Spielplan

Wehret den Anfängen!

So
05.
November
Schauspiel
Denkfabrik

Wehret den Anfängen!

Mit dem Gastspiel "Das vierte Reich" des DNT Weimar
Gesprächspartner: Hasko Weber (Generalintendant DNT Weimar), Dr. Christoph Dittrich (Generalintendant Theater Chemnitz), Dr. Matthias Quent (Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena)

 
 

Lassen Sie uns Gedanken bauen! Mit der neuen Reihe „Denkfabrik“ initiiert das Schauspiel Chemnitz eine Veranstaltungsform, die Gedanken- und Reflexionsraum sein soll für Diskussionen mit Experten aus Politik, Philosophie, Kultur und Gesellschaft und das Publikum zum Gespräch einladen möchte. Die erste Denkfabrik findet am 5. November 2017, 15.00 Uhr im Schauspielhaus statt und widmet sich dem Thema „Wehret den Anfängen!“

Die Ergebnisse der Bundestagswahl insbesondere in Sachsen und das unverminderte Erstarken rechtspopulistischer Tendenzen in der Gesellschaft stellen die Demokratie und das Theater vor grundsätzliche Herausforderungen. Mit dem Mut zur Kontroverse möchten die Veranstalter darüber mit den Gesprächsgästen und dem Publikum in eine offene Diskussion kommen. Als Gesprächsgäste sind eingeladen: der Vorsitzende der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins und Generalintendant des DNT – Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar Hasko Weber, der Generalintendant der Theater Chemnitz Dr. Christoph Dittrich, der Soziologe Dr. Matthias Quent, Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena und Experte auf dem Gebiet Rechtspopulismus, der bereits für diverse TV-Redaktionen und Untersuchungsausschüsse arbeitete.

Doch zuerst wird die Bühne freigegebenfür den provozierenden halbstündigen Monolog „Das vierte Reich“ von Neil LaBute als Gastspiel des DNT Weimar. Darin artikuliert ein amerikanischer Rechtsradikaler seine relativierenden Ansichten zu Adolf Hitler. Der streitbare Monolog bietet mehr als einen herausfordernden Impuls, um gemeinsam ins Gespräch zu treten: Über die Entstehung von Radikalität, derzeitige rechtspopulistische Tendenzen und deren Ursachen, über die Wahrnehmung der Gesellschaft sowie Handlungsmöglichkeiten. Welche Spielräume, Ziele und Ideen haben Politik, die Zivilgesellschaft und die Kunst für Entwürfe bzw. Gegenentwürfe?

 

Gastspiel

DAS VIERTE REICH (UA)

Neil LaBute / Deutsch von Kerstin Daiber

Koproduktion des DNT – Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar mit dem TAK Theater Liechtenstein

»Entzünde dich an Enthusiasmus und die Leute werden von überall kommen, dich brennen zu sehen...« – Wir sehen einen Mann, an einem Tisch sitzend, auf dem ein Gemälde und eine Blumenvase stehen. Dieser Mann lächelt uns an und verwickelt uns in seine Gedanken, die um die Unperson der Geschichte des 20. Jahrhunderts kreisen: um Adolf Hitler. Und wir erfahren, dass auch Hitler ein Mensch war, dem man Gerechtigkeit widerfahren lassen muss. Dass schließlich nicht alles, was er gedacht und getan hat, schlecht gewesen ist. Dass er ein Künstler war – ein enttäuschter Idealist. Und dass wir schon genauer hinschauen müssen, um die Wahrheit über Hitler herauszufinden.
LaBute spielt, wie so oft in seinen Stücken, mit unseren ethischen, ideologischen und weltanschaulichen Grundsätzen. Er stellt sie auf den Kopf und erzeugt Irritation. Dieser lächelnde Mann, der da vor uns seine Ansichten ausbreitet, ist eine Provokation, die uns zur Prüfung unseres eigenen Standpunkts herausfordert. – Dass der kurze Monolog von dreißig Minuten provoziert, zeigen die angeregten und intensiv geführten Zuschauergespräche am DNT in Weimar.

Regie: Swaantje Lena Kleff / Bühne und Kostüme: Andrea Wöllner / es spielt Sebastian Nakajew (Fotos in der Galerie: Copyright Ilja Mess)

Spielort:Schauspielhaus - Große Bühne
So, 05. November | 15:00 Uhr
Eintritt frei
 

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