© Nasser Hashemi

Spielplan

Drachenherz

Sa
23.
März
Oper

Drachenherz

Kein Platz für Helden
Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
URAUFFÜHRUNG

 
 

Günnis Clique ist echt cool. Findet Günni jedenfalls. Sonst ist aber wenig cool in der mitteldeutschen Kleinstadt, wo so viele arbeitslos sind und die meisten Erziehungsberechtigten apathisch vor der Glotze sitzen. Dann kommt Fred. Fred ist anders: Er hat Ideen und was im Kopf. Mit Fred macht alles mehr Spaß. Fred ist schon bald Günnis bester Gefolgsmann in der Clique. Hagen könnte kotzen. Günnis bester Mann war doch immer Hagen. Und wenn einer das Recht hat, Günnis Schwester Jenny den Hof zu machen, dann doch wohl er! Mit einem Wort: Fred geht Hagen schwer gegen die Ehre.

Ehre ist ein wichtiges Stichwort in Drachenherz, dem neuen Musical von Wolfgang Böhmer und Peter Lund, das 2019 in Chemnitz uraufgeführt wird. Ehre, Verrat, Treue – keine besonders aktuellen Themen? Im Gegenteil: Was man tut, wie man kämpft und vor allem wofür – das sind die großen Fragen, die jeder Jugendliche an die Gesellschaft stellt und deren Beantwortung eher dürftig ausfällt. Das war bei den Nibelungen noch anders. Da wusste jeder, wofür er kämpfte. Im schlimmsten Fall für sich selber. Siegfried musste sterben, weil es damals keinen Platz gab für echte Helden. Gibt es diesen Platz heute? Oder müssen die Guten immer noch sterben, weil die Gemeinen es einfach nicht ertragen, im Geist so klein zu sein?

Diesen Fragen geht Drachenherz nach und hat sich dafür die Siegfried-Sage ausgeliehen, um sie im Hier und Jetzt und mit den Mitteln des Musicals neu zu erzählen. Es ist nur auf den ersten Blick überraschend, wie genau die alte Sage den jungen Protagonisten in Herz und Hirn schaut. Der Verrat der Siegfried-Sage ist universell und passiert jeden Tag wieder – direkt vor unserer Haustür.

Das Autorenteam Wolfgang Böhmer und Peter Lund arbeitet seit mehr als 20 Jahren zusammen und kreierte zahlreiche erfolgreiche Bühnenwerke. Ihr Musical Stella – Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm wurde 2016 beim Deutschen Musical Theater Preis als „Bestes Musical des Jahres“ ausgezeichnet.

Koproduktion der Theater Chemnitz und der Neuköllner Oper Berlin in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Berlin

Die Chemnitzer Produktion wird exklusiv unterstützt durch eins – energie in sachsen.

Spielort:Opernhaus - Saal
Dauer:2 h 20 min / 1 Pause
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:02.03.2019
Sa, 23. März | 19:00 Uhr
 

Weitere Termine

02.10.2019 Mittwoch 10:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
02.10.2019 Mittwoch 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
07.10.2019 Montag 11:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
25.10.2019 Freitag 11:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
25.10.2019 Freitag 20:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
13.02.2020 Donnerstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
24.02.2020 Montag 11:00 Uhr    
Opernhaus - Saal

