Spielplan

Harlequin & Harlequin

Fr
13.
Oktober
Schauspiel
Premiere

Harlequin & Harlequin

Komödie von Bogdan Koca
URAUFFÜHRUNG

 
 

Man hat es nicht leicht als Harlequin. Eine warme Mahlzeit am Tag und ein nettes Frauchen an der Seite würden doch zum Leben reichen, aber nein, gibt es nicht, jeden Tag derselbe Schlamassel. Und dann lastet einem auch noch ein schlechter Ruf an. Man soll der Höllenteufel selbst sein, hat aber weder Geld noch Gut und muss sich als Lastenträger durchs Leben schlagen. Und dann ist immer alles so kompliziert, weil die anderen alles durcheinander bringen. Wenn sie doch einfach auf einen hören würden …

In unserer Geschichte, die in Paris spielt, versucht Harlequin, wirklich alles richtig zu machen. Seinem alten, wohlhabenden Herrn Gerontes hilft er redlich, bei der schönen jungen Isabella zu landen, nicht ganz uneigennützig, versteht sich, will er doch selber deren Dienerin Columbine für sich gewinnen. Aber dennoch, er versucht sein Bestes. Als jedoch ein weiterer Verehrer von Isabella auftaucht, der junge, aber geizige Octavio, kommt Harlequins Plan bereits etwas ins Wanken. Als dann aber auch noch die Juwelen, die Gerontes Harlequin für Isabella übergeben hatte, spurlos verschwinden und Harlequin Jr., sein Zwillingsbruder, wie aus dem Nichts auftaucht, gerät alles aus den Fugen und eine aberwitzige Verwechslungskomödie nimmt ihren Lauf. Eine schrecklich-schöne Freude, dabei zuzusehen.

Spielort:Schauspielhaus - Ostflügel
Spielzeit:1 h 15 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:13.10.2017
Fr, 13. Oktober | 20:00 Uhr
ausverkauft
 

Weitere Termine

15.12.2017Freitag20:00 Uhr   Schauspielhaus - Ostflügel  
21.12.2017Donnerstag20:00 Uhr   Schauspielhaus - Ostflügel  
13.01.2018Samstag20:00 Uhr   Schauspielhaus - Ostflügel  
31.01.2018Mittwoch20:00 Uhr   Schauspielhaus - Ostflügel  
08.02.2018Donnerstag20:00 Uhr   Schauspielhaus - Ostflügel  
16.02.2018Freitag20:00 Uhr   Schauspielhaus - Ostflügel  

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie und Bühne Bogdan Koca

Kostüme Elżbieta Terlikowska

Dramaturgie Kathrin Brune

Besetzungsliste des Stückes

Besetzungsliste

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

„Dresdner Neueste Nachrichten“ schreiben am 21.10.2017

Begeisterten Applaus gab es (…). Denn Bogdan Koca schuf mit ‚Harlequin und Harlequin‘ per Uraufführung eine kluge, aber vor allem optisch und schauspielerisch satte Ode an die klassische Commedia dell’arte als Spiegel der gesellschaftlichen Verlogenheit in allen Zeiten (…).
Fazit: Ein Fest für echte Theaterfreunde (und –kenner), bei dem alle fünf Spieler überzeugen. (…)

Andreas Herrmann

Die „Freie Presse“ schreibt am 19.10.2017

(…)
Der polnisch-australische Regisseur Bogdan Koca lässt das Ensemble gut aufspielen. Ulrike Euen brilliert als Harlequin I, den Clown gibt sie völlig überzeichnet. Es ist sehr, sehr komisch, wie sie das Machogehabe damaliger und heutiger Zeitgenossen persifliert. Doch Marko Bullack steht ihr in nichts nach, auch er treibt als Isabella die Parodie der weiblichen Unschuld auf die Spitze und erntet dafür viele Lacher. Christian Ruth und Konstantin Weber überzeugen in ihren Rollen als Gerontes und Columbine nicht minder und tragen zum insgesamt sehr unterhaltsamen Abend bei, auch wenn die Dynamik der ersten 30 Minuten später leider nicht mehr ganz erreicht wird.

Maurice Querner

Der „Stadtstreicher“ schreibt in Ausgabe 11/2017

Sie lieben es. Das wird schnell klar, weil sie überzeugen. Und zwar mit einem Phänomen der sozialen Lachkultur: der Commedia dell’Arte. Mal maßlos übertreiben, einfach improvisieren und dem zotigen Witz ein Podium geben – das gönnt sich die Truppe und das gönnt sie dem Publikum.So ist die Geschichte auch schnell erzählt: (…) Verwechslung, Verwechslung. Und fertig ist ein Theaterspaß voller Metaphern mit viel Spielraum für Körper und Bauch. Dabei verzichtet Regisseur Bogdan Koca auch nicht auf die typischen Commedia dell’Arte-Masken, mit denen das karnevalistische Prinzip vollends siegt und aus Schauspielern geschlechtsneutrale Darsteller werden, die dem bildungsbürgerlichen Anspruch abgeschworen haben. Das Verrückte daran: Es funktioniert, trotz aller Verkopftheit unserer Tage. Wahrscheinlich, weil es sich im ersten Moment wie eine Auszeit anfühlt, eine Auszeit von den Problemen der modernen Welt. Im zweiten Moment aber liegt schonungslos offen: Da auf der Bühne spielt der Ursprung allen Übels – der Mensch mit seinen niederen Instinkten. Nur dass da keine Figur auf Identifikation mit realen Personen abzielt. Das passiert nur in der Phantasie der Zuschauer.

Jenny Zichner
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