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Superbusen

Popdrama nach dem Roman von Paula Irmschler
Bühnenfassung von Kathrin Brune
URAUFFÜHRUNG

17.
Dez
Samstag
3 weitere Termine
Ausverkauft
 
 

Endlich weg von zu Hause! Für Gisela, Anfang 20, ist Chemnitz eine Verheißung – die Kindheit hinter sich lassen, studieren, lieben, leben. Doch irgendwie nimmt man die Vergangenheit ja immer mit – Erinnerungen, Gedanken, die man nicht so recht abschütteln kann und die wie Schatten hinter einem herlaufen. Doch Gott sei Dank gibt es in Chemnitz Freundinnen, die das verstehen und den Kampf mit den kleinen und großen Dämonen aufnehmen. Gemeinsam stellen sie sich der Welt entgegen: Sie gehen auf Demonstrationen, retten in langen Küchengesprächen die Erde, feiern auf Partys, halten sich mit diversen Jobs über Wasser, loten Stadt, Möglichkeiten und Grenzen aus – und sie gründen eine Band: Superbusen! Gemeinsam erleben sie, was Zusammenhalt bedeutet, wie euphorisierend ein Aufbruch ist und wie stark die Macht der Musik.  

Regisseurin Kathrin Brune bearbeitet  Paula Irmschlers genau beobachteten wie spritzigen Chemnitz-Roman für die Bühne: Ein szenisch-musikalischer Roadtrip, der von der Kraft der Freundschaft, vom Erwachsenwerden, von Lebensplänen und vom Bleiben statt Abhauen erzählt – eine Liebeserklärung an eine Stadt, die ihre Freundlichkeit allzu oft unter einem rauen Mantel versteckt.

 
17.
Dez
Samstag
Ausverkauft
 

Weitere Termine

Montag, 19. Dezember 2022
20.00 Uhr
Ausverkauft
Mittwoch, 28. Dezember 2022
20.00 Uhr
Ausverkauft
Mittwoch, 01. Februar 2023
20.00 Uhr
 
Bühne und Kostüme
Dramaturgie
Video
Peter Roßner
Die Band
E-Gitarre und Gesang
Jenny Kretzschmar
Bass
Heidi Enderlein
Midi-Synthesizer / Keyboard / Additional
Kati Hollstein
 
Dauer
1 h 30 min
Spielpause
keine Pause
Altersempfehlung
ab 12 Jahren
Premiere
19.03.2022
Wiederaufnahme
03.10.2022
 

Stimmen

Sind wir nicht alle ein bisschen Gisela?

Johanna Eisner | Freie Presse | 22.03.2022

(…) Die neue Location könnte nicht besser sein: Der Ostflügel sieht mit dem Bühnenbild aus wie das Innere des Atomino, das ist konsequent, weil dort ohnehin die meisten Chemnitzer Popkulturgeschichten handeln. Eine Bühne auf der Bühne, Bierkisten, leere Flaschen, kalter Rauch, Knusperflocken, Rotkäppchen-Sekt – man fühlt sich wie in einem Club oder besser, wie in einem Club im Osten. Auf der Bühne steht auch wirklich eine Band (bestehend aus Jenny Kretzschmar, Kati Hollstein und Heidi Enderlein), um die es ja im Roman irgendwie auch geht, und streut immer wieder Songs in die Erzählungen. (…) Die Protagonistin in ‚Superbusen‘ heißt nur zufällig wie das populäre Schnapsmischgetränk Gisela, und in der Bühnenversion gibt es gleich drei Giselas, hervorragend gespielt von Magda Decker, Clemens Kersten und Andrea Zwicky. Sie erzählen mal gleichzeitig, mal sich gegenseitig, mal miteinander, mal durcheinander.

Katrin Brune inszeniert ‚Superbusen‘ in collagenartigen Fragmenten, als Bewusstseinsstrom. So entsteht ein so witziger wie melancholischer Remix aus Musik, Erzählung, Monolog, Dialog, Gesang - Popkultur im Theater. (…)

