Spielplan

Mefistofele

Sa
28.
September
Oper
Premiere

Mefistofele

Oper in einem Prolog, vier Akten und einem Epilog von Arrigo Boito

 
 

Mit Arrigo Boitos Mefistofele kommt eine der erfolgreichsten italienischen Opern des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf die Bühne des Chemnitzer Opernhauses. Sie ist gleichzeitig diejenige unter allen Faust-Opern, die sich am engsten an den Goethe-Text anlehnt. „In Goethes Dichtung finden sich alle Elemente der Kunst in einer gewaltigen Einheit versammelt: Der Prolog im Himmel stellt das Erhabene dar, die Walpurgisnacht das Schreckliche, der Osterspaziergang das Wirkliche, die klassische Walpurgisnacht das Schöne“, schrieb Boito fasziniert über das Werk des deutschen Meisters. Er nannte die Oper Mefistofele, weil sein Theaterinstinkt, der sich schon beim Libretto für die Hamlet-Oper Franco Faccios gezeigt hatte und später u. a. zu so genialen Operntexten wie Otello in Verdis Vertonung führen sollte, in dieser Figur das größte dramatische Potential sah. Ein starkes Eröffnungsbild zeigt den gefallenen Engel Mefistofele im Dialog mit Gott, musikalisch auf beeindruckende Weise durch opulent besetzte Chöre im sinfonischen Stil dargestellt. Mefistofele ist überzeugt davon, dass er Fausts Seele für sich gewinnen kann. Darüber schließt er mit Gott eine Wette ab. Faust lässt sich zum allbekannten Pakt überreden und genießt die Freuden, die ihm Mefistofele verschafft. Aber das Spiel endet anders als vom Höllenfürsten geplant, denn der Augenblick, zu dem Faust sagt: „Verweile doch, du bist so schön!“, ist der Moment, an dem dieser die Endlichkeit des Seins erkennt und sich Gott zuwendet, der ihm Erlösung im Tod gewährt.

Nachdem die Uraufführung der Oper an der Mailänder Scala 1868 noch ein Fiasko war, weil Boitos Fünfeinhalb-Stunden-Stück das Publikum nicht nur zeitlich, sondern aufgrund des in Italien noch relativ unbekannten Faust-Stoffs auch inhaltlich überforderte, konnte Mefistofele in einer überarbeiteten, sehr gestrafften Version 1875 in Bologna auf Anhieb einen großen Erfolg verbuchen, der sich bald auch auf den internationalen Bühnen einstellte. Der Regisseur Balázs Kovalik wird dieses außergewöhnliche Werk nun für die Oper Chemnitz in Szene setzen. Geboren in Budapest, war er von 2007 bis 2010 als Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper tätig und machte mit seinen dortigen Inszenierungen von Elektra, Fidelio, Xerxes und József Sáris Sonnenfinsternis auf sich aufmerksam. Darüber hinaus ist Balázs Kovalik regelmäßig an Opernhäusern in Deutschland zu Gast, u. a. in Bonn, Hannover, München und Schwerin.

Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

In Kooperation mit dem Programm neue unentd_ckte narrative des ASA-FF e.v.

Spielort:Opernhaus - Saal
Dauer:noch nicht bekannt
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:28.09.2019
Matinee:Opernfrühstück 15.09.2019
Einführung:30 Minuten vor Beginn jeder Vorstellung
Sa, 28. September | 19:00 Uhr
Preis: 19,00 bis 45,00 €
 

Weitere Termine

05.10.2019 Samstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
27.10.2019 Sonntag 17:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
16.11.2019 Samstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
20.12.2019 Freitag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
19.01.2020 Sonntag 17:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
29.02.2020 Samstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
22.03.2020 Sonntag 17:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
19.04.2020 Sonntag 17:00 Uhr    
Opernhaus - Saal

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Musikalische Leitung Guillermo García Calvo 28.09. / 05.10.2019 / 19.01.2020
Jakob Brenner 27. 10. / 16.11 / 20.12.2019 / 29.02. / 22.03. / 19.04.2020

Inszenierung Balázs Kovalik

Bühne Csaba Antal

Kostüme Mari Benedek

Choreografie Leo Mujić

Chor Stefan Bilz

Dramaturgie Carla Neppl

Besetzung des Stückes

Besetzung
Mefistofele
Magnus Piontek 28.09. / 16.11. / 20.12.2019 / 19.01. / 29.02. / 22.03. / 19.04.2020
N.N. 05.10. / 27.10.2019

Faust
Cosmin Ifrim
James Edgar Knight

Margherita / Helena
Katerina Hebelkova

Wagner / Nereo
Siyabonga Maqungo 28.09. / 27.10. / 20.12.2019 / 29.02. / 19.04.2020
James Edgar Knight 05.10. / 16.11.2019 / 19.01. / 22.03.2020

Marta / Pantalis
Sophia Maeno

Chor und Extrachor der Oper Chemnitz

Mitglieder des Kinder- und Jugendchores

Ballett Chemnitz

Damen und Herren der Statisterie

Robert-Schumann-Philharmonie
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