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Nordlicht

Fr
09.
November
Ballett

Nordlicht

Ballettabend von Katarzyna Kozielska, Marco Goecke und Alexander Ekman

 
 

Der neue, dreiteilige Ballettabend Nordlicht bringt choreografische Handschriften der Superlative nach Chemnitz: Mit Katarzyna Kozielska, Marco Goecke und Alexander Ekman ist ein hochkarätiges Trio der angesagtesten Choreografen unserer Zeit zu Gast.

Die aus Polen stammende Katarzyna Kozielska, seit der Spielzeit 2000/2001 Mitglied des Stuttgarter Balletts, ist seit 2011 auch als Choreografin erfolgreich. Die von der Fachzeitschrift tanz als „Bemerkenswerteste Nachwuchs-Choreografin“ genannte Künstlerin wird eigens für das Ballett Chemnitz eine Uraufführung kreieren.

Marco Goecke, Hauschoreograf des Stuttgarter Balletts und ab 2019 neuer Ballettdirektor der Staatsoper Hannover, sorgt von Leipzig bis New York, von Oslo bis Monte Carlo sowie bei renommierten Tanzfestivals mit seinen Uraufführungen für Aufsehen. Sein avantgardistischer Tanzstil fordert die Tänzer technisch heraus und berührt. 2006 erhielt Marco Goecke den im Rahmen des Monaco Dance Forums in Monte Carlo verliehenen Prix Nijinsky in der Kategorie „Aufstrebender Choreograf“. Von der Fachzeitschrift tanz wurde er 2015 als „Choreograf des Jahres“ gewählt. Sein Stück Suite Suite Suite entstand 2008 für das Leipziger Ballett. Inspiriert von Anekdoten aus dem Leben Johann Sebastian Bachs hat er zu dessen Orchestersuite Nr. 4 D-Dur eine unverwechselbare, sehr persönliche Bewegungssprache entwickelt.

Alexander Ekman, ehemaliger Tänzer des Kungliga Operan Balett, des Nederlands Dans Theater 2 und des Cullberg Ballet, zählt zu den international gefragtesten Choreografen und lehrt an der renommierten Juillard School New York. Für Cow am Dresdner Semperoper Ballett wurde er 2016 mit dem deutschen Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet. Dass Ekman als Spezialist für große Ensemble-Stücke gilt, spürt man auch bei der Deutschen Erstaufführung Episode 31, einem Werk, das er 2011 für die Juilliard School New York konzipierte. Dieses energiegeladene Stück mit atemberaubendem Tempo lässt trotz der starken Gruppenchoreografie auch die individuelle Ausdruckskraft der jungen athletischen Tänzer Teil des Kunstwerks werden.

Spielort:Opernhaus - Saal
Dauer:1 h 45 min / 2 Pausen
Premiere:12.10.2018
Einführung:30 Minuten vor Beginn jeder Vorstellung
Fr, 09. November | 19:00 Uhr
 

Weitere Termine

17.11.2018 Samstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
30.11.2018 Freitag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
20.01.2019 Sonntag 15:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
01.02.2019 Freitag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal

Bilder zum Stückes

Bilder
© Nasser Hashemi
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Videomedien zum Stück

Video

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam

Choreografie und Inszenierung Katarzyna Kozielska

Musik David T. Little, Todd Reynolds und Bobby Krlic

Bühne und Kostüme Ines Alda


Choreografie, Bühne und Kostüme Marco Goecke

Musik Johann Sebastian Bach , Orchestersuite Nr. 4 in D-Dur, BWV 1069

Einstudierung Nicole Kohlmann

Dramaturgie Nadja Kadel


Choreografie, Bühne und Videodesign Alexander Ekman

Musik Mikael Karlsson, Ane Brun, Eric Satie

Kostüme Luke Simcock

Video artgenossen.tv

Lichtdesign Nicole Pearce

Lichteinrichtung Carsten Wank

Einstudierung Fernando Troya

Dramaturgische Betreuung Susanne Holfter

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Der „Stadtstreicher“ schreibt in Ausgabe 11/2018

