© Dieter Wuschanski

Spielplan

Ring Of Fire

Ring Of Fire

Eine Johnny-Cash-Hommage

 
 

Am 12. September 2003 starb die Musiker-Legende Johnny Cash im Alter von 71 Jahren. Der „Country-Sänger“ war Vorbild und Inspiration für Generationen von Musikern – darunter Größen wie Bob Dylan, Kris Kristofferson, Bono und Nick Cave. Johnny Cash schrieb etwa 500 Songs, verkaufte mehr als 53 Millionen Tonträger und erhielt 15 Grammy Awards. Berühmt wurde er in den 1950er Jahren mit Songs wie Folsom Prison Blues oder Walk The Line.

Schon früh begegnete Johnny Cash seinen Themen: Schuld, Einsamkeit, Armut, Tod, Liebe und Vergebung. Cash, der als Jugendlicher seinen Bruder Jack verlor und zeitlebens ein problematisches Verhältnis zu seinem Vater hatte, kämpfte mit tiefen Schuldgefühlen und Einsamkeit. Dies trieb ihn in Alkohol- und Drogenexzesse. In seinem tiefen christlichen Glauben und seiner zweiten Frau June Carter fand er Halt und Liebe. Nach schweren Abstürzen und Phasen künstlerischer Stagnation gelangen ihm mehrere sensationelle Comebacks: 1968 spielte er im Gefängnis Folsom State Prison, 1994 produzierte Rick Rubin mit ihm American Recordings. Wie kaum ein anderer war er über Generationengrenzen hinweg musikalisches Idol.

Seine Zeitgenossen beeindruckte Cashs Charisma und sein zutiefst durchlebter Glaube. Da sprach jemand von Christus, der die dunklen Seiten des Lebens erfahren hatte und in seiner Musik berührend davon zu erzählen wusste. Dieses Durchs-Leben-gegangen-sein gab seinen Interpretationen wie eben von Ring Of Fire jene besondere Tiefe. Diese sehr persönliche Hommage an Johnny Cash feierte 2011 am Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau Premiere und ist in teilweise neuer Besetzung seit 2013/14 auch erfolgreich in Chemnitz zu sehen.

Dauer:2 h / 1 Pause
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:06.10.2013

Bilder zum Stückes

Bilder
© Dieter Wuschanski
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Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Musikalische Leitung Steffan Claußner

