Willkommen im Spinnbau!

Die neue Interimsspielstätte für Schauspiel und Figurentheater

Eine aufregende und erfolgreiche Eröffnung unserer neuen Spielstätte Spinnbau liegen hinter uns. Eine große Auswahl an Neuproduktionen, wie  Hin und Her von Ödön von Horváth, Goethes Klassiker Die Leiden des jungen Werther, der Chemnitzer Kultroman Superbusen von Paula Irmschler,  das Kammerspiel Leb wohl, Judas … von Ireneusz Iredynski sowie Molières Komödie Amphitryon feierten Premiere im neu eröffneten Spinnbau. Vor ausverkauften Zuschauersälen wurden die Bühnen der neuen Interimsspielstätte für Schauspiel und Figurentheater eingeweiht. Auch das Figurentheater eröffnete nach krankheitsbedingter Verschiebung erstmals den Vorhang für die neue Bühne, in der Neuproduktion des Figurentheaters Der Schimmelreiter  steht im neuen Spielort das gesamte Figurentheaterensemble auf der Bühne.

Mit einer facettenreichen Auswahl an Neuproduktionen sowie einigen beliebten Inszenierungs-Klassikern freuen wir uns, Sie in den kommenden Wochen und Monaten im Spinnbau begrüßen zu dürfen und diesen besonderen Ort mit neuem Leben zu füllen.

Wir sehen uns im Spinnbau!

Im Gespräch mit...

Figurentheaterdirektorin Gundula Hoffmann und Schauspieldirektor Carsten Knödler


Neue Räume - Neue Welten

Chemnitzer Spinnbau wird zur Interimsspielstätte

Im Gespräch mit dem Generalintendanten Dr. Christoph Dittrich, Schauspieldirektor Carsten Knödler und Figurentheater Direktorin Gundula Hoffmann über Chancen und Herausforderungen, die sich aus dem Umzug in die Interimsspielstätte und den neuen Räumlichkeiten ergeben.

Wie sind Sie auf den Spinnbau als Ausweichspielstätte für Schauspiel und Figurentheater aufmerksam geworden?

CD: Unsere Kostümwerkstätten sind seit Anfang 2020 in einem der Gebäude des Spinnbaus unter sehr guten Bedingungen zu Hause. Durch einen Zufall wurden wir auf dann auf den Kultursaal im Nachbarflügel aufmerksam, der damals kleinteilig zergliedert, ungeheizt und in Parzellen als Lager vermietet war. Aber dennoch in der Kernsubstanz gut erhalten, zum Beispiel mit den historischen Deckenlampen und der kleinen Bühne. Als sich abzeichnete, dass wir für die Ertüchtigung des Schauspielhauses ein Interimsquartier benötigen, war die Erinnerung sofort wieder da, zumal auch das einladende Foyer mit Treppenhaus und Wandbild sowie weitere Räume für die kleinen Spielstätten auf Anhieb sehr gut geeignet schienen.

 

Zwischen Beginn der Bauarbeiten und Eröffnung jetzt im März liegen nur zehn Monate. Hat Sie dieses ambitionierte Unterfangen schlaflose Nächte gekostet?

CD: Ja, schlaflose Nächte und auch arbeitsreiche Tage für das gesamte Leitungsteam, besonders natürlich für die Technische Direktion. Ein Theater, dass sich 40 Jahre in einer guten Spielstätte eingerichtet hat, zieht nicht einfach mit ein paar Kartons um. Es bedarf für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch für unser Publikum guter und vor allem sicherer Bedingungen. Diese mussten nach aktuellen Standards trotz Pandemie und Materialknappheit extrem schnell hergestellt werden. Das ist die Voraussetzung, sich diesen Ort gemeinsam mit unserem Publikum nun zu erobern. Ein Abenteuer, verbunden mit Erinnerungen an die Historie des Saales, einer spannenden Gegenwart und sicher auch kreativen Zukunft.

 

Was passiert mit den Spinnbau-Spielstätten, wenn das Schauspielhaus nach der Ertüchtigung wieder in Besitz genommen werden kann?

CD: Ich denke, dass die Arbeit des Theaters das gesamte Spinnbau-Areal und das umliegende Stadtgebiet von Altchemnitz beflügeln wird. Es gibt noch keine konkreten Pläne unsererseits, aber es ist ja klar, wie Künstler Fantasie entfalten, wenn sie sich einmal in einen Ort verliebt haben. Es wäre doch merkwürdig oder nahezu undenkbar, ein perfekt entwickeltes Kulturareal im Anschluss wieder brachliegen zu lassen. Und natürlich braucht eine künftige Kulturhauptstadt solche Objekte, unabhängig davon, wer sie nutzt und betreibt. 

Das Schauspiel nutzt den neuen „Ostflügel“ im Spinnbau schon seit Oktober – wie sind die ersten Erfahrungen mit der Interimsspielfläche?

CK: Der neue Ostflügel im Spinnbau wurde sehr gut angenommen. Es gibt ein großzügiges Foyer, das sich bestens für Vor- und Nachgespräche eignet und eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahlt. Die Bühne selbst ist variabel als Studiobühne nutzbar und etwas größer als die im alten Ostflügel, allerdings ist die Deckenhöhe niedriger und es müssen zwei Säulen in das Bühnenbild integriert werden. Die bisherigen Premieren „Jede Stadt braucht ihren Helden“ und „Der kleine Prinz“ waren gut besucht und wir hoffen, dass diese Spielstätte insbesondere für ein jüngeres Publikum sehr interessant ist.

