© Nasser Hashemi

Spielplan

STIMMEN, STIMMEN.

STIMMEN, STIMMEN.

Geistliche und weltliche Chormusik
dargeboten vom Opernchor der Theater Chemnitz

 
 

Die menschliche Stimme gilt als der Ursprung aller Musik. In ihrer Wandlungsfähigkeit schafft sie Vorstellungswelten, die sich zwischen dem dinglich Greifbaren und dem abstrakt Göttlichen selbstverständlich hin- und herbewegen. Chormusik, vor allem a cappella dargebotene, ist daher für Publikum und Sänger gleichermaßen reizvoll.
Der Chemnitzer Opernchor verlässt in seinem diesjährigen Konzert die gewohnten Wege des Opernrepertoires und widmet sich unter der Leitung von Stefan Bilz ausgewählten Werken der Chormusik. Eröffnet wird das Konzert mit der Missa a cappella von Einojuhani Rautavaara. Der finnische Komponist verarbeitete in seinen Stücken stets den Geist des hohen Nordens. Mystische Erzählungen, die Dualität von Hell und Dunkel und die Weiten einer ambivalenten Natur vermischten sich mit seinen ganz eigenen Vorstellungen von Engelwesen. Seine wiederholte Beschäftigung mit Rilke und dessen Duineser Elegien, die er auch vertonte, scheint daher nur logisch. Rautavaaras Missa a cappella enthüllt einen sakralen, atmosphärischen Kosmos, der über eine stringent christliche Ausdeutung hinausgeht. Mehrschichtige Chorsätze sprechen von seinem ausgefeilten kompositorischen Fingerspitzengefühl im Umgang mit Chorstimmen und von seiner feinnervigen Imagination.
Nach Rautavaaras Werk sind es Stücke von Antonín Dvořák, die den Weg hin zu Johannes Brahms‘ Liebeslieder-Walzer op. 52 bereiten. Jener Zyklus bildet den zweiten Schwerpunkt des Konzertes, der den Bogen zwischen großer geistlicher Musik auf der einen und facettenreichen weltlichen Kompositionen auf der anderen Seite komplettiert. Brahms vertonte für seinen 18-teiligen Zyklus Texte von Georg Friedrich Daumer aus dessen Sammlung Polydora und schuf einen Reigen an Liedern, der in seiner Diversität und vielgestaltigen Ausdrucksweise die Liebe in ihrem irdischen Farbenreichtum nachzeichnet.
Der Opernchor lässt mit diesen Werken in der besonderen Akustik der Chemnitzer St.-Markuskirche und dem puren Klang des mehrstimmigen Gesangs musikalische Sphären zwischen Geist und Welt entstehen.

Dauer:1 h 20 min / keine Pause
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