© Dieter Wuschanski

Spielplan

Schöne Bescherungen

Fr
07.
Dezember
Schauspiel

Schöne Bescherungen

Ziemlich weihnachtliche Komödie von Alan Ayckbourn
Deutsch von Max Faber

 
 

Die Ehepartner Belinda und Neville haben Verwandte und Freunde sowie deren Kinder zum Weihnachtsfest eingeladen. Die Geschenke sind präpariert, der Baum ist gekauft und in der Küche wird der Braten geschmort, dass es nur so qualmt. Alle sitzen in den Startlöchern und unter dem Deckmantel bürgerlicher Weihnachtsseligkeit entspinnt sich ein atemberaubender Familienkrach. Er gegen sie, sie gegen ihn, Schwester gegen Schwester, der Onkel gegen den Weihnachtsmann und alle auf einen. Dieser eine heißt Bernard und möchte zum Verdruss der anderen wie in jedem Jahr sein Weihnachtspuppentheater aufführen. Im vergangenen Jahr dauerte es mehrere Stunden und die Kinder streikten am Ende. Diesmal möchte Bernard die Geschichte von den drei kleinen Schweinchen erzählen, mit ihrem unterschiedlichen Hausbau und dem bösen Wolf. Was aber, wenn es gar nicht ums Baumaterial geht, sondern um Beziehungsfundamente? Da steckt Bernard mit hochroten Ohren bereits mitten im Streit. Nur Onkel Harvey behält die Ruhe. Er glotzt TV, schwafelt vom Weltuntergang und hält seinen Revolver bereit, um Einbrecher zu jagen.

Alan Ayckbourn (*1939) begann seine Theaterkarriere als Schauspieler, bevor er zum wohl populärsten Gegenwartsdramatiker Großbritanniens reüssierte. Seine über achtzig Theaterstücke wurden mehrfach ausgezeichnet und in über fünfunddreißig Sprachen übersetzt. Ayckbourn beobachtet sehr genau und schreibt äußerst pointiert. Nahezu hinter jedem Satz lauert eine Überraschung. Ziehen Sie sich warm an, denn es geht natürlich um Sie!

Spielort:Schauspielhaus - Große Bühne
Dauer:2 h 30 min / 1 Pause
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:13.10.2018
Fr, 07. Dezember | 19:30 Uhr
ausverkauft
 

Weitere Termine

26.12.2018 Mittwoch 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
31.12.2018 Montag 17:00 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
31.12.2018 Montag 20:30 Uhr    
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20.01.2019 Sonntag 15:00 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
03.02.2019 Sonntag 15:00 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
14.02.2019 Donnerstag 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne
21.02.2019 Donnerstag 19:30 Uhr    
Schauspielhaus - Große Bühne

Bilder zum Stückes

Bilder
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Videomedien zum Stück

