© Dieter Wuschanski

Spielplan

Soll mir lieber Goya...

So
03.
Februar
Schauspiel

Soll mir lieber Goya...

Von Rodrigo García
Aus dem Spanischen von Philipp Löhle

 
 

Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch

Er ist fünfzig Jahre alt, hat fünftausend schwer erarbeitete Euro auf der Bank und möchte damit etwas anstellen, das richtig knallt, etwas, das Substanz und Tiefe hat, etwas Sinnvolles im Gegensatz zu den Verlockungen von Adidas, Gucci oder Volkswagen. Er liebt die Bibliothek von Espinaredo, diese Ansammlung von Büchern und Schriften, die nach Papier riechen und Gedanken, Träume, aber auch allzu menschliche Geheimnisse enthalten. In ihm reift ein verrückter Plan: Gemeinsam mit seinen Kindern will er zum Museo del Prado fahren, dort ein, zwei Fenster einschlagen und sich mit Drogen, Chips und einer Flasche Macallan eine Nacht lang den gewaltigen Bildern von Goya aussetzen. Doch seine Kinder halten dagegen. Sie wollen lieber ins Disneyland Paris, wo man sich mit Mickey Mouse unterhalten kann beziehungsweise dem armen Jungen, der den ganzen Tag Mickey Mouse spielen muss, um die Traurigkeit des modernen Menschen zu verstehen. Aber der Vater setzt sich durch und so fahren sie mit dem Taxi durchs nächtliche Madrid gen Prado – nicht ohne den etwas schwierigen deutschen Philosophen Peter Sloterdijk eingeladen zu haben.

Dem argentinischen Autor und Regisseur Rodrigo García (*1964) ist eine extrem physische Bühnensprache eigen, die der Autor und Übersetzer Philipp Löhle kraftvoll ins Deutsche überträgt. Den Bezugspunkt des Stückes bilden die Werke des berühmten spanischen Malers Francisco José de Goya y Lucientes (1746-1828). Als einer der letzten großen Barockmaler erlebte er den Untergang einer Epoche und die blutigen Revolutionen seiner Zeit. Wie keiner vor ihm thematisierte er in seinen Bildern schonungslos die Verunsicherungen, Gräuel, Ängste und Abgründe des Menschen. Mit Goyas Expressivität und Haltung kontrastiert Rodrigo García die Welt des 21. Jahrhunderts

Spielort:Schauspielhaus - Ostflügel
Dauer:1 h 15 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 16 Jahren
Premiere:25.01.2019
So, 03. Februar | 18:00 Uhr
 

Weitere Termine

11.10.2019 Freitag 20:00 Uhr    
Schauspielhaus - Ostflügel

Bilder zum Stückes

Bilder
© Dieter Wuschanski
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Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie Esther Undisz

Bühne und Kostüme Esther Undisz

Dramaturgie René Schmidt

Besetzung des Stückes

Besetzung
Es spielt
Dirk Glodde

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

„der Freitag“ schreibt am 14.02.2019

(…) ein um die Ahnung eines Konflikts herum angeordneter Klamauk. (…) Aber der Hauptdarsteller Dirk Glodde hatte einen großen Abend. Er war souverän, witzig, präsent – und er schien wirklich an den ganzen Unfug zu glauben. Leben verlieh er ihm aber vor allem durch einen Kunstgriff, der das Stück außerhalb von Sachsen in dieser Form unausführbar gemacht hätte: Er hat nämlich Dialekt gesprochen – das Dresdner Singsangsächsisch, manchmal mit dem etwas raueren Chemnitzer Einschlag. Dem oft nur flüchtig zusammengesteckten Patchwork der Gags gab das Farbe, Grund, Körper. (…)

Wolfram Ette
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