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Wenn Herr Kumul singt

Solo von Eva und Paul Schmidtchen Uraufführung

Frau Igel lebt schon ihr ganzes Igelleben in einem großen Wald und fühlt sich hier pudelwohl: Hier kennt sie jeden Baum und jeden Stein. Im Sommer leuchten die Blätter und Bäume saftig grün, die ganze Welt ist sonnendurchflutet und in der Nachbarschaft regt sich das Leben. Erst im Herbst wird ganz langsam alles kalt und grau. Dann zieht Frau Igel jedes Jahr los, um Futter zu sammeln und sich auf ihren wohlverdienten Winterschlaf vorzubereiten. Eines Tages findet sie unter einem Busch ein buntes Knäuel. Sie hält es für so ein Obstdings, doch ehrlich gesagt hat sie so etwas Seltsames noch nie gesehen. Und obwohl Frau Igel Obst nicht mag, nimmt sie es mit, denn es riecht gut und ein wenig neugierig ist sie schon. Zu Hause im Warmen aber erwacht das Bündel und entpuppt sich als verletzter Vogel. Und was für einer! Er muss sich verirrt haben, das steht fest. Sein Gefieder ist bunter und weicher als das der anderen und seine Sprache klingt ganz anders und fremd. „Kumul“ ist das einzige Wort, das Frau Igel versteht, wenn er auf sich zeigt und so nennt sie ihren neuen Mitbewohner fortan Herr Kumul. Nach und nach päppelt sie ihn wieder auf. Und während es draußen kälter und kälter wird, wirbelt Herr Kumul ihr Leben ordentlich durcheinander. Doch schließlich steht der Winter vor der Tür… In ihrer aktuellen Produktion für das Figurentheater Chemnitz entführen uns Eva und Paul Schmidtchen mit Tischpuppen und einer Spielerin in eine andere Welt und erzählen von der wunderbaren Chance, die darin liegt, sich und seinen Alltag dem unbekannten Neuen zu öffnen.
Fr
20.
Oktober
Figurentheater
09:30 Uhr

Der Rosenkavalier

Komödie für Musik von Richard Strauss Libretto von Hugo von Hofmannsthal

„Ich habe in nur drei Nachmittagen ein komplettes, ganz frisches Szenar einer Spieloper gemacht, mit drastischer Komik in den Gestalten und Situationen ...“, schrieb Hugo von Hofmannsthal am 11. Februar 1909 an Richard Strauss. Gemeint war der zukünftige Rosenkavalier, nach Elektra die zweite Oper der fruchtbaren Zusammenarbeit von Dichter und Komponist, für die sich Strauss etwas im Sinne einer Buffo-Oper wünschte. So entstand eine Dreiecksgeschichte voller Humor und leiser Melancholie über die Zeit, über das Vergängliche und über Dinge, die sich auch nach mehr als 110 Jahren nicht verändert haben. Die Marschallin hat einen jungen Geliebten, Octavian. Er wird auserwählt, als Rosenkavalier für den Schürzen- und Mitgiftjäger Baron Ochs auf Lerchenau um die Hand von Sophie, Tochter des reichen Herrn Faninal, anzuhalten. Doch Sophie und Octavian verlieben sich ineinander, was zu einer ganzen Reihe von Intrigen und Verwechslungen führt. Schließlich räumt aber der zudringliche Ochs blamiert das Feld, und nach dem großherzigen Verzicht der Marschallin steht der Verbindung zwischen Sophie und Octavian nichts mehr im Wege. Die Bühnenwerke von Richard Strauss hatten schon immer einen festen Platz im Chemnitzer Opernrepertoire. Der Rosenkavalier war unmittelbar nach der Dresdner Uraufführung 1911 auch in Chemnitz zu sehen. Die Inszenierung der Neuproduktion übernimmt der gebürtige Wiener Paul Esterhazy, der seine Leidenschaft fürs Theater bereits in der Schulzeit entdeckte: Fast jeden Abend verfolgte er gebannt die Aufführungen in der Wiener Staatsoper und im Burgtheater. Später war er Dramaturg und Theaterleiter und ist nun schon seit mehr als 20 Jahren als Opernregisseur in Deutschland und Österreich unterwegs. MDR Kultur Opernmagazin vom 23.09.2015 mit Ankündigung des "Rosenkavalier" (ab ca. 49:10)
Fr
20.
Oktober
Oper
18:00 Uhr