 

Die Bühne des großen Saals erlaubt wegen des fehlenden Bühnenturms oder der fehlenden Drehbühne kaum Wechsel des Bühnenbilds – welche Herausforderungen stellt das an die Inszenierungsteams?

CK: Der großen Bühne im Spinnbau fehlen die „klassisches“ Ausstattungsmerkmale eines Theaters. So können keine Kulissen nach oben gezogen werden, eine Unterbühne sucht man vergebens, genauso großzügige Seitenbühnen. Die größte Herausforderung für die Regieteams aber ist die fehlende Raumhöhe. Es wurden extra besondere Scheinwerfer angeschafft, die trotzdem den Raum ausleuchten. Außerdem haben wir eine aufsetzbare Drehscheibe anfertigen lassen, die flexibel einsetzbar ist. Vorteile sind zum Beispiel die Möglichkeiten, neue Raumsituationen zu schaffen, indem das Publikum wie in einer Arena sitzen kann. Die Zuschauer dürfen in den nächsten zwei Jahren auf besondere und kreative Umsetzungen von Theaterstücken gespannt sein.  

 

Und was ist der größte Vorteil oder sogar „Luxus“ im Spinnbau?

CK: Jede Bühne hat ihr eigenes, gemütliches Foyer und die Spielstätten verbinden auf ganz besondere Art den Charme unserer reichen Industrievergangenheit mit heutiger Kunst und Theater. Außerdem verfügt der Spinnbau über eine sehr gute Verkehrsanbindung.

Was gefällt Ihnen an den neuen Räumlichkeiten des Figurentheaters im Spinnbau am besten?

GH: Ich mag die Großzügigkeit der Räume. Unsere neue Bühne ermöglicht uns mit mobilen Zuschauertraversen vielfältige Spielmöglichkeiten, die wir je nach Inszenierungsidee anpassen können. Und es ist großartig, dass sich neben den Bühnen von Schauspiel und Figurentheater auch andere relevante Gewerke wie Schneiderei, Kostümfundus, Puppenwerkstatt etc. unter einem Dach befinden und dadurch die Transport- und Kommunikationswege kürzer werden.

 

Im neuen Spielsaal sind Bühne und Zuschauerraum breiter angelegt als im Saal des Schauspielhauses, das Publikum rückt näher an die Spieler heran – wie wird das die Inszenierungen verändern?

GH: Das lässt sich aktuell nur erahnen. Wir suchen immer die Nähe zu unserem Publikum, um mit ihm in eine bestimmte Form des Dialoges treten zu können. Im neuen Spielsaal werden die Zuschauer:innen unseren Figuren noch ein Stück näher rücken, was bei Bedarf eine intimere Spielweise ermöglicht und vielleicht sogar ein leichteres Eintauchen in die Geschichten und eine schnellere Identifikation mit den Figuren mit sich bringt. Außerdem sind wir in der Wahl der Puppengrößen etwas freier. Der breitere Bühnenraum atmet anders, gibt mehr Spielraum. Mit Kurtinen können wir jedoch auf den individuellen Charakter vor allem auch der bereits bestehenden Bühnenbilder eingehen, so dass diese auf der neuen Bühne nicht verloren wirken.  

 

Das Figurentheater hat im Spinnbau ein eigenes kleines Foyer – wie wollen Sie diesen Raum nutzen?

GH: Allzu viel möchte ich noch nicht verraten, aber unser Wunsch ist es, dass sich unsere verschiedenen Zielgruppen – wir spielen ja für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – darin wohlfühlen. Es können dort Vor- und Nachgespräche, inszenierungsbegleitende Workshops, Einführungen, Lesungen, Premierenfeiern und die ein oder andere Nachtschicht stattfinden.


Einblicke in die neue Interimsspielstätte


Ihr Weg zum Spinnbau

Adresse
Altchemnitzer Straße 27, 09120 Chemnitz

Öffentlicher Nahverkehr / Bushaltestellen
Buslinie 52, Haltestelle: „Altchemnitzer Straße“
Straßenbahnlinie 5 / 6 und Citybahnlinie C11,
Haltestelle: „Rößlerstraße“, ca. 10 Minuten Fußweg

Eintrittskarten und Abonnementsausweise gelten als Fahrschein zur Nutzung im VMS.

Anreisenden mit dem Auto stehen Parkplätze im öffentlichen Raum zur Verfügung.

Startseite
Suche Zusatzinformationen
Teilen
nach oben eine Seite zurück

Was suchen Sie?

Suche schließen
Exit
nach oben eine Seite zurück

Cookie Einstellungen

Wir verwenden auf dieser Website mehrere Arten von Cookies, um Ihnen ein optimales Online-Erlebnis zu ermöglichen, die Nutzerfreundlichkeit unseres Portals zu erhöhen und unsere Kommunikation mit Ihnen stetig zu verbessern. Sie können entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten und welche nicht (mehr dazu unter „Individuelle Einstellung“).
Name Verwendung Laufzeit
privacylayerStatusvereinbarung Cookie-Hinweis1 Jahr
fe_typo_userIdentifikation des aktuell angemeldeten BenutzersEnde der Sitzung
Name Verwendung Laufzeit
_gaGoogle Analytics2 Jahre
_gidGoogle Analytics1 Tag
_gatGoogle Analytics1 Minute
_galiGoogle Analytics30 Sekunden