Mit ‚Nordlicht‘ gelingt der Chemnitzer Company ein unterhaltsamer moderner Tanzabend
Man muss da jetzt endlich erst einmal ein großes Lob loswerden: Mit Sabrina Sadowska als Ballettdirektorin haben die Chemnitzer Theater eine, die sich ernsthaft bemüht, das Ballett nicht nur in der Stadt sichtbarer werden, sondern auch unterschiedlichste Handschriften ihre Wirkung entfalten zu lassen (…). Neuester Clou: der Ballett-Abend ‚Nordlicht‘.
(…) 
Den Auftakt macht die polnische Choreografin Katarzyna Kozielska mit ihrer gut 20-minütigen Uraufführung ‚Unleash‘. (…) Ein eher düsterer, wenngleich eindrucksvoller Anfang.
Im zweiten Teil – ‚Suite Suite Suite‘ von Marco Goecke – gibt es etwas mehr Leben. Das Stück erinnert an Johann Sebastian Bach, greift Episoden aus dessen Leben auf. (…) Klassische französisch-höfische Tanzmusik steht im Gegensatz zur leichtfüßigen Choreographie, die (…) das zunächst marionettenhafte, später befreite Wesen des Komponisten in den Vordergrund stellt: Man darf sich (…) Puder aus Frisuren und Gesichtern schütteln. Die Tänzer arbeiten mit dem ganzen Körper einschließlich ihrer Stimme: Sie können laut atmen, stöhnen, husten, schreien – und geben damit diesem Teilstück von ‚Nordlicht‘ eine ganz eigene Prägung.
Den Höhepunkt hat man dann immer noch vor sich: ‚Episode 31‘ von Alexander Ekman. Dieser dritte Teil lässt sich wohl am ehesten als ‚Symphonie einer Großstadt‘ beschreiben, die sich die Company auch in der Probenarbeit erobert hat: Per Video werden Szenen eingespielt, wo vor dem Rathaus trainiert wird, am Marx-Kopf, auf den Bäumen im Stadthallenpark, in einer Bahn der CVAG. Als es auf der Bühne richtig losgeht, wuselt es überall: Es gibt Straßenszenen, Spiele, Kämpfe, Stars treten auf und werden von Kameras und Scheinwerfern verfolgt, immer wird irgendetwas laut mitgezählt, Schuhe fliegen über die Bühne. Die Company baut sich hier ihre eigene Stadtlandschaft, es gibt das Nebeneinander von Lärm und Ruhe, von Tempo und Langsamkeit. Getanzt wird zu Musik, zu Versen: ‚Ein Gedicht kann wie Musik sein.‘ Und dem auf einem großen Schild final präsentierten Bewertungsvorschlag ist kaum etwas hinzuzufügen: ‚Beautiful‘.
(…) unterhaltsam, abwechslungsreich und modern (...)

Volker Tzschucke

„371-Magazin“ schreibt in Ausgabe 11/2018

Superlative mal drei
(…) Mit Katarzyna Kozielska, Marco Goecke und Alexander Ekman hatten (…) drei der spannendsten Choreographen unserer Zeit ihre Finger im Spiel.
Die Aufführung beginnt mit düsteren Tönen und einer Uraufführung: ‚Unleash‘ bringt 10 Tänzerinnen und Tänzer wie Marionetten gefangen an langen Seilen auf die Bühne. (…) Die polnische Choreographin Katarzyna Kozielska (…) lenkt damit den Fokus auf Fragen nach Stabilität und Sicherheit: Immer wieder verwirren sich die TänzerInnen, können sich am Ende jedoch aus eigener Kraft lösen.
(…) Marco Goecke (…) schuf ‚Suite Suite Suite‘ 2008 für das Leipziger Ballett und nimmt hierin Johann Sebastian Bachs Werk auf eine eher ungewöhnliche Art und Weise unter die Lupe: In diesem Stück, untermalt von Bachs Orchestersuite Nr. 4 D-Dur, dominiert eindeutig der Humor. Begebenheiten aus dem Leben des Komponisten selbst fließen in die Handlung des Tanzstückes ein. (…) Zu (…) Glanzlichtern des Balletts gehört auch Alexander Ekman. ‚Episode 31‘, die den Abschluss des ‚Nordlicht‘-Abends bildet, konzipierte er 2011 für die Ballett-Absolventen der renommierten Juillard School in New York. Einleitend zum Tanz wird den ZuschauerInnen im Opernhaus zunächst eine Videobotschaft gezeigt, in der die Tänzerinnen und Tänzer gemeinsam mit Ballettdirektorin Sabrina Sadowska in die Innenstadt ziehen und dort an öffentlichen Plätzen – in der Straßenbahn, vor dem Karl-Marx-Kopf, in einem Baum – ihre Choreographie tanzen. Natürlich stets unter den strengen Augen der verwirrten Chemnitzerinnen und Chemnitzer. Danach folgt die eigentliche Choreographie, ein heiteres, mitreißendes Stück. In der Videobotschaft wünscht sich Ballettdirektorin Sabrina Sadowska, dass die ChemnitzerInnen auf die Straße gehen und mittanzen. Spätestens nach dem Livetanz möchte man ihr zustimmen.
(…)