Marcel Pochanke | Sächsische Zeitung | 22.03.2022

(…) In dem vielbeachteten Roman von Paula Irmschler geht es um Lebensfragen einer jungen Frau, ursprünglich Dresdnerin, in Chemnitz. ‚Superbusen‘ ist der Name einer Frauenband, die sie gründet. Eine Live-Band aus drei Frauen steht in der Inszenierung von Kathrin Brune tatsächlich auf der Bühne, zwei Schauspielerinnen und ein Schauspieler teilen sich dazu in die Rolle der Hauptfigur Gisela.
Der Roman erzählt in meist kurzen Sätzen in der Ich-Form Giselas Gedankenkaskaden und Eindrücke. Auf der Bühne wird das Fehlen von Dialogen und dramatischen Konflikten dadurch ersetzt, dass sich Schauspieler und Band die Bälle und Einwürfe zuspielen. Das wirkt, nicht zuletzt weil Töne und Übergänge nicht immer passen, glaubhaft und spritzig. Der linke, feministische Duktus wandert dabei auf einem schmalen Grat zwischen wichtiger Zeitkritik und Klischee. Die Hassliebe, die Chemnitz bei vielen gerade jüngeren Einwohnern hervorruft, wird in dem Stück fühlbar und mit einem warmen, durchaus hedonistischen Trotz geradezu gefeiert. (…)

Popdrama „Superbusen“ feiert Debüt auf der Theaterbühne

Andreas Hummel | dpa-Landesdienst Sachsen | 20.03.2022

(…) Regisseurin Kathrin Brune inszeniert die späte Coming-of-Age-Geschichte einer jungen Frau als szenisch-musikalischen Roadtrip, bei dem eine eigens zusammengestellte ‚Superbusen‘-Band für Livemusik sorgt. (…)
In Brunes Inszenierung wird Gisela dreifach besetzt: Von zwei Frauen (Magda Decker und Andrea Zwicky) und einem Mann (Clemens Kersten). Ein dramaturgischer Kniff, der aufgeht und auch für Heiterkeit sorgt. Die passende Musik liefert die Liveband von Jenny Kretzschmar, Kati Hollstein und
Heidi Enderlein, die Lieder von Blur, Tocotronic und Nirvana ebenso spielen wie Echt und Britney Spears. Das Ergebnis ist ein kraftvoller Theaterabend, der Gänsehaut-Momente liefert, aber auch nicht mit Humor und Selbstironie spart. (…)“

Andreas Herrmann | Dresdner Neueste Nachrichten | 06.04.2022

Das Popdrama ‚Superbusen‘ verdient eigentlich eine Besuchsempfehlung: für Chemnitzerinnen unter 40. Doch selbst schuld, wer das Buch nicht kennt und sich in diesen Kosmos einer Dresdnerin namens Gisela begibt, die behufs Studium die kluge Entscheidung trifft, Chemnitz zu erobern und dort eine unterirdische Punkband namens ‚Superbusen‘ zu gründen.
Kathrin Brune (…) schrieb sich für diese Regiearbeit eine eigene Bühnenversion und setzte auf den Trick, Gisela in dreifacher Reflektion mit sich selbst auf die Bühne zu bringen: Magda Decker, Andrea Zwicky und Clemens Kersten kämpfen sich durch die Episoden der Generation Y/w, auch wenn bei der Premiere nicht alle der Chorsequenzen klappten. Beide Damen besitzen grandiose Stimmen – und so wird ihnen je ein schöner Coversong als Höhepunkte gegönnt. (…)

Scheißkerle und Empowerment

Tobias Prüwer | www.nachtkritik.de | 20.03.2022

(…) Ihre Chance nutzen sie im zweiten Teil, in dem auch das Schauspieltrio zu sich und einer Theaterform findet. Diesen Block kann man mit Frauwerdung, Emanzipation, Entdeckung von Weiblichkeit und junger Ausgelassenheit umschreiben. Es geht um Mackertum in der Musikszene, Menstruation und Masturbation, Abtreibung, Scheißkerle, Empowerment und hohle Feminismusphrasen, wenn es einer doch wirklich gerade schlecht geht. (…) Hier ist eine Spielfreude zu erleben, gibt es Theaterszenen, etwa wenn chorisch Uterusschmerzen geschildert werden oder die drei ein wenig wie die Beatles auf dem Albumcover über die Bühne staken. Und dann wird immer wieder getanzt. Die Band legt ein paar gute Einlagen hin, besonders beeindruckt ein Medley, das von Nirvana bis Echt reicht. In diesen Momenten drückt sich das Lebensgefühl und Leiden einer jungen Frau aus und weil man dicht dran sitzt, berührt es.
Es keine große Theaterkunst, mit der Kathrin Brune Publikum und Kritik umgarnen will. Nach dem halbfertig wirkenden ersten Teil setzt sie auf die Kraft des Livemoments und die Energie der allesamt leidenschaftlich spielenden Menschen auf der Bühne. Das hat das Potential, auch bei weniger regelmäßigen Theatergängern das Feuer zu entfachen.“

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