Startseite
Suche
Mehr Informationen zum vorherigen Bild zum nächsten Bild
Heute
Schließen Nächstes Stück Vorheriges Stück
© Nasser Hashemi

Der Mondmann

Nach Tomi Ungerer in einer Bühnenfassung von Tobias Eisenkrämer

Der teuflisch-geniale Wissenschaftler Professor Bunsen van der Dunkel hat ein Problem: Weder ihn noch seine verrückten Erfindungen nimmt irgendjemand ernst. Dabei hat er doch zum Beispiel den tropfenden Wasserhahn erfunden, um den Klempnern eine Freude zu machen! Damit die Menschen endlich seine erfinderische Genialität erkennen, beschließt er, den Mond vom Himmel zu holen und mit seiner Kraft die Weltherrschaft an sich zu reißen. Doch der Mond ist nicht unbewohnt … Bestimmt habt ihr schon einmal vom Mondmann gehört. Wir können ihn nicht sehen, aber in der Nacht sitzt der kleine Mann auf seinem Erdtrabanten und schaut auf uns hinab. Sehnsüchtig beobachtet er das Treiben der Erwachsenen, wacht über den Schlaf der Kinder und fühlt sich schrecklich einsam. Denn allein kann es da oben ganz schön langweilig werden. Nichts wünscht er sich mehr, als die Menschen und Tiere kennen zu lernen, an den Blumen zu riechen und einmal auf der Erde spazieren zu gehen. Da kommt ihm Bunsens Rakete gerade recht. Heimlich schmuggelt er sich auf die Erde und bringt die Pläne des Professors gehörig durcheinander. Der Mondmann hat nämlich eine besondere Gabe: Er kann zuhören. Die beiden freunden sich an und stürzen von einem Abenteuer ins nächste. Ohne den Mondmann aber gerät die Ordnung der Welt ganz schön aus den Fugen. Bunsen muss schließlich all seinen Erfindergeist aufbieten, um den kleinen Mann wieder nach Hause zu bringen. Tomi Ungerers Kinderbuchklassiker Der Mondmann wurde im Jahr 1966 veröffentlicht – die Mondlandung oder E.T. waren da noch in weiter Ferne. Zahlreiche Übersetzungen und Verfilmungen und zuletzt ein Trickfilm folgten. Die temporeiche Inszenierung für einen Spieler entstand 2014 am Puppentheater Plauen-Zwickau und feiert nun auch in Chemnitz Premiere. In der Regie von Korbinian Schmidt spielt Tobias Eisenkrämer mit Figuren, Erfindungen und Projektionen, zaubert mittels Licht- und Schattenspiel immer wieder neue Räume, reist durch die Galaxie und lässt uns mit den Augen des kleinen Mondmanns auf die Welt schauen.Aufführungsrechte Diogenes Verlag AG Zürich
So
01.
September
Figurentheater
16:00 Uhr
© Nasser Hashemi

YÖ - GEHEIMNISSE DER NACHT

Eine Geschichte über das Träumen nach der Idee von Laura Ertimo und Satu Kontinen
URAUFFÜHRUNG

„Yö“. Ein schönes Wort. Oder? Es ist finnisch und meint die besondere Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, in der sich die Erde vom Licht der Sonne abwendet, die Welt fast ganz in der Dunkelheit der Nacht versinkt und die Sterne am Himmel zu leuchten beginnen. Während wir einschlafen und auf Traumreise gehen, regt sich woanders neues Leben. Tiere erwachen im Schutz der Dämmerung, Sternbilder erzählen ihre Geschichten, zauberhafte Wesen beschützen uns vor manchen Ängsten, Blütenknospen entfalten ihre ganze Pracht. Unsere Sinne nehmen die Welt plötzlich ganz anders wahr und wir beginnen zu fliegen – durch unsere Gedanken und Träume mitten hinein in die Geheimnisse der Nacht. Die finnische Autorin Laura Ertimo hat gemeinsam mit der Illustratorin Satu Kontinen eine Bilderbuch-Enzyklopädie über die Nacht und das Träumen veröffentlicht. In vier Kapiteln tragen sie faszinierende Gutenachtgeschichten, Schlafrituale, Mythen und Legenden sowie astronomische und biologische Besonderheiten zusammen und erzählen mit fantasievollen Illustrationen über Tag und Nacht, Schatten und Dunkelheit, Schlaf und Traum. Denn die Nacht ist Teil der Welt und des Lebens – auch wenn wir mal nicht einschlafen wollen oder unsere Gedanken auf Wanderschaft gehen. Regisseurin Merja Pöyhönen verwendet diesen besonderen Wissensschatz als Grundlage für ihre Inszenierung. Mit zwei Spielerinnen, Puppen, Papier und Objekten, Farben, Licht- und Schattenspiel nimmt sie unser junges Publikum mit auf eine poetische und sinnliche Reise in die nächtlichen Traumwelten. Mit freundlicher Unterstützung des Puppentheaters Halle/Saale
Mi
04.
September
Figurentheater
09:30 Uhr
© Nasser Hashemi

