Johannes Klumpp
Als kreativer Partner des Orchesters und herausragender Kommunikator entwickelt Johannes Klumpp Programme vom späten Barock bis zur klassischen Moderne, die Publikum und Presse gleichermaßen begeistern. In seiner fünften Saison als Künstlerischer Leiter der Heidelberger Sinfoniker konnte er mit dem Orchester einen besonderen Erfolg feiern: Die unter seiner Leitung komplettierte Einspielung aller Sinfonien Joseph Haydns wurde mit dem OPUS Klassik 2025 in der Kategorie „Sinfonische Einspielung des Jahres“ ausgezeichnet. Aktuell widmet er sich mit dem Orchester einem programmatischen Schwerpunkt rund um „Haydns Welt“.
Schon seit 2013 arbeitet Johannes Klumpp als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Folkwang Kammerorchesters Essen. Nicht zuletzt dank der gefeierten Einspielungen der Sinfonien und Konzerte von Wolfgang Amadeus Mozart konnte er die Profilierung des Ensembles enorm steigern. Auch hier soll im Laufe der nächsten Jahre eine Gesamteinspielung aller Sinfonien vorgelegt werden. Die rege Tourneetätigkeit des Ensembles trägt ebenfalls seine Handschrift: 2024/2025 debütierte er mit dem Folkwang Kammerorchester in der Elbphilharmonie Hamburg, zudem gastierte das Ensemble u. a. beim Mozartfest Würzburg sowie beim Festival Internacional de Música da Póvoa de Varzim, wo es gemeinsam mit Julia Lezhneva auftrat. Für ungewöhnliche Spielorte wie das Weltkulturerbe Zeche Zollverein oder das Museum Folkwang entwirft Johannes Klumpp innovative Programmformate und kooperierte mit bekannten Persönlichkeiten wie der Schauspielerin Martina Gedeck, dem Komponisten und Pianisten Hauschka und dem verstorbenen Publizisten Roger Willemsen. Um den Dialog mit dem Publikum zu fördern, nutzt Johannes Klumpp nicht nur in Essen regelmäßig die Form der moderierten Veranstaltung.
Eine rege Konzerttätigkeit führt ihn zu renommierten Orchestern, darunter das MDR-Sinfonieorchester, die NDR Radiophilharmonie, das Staatsorchester Stuttgart, die Dresdner Philharmonie, das Thailand Philharmonic Orchestra, das Gulbenkian Orchestra Lissabon, das Orquesta Ciudad de Granada, die Staatskapelle Weimar, die Düsseldorfer Symphoniker oder das Stuttgarter Kammerorchester.
Auch in der Oper wird Johannes Klumpp – von der Presse gepriesen als „Sängerdirigent par exellence“ – sehr geschätzt. Insbesondere dem Werk Mozarts fühlt sich Klumpp eng verbunden; u. a. erhielt sein Figaro am Tiroler Landestheater Innsbruck große Beachtung, auch Mozarts Zauberflöte und Cosi fan tutte dirigierte er mehrfach. Gleichzeitig umfasst sein vielfältiges Musiktheater-Repertoire bereits seit seiner Zeit als Erster Kapellmeister des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen sowie als Gastdirigent diverser Opernhäuser Werke von Humperdincks Hänsel und Gretel und Nicolais Lustigen Weiber von Windsor über Verdis Aida und Puccinis Manon Lescaut, bis hin zu Brittens Gloriana oder Feldmans Neither. Zuletzt feierte er Erfolge am Hessischen Staatstheater Wiesbaden u. a. mit Lehars Die lustige Witwe, Janáčeks Aus einem Totenhaus und Die Sache Makropoulos, Strauss‘ Rosenkavalier sowie Webers Freischütz.
Der gebürtige Stuttgarter erlernte neben einem Violastudium sein Handwerk bei Nicolás Pasquet und Gunter Kahlert in Weimar. Mit Wettbewerbserfolgen in Besançon, beim Deutschen Hochschul-wettbewerb „in memoriam Herbert von Karajan“ sowie beim Deutschen Dirigentenpreis machte er früh auf sich aufmerksam. Meisterkurse bei namhaften Dirigenten wie Reinhard Goebel, Kurt Masur, Gennady Rozhdestvensky und Michail Jurowski rundeten seine künstlerische Ausbildung ab.