Lisa Kühnert

„Dresdner Neueste Nachrichten“ schreiben am 23.10.2018

Das muss man sich erstmal leisten können. Ein Choreografen-Aufgebot mit weltweit gefragten Namen, die auch im Spielplan großer renommierter Bühnen in Deutschland etwas Besonderes sind. Und dazu noch mit einer Deutschen Erstaufführung sowie einer Uraufführung. Der neue dreiteilige Ballettabend ‚Nordlicht‘ der Theater Chemnitz setzt couragiert auf Kondition, Intensität, Energie, und die Premiere (…) machte sichtbar, dass das Ensemble dem Anspruch gewachsen ist.
(…) haben die Chemnitzer (…) mit deutlichem Interesse sowie viel, viel Beifall reagiert.
Einen besonderen Eindruck hinterlässt die Arbeit ‚Episode 31‘ von Alexander Ekman als deutsche Erstaufführung. (…)
Zu Beginn stellt Ekman die Tänzer quasi ‚vor Ort‘ mit einer Videoaufzeichnung vor (…) schickt er die Schar (…) zu einem höchst brisanten Zeitpunkt ins Stadtgeschehen (…). Zum Schluss hört man im Video offenbar die Stimme von Ballettchefin Sabrina Sadowska, die verkündet, es wäre ihr am liebsten, ganz Chemnitz würde auf die Straße gehen und tanzen. Eine denkwürdige Einladung, auf die das Publikum im Saal spontan mit Beifall reagiert. Wer tanzt, sich am Leben erfreut und tolerant ist, wird wohl auch kaum auf die Idee kommen, Hass in die Welt zu schleudern.
In der Bewegungssprache Ekmans ist Energie und Courage deutlich Teil des in der Gruppe erstarkenden Selbstbewusstseins. In seinen Variationen lässt er den Tänzern dabei so viel Spielraum, dass sie authentisch und markant sie selbst sein können. (…)
Die vom Stuttgarter Ballett her bekannte, aus Polen stammende Tänzerin Katarzyna Kozielska bringt (…) mit Erfolg auch eigene Choreografien heraus. Ihre Stuttgarter ‚Prägung‘ dürfte in der Chemnitzer Uraufführung ‚Unleash‘ (‚Entfesseln‘) gewiss nicht zu verkennen und zum Auftakt des Abends zugleich eine ganz besondere Herausforderung für die Tänzer sein. (…)
Der Dritte im Bunde bei dieser ereignisreichen Aufführung (…) Marco Goecke (…). Seine in Chemnitz vorgestellte Choreografie ‚Suite Suite Suite‘, einstudiert von Nicole Kohlmann, (…) bezieht sich musikalisch (Orchestersuite Nr. 4, D-Dur) wie auch biografisch auf Johann Sebastian Bach. Was aber nicht vordergründig repräsentativ zu verstehen ist. Goecke sucht eher Berührungspunkte und schafft mit seiner sehr eigenen, signifikant-vibrierenden Tanzsprache intensive Momente. (…) Und die Tänzer sind stets herausgefordert, alles zu geben. Das spürt man beispielsweise bei der in Prag ausgebildeten Nela Mrázová. Oder bei Emilijus Miliauskas und anderen. Jeder ist da in seiner Intensität gefordert.

Gabriele Gorgas

Die „Freie Presse“ schreibt am 15.10.2018

(…)
Das erste Stück: ‚Unleash‘. (…) da wird’s spannend. Die Frauen tanzen teils auf den Fußspitzen, doch wirkt das nicht federhaft leicht, wenn die Knie dabei gebeugt sind, der Gang staksend, aber bestimmend, beinahe bedrohlich, oder sagen wir, immer swouveräner wird. Die Tänzer agieren auch paarweise, da wird sich umeinander gebogen und gedreht, als verwandelten sie sich in andere Wesen. (Besonders präsent: Nela Mrázová und Soo-Mi Oh). Da kann man nicht weggucken. (…) Ballett hat die Kraft, verschiedene Emotionen und Bilder beim Zuschauer zu wecken. Was Wichtigste ist: Dass er (gefesselt!) hinguckt. Das lohnt sich hier (…)
Das zweite Stück: ‚Suite Suite Suite‘. (…) Im Mittelpunkt stehen Bachs Orchestersuite Nr. 4 D-Dur und die Strenge (Fesseln!) höfischer Tänze. So wird ordentlich geregelt getanzt in diesem Stück, doch öfter bestimmen groteske, übertriebene Bewegungen die Bühne. (…) Dann ein Laufen auf der Stelle – Marco Goecke, so heißt es, ließ sich unter anderem davon inspirieren, welch weite Wegstrecken Bach einst zu Fuß ging. Da muss man erst mal drauf kommen! Aber das Stück ist unterhaltsam, bringt das Publikum zum Lachen. Auch, wenn die Tänzer stöhnen, seufzen, und ja, schnäuzen. Man könnte sagen (…): Man muss vor Bach nicht immer in Ehrfurcht stramm stehen.
Das dritte Stück: ‚Episode 31‘. Der Hammer des Abends! Geht schon damit los, dass zuerst ein Film gezeigt wird, wie die Balletttänzer das Stück von Alexander Ekman einstudieren und wie sie dann durch Chemnitz tanzen (…) was einen mitnimmt, ist die Energie und Schönheit, die diese Choreografie erzeugt – nach dem Einspielfilm auch auf der Bühne. (…) Im Film sagt Ballettdirektorin Sabrina Sadowska, sie wünsche sich, dass die Chemnitzer auf die Straße gehen und mittanzen – schon dafür gab es spontanen Applaus im Opernhaus. Und man möchte dem Ensemble zurufen: Zeigt diesen Tanz durch Chemnitz noch mal! Damit ihn mehr Menschen sehen. Denn da hat Ballett das Zeug, Feuer unter anderer Leute Hintern zu machen, Energie und Freude weiterzugeben, die sichtbar machen können, für wie viel Schönes diese Stadt auch stehen kann.

Katharina Leuoth

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