Akiho Tsujii
Die japanische Sopranistin Akiho Tsujii ist seit der Spielzeit 2023/2024 Ensemblemitglied an der Oper Chemnitz. Hier erweiterte sie ihr Repertoire um zentrale Partien ihres Fachs, darunter Violetta (La Traviata), Donna Anna (Don Giovanni), Mimì (La Bohème), Antonia (Hoffmanns Erzählungen), Nedda (Der Bajazzo), Gilda (Rigoletto), Micaëla (Carmen), Gretel (Hänsel und Gretel) sowie Lia San (Viktoria und ihr Husar) und Hilde (Der Tenor der Herzogin). Zudem war sie in Konzertpartien u. a. in Beethovens 9. Sinfonie und Mahlers 8. Sinfonie (Mater Gloriosa) zu hören.
Zahlreiche Gastengagements führten sie u. a. 2025 zu den DomStufen-Festspielen Erfurt als Mimì (La Bohème), 2024 gastierte sie als Amor (Orphée et Eurydice) und Olympia (Les contes d’Hoffmann) am Staatstheater Darmstadt, als Servilia (La clemenza di Tito) bei den Gluck-Festspielen im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth sowie als Sophie (Der Rosenkavalier) am Staatstheater Cottbus. Zudem kehrte sie für die Titelpartie in Lucia di Lammermoor an das Mainfranken Theater Würzburg zurück.
Ihr Debüt gab sie bereits 2020 am New National Theatre Tokyo als Musetta (La Bohème) unter der musikalischen Leitung von Paolo Carignani an der Seite von Nino Machaidze.
Weitere Engagements führten sie u. a. an die Oper Leipzig, das Theater Erfurt, das Theater Dortmund, die Semperoper Dresden (Koproduktion; Aufführungen am Staatsschauspiel Dresden), die Staatsoperette Dresden sowie an die Deutsche Oper Berlin (Cover Gilda, Rigoletto).
Auch als Konzertsängerin ist sie tätig. Unter Gabriel Feltz sang sie in Beethovens 9. Sinfonie (2017) sowie in Mozarts Großer c-Moll-Messe im Konzerthaus Dortmund (2019) und in Belgrad (2022). In der Frauenkirche Dresden interpretierte sie Mendelssohn Bartholdys Elias und Beethovens Messe unter der Leitung von Matthias Grünert. Weitere Konzertauftritte führten sie u. a. nach Polen, Großbritannien, Österreich und Japan.
Von 2017 bis 2023 war sie Ensemblemitglied am Mainfranken Theater Würzburg, wo sie sich ein breites Repertoire erarbeitete, darunter Lucia (Lucia di Lammermoor), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Olympia (Les contes d’Hoffmann), Pamina (Die Zauberflöte), Giulietta (I Capuleti e i Montecchi), Lauretta (Gianni Schicchi), Gilda (Rigoletto), Gretel (Hänsel und Gretel), Musetta (La Bohème), Woglinde (Der Ring des Nibelungen), Madame Mao (Nixon in China) und Armida (Rinaldo). Für ihre Leistungen wurde sie 2022 mit dem Theaterpreis des Theater- und Orchesterfördervereins ausgezeichnet.
Zuvor war sie von 2014 bis 2017 Ensemblemitglied am Theater Gera-Altenburg, wo sie sich ihr Fachrepertoire aufbaute. Zu den Partien zählten u. a. Norina (Don Pasquale), Sophie (Der Rosenkavalier), Ännchen (Der Freischütz), Gilda (Rigoletto), Karolka (Jenůfa) und Musetta (La Bohème). Dort wurde sie 2016 und 2017 mit dem Theater-Oskar als „Beliebteste Künstlerin“ geehrt.
Mehrfach wurde sie bei internationalen Gesangswettbewerben ausgezeichnet, darunter der 1. Preis beim Internationalen Albert-Lortzing-Wettbewerb in Leipzig, der 2. Preis bei der Osaka International Music Competition sowie der 2. Preis beim Japanischen Musikwettbewerb. Zudem war sie Finalistin beim Internationalen Mozartwettbewerb Salzburg sowie beim Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb, wo sie mehrere Engagementpreise erhielt.
Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie zunächst in Japan. Sie studierte Gesang an der Aichi Prefectural University of Fine Arts and Music bei Kumiko Oshita und schloss ihr Studium mit dem Master ab. Anschließend erhielt sie ein Stipendium des DAAD, das ihr eine zweijährige Zusatzausbildung in Deutschland ermöglichte. Diese absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig bei Jeanette Favaro-Reuter. Zudem war sie Mitglied des Thüringer Opernstudios.
Foto: Nasser Hashemi