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© zenna.de

Das Dschungelbuch

Ballett von Ashley Lobo nach Rudyard Kipling

Mehr als 100 Jahre alt und dennoch unvergessen ist die Geschichte des britischen Autors Rudyard Kipling über das Findelkind Mowgli. Als Baby in einem Korb auf dem Fluss ausgesetzt, landet Mowgli mitten im tiefen und dunklen indischen Dschungel. Dort findet ihn ein Wolfsrudel, das ihn wie ein eigenes Junges aufzieht. Beschützt von den Tieren, erlebt Mowgli viele Abenteuer – doch der Tiger Shere Khan ist ihm auf den Fersen, denn er will das Menschenkind loswerden … Die Geschichte über die Möglichkeit des friedvollen Zusammenlebens von Mensch und Tier ist spätestens seit der Disney-Verfilmung aus dem Jahr 1967 weltweit bekannt. Im Angesicht der Kräfte der Natur, der Tiere und Menschen reift Mowgli zum selbstbewussten Jugendlichen heran und sucht in einer Welt, in der er sich fremd fühlt, nach seinem ganz eigenen Weg. Der indische Choreograf Ashley Lobo bringt Mowglis Erlebnisse und die Geheimnisse des Dschungels als energiegeladenes Ballett für Jung und Alt auf die Bühne. Hier verbinden sich die Körpersprache des westlichen Tanzes und die emotionalen Feinheiten der indischen Kultur und werden zu einem Abenteuer für die ganze Familie. Ashley Lobo, Gründer und Künstlerischer Leiter der Danceworx Performing Arts Academy in Mumbai, reist als Choreograf um die ganze Welt. Er war Jurymitglied der indischen Tanz-Talent-Show India’s Dancing Superstar, arbeitete mit Regisseuren und Choreografen wie Salome Roy Kapoor und Krishna Bhargava in Produktionen wie Best Of Broadway, Grease, Cabaret und Evita zusammen und gehört mittlerweile zu den Stars seiner Branche. Zu seinen Ballettchoreografien gehören u. a. Der Nussknacker am Ballet Theatre Queensland, Brisbane sowie The Wiz – Das zauberhafte Land und West Side Story am Barre Theatre Co., Sydney.
Mi
03.
Oktober
Ballett
15:00 Uhr

BALLETTMATINEE - NORDLICHT

Ein Einblick in die Premierenvorbereitungen

Ein bis zwei Wochen bevor sich für eine Inszenierung auf der großen Bühne der Premierenvorhang hebt, lädt das Ballett Chemnitz zu einer Matinee ein, in der das Autorenteam das Konzept – illustriert durch Ausschnitte – auf der Bühne vorstellt.
Sa
06.
Oktober
Ballett
10:00 Uhr

Nordlicht

Ballettabend von Katarzyna Kozielska, Marco Goecke und Alexander Ekman

Der neue, dreiteilige Ballettabend Nordlicht bringt choreografische Handschriften der Superlative nach Chemnitz: Mit Katarzyna Kozielska, Marco Goecke und Alexander Ekman ist ein hochkarätiges Trio der angesagtesten Choreografen unserer Zeit zu Gast. Die aus Polen stammende Katarzyna Kozielska, seit der Spielzeit 2000/2001 Mitglied des Stuttgarter Balletts, ist seit 2011 auch als Choreografin erfolgreich. Die von der Fachzeitschrift tanz als „Bemerkenswerteste Nachwuchs-Choreografin“ genannte Künstlerin wird eigens für das Ballett Chemnitz eine Uraufführung kreieren. Marco Goecke, Hauschoreograf des Stuttgarter Balletts und ab 2019 neuer Ballettdirektor der Staatsoper Hannover, sorgt von Leipzig bis New York, von Oslo bis Monte Carlo sowie bei renommierten Tanzfestivals mit seinen Uraufführungen für Aufsehen. Sein avantgardistischer Tanzstil fordert die Tänzer technisch heraus und berührt. 2006 erhielt Marco Goecke den im Rahmen des Monaco Dance Forums in Monte Carlo verliehenen Prix Nijinsky in der Kategorie „Aufstrebender Choreograf“. Von der Fachzeitschrift tanz wurde er 2015 als „Choreograf des Jahres“ gewählt. Sein Stück Suite Suite Suite entstand 2008 für das Leipziger Ballett. Inspiriert von Anekdoten aus dem Leben Johann Sebastian Bachs hat er zu dessen Orchestersuite Nr. 4 D-Dur eine unverwechselbare, sehr persönliche Bewegungssprache entwickelt. Alexander Ekman, ehemaliger Tänzer des Kungliga Operan Balett, des Nederlands Dans Theater 2 und des Cullberg Ballet, zählt zu den international gefragtesten Choreografen und lehrt an der renommierten Juillard School New York. Für Cow am Dresdner Semperoper Ballett wurde er 2016 mit dem deutschen Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet. Dass Ekman als Spezialist für große Ensemble-Stücke gilt, spürt man auch bei Episode 31, einem Werk, das er 2011 für die Juilliard School New York konzipierte. Dieses energiegeladene Stück mit atemberaubendem Tempo lässt trotz der starken Gruppenchoreografie auch die individuelle Ausdruckskraft der jungen athletischen Tänzer Teil des Kunstwerks werden.
Fr
12.
Oktober
Ballett
19:00 Uhr
© Nasser Hashemi