Bilder zum Stückes

Bilder
Timo Stacey, Karim Plett, Florentine Beyer, Johannes Krimmel © Nasser Hashemi
Karim Plett, Timo Stacey, Johannes Krimmel, Florian Heinke, Florentine Beyer © Nasser Hashemi
Karim Plett, Florian Heinke, Timo Stacey, Ngako Keuni, Florentine Beyer, Johannes Krimmel, Tristan Giovanoli © Nasser Hashemi
Ngako Keuni, Timo Stacey (verdeckt), Karim Plett © Nasser Hashemi
Karim Plett, Ngako Keuni, Denis Riffel, Timo Stacey © Nasser Hashemi
Ngako Keuni, Karim Plett, Denis Riffel, Timo Stacey © Nasser Hashemi
Johannes Krimmel, Florian Heinke, Timo Stacey, Florentine Beyer, Karim Plett © Nasser Hashemi
Denis Riffel, Ngako Keuni © Nasser Hashemi
Timo Stacey, Denis Riffel, Florentine Beyer, Karim Plett, Ngako Keuni, Johannes Krimmel © Nasser Hashemi
Denis Riffel, Johannes Krimmel (vorn); Timo Stacey, Florentine Beyer, Karim Plett, Ngako Keuni © Nasser Hashemi
Florian Heinke, Florentine Beyer, Karim Plett © Nasser Hashemi
Nicola Kripylo, Tristan Giovanoli © Nasser Hashemi
Florentine Beyer, Florian Heinke, Timo Stacey, Johannes Krimmel, Ngako Keuni, Karim Plett, Tristan Giovanoli, Denis Riffel © Nasser Hashemi
Tristan Giovanoli, Denis Riffel, Florentine Beyer, Florian Heinke, Ngako Keuni, Timo Stacey, Nicola Kripylo, Karim Plett, Johannes Krimmel © Nasser Hashemi
Karim Plett, Ngako Keuni, Florentine Beyer, Timo Stacey, Nicola Kripylo, Denis Riffel © Nasser Hashemi
Karim Plett, Nicola Kripylo, Tristan Giovanoli, Timo Stacey, Florentine Beyer, Johannes Krimmel © Nasser Hashemi
Florentine Beyer, Florian Heinke © Nasser Hashemi
Timo Stacey, Karim Plett, Johannes Krimmel, Florian Heinke, Florentine Beyer © Nasser Hashemi
Timo Stacey, Florian Heinke, Karim Plett, Florentine Beyer, Johannes Krimmel, Tristan Giovanoli, Denis Riffel © Nasser Hashemi
Denis Riffel, Florentine Beyer © Nasser Hashemi
Johannes Krimmel © Nasser Hashemi
Tristan Giovanoli © Nasser Hashemi
Florentine Beyer, Denis Riffel © Nasser Hashemi
Johannes Krimmel, Ngako Keuni, Nicola Kripylo © Nasser Hashemi
Nicola Kripylo, Tristan Giovanoli © Nasser Hashemi
Nicola Kripylo, Timo Stacey, Denis Riffel © Nasser Hashemi

Videomedien zum Stück

Video
Trailer der Theater Chemnitz
Trailer der Universität der Künste Berlin

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Musikalische Leitung Hans-Peter Kirchberg
Tobias Bartholmeß

Inszenierung / Choreografie Peter Lund
Neva Howard
Mathias Noack

Bühne und Kostüme Ulrike Reinhard

Sprechchöre Franziska Trauselt

Video Roman Rehor

Kampfcoach Alfred Hartung

Dramaturgie Christiane Dost

Besetzung des Stückes

Besetzung

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Der „Stadtstreicher“ schreibt in Ausgabe 04/2019

(…) ein neues Musical gibt es, genannt ‚Drachenherz‘, weil es sich vornimmt von einem modernen Siegfried zu erzählen, der zwar keinen Drachen erlegt, aber einen Asylanten schützt. Das allerdings muss man nicht allzu ernst nehmen, auch wenn es ordnungsgemäß tödlich endet. Es ist die einfache – und wäre sonst die vielleicht allzu einfache – Geschichte einer Jugend-Clique in trister Deutsch-stadt, inclusive Ausländer und Asylant, mit einem Kryptoschwulen, mit einem ersten Mal, wo es klappt, und einem, wo es nicht klappt, mit Fremdgehen trotz Liebe in kosmischen Dimensionen – und viel Ärger zwischen den Typen. Meiner fünfzehnjährigen Tochter hatte das alles etwas zu sagen und es gefiel ihr sehr gut. Und auf alle Fälle ist, was da erzählt wird, gut erzählt, sehr gut auf die Bühne gebracht und bestens dargestellt von jungen Leuten, die mit heißem Atem rangehen. Rockige Musik, einige schöne Balladen, Chorszenen mit viel Schwung – ‚das fetzt‘ (…).