Die Räuber

Drama von Friedrich Schiller

Was hat Vater (-Staat) seinen Kindern angetan – oder was hat er nicht getan, dass das passieren konnte? Warum hat er sie für den Lebensweg so ungleich gewappnet? Wie kann so eine Brutalität und Radikalität entstehen? Diese Fragen stellt man sich, wenn es zu spät ist – wenn sich ein Riss nicht nur durch das Land, sondern auch durch die Gesellschaft zieht und rechts und links Misstrauen, Angst und Feindlichkeit wachsen. Für die Brüder Karl und Franz Moor, der eine vom Vater geliebt und bevorzugt, der andere ungeliebt und vernachlässigt, ist die alte Ordnung, für die ihr Vater steht, verfallen. Franz nutzt die Schärfe seines Verstandes und schafft es mittels klug arrangierter Intrigen, Vater und Bruder gegeneinander auszuspielen. Skrupellos setzt er sich an die Macht. Franz‘ Hybris liegt in der Überzeugung, dass seine Freiheit darin bestünde, sich und seine Welt jenseits aller bestehenden Normen und Werte neu zu erschaffen. Nun ist Karl der Ausgestoßene, die Ordnung seiner Kindheit verkehrt. Sein Blick auf die desaströsen und ungerechten Missstände der Welt rechtfertigen in seinen Augen Raub, Gewalt und Mord. Er schließt sich einer Räuberbande an, wird ihr Anführer und schwört dieser Treue und Gefolgschaft bis zum Tod. In den Räubern legt Friedrich Schiller (1759-1805) den privaten Konflikt der ungleich erzogenen Brüder als Nährboden, um zwei gesellschaftliche Radikalisierungsmuster zu hinterfragen. Er stellt Franz‘ instrumentellen Rationalismus gegen den blutigen Idealismus Karls – zwei radikale Entwürfe prallen damit aufeinander und bilden das Spannungsfeld und zugleich einen Versuchsraum, in dem sich die Inszenierung auf eine sinnliche Ursache-Wirkungs-Forschung begibt. Was wäre, wenn man irgendwann nicht mehr fragen müsste: Wie konnte das passieren? Sondern sagen könnte: Das Drama hat nicht stattgefunden!
Fr
20.
Oktober
Schauspiel
19:30 Uhr

Danke-Konzert

für die Spender der neuen Foyer-Bestuhlung

Sa
21.
Oktober
Oper
15:30 Uhr

Hänsel und Gretel - Grimmiges Märchen

in der Bühnenfassung von Andrea Czesienski

Wer kennt nicht die schaurig-märchenhafte Geschichte über die beiden tapferen Geschwister Hänsel und Gretel, die in großer Not beginnt und dennoch einen glücklichen Ausgang nimmt! Hänsel und Gretel, die Kinder eines armen Holzfällers, leben mit ihrem Vater und der Stiefmutter in der Nähe eines dunklen Waldes. Die Not schaut durch alle Ritzen und der Hunger nagt an den Menschen wie der Holzwurm am Haus. Zweimal werden die Kinder vom Vater und der Stiefmutter im gespenstischen Wald ausgesetzt, der voller Geheimnisse und Gefahren steckt. Einmal können Hänsel und Gretel zurückkehren, weil Kieselsteine ihnen, vom Mond erleuchtet, wie Silbertaler den Weg nach Hause weisen. Beim zweiten Mal bleiben ihnen nur ein paar Brotkrumen als Wegmarkierung. Als diese von den Vögeln des Waldes aufgepickt werden, finden Hänsel und Gretel nicht mehr aus dem Wald heraus. Schließlich kommen sie an ein Häuschen, das ganz aus Brot und Kuchen gebaut ist, mit Ziegelsteinen aus Tortenstücken und Rauch aus feinster Zuckerwatte. Die beiden schlagen sich ihre hungrigen Bäuche mit den schönsten Speisen voll und fühlen sich wie im Himmel. Das Haus aber gehört einer bösen Hexe, die nur darauf wartet, sie fressen zu können!In ihrer Bühnenfassung hält sich Andrea Czesienski eng an die bedrückend-realistische und zugleich zauberhaft-atmosphärische Vorlage der Brüder Grimm. Frank Alexander Engel nimmt sie als Grundlage für seine Inszenierung und erzählt voller Poesie von den Geheimnissen des Waldes und der abenteuerlichen Reise, die Hänsel und Gretel schließlich mit einem Schatz in den Händen zurück nach Hause führt. Durch Feuer und Wasser, Tag und Traum, Wunsch und Wirklichkeit geht ihr Weg. Und im Dunkel der Nacht werden Träume wach, bedrohlich und verführerisch zugleich: Tiere lauern im Unterholz, ein silberweißer Vogel schaukelt auf einem Ast und singt ein wundersames Lied, ein Stiefmütterchen erblüht um Mitternacht blutrot und Kieselsteine funkeln wie silberne Sterne. Nachts im Wald begegnen wir unseren Ängsten, Willkür und Boshaftigkeit, die übermächtig scheinen und drohen, uns ins Feuer zu stoßen. Können wir diese aber überwinden, indem wir zusammenhalten und Glück wie Unglück teilen, wartet am Ende des Waldes ganz sicher der Anfang von etwas Neuem.
Sa
21.
Oktober
Figurentheater
16:00 Uhr