Made in Chemnitz 20.18

Tanzstücke von Emilijus Miliauskas, Raul Arcangelo und David Blázquez
Uraufführung

Drei Tänzer fangen in ihren eigenen Stücken verschiedene Aspekte einer Gesellschaft ein. Emilijus Miliauskas spürt in Thunder.Perfect Mind der Frage nach, welche Rolle(n) die Frauen in unserer Gesellschaft spielen – als Mutter, als Geliebte, als zartes und grausames Geschöpf – und wie diese vom Mythos geprägt sind. Raul Arcangelo fragt in No.VA (Family), welche Rolle die Familie in unserem Leben spielt und was passiert, wenn sich die aus ihr erwachsenden Gefühle wie Sicherheit, Geborgenheit und Liebe auf alle Menschen ausweiten würden. Schließlich beschäftigt sich der spanische Tänzer David Blázquez in AbOUt mit dem Platz, den jeder von uns als Individuum in der Gesellschaft einnimmt. Was müssen wir von uns verstecken, was können wir offen zeigen? Thunder.Perfekt Mind von Emilijus Miliauskas
Choreografie Emilijus Miliauskas
Kostüme Emilijus Miliauskas, Alanna Saskia Pfeiffer
Musik Girių Dvasios No.VA (Family) von Raul Arcangelo
Choreografie und Musik Raul Arcangelo
Co-Choreografie und Kostüme Beatriz Caravetto AbOUt von David Blázquez
Choreografie und Kostüme David Blázquez
Musik Steve Reich, Ólafur Arnalds, Hildur Guðnadóttir, Hazmat Mondine, Jóhann Jóhannson, Schtang, Reinhold Heil
Fr
19.
Oktober
Ballett
20:30 Uhr

Die Theater Chemnitz zeigen Gesicht

beim 13. Chemnitzer Firmenlauf

© Nasser Hashemi
Die Theater Chemnitz zeigen Gesicht und starten mit einer bunten Mannschaft beim 13. Chemnitzer Firmenlauf. 

FÜR TOLERANZ, WELTOFFENHEIT UND FREIHEIT

Guillermo García Calvo

Guillermo García Calvo,
Generalmusikdirektor der Städtischen Theater Chemnitz: 

Die schreckliche Tat und die nachfolgenden Ereignisse haben den Start in die neue Spielzeit überschattet. Ein Menschenleben wurde durch Gewalt beendet. Ich bin mit meinen Gedanken bei den Hinterbliebenen.

Als Spanier bin ich in Chemnitz wie auch in Wien und an vielen anderen Orten ein Ausländer. Vor dem Hintergrund der Ereignisse um die Messerstecherei auf dem Chemnitzer Stadtfest möchte ich daran appellieren, dass wir alle fremd sind - überall, wo wir hinkommen. So sollten wir uns anderen gegenüber so verhalten, wie wir es uns wünschen würden, in der Fremde aufgenommen zu werden.

Musiker und Künstler können nicht die Welt retten, aber wir haben ein Mittel, das hilft: die Musik. Wenn wir Musik in der Oper oder im Konzert aufführen, zeigt sie uns den Weg eines Miteinanders, denn sie verbindet, sie ist eine Sprache, die jeder von uns versteht. Und dies erhoffe ich mir für Chemnitz: eine Verbindung zu schaffen durch Musik und Kultur in der Hoffnung, Grenzen zu überwinden, Freude, Hoffnung, Liebe und Trost zu schenken.

Ich glaube an die Kraft unserer gemeinsamen Arbeit zum Wohle der Gesellschaft - für Toleranz, Weltoffenheit und Freiheit! Wir möchten mehr denn je mit unseren unterschiedlichen Lebenswegen und Herkunftsorten ein deutliches Zeichen des respektvollen Umgangs im Miteinander setzen. Unsere Arbeit soll helfen, Risse zu kitten und ein Miteinander herzustellen.

Für Vernunft und Diskursoffenheit – gegen Hass und Gewalt

Die Mitarbeiter der Theater Chemnitz sind erschüttert und distanzieren sich von den jüngsten, unfassbaren Ereignissen in Chemnitz. Unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen des Opfers vom Sonntagmorgen in der Chemnitzer Innenstadt.

Die Theater Chemnitz stehen für Weltoffenheit, Humanismus und Vielfalt und lehnen entschieden gewaltverherrlichende, menschenverachtende Strömungen ab. Am Chemnitzer Theater sind Künstler vieler Nationalitäten beschäftigt, die besorgt auf die Entwicklung der vergangenen Tage schauen. Wir wollen, dass Chemnitz für diese Mitarbeiter und alle Bürger eine Stadt der Diskursoffenheit ist und bleibt, die den Titel Kulturhauptstadt verdienen kann – mit einer Kultur, die Respekt im Miteinander lebt.

Dr. Christoph Dittrich
Generalintendant
Städtische Theater Chemnitz gGmbH
für die Mitarbeiter der Theater Chemnitz

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