Eske Bockelmann

Die „Sächsische Zeitung“ schreibt am 05.03.2019

(…) Peter Lund (…), (…) Regisseur und Autor entwickelt (…) immer wieder mit seiner Musical-Klasse Stücke. (…) Viele (…) Besucher ließen sich anstecken von solch enthusiastischem Schwung und rückhaltlosem Einsatz. (…) die Studierenden (…) sind tänzerisch fit, musikalisch top. (…) Komponist Wolfgang Böhmer weiß genau, wie Musical funktioniert. Bei Hans-Peter Kirchberg an E-Piano und Dirigentenpult der ‚Drachenherz-Band‘ ist das in routinierten Händen. (…) An den richtigen Stellen findet die Musik zu Melodram oder großer Sehnsuchtsmelodie mit Ohrwurmpotenzial. (…)

Jens Daniel Schubert

Die „Freie Presse“ schreibt am 04.03.2019

Ein engagiertes Ensemble (…) bei der Premiere des Musicals ‚Drachenherz‘ (…) spielt, tanzt und singt mitreißend zur Freude des Publikums.
(…) Vor der tristen Kulisse eines grauen Neubaublocks (Bühnenbild und Kostüme: Ulrike Reinhard) trifft sich die Jugendclique um Günni (überzeugend: Florian Heinke), den Sohn des Polizeichefs, beim mittäglichen Sixpack. (…) Ansonsten setzen Brüning (quirlig: Florentine Beyer), Hagen, Tropi und Baktus (aufmüpfig, ihre Kindheit verfluchend, dem Anführer mehr oder weniger treu folgend: Johannes Krimmel, Timo Stacey und Karim Plett) nahtlos das illusionslose Leben ihrer Eltern fort (…).
Fred (Denis Riffel mit der wohl schwierigsten Rolle in dem Stück), Sohn des Flüchtlingsheimleiters und Freund von Woda, einem afrikanischen Flüchtling (berührend: Ngako Keuni) scheinen eine etwas positivere Auffassung vom Leben zu haben. Ebenso Jenny, Günnis Schwester (konsequent und überzeugend: Nicola Kripylo), in die fast alle ein wenig verliebt sind, besonders aber der Tunesier Nasir (mit seinem Migrationshintergrund hadernd: Tristan Giovanoli).
Die Liebe schließlich bringt Gruppendynamik und Rangordnung in der Clique durcheinander, womit das Drama seinen nicht immer ganz plausiblen Lauf nimmt. (…)
Doch das nimmt dem Musical (…) wenig von seiner mitreißenden Kraft. Peter Lund (Texte) und Wolfgang Böhmer (Musik) haben ein furioses Stück geschrieben, das das Inszenierungsteam mit Hans-Peter Kirchberg und Tobias Bartholmeß (musikalische Leitung), Peter Lund, Neva Howard und Mathias Noack (Inszenierung und Choreografie) und die Drachenherz-Band kongenial umgesetzt haben. Rasante Tanz-, Kampf- und Chorszenen wechseln mit auch schauspielerisch überzeugenden solistischen Passagen, die dem sehr jungen Ensemble, allesamt Absolventen der Musicalklasse der Universität der Künste, ein hervorragendes Zeugnis ausstellen. (…) Es gab langen und herzlichen Applaus am Ende und eine kleine musikalische Zugabe.

Matthias Zwarg

Die „Morgenpost Chemnitz“ schreibt am 04.03.2019

Mitreißendes ‚Drachenherz‘-Musical
(…)
Beats, Sprechgesang und Breakdance: Mit dem Musical ‚Drachenherz – Kein Platz für Helden‘ wagt sich das Opernhaus (…) auf neues Terrain. Der Mut wird belohnt: Das Publikum (…) bei der Uraufführung war begeistert.
(…)
Auf Requisiten verzichtet Ulrike Reinhard (Bühne und Kostüm) weitestgehend. Die braucht es aber auch nicht: Das junge Ensemble versteht es, das Publikum mitzureißen und bei jedem Song neu zu begeistern. Für den minutenlangen Schlussapplaus (…) gab es dann auch noch eine kleine Zugabe. (…)

vw

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