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© Nasser Hashemi
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Othello

Ballett von Julio Arozarena nach William Shakespeare
Musik von Claude Bolling u. a.
URAUFFÜHRUNG

Leidenschaftliche Liebe und unkontrollierte Eifersucht, große Freundschaft und Verrat, edler Charakter und perfide Absichten. Basierend auf dem gleichnamigen Drama von William Shakespeare widmet sich der Ballettabend Othello des kubanischen Choreografen Julio Arozarena diesen zeitlosen Themen des menschlichen Lebens. Die hochdramatische Geschichte, die zwar auf den ersten Blick von Männern dominiert wird, offenbart ganz allmählich die Stärke der Frauen Desdemona, Emilia und Bianca und deren maßgeblichen Rollen in der Handlung. Der tragische Ruin des Liebespaares Othello und Desdemona, ausgelöst durch Jagos Intrigen, wird durch die ausdrucksstarke Körperlichkeit der Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne betont – die aufwühlenden Emotionen der Figuren werden eindringlich nach außen getragen.

Othello ist ein ausländischer Militärführer, der einen Großteil seines Erwachsenenlebens auf dem Schlachtfeld verbracht hat. Desdemona, die schöne Tochter einer angesehenen Persönlichkeit der örtlichen Gemeinschaft, führt ein privilegiertes, aber eintöniges Leben. Obwohl sie zu völlig unterschiedlichen Welten gehören, verlieben sich Othello und Desdemona ineinander und beschließen resolut, zusammenzubleiben. Was in ihrem einzelnen Leben fehlte, konnte durch das jeweils andere ergänzt werden. Der Choreograf Julio Arozarena ließ sich vom Jazzmusiker Claude Bolling inspirieren und erzählt diese spannende Geschichte auf innovative Weise. Genauso wie Othello und Desdemona ist die Jazzmusik die Begegnung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Welten: einerseits der westlichen Instrumentierung und ihren harmonischen Stilen und andererseits dem reichen Rhythmus der afrikanischen Musiktraditionen. Sowohl das Paar als auch das Musikgenre profitieren von diesen Verschiedenheiten. Jedoch im Gegensatz zur Jazzmusik, die sich nach anfänglicher Ablehnung als musikalischer Meilenstein längst etabliert hat, endet die Beziehung zwischen Othello und Desdemona abrupt und tragisch. Es scheint, dass das Paar nicht gegen Neid und Vorurteile der anderen gefeit war.

Fr
14.
Januar
Ballett
19:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Love Me Or Leave Me

Bach meets the great Ladies of Jazz
Ballettabend von Sabrina Sadowska

Die Straßen sind leer und verlassen, ein paar einzelne Menschen eilen schnell nach Hause. Sie halten Abstand zueinander, meiden den Kontakt. Nur die Vögel sind während der Pandemie frei, sie fliegen, wohin sie wollen und künden mit ihrem Gesang von Frühling und Leben. Sanfte Klavierklänge ertönen in der Ferne, wärmen das Herz, erwecken Sehnsucht, Hoffnung, Freude und Poesie. Es sind Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen. Die Legende besagt, sie sollen für einen befreundeten Grafen am Dresdner Hof komponiert worden sein, auf dass dessen Cembalist Johann Gottlieb Goldberg dem Grafen die schlaflosen Nächte etwas aufheitern könne. Bach komponierte mit diesen Stücken einen Höhepunkt barocker Variationskunst und eine Hommage an den großen Komponisten und Cembalisten Domenico Scarlatti. Es handelt sich um eine Aria und dreißig Variationen, welche Bach an bekannte Formen wie Polonaise, Passepied, Gigue, Menuett, Sarabande, Fuge sowie Lamento und Toccata anlehnte. Ballettdirektorin Sabrina Sadowska ließ sich während des Lockdowns von jenen Stücken zu poetischen Tänzen und kleinen Geschichten von Sehnsucht, Zweisamkeit, Leben und Freude inspirieren.

Bachsche Melodien, die in Jazz-Rhythmen münden – der zweite Teil ist eine Hommage an die großen afro-amerikanischen Sängerinnen des Jazz. Leidenschaftliche und majestätische Stimmen erzählen von einem Leben voller Entbehrungen und dem Schattendasein menschlicher Existenzen genauso wie von den Freuden körperlicher Liebe. Diese Songs gehen unter die Haut. Viele der Ikonen wie Bettie Smith, Billie Holiday und Ella Fitzgerald fanden in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Platz in der Jazzszene und konnten sich als Frauen durchsetzen. Das Leben der Künstlerinnen war geprägt vom Kampf um Gleichberechtigung. Sängerinnen wie Nina Simone und Aretha Franklin setzten sich verstärkt mit ihren Liedern für die Civil-Rights-Bewegung ein. Legendär ist das Konzert 1964 in der Carnegie Hall, wo Nina Simone vor einem vollständig „weißen“ Publikum Mississippi Goddam sang, einen Song über die extremen Ungerechtigkeiten gegenüber den Afro-Amerikanern in Mississippi, Alabama und Tennessee. Billie Holiday wiederum sang ihr Lied Strange Fruit in jedem Konzert als Protest gegen den herrschenden Rassismus. Love Me Or Leave Me – Dance meets Jazz!

Sa
22.
Januar
Ballett
19:00 Uhr

Matinee der Opernballettschule - entfällt leider!