Der 16. Chemnitzer Opernball hat sein Motto

LA NUIT EN ROUGE am 10. Februar 2018

Jetzt ist das Motto des 16. Chemnitzer Opernballs am 10. Februar 2018 bekannt: LA NUIT EN ROUGE ist die Devise, unter der sich das Opernhaus in ein Belle-Epoque-Palais verwandeln wird. Die Einladungen sind heute in die Post gegangen - auch wenn wir zum heutigen Zeitpunkt keine Plätze mehr anbieten können. Denn der Chemnitzer Opernball ist inzwischen so beliebt, dass seine nächste Ausgabe bereits seit August ausreserviert ist. Sie haben aber die Möglichkeit, sich auf die Warteliste setzen zu lassen. Erfahrungsgemäß gibt es immer Stornierungen und ein Nachrücken ist nicht aussichtslos. Alles Nähere zu LA NUIT EN ROUGE finden Sie unter http://www.opernball-chemnitz.de/

Gründung eines Projektchores für "Chemnitz singt!"

Erste Probe am 20.10.2017, 17.00 Uhr - Interessenten bitte anmelden

Felix Bender

Tausende von Stimmen tauchen in die Welt der Musik ein: Die Theater Chemnitz, die C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren und der Musikbund Chemnitz zusammen mit dem Sächsischen Chorverband laden am 21. Januar 2018, 15.00 Uhr zum großen Chorevent “Chemnitz singt!” in die Arena Chemnitz, Messehalle 1 ein und präsentieren damit gleichzeitig die Eröffnungsveranstaltung des Stadtjubiläums 875 Jahre Chemnitz.

Als musikalischer Gastgeber fungieren der Opernchor der Städtischen Theater Chemnitz, die Singakademie Chemnitz, der Chor der Technischen Universität und mehrere Kantoreien. Es erklingt ein Programm von der klassischen Chorliteratur bis hin zum modernen Unterhaltungssong sowie ein eigenes Kinderchorprogramm. Gestaltet wird der Tag von Chemnitzer Chören aller Altersgruppen sowie von weiteren Chören aus ganz Sachsen sowie aus Chemnitzer Partnerstädten. Begleitet werden die bereits mehr als 1.000 Sängerinnen und Sänger von der Robert-Schumann-Philharmonie unter der Leitung des stellvertretenden Generalmusikdirektors Felix Bender.

Eigens für diesen besonderen Anlass möchten die Theater Chemnitz einen Projektchor gründen, damit bei “Chemnitz singt!” auch diejenigen mitsingen können, die bisher noch keiner Chorformation angehören oder deren Chor nicht als Ganzes mitwirkt. Die erste Probe hierfür findet am Freitag, 20. Oktober 2017, 17.00 Uhr im Probenhaus der Theater Chemnitz (Wilhelm-Raabe-Straße 15, 09120 Chemnitz) unter Leitung des Chorleiters, Dirigenten und Pianisten Andreas Reuter statt. Alle weiteren Proben des Projektchores sind im Zweiwochenrhythmus geplant. Die Notenmaterialien erhalten alle Beteiligten bei der ersten Probe.

