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© Nasser Hashemi

Showcase II - Persona

Tanzstück von Peter Svenzon
URAUFFÜHRUNG

Nachdem Anthony Missen in der vergangenen Spielzeit mit dem Ballett Chemnitz in Mavericks And Sheep im Rahmen der Reihe Showcase von Menschen erzählt hat, die innerhalb der Gesellschaft unkonventionelle Wege beschreiten und in Konfrontation mit der blinden Masse für ihre Prinzipien scheitern oder siegen, entwickelt nun der schwedische Choreograf Peter Svenzon eine zeitgenössische Choreografie für das Chemnitzer Ensemble. Unter dem Titel Persona, der sowohl auf Persönlichkeit an sich als auch auf die soziale Rolle im Bereich der Psychologie hinweist, geht er grundlegenden Fragen des gesellschaftlichen Miteinanders nach: Was wissen wir voneinander? Wie weit möchten wir uns annähern? Inwieweit spielen Klischees oder Konventionen bei der Begegnung mit einem anderen Menschen eine Rolle? Ausgehend von der multinationalen Ballettcompany, die in dieser Produktion von neun Tänzerinnen und Tänzern vertreten sein wird, erschafft er eine abstrakte Choreografie, die nicht die Schablonen gesellschaftlicher Klischees bemüht, sondern die verschiedenen Schichten unserer Persönlichkeit vor dem Hintergrund des gemeinsamen Miteinanders löst und unterschiedliche Perspektiven durch Tausch und Kontraste erschafft. All das geschieht getreu dem Motto: Kunst ist eine Möglichkeit, ein Statement zu setzen. Und das soll lauten: Wir begegnen uns – egal, wer wir sind oder woher wir kommen.
Do
09.
Mai
Ballett
20:30 Uhr
© Bettina Stoess

6. Chemnitzer BallettBenefizGala

Tanzen für den guten Zweck

Es ist inzwischen zur Tradition geworden, dass Ballettdirektorin Sabrina Sadowska Companys aus ganz Deutschland einlädt, die in einem hochkarätig besetzten Programm für einen karitativen Zweck auf der Bühne des Chemnitzer Opernhauses tanzen. In diesem Jahr treten Tänzerinnen und Tänzer u. a. vom Ballett Augsburg, von der Staatlichen Ballettschule Berlin, vom Tanztheater Braunschweig (Staatstheater Braunschweig), von der Tanzcompagnie Gießen (Stadttheater Gießen), von den Theatern Koblenz und Trier und vom Ballett Chemnitz sowie als Special Guest István Simon zugunsten des Hospiz- und Palliativdienstes Chemnitz e. V. und der Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland auf.
Der Hospiz- und Palliativdienst Chemnitz e. V. wurde 1999 gegründet und zählt ca. 200 Mitglieder. Fundament der ambulanten Hospizarbeit ist eine große Gruppe gut ausgebildeter ehrenamtlicher Hospizhelfer, die mit ihrem Engagement und mitmenschlicher Wärme Wegbegleiter in schweren Lebenssituationen sind. So bietet der ambulante Hospizdienst schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie deren Familien psychosoziale Begleitung und Beratung unabhängig von Religion, Nationalität und sozialer Stellung an. Das stationäre Hospiz Chemnitz wurde 2005 eingeweiht und bietet mit seinen 16 Plätzen vollstationäre Pflege und Begleitung durch ein professionelles Team.
Die Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland widmet sich beruflichen Umbrüchen im Leben von Tänzerinnen und Tänzern und bildet den zweiten Schwerpunkt bei der Chemnitzer BallettBenefizGala. Tänzer müssen sich nach einer relativ kurzen Bühnenlaufbahn beruflich neu orientieren (Transition), oft in einem Alter, in dem in anderen Berufen erst richtig durchgestartet wird. Meist bestimmen Zweifel, Unsicherheit und viele Fragen das Tänzerleben: Was kommt danach? Wer hilft durch den Dschungel aus Institutionen, Paragraphen und Richtlinien? Die 2010 gegründete Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland will als Wegbegleiter beratend zur Seite stehen. Dabei fördert sie Tänzerinnen und Tänzer vor allem während und nach Beendigung der aktiven tänzerischen Laufbahn beim Übergang in einen neuen Beruf ideell sowie materiell und stärkt damit die Perspektiven.
Sa
11.
Mai
Ballett
19:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Schwanensee