Nur ein Tag

Poetische Lebensreise für kleine und große Menschen von Martin Baltscheit

Der Fuchs und sein Freund das Wildschwein erleben eines Morgens, wie eine kleine Eintagsfliege ihre Flügel entfaltet und in ihren einzigen Tag fliegt. Ganz traurig betrachtet das Schwein die Fliege und möchte schnell fort. Bloß nicht verlieben, wenn man sich am Abend schon wieder trennen muss! Als die putzmuntere Fliege fragt, warum es so traurig schaut, erfindet das Schwein eine klitzekleine Notlüge: „Na wegen des Fuchses! Füchse leben hierzulande nur einen Tag.“ Nun wird die Fliege ganz traurig. Sie hat Mitleid mit dem Fuchs, denn sie ist der Meinung, dass jedes Lebewesen das Glück verdient. Und da hat sie eine riesengroße Idee: Gemeinsam mit dem Wildschwein spielt sie an einem einzigen Tag ein ganzes Leben durch – alles für den Fuchs: Er geht zur Schule, heiratet das Schwein, bekommt mit ihm ein Kind und wird gemeinsam mit ihm alt. Ach nein, alt wird er nicht, zumindest nicht an diesem Tag. Denn der Fuchs verplappert sich, die Geschichte fliegt auf und die Eintagsfliege enttäuscht davon. Am späten Nachmittag sitzt sie traurig bei einer anderen Eintagsfliege, die nichts weiter tut, als die Minuten bis zur Nacht zu zählen. Da erkennt die kleine Fliege, welch schönen Tag sie mit ihren beiden Freunden hatte und macht sich auf zum nächsten großen Abenteuer. Dem preisgekrönten Schriftsteller, Illustrator, Regisseur und Schauspieler Martin Baltscheit (*1965) gelingt es in Nur ein Tag auf herzberührende Weise, vom Leben und Sterben zu erzählen. Seine kleinen Helden stehen füreinander ein und erkennen, dass Lügen verletzen können, aber auch, dass sich hinter mancher Lüge herzensgute Freundschaft verbirgt.
Di
10.
September
Figurentheater
09:30 Uhr
© Nasser Hashemi

WENN MICH EINER FRAGTE...

