Spielplan

Mavericks And Sheep

Mi
15.
November
Ballett
Showcase

Mavericks And Sheep

Tanzstück von Anthony Missen

 
 

Das Ballett Chemnitz öffnet mit der neuen Reihe Showcase die Türen zum Ballettsaal. In der intimen Atmosphäre des Probenraumes präsentiert das Ensemble Neukreationen internationaler Gastchoreografen. Nicht mehr durch den Orchestergraben oder die Distanz zum Bühnenraum getrennt, erleben Sie hier den Tanz ganz pur und hautnah. So ermöglicht sich eine neue, andere Wahrnehmung von Körpersprache und Bewegung.

Den Auftakt gestaltet Anthony Missen, Künstlerischer Direktor und Mitbegründer der Company Chameleon aus der Chemnitzer Partnerstadt Manchester. Er war Mitglied mehrerer Tanzkompanien und arbeitete in vielen Ländern, darunter Südafrika, Trinidad, Marokko, Schweden, Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland und Österreich. Gemeinsam mit seiner Company wird er von der internationalen Organisation British Council gefördert. Anthony Missens Choreografien zeichnet ein ganz eigener kraftvoller und ausdrucksstarker Bewegungsstil aus, mit dem er Archetypen, Geschichte und Geschichten lebendig werden lässt. Bereits 2016 war er mit seiner Choreografie Beauty Oft The Beast beim Internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz zu Gast und beeindruckte die Zuschauer zutiefst.

Mit dieser Zusammenarbeit erweitert das Ballett Chemnitz den kulturellen Austausch mit der Partnerstadt Manchester. Der zeitgenössische Tanz ist mit seinen vielen Facetten zu einem wesentlichen Bestandteil des kulturellen Lebens geworden und bietet Künstlern den Raum, sich den gesellschaftlichen wie politischen Veränderungen zu stellen. Über Ländergrenzen hinweg folgen Choreografen und Tänzer der Poesie der Bewegung. Ganz ohne Worte erzählen sie über ihre Wünsche, Träume, ihr Scheitern und Zerbrechen – Geschichten, die das Publikum berühren.

Spielort:Opernhaus - Ballettsaal
Spielzeit:50 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 12 Jahren
Premiere:21.10.2017
Mi, 15. November | 20:00 Uhr  
ausverkauft

Weitere Termine

26.11.2017Sonntag19:00 Uhr   Opernhaus - Ballettsaal  
26.01.2018Freitag20:00 Uhr   Opernhaus - Ballettsaal  
04.02.2018Sonntag18:00 Uhr   Opernhaus - Ballettsaal  
30.04.2018Montag20:00 Uhr   Opernhaus - Ballettsaal  

Bilder zum Stückes

Bilder

Videomedien zum Stück

Video

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Choreografie, Inszenierung und Ausstattung Anthony Missen

Dramaturgie Lena Normann

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 23.10.2017

Die brutalen Szenen sind die eindrücklichsten. (…) Dabei beginnt alles so harmlos in ‚Mavericks And Sheep‘.
Übersetzt so viel wie ‚Einzelgänger und Schafe‘, ist es das erste Tanzstück der neuen Ballettreihe ‚Showcase‘ (…). Nicht auf der großen Bühne im Opernhaus, sondern im Probensaal des Balletts. Die Tänzer laufen bis auf eine Armlänge Distanz aufs Publikum zu, springen, drehen, winden sich direkt vor ihren Augen. (…) Derartige Blicke hinter die Kulissen sind bei Zuschauern generell beliebt. Rund 60 Zuschauer finden hier reihum Platz, die Premiere war ausverkauft.
Liebreizend beginnt es, Walzer erklingt, Paare tanzen steif und schön. (…) Bis das erste richtige schwarze Schaf erscheint und die feine Gesellschaft Reißaus vor diesem Typen nimmt, der da nur in Unterwäsche stehtund schließlich allein die Bühne einnimmt, strampelt, sich wälzt und biegt. Und dann beginnt das eigentliche Spiel zwischen ‚dem da‘ und uns, zwischen Einzelgängern und Gruppen.
(…)
Das schwarze Schaf in Unterhose wird auf der Bühne schnell ‚integriert‘. Eine Gruppe klopft ihm auf die Schulter, während sie es zugleich anstiftet, einen anderen, der allein ist, anzugreifen (…) – Hetze, Häme, Hass, und das tut beim Zuschauen so weh, weil man weiß, dass es nicht nur in diesem Tanzstück so zugeht.
Und so fließen in diesem Stück verschiedene Szenen zum Thema ineinander. (…) So entstehen auch intime Momente zwischen Frau und Mann, die sich aufrichten – oder einander dominieren. Wieder brutal, wenn er sie mit Klebeband fesselt, auch das Shirt über ihre Augen bindet und sie sich blind ergeben muss, bis sie am Ende der Szene selbst zum Klebeband greift. Das sind starke Bilder.
(…) hier wird mit dem Eckigen gespielt, mit Alltagsbewegungen, mit Geräuschen wie dem Stampfen, und Stimmen wie dem Anschreien, aber das ist für das Heute die passende Visualisierung.
Unterm Strich bleibt: Es ist ein Stück der modernen Ballettsprache, das aber so klar erzählt wird, dass es jeder versteht. Das Stück stellt die richtigen Fragen, die für jeden Einzelnen relevant sind. Und es findet intime wie energiegeladene Ausdrucksformen mit einem engagierten Ensemble. Sehenswert! Das Publikum applaudierte begeistert.

Katharina Leuoth
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