© Nasser Hashemi

Spielplan

Treffen am Nachmittag

Do
13.
Dezember
Schauspiel

Treffen am Nachmittag

Kammerspiel von Henning Mankell
Deutsch von Hansjörg Betschart

 
 

Die Liebe – welches Schlachtfeld könnte leidenschaftlicher, wüster, liebevoller, freundschaftlicher, aber auch gemeiner und voller Tücken sein – egal wie alt man ist. Seit 60 Jahren ist das Paar verheiratet, seit 23 Jahren lebt es getrennt. Oder seit 24? Da fängt der Streit schon an, als die beiden sich wiedertreffen. Der Grund: Die Frau will sich, nach all den Jahren ohne ihn, nun auch offiziell scheiden lassen. Weil sie ihn nicht in der Nähe haben will, wenn sie stirbt. Weil sie nicht sterben will, bevor sie mit ihm fertig ist. Das jedenfalls sagt sie ihm, direkt und schonungslos, aber in aller Freundschaft. Er denkt gar nicht daran, sich scheiden zu lassen. Und so streiten die beiden Alten mit angezogener Handbremse: Man will den anderen verletzen, holt zu durchaus bösen verbalen Attacken aus, aber man will ihn nicht vernichten. Angesichts der Einsamkeit des nahenden Todes fehlt einem dafür vielleicht auch die Kraft. Die Stimmungen wechseln sprunghaft: Nur Augenblicke vergehen zwischen der Beichte eines Ehebruchs und der Erinnerung an den Heiratsantrag. Das Paar redet miteinander, zum ersten Mal seit Jahren – über die Namen ihrer Pillen, über Probleme beim Pinkeln und über die gemeinsamen Töchter. Ihr Dialog steckt voller Verletztheiten, aber auch voller Vertrautheit – und ja, noch immer voller Liebe ...

Treffen am Nachmittag erschien 2008 zunächst als Hörspiel und wurde 2012 am Societätstheater Dresden uraufgeführt. Den Autor Henning Mankell verbindet man zumeist mit dem Krimigenre und seinem kauzigen Kommissar Kurt Wallander. Mit dem Psychogramm Treffen am Nachmittag zeigte Mankell eine leisere Seite seines Könnens. Ein Stück, das großen Vorbildern folgt, wie z. B. August Strindbergs Totentanz oder dem Film Szenen einer Ehe von Ingmar Bergman, mit dessen Tochter Mankell in dritter Ehe verheiratet war.

Spielort:Schauspielhaus - Ostflügel
Dauer:1 h 15 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 16 Jahren
Premiere:23.11.2018
Do, 13. Dezember | 20:00 Uhr
ausverkauft
 

Weitere Termine

04.10.2019 Freitag 20:00 Uhr    
Schauspielhaus - Ostflügel
26.10.2019 Samstag 20:00 Uhr    
Schauspielhaus - Ostflügel

Bilder zum Stückes

Bilder
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Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie Philipp Otto

Bühne und Kostüme Norman Heinrich

Dramaturgie Kathrin Brune

Besetzung des Stückes

Besetzung

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 26.11.2018

(…) ein Kammerspiel gegen den Jugendwahn (…)
Die stillen Momente sind (…)das Stärkste an diesem Stück, für das der Schauspieler Philipp Otto zurückhaltend, ohne nach Effekten zu haschen, Regie führte. Das Unausgesprochene erzählt am lautesten davon, dass das Leben kein einfaches ist und es mehr gibt als das Schwarz und Weiß auf dem Bild im Hintergrund.
(…)
Es bleibt von der ersten großen Liebe offensichtlich mehr, als man sich eingestehen will. Die beiden alten Leute - einfühlsam gespielt von Christine Gabsch und Wolfgang Adam, die im wirklichen Leben auch ein „altes Ehepaar“ sind - streiten schon nach drei Minuten miteinander.
(…)
Doch vor dem Hintergrund eines großen schwarz-weißen Bild eines sanft wogenden Meeres (die schlichte, passende Dekoration nebst der Kostüme - sie im eleganten Schwarzen, er im schnoddrigen Bademantel - entwarf Norman Heinrich) erzählen sie auch bald von den besseren Zeiten in ihrem Leben, von den beiden Töchtern, zu denen sie wenig Kontakt haben, von einem dramatischen Erlebnis am Meer, das ihnen etwas über die Einsamkeit im Leben und im Sterben vermittelte.
(…) Zur Premiere am Freitag gab es viel Applaus.

Matthias Zwarg
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