Ballett von Eno Peci und Sabrina Sadowska mit Teilen der Originalchoreografie von Lew Iwanow
Musik von Peter Tschaikowsky

1871 nutzte Peter Tschaikowsky den Sommerurlaub bei seiner Schwester, um für seine Nichten und Neffen das kleine Kinderballett Schwanensee zu komponieren. Als er 1875 einen lukrativen Kompositionsauftrag für ein neues Ballett des Moskauer Bolschoi-Theaters erhielt, war das Libretto bereits fertig. Es vereint verschiedene Legenden und Märchen in sich, unter anderem das deutsche Volksmärchen Der geraubte Schleier von Johann Karl August Musäus. Anders als bei den späteren Balletten Dornröschen und Der Nussknacker arbeiteten der Choreograf Julius Reisinger und Tschaikowsky hier nicht zusammen. Durch aufführungsbedingte Kürzungen, Umstellungen und Einlagen Reisingers blieb der große Erfolg zunächst aus. Erst als Lew Iwanow 1894 anlässlich einer Gedenkfeier für den ein Jahr zuvor verstorbenen Tschaikowsky den zweiten Akt mit den berühmten weißen Schwänen präsentierte und Marius Petipa und Lew Iwanow das Ballett anschließend am Mariinski Theater in St. Petersburg neu arrangierten, avancierte es zum Welterfolg. Seitdem hat der Schwanensee viele Interpretationen erfahren, so durch George Balanchine (New York 1951), Vladimir Bourmeister (Moskau 1956), John Cranko (Stuttgart 1963), Mats Ek (Cullberg Ballet 1987), John Neumeier (Hamburg 2002) und die rein männlich besetzte Neufassung von Matthew Bourne (London 1995). Für den Chemnitzer Schwanensee konnte der junge, aus Tirana (Albanien) stammende Choreograf Eno Peci gewonnen worden. Seit 2000 ist er Mitglied des Wiener Staatsopernballetts und seit 2009 Solotänzer des Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper. Parallel dazu begann er u. a. für das Wiener Staatsballett und die Ballettakademie der Wiener Staatsoper eigene Ballette zu entwickeln. Für die berühmten „weißen Akte“ erhält das Ballett Chemnitz Unterstützung von der Staatlichen Ballettschule Berlin. So wird dieser Chemnitzer Schwanensee mit der ergreifenden Musik Tschaikowskys zu einer Reminiszenz an das romantische Tanzmärchen, in dem Liebe und Tod, Sehnsucht und Resignation, Menschen- und Fabelwelt zu einem sinnlich-berührenden Ballettabend verschmelzen. In Kooperation mit der Staatlichen Ballettschule Berlin Wir danken dem Theaterförderverein Chemnitz e. V. und allen privaten Spendern für die finanzielle Unterstützung dieser Produktion.
So
19.
Mai
Ballett
15:00 Uhr
© zenna.de

