© Dieter Wuschanski

Spielplan

Frerk, du Zwerg!

Sa
08.
September
Figurentheater

Frerk, du Zwerg!

Mobiles Puppentheater nach dem Kinderbuch von Finn-Ole Heinrich

 
 

Frerk ist nicht besonders groß. Allzu stark ist er auch nicht. Und außerdem auch etwas ängstlich, weil er öfter mal was auf den Kopf kriegt – zum Beispiel von Andi Kolumpeck. Aber ein Zwerg ist er deshalb noch lange nicht! „Frerk, du Zwerg“ hänseln ihn Andi und die anderen, weil Frerk kleiner ist als sie, seltsam spricht und mit seinen Bügelfaltenhosen und Hemden ein bisschen so aussieht wie sein Vater, der Schuhverkäufer ist und kaum redet. In Frerks Kopf aber wohnen wilde Gedanken, bunte Wörter, er träumt von Abenteuern und ganz besonders von einem zotteligen Riesenhund. Den darf er natürlich nicht bekommen, denn seine Mutter hat wahnsinnig viele Allergien und einen schrecklichen Putzfimmel. Ein Hund kommt ihr also nicht ins Haus und auch alles andere, was Spaß macht, ist meistens verboten. Freunde hat Frerk eigentlich nicht, sie dürfen ja sowieso nicht mit zu ihm nach Hause. Doch dann findet Frerk ein Ei und steckt es ein. Und wer jetzt glaubt, ein Ei gleiche dem anderen, wird sich wundern. In seiner schönen warmen Hosentasche brütet Frerk es aus: Dem Ei wächst ein Fell, es rumpelt und klimpert, und mit einem Mal nimmt Frerks  geordnetes Leben wild und schwungvoll Fahrt auf. 

Das Kinderbuch von Finn-Ole Heinrich und Illustratorin Rán Flygenring über den Außenseiter Frerk wurde 2012 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Frerk, du Zwerg! ist „Quatsch in seinem allerbesten und allerfeinsten Sinne und ein Plädoyer für Anarchie, Mut und Selbstbewusstsein“, heißt es in der Jurybegründung. 

Frerk, du Zwerg! wurde 2012 erfolgreich an der Neuköllner Oper uraufgeführt. Tobias Eisenkrämers Inszenierung für eine Spielerin entstand im Oktober 2015 für das Puppentheater in Zwickau und feierte nun auch in Chemnitz Premiere.

Spielort:Schauspielhaus - Kleine Bühne
Dauer:50 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 5 Jahren
Premiere:11.03.2017
Sa, 08. September | 16:00 Uhr
 

Weitere Termine

28.06.2019 Freitag 17:00 Uhr    
Opernhaus

Bilder zum Stückes

Bilder
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski
© Dieter Wuschanski

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam

Besetzung des Stückes

Besetzung
Es spielt
Claudia Acker

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 16.03.2017

‘Frerk du Zwerg‘ im Figurentheater Chemnitz ist ein kluges Stück über die Emanzipation im Kinderzimmer. Der Junge hat zu Hause nichts zu lachen. Doch dann wehrt er sich.

Frerks Eltern bleiben ahnungslos, was ihren kleinen klugen Sohn betrifft - der Vater ist ein blasser Langweiler, die Putzfimmel-Mutter eine egoistische Nervensäge. Langweilig, laaaangweilig! und voller Demütigungen ist das Leben des kleinen Frerk, der keinen Hund hat, weder einen kleinen noch einen großen Wolfshund, auch keine Fische, einfach nix, was Spaß macht und der doch so gern ein klitzekleines bisschen Unordnung stiften würde. Was er sich nicht traut. So wird er zum Opfer seiner Mitschüler, die ihn ‚Zwerg‘ schimpfen, weil sich das auf ‚Frerk‘ reimt, und Andi Kolumpeck, dumm, aber groß, kann ungestraft Frerks Pausenbrot aufessen und dessen Kopf in den Sand drücken. Doch sein junges Leben ändert sich auf ganz entscheidende Weise, als er den Aufstand wagt und erkennt: ‚Müsli ist Zwergenkacke‘, und Zwergenkacke isst er nicht.

Das gleichnamige Kinderbuch von Finn-Ole Heinrich ist preisgekrönt, die Puppenspielerin Claudia Acker hat das Stück in der Regie von Tobias Eisenkrämer bereits am Puppentheater Plauen-Zwickau gezeigt. Inzwischen ist sie Mitglied des Chemnitzer Figurentheaters und stellt die Inszenierung dort vor.

Der Blick geht auf ein überdimensionales Wunderei auf einem Handwagen, das Ei ist Symbol und Spieltisch in einem. Hier öffnen sich allerlei Schübe für die wenigen Spielutensilien und Puppen - papierne Flachfiguren für Mutter, Vater, Kind, ebenso die symbolträchtigen gelben Gummihandschuhe der reinlichen Mutter, die reichlich Anwendung finden. Zugunsten starker Figurenzeichnung sind Mutter und Vater sehr eindimensional unsympathisch gezeichnet, wie man sie keinem Kind wünscht.

Das Riesenei auf der Bühne steht aber zugleich für das Wunder in Frerks Hosentasche, das ihm geradezu märchenhaft fünf neue Freunde an die Seite stellt - starke, unabhängige, freche Chaoten ohne eingefahrene Regeln, die sich nichts gefallen lassen und Frerks unfrohe Welt infrage stellen.

Dazu gehört eine wilde, übermütige und selbstbewusste Sprache der Zwerge, die Frerk bald spricht. Seine neuen, wilden, anarchistischen Gedanken stellen die brave Frerk-Welt ganz und gar auf den Kopf und endlich wird aus dem kleinen Frerk eine respektierte kleine Persönlichkeit.

Die Botschaft ist stark und eindeutig: Kinder traut euch, spielt nach euern Regeln! Seid nicht bescheiden und lasst euch nicht unterdrücken. Fünfjährige allerdings, für die dieses Stück bereits angeboten wird, sind dafür vielleicht noch ein bisschen klein. Zur Premiere fragte die Spielerin die Kinder im Publikum nach ihren Wünschen. Frerk hätte allen Grund, sich die Liebe seiner Eltern zu wünschen.

Marianne Schultz

Weitere Pressestimmen

Das schreibt fidena.de

Startseite
Suche Zusatzinformationen
Teilen
nach oben eine Seite zurück

Was suchen Sie?

Suche schließen
Exit
nach oben eine Seite zurück