Szenische Einrichtung Carsten Knödler

Dramaturgie René Schmidt

Bühne und Kostüme René Schmidt

Besetzung des Stückes

Besetzung
Johnny Cash, Akustikgitarre
Philipp von Schön-Angerer

June Carter, Autoharp, E-Piano
Muriel Wenger

Narration, Elvis, Schlagzeug, Bass
Martin Valdeig

E-Gitarre, E-Piano, Ukulele
Steffan Claußner

Bass, Schlagzeug, Akustikgitarre, Kazoo
Tobias Brunn

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 30.04.2016

Der Ring aus Feuer Ende Mai läuft das Stück über Johnny Cash zum letzten Mal in dieser Saison im Chemnitzer Schauspielhaus. Seit 2013 ist die Hommage an den Sänger nahezu immer ausverkauft. Über 11.000 Besucher kamen. Wie lässt sich dieser Erfolg erklären? Im komplett besetzten Schauspielhaus mussten die Besucher schon ein bisschen warten, bis endlich jener Song von Johnny Cash erklang, der den Namen des Stückes bildet – ‚Ring of Fire‘. Seit Oktober 2013 läuft die Hommage an den Sänger und wer nicht frühzeitig Karten bestellt, hat kaum eine Chance. ‚Ausverkauft‘ lautet fast immer die Auskunft an Kurzentschlossene. Ein Bestseller würde man in einer Buchhandlung sagen, ein Blockbuster im Kino und im Schauspiel? Auf jeden Fall ein Glückfall. Denn eine Auslastung von durchschnittlich mehr als 95 Prozent bei bislang 31 Vorstellungen sind doch eher selten erreichte Zahlen. Aber was macht den ‚Ring aus Feuer‘ so anziehend? Das Stück ist kein Schauspiel im klassischen Sinn. Deshalb wählte Schauspieldirektor Carsten Knödler für seine Inszenierung den Begriff ‚Hommage‘. Eine Huldigung an den 2003 verstorbenen Country-Star ist das, was auf der Bühne geboten wird, in jedem Fall. Unterm Strich ist es eigentlich ein Konzert. 23 Songs von Johnny Cash, dazwischen ein paar biografische Sätze. Und da ist man bei einer ersten Erklärung für die ungebrochene Faszination des Publikums: Die Schauspieler, die in diesem Stück hauptsächlich singen müssen. Philipp von Schön-Angerer spielt Johnny Cash und die Rolle scheint ihm - wie ein gut sitzender Anzug - zu passen. Er versucht erst gar nicht, den markanten Bassbariton des Originals zu kopieren. Er singt von Anfang an in seiner Tonlage und das bringt Authentizität. Schön-Angerer gibt der Rolle jene Dominanz, die Johnny Cash im wahren Leben hatte. Seine Präsenz auf der Bühne ist nicht nur sicht-, sondern vor allem spürbar. Johnny Cash als ein Kosmos, um den sich alles dreht und der in diesem Strudel unterzugehen droht. Philipp von Schön-Angerer mimt jenen zerrissenen, unruhigen Zeitgenossen, der den richtigen Weg erst im zweiten Anlauf findet. Dass es diese weitere Chance gibt, verdankt Johnny Cash seiner zweiten Ehefrau June Carter. Muriel Wenger spielt jenen Ruhepool, der dem Sänger das Leben rettete. Auch sie singt mitreißend und tritt mit Selbstbewusstsein einem Mann entgegen, der von Tabletten, Alkohol und Arbeitssucht gezeichnet ist, und durch sein schlechtes Gewissen gegenüber seiner ersten Familie den Halt im Leben längst verloren hat. Und vielleicht liegt in dieser Rettung ja die zweite Faszination des Stückes. Denn die Botschaft, dass Liebe jede Widrigkeit besiegt, ist in der zweistündigen Aufführung immer spürbar. ‚Love is a burning thing and it makes a fiery ring - Liebe ist eine brennende Sache und sie erzeugt einen feurigen Ring.‘ Dieser Ring umschließt die Zuschauer. Sie fühlen die Musik, während auf der spartanischen Bühne nur 100 leere Whiskey-Flaschen als Deko stehen. Ansonsten lebt die Hommage von den großartigen Schauspielern. Martin Valdeig gibt den Erzähler und führt durch ein Künstlerleben, das geprägt war von einem tiefen christlichen Glauben. Dieser ist für Johnny Cash Halt und Last zugleich. Seine Scheidung, die Alkohol- und Drogenexzesse und der frühe Tod seines Bruders bei einem Unfall ließen seine Schuldgefühle wachsen. Sein kometenhafter Aufstieg, die musikalische Konkurrenz durch Elvis Presley und sein lebenslanger Kampf um Anerkennung spiegeln sich in seinen Songs wider. Über 500 hat er in seinem Leben geschrieben und mehr als 53 Millionen Tonträger verkauft. Mit rund 11.200 Zuschauern hat ‚Ring of Fire‘ allein im Schauspielhaus einen Zuschauerrekord eingefahren. Hinzu kommen noch mal über 1000 Besucher, die die Open-Air-Aufführung 2014 und 2015 auf der Küchwaldbühne sahen. Für diese gibt es auch in diesem Jahr noch Karten. Am 18. Juni ist es soweit. Und keine Sorge: Auch in der neuen Spielzeit nach dem Sommer wird Johnny Cash wieder Chemnitz beehren. Er wird von Liebe singen und von dem Glück, den einen Menschen gefunden zu haben, der zu einem gehört. I walk the line ...

