Spielplan

KAMMERMUSIK PLUS

Fr
06.
März
Philharmonie
Kammermusikabend

KAMMERMUSIK PLUS

Franziska Krötenheerdt, Mejo-Quartett

 
 

Theodor Kirchner / Aribert Reimann
Die schönen Augen der Frühlingsnacht
Sechs Lieder von Theodor Kirchner
nach Gedichten von Heinrich Heine
für Sopran und Streichquartett bearbeitet
und verbunden mit sieben Bagatellen für Streichquartett
von Aribert Reimann

Robert Schumann
Sechs Gesänge op. 107
für Sopran und Streichquartett
transkribiert von Aribert Reimann

In diesem zusätzlichen Kammermusikabend widmen sich die Sopranistin Franziska Krötenheerdt und das Mejo-Quartett erneut zwei Kompositionen von Aribert Reimann (geb. 1936), in denen er sich mit romantischen Klavierliedern auseinandersetzt. Bereits in der Saison 2018/2019 erklang mit „… oder soll es Tod bedeuten?“ die berührende Sichtweise Reimanns auf Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy. Durch die klangliche Vielfalt der vier Streicher erscheinen die Liedkompositionen jeweils in einer ganz neuen Dimension.

Die schönen Augen der Frühlingsnacht wurde am 14. Dezember 2017 in Amsterdam uraufgeführt. Der Zyklus basiert auf Liedern von Theodor Kirchner nach sechs Gedichten von Heinrich Heine. In ihnen dienen Bilder von keimenden und treibenden Pflanzen im Frühling als idealer lyrischer Ausdruck von Liebesgefühlen. Einen Gegensatz zu den sonnigen Gedanken bilden zwei Gedichte, die an einsame winterliche und kalte Momente in der Schneelandschaft erinnern. Bereits 1994 entstand die Transkription von Robert Schumanns Sechs Gesängen op. 107 für Sopran und Streichquartett. In diesen Liedern scheint sich Robert Schumanns krisenhaftes Leben zu spiegeln. Die Komposition fällt mit den ersten Ausbrüchen seiner Krankheit zusammen. Beim im ersten Gesang heraufbeschworenen Bild der ertrinkenden Ophelia drängt sich die Assoziation mit seinem drei Jahre später folgenden Selbstmordversuch auf. Aribert Reimanns Transkription steht den Bestrebungen Schumanns, „die Fortschritte des weiter ausgebildeten Begleitinstruments, des Klaviers“ stärker zu nutzen, scheinbar entgegen. Andererseits wird die vollständige Integration des Vokalparts in den musikalischen Satz des Streichquartettes Schumanns Einschätzung gerecht, die Singstimme allein könne „nicht alles wiedergeben; neben dem Ausdrucke des Ganzen sollen auch die feineren Züge des Gedichts hervortreten.“ Hier offenbarten sich Reimanns Gespür für Klangfarben und seine jahrelange Erfahrung als Liedbegleiter. [Quelle: Schott Music]  

Spielort:Opernhaus - Foyer
Dauer:noch nicht bekannt
Fr, 06. März | 20:30 Uhr
Preis: 18,00 €
 

Besetzung des Stückes

Besetzung
Ausführende
Franziska Krötenheerdt
Mejo-Quartett:
Katarzyna Radomska
Benjamin Fuhrmann
Ulla Walenta
Thomas Bruder
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