So
23.
Januar
Ballett
10:00 Uhr

Showcase V

Tanzstück von Sebastian Kloborg
URAUFFÜHRUNG

Ein kleines, aber feines Jubiläum gilt es in der Spielzeit 2021/2022 zu feiern! Das Ensemble des Balletts Chemnitz freut sich, zur inzwischen fünften Ausgabe von Showcase sein Publikum wieder in den Ballettsaal einladen zu können, jenen kreativen Ort, der im Alltag den Tänzerinnen und Tänzer vorbehalten ist als Probenstudio, Trainingsort, Ideenwerkstatt und Experimentierfläche. Der Auftakt in der Spielzeit 2017/2018 stieß auf so viel positive Resonanz, das hautnahe Erleben begeisterte die Zuschauer:innen  so sehr, dass daraus eine jährlich wiederkehrende Programmreihe des Balletts Chemnitz wurde. Mit Anthony Missen aus Manchester (Showcase I: Of Mavericks And Sheep und Showcase IV: Uninvited), dem Schweden Peter Svenzon (Showcase II: Persona) und Samuel Mathieu aus Frankreich (Showcase III: Mili[tanz!]) konnten international tätige Choreografen für dieses Format gewonnen werden.

Es entstanden sehr persönliche Werke gemeinsam mit den Tänzer:innen – das Individuum in seinen gesellschaftlichen Zwängen und Vorgaben, die kleinen Fluchten und Sehnsüchte, die Suche nach unkonventionellen Lebensentwürfen waren immer wieder die zentralen Themen in den Werken der Choreografen. In der intimen Atmosphäre des Studios, an dem die Distanz zwischen Bühne und Parkett aufgehoben ist, zeigt das Ballett neue zeitgenössische Arbeiten der Gastchoreografen und ermöglicht durch die Nähe einen intensiven und unmittelbaren Blick auf die entstandenen Arbeiten.

Die Jubiläums-Ausgabe der Reihe Showcase gestaltet der dänische Tänzer und Choreograf Sebastian Kloborg. Sebastian Kloborg begann seine Tänzerkarriere 2003 beim Royal Danish Ballet Kopenhagen, seit 2009 ist er dort Solist. Seine erste Choreografie entstand 2011, es folgten Tätigkeiten beim English National Ballett, dem Bundesjugendballett Hamburg, dem Royal Danish Ballet, Gauthier Dance Stuttgart und Beijing Dance Theatre. 2020 entwickelte Sebastian Kloborg Tanzfilme in Zusammenarbeit mit dem Kronos Quartet für das Staatsballett Berlin und das Danish Dance Theatre.

Fr
18.
Februar
Ballett
19:30 Uhr

Frühlingsrausch

Zweiteiliger Ballettabend von Eno Peçi und Robert Bondara
Daphnis et Chloé von Maurice Ravel und Le Sacre du Printemps von Igor Strawinsky

Der neue Ballettabend Frühlingsrausch bringt ein Wiedersehen mit zwei in Chemnitz bereits bekannten Choreografen, die zur jungen und international erfolgreichen Choreografenszene gehören. Eno Peçi, der zusammen mit Ballettdirektorin Sabrina Sadowska brillant und fantasiereich Tschaikowskys Schwanensee auf die Bühne brachte, realisiert Ravels Daphnis et Chloé. Robert Bondara, für die Choreografie seiner Winterreise von Publikum und Presse gefeiert, setzt sich mit Strawinskys Le Sacre du Printemps auseinander, zudem ist auch der Bühnen- und Kostümbildner Hans Winkler wieder mit von der Partie.

Maurice Ravel schrieb 1912 das zweiaktige Ballett Daphnis et Chloé für Sergej Diaghilevs Ballets Russ. Für den Choreografen Michail Fokine, der für Daphnis et Chloé ein Libretto nach dem Liebesroman des spätgriechischen Dichters Longos nutzte, stellte dieses Werk die Verwirklichung seiner Idee zur Reform des klassischen Balletts dar, der künstlerischen Einheit von Handlung, Musik, Tanzbewegung und Bühnengestaltung. Maurice Ravel komponierte eine raffinierte, schillernde Musik in tief empfundener Sinnlichkeit. So ließ er, wie er selbst formulierte, ein musikalisches „Fresko voll Hingabe an das Griechenland meiner Träume“ entstehen.

Igor Strawinsky schuf mit Le Sacre du Printemps einen Frühlingsrausch der anderen Art. Am Vorabend des ersten Weltkriegs erblickte ein Werk das Licht der Welt, das nicht nur den Tanz revolutionieren sollte, sondern auch einen Meilenstein in der Kompositionsgeschichte der Klassischen Moderne setzte. Das Publikum der Pariser Uraufführung traf dieser Frühlingsrausch wie eine Bombe und der Skandal der Uraufführung wurde legendär. Das Protestieren, Schreien und Brüllen von Teilen des Publikums war zum Teil so laut, dass die Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne das Orchester nicht mehr hören konnten. Strawinsky komponierte einen aggressiv-herrlichen Soundtrack zu einem Frühlingsritus mit blutigem Ritualmord, und Uraufführungschoreograf Vaslav Nijinsky kreierte zu dieser musikalischen Wucht einen  explosiven Tanzrausch.

Fr
25.
Februar
Ballett
18:00 Uhr

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