Romeo und Julia

Ballett von Luciano Cannito nach William Shakespeare
Musik von Sergej Prokofjew

Kaum eine Geschichte berührte über die Jahrhunderte hinweg so sehr wie die von Romeo und Julia. Unauslöschlich ist ihr Kampf um die Erfüllung ihrer Sehnsüchte in das kulturelle Gedächtnis eingegangen und bewegt noch immer Menschen jeder Generation. Romeo Montague und Julia Capulet, Nachkommen zweier verfeindeter Familien, verlieben sich Hals über Kopf ineinander und besiegeln ihre Liebe mit einer heimlichen Hochzeit. Doch nicht nur die geplante Vermählung der jungen Braut mit einem Grafen bedroht ihre Liebe. In einem Kampf kommt Romeos Freund Mercutio ums Lebens – eine Tat, die Romeo blind vor Wut ebenso blutig vergilt. Nur eine Flucht könnte die beiden aus den schicksalhaften Verwicklungen führen. Doch die Geschichte nimmt ihren unbarmherzigen Lauf. William Shakespeares Tragödie inspirierte unzählige Künstler zu eigenen Werken und Adaptionen – so auch Sergej Prokofjew. Der russische Komponist schuf eine packende Ballettmusik, die einen wichtigen Höhepunkt in seinem Schaffen darstellt. 1938 in Brünn uraufgeführt, wurde die Komposition zu einem der größten Klassiker der Ballettmusik. Der renommierte italienische Choreograf und Regisseur Luciano Cannito bringt seine legendäre Fassung des Shakespeareschen Klassikers, welche bereits im Teatro Massimo in Palermo das Publikum mitgerissen hat, auf die Bühne der Oper Chemnitz. Er zeigt dabei ein Ballett, das durch seine Zeitlosigkeit aktueller ist denn je: Die vorurteilsbeladene Begegnung mit dem Anderen prägt unsere Gegenwart und droht Gemeinschaftlichkeit zu zerbrechen. Cannito war Ballettdirektor am Teatro Massimo in Palermo, dem größten Theater Italiens und dem drittgrößten Europas, und leitete Kompanien in Neapel, Bari und Rom. Er hat bereits über 60 Ballette choreografiert und inszeniert, die an renommierten Bühnen und auf einer Vielzahl von Festivals in Europa, Asien und in den USA zu sehen waren.
Fr
31.
Mai
Ballett
19:00 Uhr

MADE IN CHEMNITZ 20.19

Tanzstück von Kaori Ito
URAUFFÜHRUNG

MADE IN CHEMNITZ 20•19 – France Danse Deutschland 2019
Wachtraum (UA)
Kaori Ito & Ballett Chemnitz (Japan/Frankreich & Deutschland) Im Rahmen des Projekts France Danse Deutschland 2019
Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur/DGCA Für den Beitrag des Balletts Chemnitz zum 5. Internationalen Festival TANZ | MODERNE | TANZ konnte die junge Choreografin Kaori Ito gewonnen werden, die eigens für diese Company ein neues Tanzstück entwickeln wird.Wir leben in dem Bewusstsein, dass unsere Existenz endlich ist. In Japan sind die Menschen umgeben von natürlichen Katastrophen und dadurch gezwungen, weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft sondern im Jetzt zu leben. Bei der ersten Begegnung mit dem Ballett Chemnitz fand Kaori Ito die jungen Tänzerinnen und Tänzern einerseits voll in Form, andererseits voller identitätssuchender Fragen vor. Ihre Zerbrechlichkeit interessiert sie, denn dies wird zur Stärke. Die formbaren Körper sind noch im Stadium der Entwicklung, sind dabei, sich zu nähren und zu finden. In ihnen findet Kaori Ito die Kraft der Zukunft, der Hoffnung und des Lebens. Und so geht es ihr darum, mit der Verletzlichkeit des Einzelnen zu arbeiten und gleichzeitig dem Drang loszulassen, dem Animalischen nachzuspüren. In Träumen ist dies alles möglich, hier gibt es keine Grenzen oder Tabus. Kaori Ito sucht diesen Wachtraum und versucht ihn mit den Tänzerinnen und Tänzern zu leben. Nicht als Tagtraum, sondern im Sinne eines Traums mit geschlossenen Augen, ähnlich der Worte der Propheten …
Fr
21.
Juni
Ballett
20:00 Uhr