Video

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie und Bühne Bogdan Koca

Kostüme Pia Wessels

Dramaturgie Kathrin Brune

Besetzung des Stückes

Besetzung
Neville
Philipp von Schön-Angerer

Belinda, seine Frau
Magda Decker

Phyllis, seine Schwester
Katka Kurze

Harvey, sein Onkel
Andreas Manz-Kozár

Bernard, Phyllis' Mann
Christian Ruth

Rachel, Belindas Schwester
Ulrike Euen

Eddie
Martin Esser

Pattie, seine Frau
Lauretta van de Merwe

Clive
Konstantin Weber

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 22.10.2018

(…) eine aktionsreiche schwarze Komödie (...) über den ganz normalen Weihnachtswahnsinn (…)
(…) In den geschmacklos-durchschnittlichen bis unpassenden Kostümen (witzig ausgewählt von Pia Wessels), hinter den anfangs banalen, alljährlich wiederkehrenden Floskeln im kargen Wohnzimmer unterm künstlichen Weihnachtsbaum - Bühnenbild und unaufdringliche Regie von Bogdan Koca, der oft am Schauspielhaus zu Gast ist - verbergen sich neun Leben, die irgendwann in mehr oder weniger verlogene Klischees geraten sind, aus denen sie nicht mehr herausfinden. Obwohl das Stück des britischen Erfolgsautors Alan Ayckbourn (deutsch von Max Faber) schon 1980 Uraufführung hatte, haben Inszenierungsteam und das großartige Ensemble es sanft in die Gegenwart und vor die eigene Haustür geholt.
Belinda, gleichzeitig unter- und überforderte Hausherrin, bemüht sich unablässig, aber vergeblich ums Schmücken des Weihnachtsbaums, die Organisation des Familientreffens, versucht sich einzureden, dass sie und ihr Mann Neville einander immer noch lieben, "na ja, Liebe ist vielleicht ein zu starkes Wort", um nachts den einzigen Fremden der Runde, den eingebildet-unschlüssigen Schriftsteller Clive versuchsweise zu verführen. Magda Decker versteckt die Sehnsüchte Belindas wunderbar hinter aufgeregter Hyperaktivität und Ersatzhandlungen. Philipp von Schön-Angerer als Neville gibt den pragmatisch-coolen Ehemann, der lieber an elektronischem Spielzeug herumbastelt, als sich mit den Versäumnissen in seiner Ehe zu beschäftigen. Und Konstantin Weber lässt den jungen Clive als inkonsequenten, überforderten Schriftsteller ziemlich alt aussehen. Denn eigentlich hatte ihn Rachel eingeladen, Belindas Schwester, die sich unter mitreißend tragikomischen Tränen ihrer Sehnsüchte nach Liebe und Nähe bewusst wird - rührend und trotzdem humorvoll gespielt von Ulrike Euen. Der erfolglose Eddie, Martin Esser gibt ihn überzeugend als jungen Mann, der vergeblich versucht, erwachsen zu werden, und seine schwangere, von allen hartnäckig ignorierte Frau Pattie (Lauretta van de Merve) (…) erwarten ihr viertes Kind, das keiner der beiden will. Obwohl auch dieses dann irgendwann in den "Genuss" des furchtbaren Puppenspiels käme, das Bernard alljährlich "für die Kinder" einstudiert. Christian Ruth macht aus ihm einen gutmütigen Versager auf ganzer Linie. (…) seine Frau Phyllis (…) Katka Kurze spielt die unglückliche Alkoholikerin mitreißend - herrlich, wie sie mit zwei Schüsseln aus der Küche auf die Bühne wankt, sodass man sie unwillkürlich auffangen möchte. Das könnte der Ex-Security-Mann Harvey übernehmen, der bewaffnet herumläuft, sich an der Gewalt im Fernsehen ergötzt und die Verwandten vor schlimmen Zeiten warnt - für die er selbst sorgt. Großartig kleinbürgerlich gespielt von Andreas Manz-Kozár - mit gewisser Nähe zu modernen Angst-Wut-Bürgern.
Das Ensemble lässt seiner Lust am Komödiantischen freien Lauf, mit Sinn für Seitenhiebe und Seitenblicke, oft haarscharf am Klamauk vorbei, aber immer so, dass hinter der Komik unaufdringlich die Tragik der einzelnen Figuren erkennbar bleibt. Ein Weihnachtsstück für die ganze schreckliche Familie.

Matthias Zwarg

Die „Morgenpost Chemnitz“ schreibt am 15.10.2018

Mörderisch komisch!
(…)
Regisseur Bogdan Koca erzählt die Geschichte episodenhaft von Heiligabend bis zum 27. Dezember. Das Ensemble (…) bringt mit Witz und Eloquenz das Publikum immer wieder zum Lachen und die Spielfreude springt schnell auf die Zuschauer über. Die zweieinhalbstündige Inszenierung bietet einen launigen, kurzweiligen Abend mit bissigem, britischem Humor, wo man bei dem ein oder anderen Witz auch nicht zimperlich sein darf.
(…)

vw

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