© Dieter Wuschanski

Spielplan

Hans mein Igel

Fr
24.
August
Figurentheater

Hans mein Igel

Märchen nach den Brüdern Grimm
Spielfassung: Christian Martin

 
 

Es war einmal ein Bauer, der hatte alles außer einem Kind. Als ihm nach langen Jahren des Hoffens endlich ein Sohn geboren wurde, war dieser zur Hälfte ein Mensch und zur Hälfte ein Igel. Darüber war der Bauer so erzürnt, dass er ihn hinter den Ofen verbannte. Der Igelbub aber war nicht blöde. Nachdem er groß genug geworden war, ließ er sich vom Vater einen Dudelsack schenken und einen goldenen Hahn beschlagen. Allein machte er sich auf in den Wald, wo er von nun an auf einem Baum wohnte, jeden Tag wunderbare Musik spielte, Schweine hütete und damit sehr reich wurde. Der Wald aber war nicht irgendein Wald, nein, ab und zu kamen Könige vorbei, die sich verlaufen hatten und nach dem Weg fragten. Jedes Mal half ihnen der Igeljüngling und wünschte sich als Gegenleistung nur das erste, was den Königen bei ihrer Heimkehr begegnete. Zweimal hatte er besonders viel Glück und er wurde der Bräutigam zweier Prinzessinnen. Die erste war aber gar nicht gut zu ihm und der Igel stach sie mit seinen Stacheln. Die zweite hingegen war ihm herzlich zugetan und der Igel verwandelte sich in einen schönen jungen Mann.

Das Märchen Hans mein Igel gehört zu den unbekannteren der Brüder Grimm. Berührend und hoffnungsvoll erzählt es von der langen Reise eines Ausgegrenzten zu sich selbst. Als Kind ungeliebt hinter den Ofen versteckt, bewahrt er sich unter seiner wehrhaften Stachelhaut alle Fantasie und Lebendigkeit, bis er schließlich einem Menschen begegnet, der ihn um seiner selbst willen liebt und er sich seiner Igelhaut entledigen kann.

Spielort:Schauspielhaus - Kleine Bühne
Dauer:55 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 6 Jahren
Premiere:10.02.2018
Fr, 24. August | 09:30 Uhr
 

Weitere Termine

19.10.2018 Freitag 10:00 Uhr    
Schauspielhaus - Kleine Bühne
21.10.2018 Sonntag 16:00 Uhr    
Schauspielhaus - Kleine Bühne
22.10.2018 Montag 09:30 Uhr    
Schauspielhaus - Kleine Bühne

Bilder zum Stückes

Bilder
© Dieter Wuschanski
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Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie, Ausstattung und Puppen Frank Alexander Engel

Dramaturgie René Schmidt
Gundula Hoffmann

Besetzung des Stückes

Besetzung

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 12.02.2018

(...)
Mit ‚Hans mein Igel‘ hat das Chemnitzer Figurentheater eine der unbekannteren Geschichten der Brüder Grimm nun im Spielplan - von Christian Martin für die Bühne eingerichtet. Märchendramatisierungen dieser Art sind eine Spezialität des Autors aus dem Vogtland. Und zur Premiere (…) zeigte sich erneut, wie geschickt er die Handlung für das sehr junge Publikum baut, das wie gebannt auf den Stühlen sitzt. Frank Alexander Engel, der für Regie, Ausstattung und Puppen verantwortlich zeichnet, folgt Martins Intentionen kongenial. Und so entfaltet sich in der knappen Stunde des Spiels eine wirklich zauberhafte, verwunschene, manchmal komische und manchmal auch unheimliche Atmosphäre.
(…)
Eine Bretterkulisse rahmt die kleine Bühne ein. Zwei Türen und eine Guckkastenbühne in der Mitte - mehr ist zunächst nicht zu sehen. Und doch zaubern Claudia Acker und Felix Schiller schnell eine ganz besondere Stimmung. Nicht nur, dass sie die Handpuppen zum Leben erwecken, sie stecken selbst in Kostümen und werden Teil der Inszenierung. Zu dieser Mischung gesellen sich Licht, Geräusche sowie Schattenspiel. Alle Ausdrucksformen harmonieren prima miteinander und gehen mühelos ineinander über.
Es ist eine bittere Geschichte von Ausgrenzung, und so einige Details können, wie in den geläufigeren Grimmschen Märchen auch, durchaus zarte Kinderseelen erschrecken, denn wenn sich Igelhans mit seinen Stacheln wehrt, kann es schon mal blutig werden. Aber die ganze Sache findet ein gutes Ende. Ein verirrter König, dem der traurige Held den richtigen Weg weist, gibt ihm zum Dank das, was ihm zuerst zuhause begegnet - seine Tochter. Die vermag Hans um seiner selbst willen zu lieben, was ihn von seiner Igelhaut befreit. Dies ist eine Lehrstunde ohne erhobenen Zeigefinger, für die es zur Premiere viel Beifall gab.

Uta Trinks
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