebte an ihr fest. Der Junge bedankte sich und zog mit seiner Gans in die weite Welt hinaus. Einmal übernachtete er in einem Gasthof, dessen Wirt drei sehr neugierige Töchter hatte. In der Nacht schlichen sie auf leisen Sohlen zur Gans und versuchten, eine goldene Feder zu stehlen. Wie groß aber war ihr Schreck, als sie nacheinander an der Gans festklebten! Fortan mussten sie dem Jungen und seiner Gans überallhin folgen. Und so erging es jedem, der es danach versuchen sollte, ob Pfarrer, Bauer oder Musiker. Mit seiner kunterbunten Schar gelangte der Junge schließlich an einen Königshof, wo eine sehr traurige Prinzessin lebte. In seiner Not hatte der König demjenigen ihre Hand versprochen, der sie zum Lachen brächte. Wie musste die Prinzessin auflachen, als sie den verrückten Haufen sah! Der König hätte jetzt sein Versprechen einlösen müssen, aber er weigerte sich. Stattdessen stellte er dem Jungen drei unglaublich schwierige Aufgaben …In der Bearbeitung von Peter Brasch nahm sich Regisseurin Ines Heinrich-Frank des Grimm‘schen Märchens an. Mittels Laufband, wundervoller mechanischer Sperrholzfiguren und einem Luftschloss zauberte sie gemeinsam mit den Spielern die Geschichte auf den Tisch. Und da wir und unsere Kinder nicht von gestern sind, wurde unsere heutige Zeit voller Witz gleich mit eingeflochten. Was kann es Schöneres geben?Die preisgekrönte Inszenierung erlebte 2007 ihre Premiere am Puppentheater Halle/Saale und wurde nun vom Figurentheater Chemnitz übernommen. 
So
05.
Mai
Figurentheater
16:00 Uhr

Zyklus-Aufführungen von Wagners Ring

zu Ostern und Pfingsten

Szenenfoto aus "Das Rheingold": Kirsten Nijhof
Der 2018 an der Oper Chemnitz von vier Regisseurinnen neuinszenierte "Ring des Nibelungen" war an den Januar-Samstagen 2019 als erste Zyklus-Aufführung zu erleben. Nun wird die Tetralogie zu Ostern innerhalb von nur fünf Tagen erstmals kompakt gezeigt. Da die Vorstellungen - bis auf einzelne Restkarten für "Das Rheingold" und "Siegfried" - bereits ausverkauft sind, können sich Interessierte schon auf den nächsten, ebenso hochkarätig besetzten "Ring"-Zyklus zu Himmelfahrt/Pfingsten freuen. Beide Frühjahrs-Zyklen werden durch Einführungsvorträge von Prof. Christoph Fasbender von der TU Chemnitz begleitet, der seit Jahren die Wagner-Produktionen der Oper Chemnitz mit reichhaltigen Hintergründen zu Wagners literarischen Inspirationsquellen bereichert.

Sächsische Erklärung der Vielen

von Generalintendant und Verwaltungsdirektor der Theater Chemnitz unterzeichnet

Die Theater Chemnitz unterstützen die Sächsische Erklärung der Vielen. Generalintendant Dr. Christoph Dittrich und Verwaltungsdirektor Hergen Gräper haben sie ebenso unterzeichnet wie Vertreter vieler weiterer Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen im Land.

Der Generalintendant und der Verwaltungsdirektor der Theater Chemnitz zur Unterzeichnung der „Sächsischen Erklärung der Vielen“:

Demokratie kommt nicht von allein, immer wieder muss sie erlernt und erarbeitet werden. Kultureinrichtungen sind dabei ein Seismograph für Entwicklungen. Obwohl es bei uns am Haus noch nicht zu konkreten Versuchen der Beeinflussung der Kunstfreiheit gekommen ist, möchten wir dazu beitragen die Dialogfähigkeit in der Gesellschaft zu stärken, ein tägliches respektvolles Miteinander zurückzuerobern und dem Populismus mit seinen Vereinfachungen und Verschiebungen keinen Raum zu bieten.

Wichtig ist uns die Formulierung eines Selbstverständnisses, aber auch die Bemühung um regionale und überregionale Bündnisse. Die gemeinsame Arbeit von Kultureinrichtungen hier in der Stadt wird die sichtbare Fortsetzung der Erklärung sein. Auch zukünftig möchten wir gemeinsam erproben, welche Ziele man gemeinsam erreichen kann, so wie es bereits seit September mit „Gemeinsam stärker“ in Chemnitz gelungen ist.

Auch in unserem Theater selbst bildet die Erklärung ein Angebot des Dialogs. Kunst wirkt gegen die Verflachung. Sie lebt von unterschiedlichen und vielfältigen Ästhetiken, Ideen und Sichtweisen und vermittelt die Stärke, Verschiedenheit auszuhalten.

Sächsische Erklärung der Vielen

Auszeichnung für Guillermo García Calvo

Verleihung heute in Barcelona

Guillermo García Calvo. Foto: Dieter Wuschanski
Zusammen mit den anderen Preisträgern: ein Foto vom Abend der Preisverleihung
Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo wird heute, 21. März 2019 im Teatro del Liceu in Barcelona mit dem Preis der Vereinigung "Ópera XXI" in der Kategorie "Beste musikalische Leistung" ausgezeichnet. Der Vereinigung gehören die meisten Opernhäuser und Festivals in Spanien an. Guillermo García Calvo erhält den Preis für sein Dirigat der Wagner-Oper "Siegfried" 2017 in Oviedo. Zu den weiteren Preisträgern zählen Calixto Bieito für die beste Produktion ("Die Soldaten" von Bernd Alois Zimmermann am Teatro Real in Madrid) und José Carreras für sein Lebenswerk.

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