Interessenten für den Projektchor werden gebeten, sich ab sofort unter der E-Mail-Adresse chemnitzsingt@theater-chemnitz.de anzumelden.

„Choreografien voller Zuneigung“

Laudatio zur Verleihung des Sächsischen Tanzpreises an „Gesichter der Großstadt“

Der sächsische Tanzpreis 2017 wurde am 28. September in der Semperoper Dresden an die Produktion „Gesichter der Großstadt“ des Balletts Chemnitz verliehen (Choreografie: Reiner Feistel, Yiming Xu). Aus der Laudatio von Boris Gruhl:

„Der (…) Abend (…)ergründet die Tiefen menschlicher Einsamkeit mit Choreografien voller Zuneigung und einer breiten musikalischen Palette.(…)
Eine Auswahl von Bildern Edward Hoppers geben die Anregungen (…).
Während Rainer Feistel in den genial von Hans Winkler für die Bühne gestalteten Räumen Hoppers im Licht von Mathias Klemm mit ihren Szenen des einsamen Rückzuges der hier im seelischen und körperlichen Stillstand eingeschlossenen Menschen der Frage nachgeht, wie sie an jene Orte, in jene Situationen, gekommen sind und sie auch wieder verlassen könnten, löst Yiming Xu die räumlichen Begrenzungen auf und führt die Tänzerinnen und Tänzer aus den Situationen der Vereinzelung in die Anonymität einer Gruppe von Menschen.
Feistels Choreografien, in kammerspielartiger Sensibilität, sind von großer Zuneigung getragen, die sich aus Hoppers Bildern herleitet.
Die einsamen Menschen werden nicht bloß gestellt, Vergeblichkeiten misslingender Kommunikation nicht ausgestellt.
Ein Hauch von Sehnsucht durchzieht diese Szenen, wenn sich bei Versuchen minimaler Annäherungen zarte Visionen der Überwindung ihrer Einsamkeit erahnen lassen. Und welche Kunst könnte geeigneter sein, diese Momente menschlicher Sehnsucht, bewegender zu vermitteln als die des Tanzes mit ihren sinnlichen Korrespondenzen zum Raum, zum Licht, zum Klang, zur Stille.
Hoppers Menschen und Feistels Tänzerinnen und Tänzer können nicht zusammen kommen.
Zu sehr sind sie bei sich.
Auch wenn sie in wenigen Momenten zusammen tanzen, so tanzt doch jeder eigentlich für sich allein.
So wie diese kammerspielartigen Szenen ihre Kraft und Berührung aus der individuellen Präsenz der hervorragenden Tänzerinnen und Tänzer des Balletts der Theater Chemnitz beziehen, so auch bei gänzlich anderer choreografischer Gestaltung in den Szenen von Yiming Xu im jetzt von Hans Winkler großflächig geweiteten Raum mit zu Silhouetten gefügten Motiven der Bilder als Begrenzung am Bühnenhorizont.
Der Choreograf nimmt die Momente des Aufbruchs der Einzelnen von Rainer Feistel auf und an.
Dies geschieht durch überzeugende Zusammenführung verschiedener Formen des zeitgenössischen Tanzes und der Herausstellung des persönlichen Bewegungsduktus der einzelnen Tänzerinnen und Tänzer. Somit aufgebrochene Energien bündeln sich in raumfüllenden dynamischen Ensembles.
Ihre Einsamkeit können sie nicht überwinden. Sie verlieren sich in Raum und Zeit, in der Urbanität mit ihrer Weite und Unüberschaubarkeit.
Versuche des Auf- oder Ausbruchs, Aktionen einzelner Individuen bleiben bizarr und absurd wie kleine Lichtblitze die sie nicht davor bewahren können einverleibt zu werden in die Anonymität der Massen großer Städte und sicher auch nicht ganz so großer Städte, wie Chemnitz oder Dresden.
So überzeugen kraft künstlerischer Gestaltung, bei jeweils besonderer Ästhetik, beide Choreografien durch konstruktive Korrespondenzen möglicher Assoziationen auf dem Hintergrund gegenwärtiger Erfahrungen urbaner Einsamkeit.“

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