Ein Stück über Stefan Heym und Chemnitz
URAUFFÜHRUNG

Der Schriftsteller, Politiker und Publizist Stefan Heym wurde 1913 als Helmut Flieg in Chemnitz geboren. Wegen der Veröffentlichung eines antimilitaristischen Gedichts flog er vom Gymnasium, musste Chemnitz verlassen und floh 1933 vor den Nazis nach Prag, wo er sich sein Pseudonym Stefan Heym zulegte. 1935 emigrierte er in die USA und begann als Schriftsteller, Journalist und Redakteur zu arbeiten. Als Soldat der U.S. Army kehrte Heym 1945 auf der Suche nach dem Grab seines Vaters erstmals wieder in das zerbombte Chemnitz zurück und übersiedelte Anfang der 50er Jahre in Folge der McCarthy-Ära schließlich nach Ostberlin, wo er bis zu seinem Tod 2001 lebte. In der DDR zunächst als Verfechter des Sozialismus gefeiert, ließ er in seinen Texten die Widersprüche im Lebensalltag der DDR spürbar werden. 1994 hielt er als Alterspräsident die Eröffnungsrede des zweiten gesamtdeutschen Bundestages und sprach sich ausdrücklich für einen gemeinsamen Weg und ein tolerantes Miteinander auf Augenhöhe aus, mahnte aber zugleich die Fehler an, die in den ersten Jahren der Wiedervereinigung gemacht wurden, um die geteilte Vergangenheit – und damit auch die Identität und Lebenswelt vieler DDR-Bürger – so schnell wie möglich aus den Köpfen und der Gesellschaft zu tilgen. In der Regie von Christoph Werner, dem langjährigen Künstlerischen Leiter des Puppentheaters Halle/Saale, untersucht Wenn mich einer fragte ... mit dokumentarischen Mitteln und Puppenspiel das Verhältnis von Stefan Heym und Chemnitz. Der alte und der junge Heym kehren zurück und blicken in ihrer je eigenen Perspektive auf die Stadt und eine Lebensgeschichte, die voller Umbrüche, Widersprüche und Visionen steckt und doch eine gemeinsame ist. Was haben sich der Autor Heym und sein junges Ich zu erzählen? Und was hätten sich Chemnitz und der Mensch Heym heute zu sagen? In Kooperation mit dem Programm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e.V. 
Fr
13.
September
Figurentheater
20:00 Uhr
© Dieter Wuschanski

Am Anfang war Weiß

Objekttheater für die Allerkleinsten von Gundula Hoffmann
URAUFFÜHRUNG

Am Anfang war das Nichts. Das kannst du dir bestimmt schwer vorstellen. Du musst alles, was es gibt, weglassen. Du muss das Licht ausmachen und selbst nicht da sein und dann noch die Dunkelheit weglassen, denn am Anfang war nichts, also auch keine Dunkelheit. Wenn du den Anfang von allem sehen willst, musst du sehr viel weglassen. Gerlinde Tschersich und Felix Schiller begeben sich in diesem Nichts, das sich erst nach und nach mit Objekten füllt und schließlich auch mit Farbe, auf die Suche nach einer Geschichte. Beginnt die Geschichte vielleicht mit einem Klopfen? Oder beginnt die Geschichte mit einem Brief vom anderen Ende der Welt? Sie wissen es nicht aber es ist furchtbar spannend das herauszufinden! Und wie es nach dem Anfang wohl weitergehen mag? Während sie darüber so nachdenken und noch auf der Suche nach dem Anfang sind, stecken sie schon mitten in der Geschichte und auf einer abenteuerlichen Reise voller Überraschungen. Mit Am Anfang war Weiß inszeniert Gundula Hoffmann eine Geschichte über den Zauber von Anfängen. Denn Weiß ist auch das verheißungsvolle Neue, das auf alles Kommende wartet. Weiß ist ein leerer Raum, den es zu füllen gilt oder ein weißes Blatt Papier, das begierig den Farben entgegenblickt. – Assoziativ können unsere kleinen Zuschauer den Ursprung und die Welt, die sich erst nach und nach mit Farbe füllt, erkunden und mit ihrer wachsenden Umwelt verbinden. Sinnlich und poetisch werden neue Erfahrungsräume erkundet. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Nach Erst blau, dann gelb, dann grün ist diese Stückentwicklung eine Fortsetzung für unsere allerkleinsten Zuschauer. Diese Produktion wird auch mobil angeboten.
Di
17.
September
Figurentheater
09:30 Uhr

Wir wünschen einen schönen Sommer

und freuen uns auf die neue Spielzeit

Foto: Dieter Wuschanski
Foto: Dieter Wuschanski
Nach der letzten Vorstellung unseres Open-Air-Familienstücks Die kleine Hexe verabschieden wir uns in die Sommerpause. Auch Ihnen wünschen wir erholsame Ferienwochen, aus denen Sie viele neue Eindrücke mit nach Hause bringen. Vielleicht lässt Sie dabei die Neugier auf die nächste Theatersaison nicht ganz los. Wir sind Ende August wieder für Sie da und freuen uns auf ein Wiedersehen. Auf dem Theaterplatz begrüßen wir Sie am 31. August mit dem Open-Air-Konzert zur Spielzeiteröffnung. Im Opernhaus arbeiten wir dann schon auf die erste Premiere der neuen Spielzeit hin: den Ballettabend Winterreise (6. September). Das Schauspielhaus feiert sein Spielzeiteröffnungsfest am 7. September. Schon vorher erwartet Sie dort am 29. August die erste NACHTSCHICHT der neuen Saison, passenderweise mit dem Motto bühne frei.