Grit Strietzel

Die "Freie Presse" schreibt am 08.10.2013

Die Chemnitzer Johnny-Cash-Hommage 'Ring Of Fire' bietet hervorragende Musik(...). Als die Nachricht vom Tode Johnny Cashs am 12. September 2003 bekannt wurde, unterbrach nahe zu jede US-amerikanische Band ihr aktuelles Konzert, um eine Gedenkminute einzulegen und eine Song für den längst zur Legende gewordenen 'Mann in Schwarz' zu spielen. Meist war dies 'Ring Of Fire', sein größter Hit, den seine spätere Frau June Carter und Merle Kilgore 1963 geschrieben hatten. Der Song gibt auch der Hommage an Johnny Cash den Titel, die am Sonntag im Schauspielhaus Chemnitz umjubelte Premiere hatte. Knapp zwei Stunden lang singen, spielen und sprechen Philipp von Schön-Angerer (als Johnny Cash), Muriel Wenger (als June Carter-Cash), Martin Valdeig (Erzähler, Bass, Schlagzeug), Steffan Claußner (Gitarre, Piano, musikalische Leitung) und Tobias Brunn (Bass, Schlagzeug) hinter der Kulisse von etwa 100 leeren Whiskyflaschen (Szenische Einrichtung: Carsten Knödler; Bühnenbild und Kostüme, Dramaturgie: René Schmidt) die meisten Hits des Sängers - von 'Walk The Line' bis zu den späten Coverversionen, die Cash im Rahmen der 'American Recordings' aufnahm und die ihn auch bei einem jüngeren Publikum bekannt machten. Dazwischen werden einige Episoden aus Cashs Leben erzählt, leider jedoch kaum gespielt. Seltene, mit Szenenapplaus bedachte Ausnahmen: Johns Heiratsantrag an June Carter auf offener Bühne und ein fast echt betrunken wirkender Auftritt der gesamten Kapelle. Ansonsten bietet der Abend eine hervorragende Cash-Cover-Band, mit der Fans auf ihre Kosten kommen (...): Kurzweiliger Abend, stehender Applaus, viele Zugaben, sehr gute Unterhaltung.

Matthias Zwarg

Die "Chemnitzer Morgenpost" schreibt am 08.10.2013

Gänsehautalarm im Schauspielhaus. Und das garantiert ohne Amphetamine: Fast genau zehn Jahre nach dem Tod des Country-Königs Johnny Cash elektrisiert Philipp von Schön-Angerer als der 'Man in Black'. Es war nicht einfach, das Leben der Musiker-Legende. Davon erzählt die Hommage 'Ring Of Fire' mit Philipp von Schön-Angerer und Muriel Wenger als Johnny Cashs große Liebe June Carter. Packend und hörenswert vom ersten Song bis zur letzten, aber auch wirklich allerletzten Zugabe der Chemnitzer Premiere am Sonntagabend. Und alles ist, auch dank historischer Bildund Filmdokumente, noch höchst sehenswert. Die kleinen Gesten und kurzen Blicke zwischen Cash-Angerer (Akustikgitarre) und June-Wenger (Autoharp, E-Piano) sind es, die mit jedem Song und jeder Episode mehr berühren. Entwickelt und äußerst erfolgreich erprobt wurde die Johnny-Cash-Hommage am Zittauer Gerhart-Hauptmann-Theater. Gute Idee des neuen Chemnitzer Schauspielchefs Carsten Knödler, seine Inszenierung von dort samt musikalischem Leiter Steffan Claußner und dem Hauptdarsteller mitzubringen. An ihrer Seite die zwei Multitalente Martin Valdeig und Tobias Brunn. Der Sound von Johnny Cash verlangt große Hingabe, sonst kann aus einem solchen Projekt nichts Großartiges werden. Philipp von Schön-Angerer ist schon als kleiner Junge durch seinen Vater mit seiner Musik in Berührung gekommen. Doch ernsthaft interessiert hat ihn dieser Musiker, der lange Zeit mit Schuldgefühlen, schließlich mit Alkohol- und Amphetamin-Missbrauch zu kämpfen hatte, erst viel später. Auslöser sei das Album 'American Recordings' (1994) gewesen: 'Ich finde, da hört man alles, was er erlebt hat', sagt der Schauspieler. Vielleicht ist es das, was diesen Cash-Angerer auf der Bühne so überzeugend macht.

hap
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