Zyklus-Aufführungen von Wagners Ring

zu Ostern und Pfingsten

Szenenfoto aus "Das Rheingold": Kirsten Nijhof
Der 2018 an der Oper Chemnitz von vier Regisseurinnen neuinszenierte "Ring des Nibelungen" war an den Januar-Samstagen 2019 als erste Zyklus-Aufführung zu erleben. Nun wird die Tetralogie zu Ostern innerhalb von nur fünf Tagen erstmals kompakt gezeigt. Da die Vorstellungen - bis auf einzelne Restkarten für "Das Rheingold" und "Siegfried" - bereits ausverkauft sind, können sich Interessierte schon auf den nächsten, ebenso hochkarätig besetzten "Ring"-Zyklus zu Himmelfahrt/Pfingsten freuen. Beide Frühjahrs-Zyklen werden durch Einführungsvorträge von Prof. Christoph Fasbender von der TU Chemnitz begleitet, der seit Jahren die Wagner-Produktionen der Oper Chemnitz mit reichhaltigen Hintergründen zu Wagners literarischen Inspirationsquellen bereichert.

Sächsische Erklärung der Vielen

von Generalintendant und Verwaltungsdirektor der Theater Chemnitz unterzeichnet

Die Theater Chemnitz unterstützen die Sächsische Erklärung der Vielen. Generalintendant Dr. Christoph Dittrich und Verwaltungsdirektor Hergen Gräper haben sie ebenso unterzeichnet wie Vertreter vieler weiterer Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen im Land.

Der Generalintendant und der Verwaltungsdirektor der Theater Chemnitz zur Unterzeichnung der „Sächsischen Erklärung der Vielen“:

Demokratie kommt nicht von allein, immer wieder muss sie erlernt und erarbeitet werden. Kultureinrichtungen sind dabei ein Seismograph für Entwicklungen. Obwohl es bei uns am Haus noch nicht zu konkreten Versuchen der Beeinflussung der Kunstfreiheit gekommen ist, möchten wir dazu beitragen die Dialogfähigkeit in der Gesellschaft zu stärken, ein tägliches respektvolles Miteinander zurückzuerobern und dem Populismus mit seinen Vereinfachungen und Verschiebungen keinen Raum zu bieten.

Wichtig ist uns die Formulierung eines Selbstverständnisses, aber auch die Bemühung um regionale und überregionale Bündnisse. Die gemeinsame Arbeit von Kultureinrichtungen hier in der Stadt wird die sichtbare Fortsetzung der Erklärung sein. Auch zukünftig möchten wir gemeinsam erproben, welche Ziele man gemeinsam erreichen kann, so wie es bereits seit September mit „Gemeinsam stärker“ in Chemnitz gelungen ist.

Auch in unserem Theater selbst bildet die Erklärung ein Angebot des Dialogs. Kunst wirkt gegen die Verflachung. Sie lebt von unterschiedlichen und vielfältigen Ästhetiken, Ideen und Sichtweisen und vermittelt die Stärke, Verschiedenheit auszuhalten.

Sächsische Erklärung der Vielen

Auszeichnung für Guillermo García Calvo

Verleihung heute in Barcelona

Guillermo García Calvo. Foto: Dieter Wuschanski
Zusammen mit den anderen Preisträgern: ein Foto vom Abend der Preisverleihung
Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo wird heute, 21. März 2019 im Teatro del Liceu in Barcelona mit dem Preis der Vereinigung "Ópera XXI" in der Kategorie "Beste musikalische Leistung" ausgezeichnet. Der Vereinigung gehören die meisten Opernhäuser und Festivals in Spanien an. Guillermo García Calvo erhält den Preis für sein Dirigat der Wagner-Oper "Siegfried" 2017 in Oviedo. Zu den weiteren Preisträgern zählen Calixto Bieito für die beste Produktion ("Die Soldaten" von Bernd Alois Zimmermann am Teatro Real in Madrid) und José Carreras für sein Lebenswerk.

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