NEU: Unsere Abonnements zum Probieren

Erst genießen, dann bezahlen

Im Aktionszeitraum bis zum 31. Oktober 2019 gilt dieses Angebot:
Nach dem Besuch der ersten beiden Vorstellungen eines neu abgeschlossenen Abonnements entscheiden Sie selbst, ob Sie das Abo bis zum Spielzeitende fortsetzen möchten.
Ein kurzer Hinweis Ihrerseits genügt. Entscheiden Sie sich für den Besuch der weiteren Vorstellungen des Abos, haben Sie die Möglichkeit in zwei Raten zu zahlen.
Möchten Sie nach Ablauf der ersten beiden Vorstellungen zurücktreten, zahlen Sie nur den anteiligen Betrag des Abonnements.
Sie sparen je nach Abo bis zu 45% gegenüber dem Freiverkaufspreis.
Angebot gilt nicht für Wahl- und Bus- Abos (Serien 42, 43, 51, 52, 53)

Diego Martin-Etxebarria als Erster Kapellmeister engagiert

Ab 1. April 2020 an den Theatern Chemnitz

Diego Martin-Etxebarria. Foto: Kansai Philharmonic
Diego Martin-Etxebarria. Foto: Kansai Philharmonic

Diego Martin-Etxebarria wird neuer Erster Kapellmeister an den Städtischen Theatern Chemnitz. Er tritt sein Engagement am 1. April 2020 an und wird als erste Neuproduktion Mozarts Die Entführung aus dem Serail (Premiere am 8. Mai 2020) dirigieren. Seinen Einstand am Pult der Robert-Schumann-Philharmonie gibt er bereits am 31. August 2019 beim Open-Air-Konzert zur Spielzeiteröffnung auf dem Theaterplatz.

Der gebürtige Spanier, 1979 in Bilbao geboren, war im Frühjahr 2019 einer Einladung der Theater Chemnitz zu mehreren Orchesterproben und einem Vorstellungsdirigat von Mozarts Die Zauberflöte gefolgt und überzeugte die Leitung ebenso wie die Musikerinnen und Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie von seiner künstlerischen und sozialen Kompetenz.

Diego Martin-Etxebarria schloss sein Diplom an der Musikhochschule Catalunya ab und absolvierte über ein Stipendium des DAAD ein Aufbaustudium in Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Sein Konzertexamen schloss er an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden bei Ekkehard Klemm und Christian Kluttig ab. Parallel zu seinen Studien assistierte er an den Opernhäusern von Bilbao und Bern, an der Semperoper Dresden und am Théâtre des Champs-Élysées Paris. Er war Künstlerischer Leiter des Art Ensemble Barcelona (2004 bis 2007) sowie Musikalischer Leiter des Euskadiko Ikasleen Orkestra (Baskenland, 2007 bis 2008) und des Akademischen Orchesters Freiburg (2010 bis 2012). Gastengagements führten ihn für Musiktheaterproduktionen u. a. an das Theater Augsburg, die Staatsoper Berlin, das Teatro Arriaga Bilbao und das Teatro Real Madrid. Nachdem ihn das Theater Krefeld Mönchengladbach in der Spielzeit 2016/2017 zunächst als Kapellmeister engagierte, wurde er bereits in der Folgesaison zum Ersten Kapellmeister und stellvertretenden Generalmusikdirektor ernannt. Er ist mehrfacher Preisträger des 17. Internationalen Musikwettbewerbs für Dirigieren in Tokyo. Seine Aufnahme von Enric Moreras Zarzuela La viola d’or wurde von Kritikern in Katalonien als beste Klassik-CD des Jahres 2016 ausgezeichnet.

Was suchen Sie?

Suche schließen
Exit