© Kirsten Nijhof

Spielplan

Die Fledermaus

Sa
15.
September
Oper

Die Fledermaus

Operette von Johann Strauß
Libretto von Carl Haffner und Richard Genée

 
 

Gabriel von Eisenstein hat vor einiger Zeit seinen Freund, den Notar Dr. Falke, nach einem Faschingsball blamiert. Nun will sich Falke an Eisenstein rächen und inszeniert eine Revanche, die mit ihren Irrungen und Wirrungen nicht nur das Gefühlsleben Eisensteins durcheinander bringt. Er lädt Eisenstein auf einen Ball ein und präsentiert ihm dort eine feurige ungarische Gräfin. Eisenstein tappt prompt in die Falle und erkennt viel zu spät, dass sich hinter der Maske der schönen Ungarin seine eigene Frau verbirgt …

Die Fledermaus ist so klassisch wie der Nibelungenring Wagners.“ Mit diesen Worten beschrieb der Dirigent Hans von Bülow jenes Werk, das als die Operette schlechthin gilt und sich seit mehr als 140 Jahren ungebrochener Beliebtheit beim Publikum erfreut. Dabei waren sich die Wiener anfangs uneins darüber, ob sie die dritte Operette ihres geliebten „Schani“, wie Johann Strauß Sohn genannt wurde, gut finden sollten oder nicht. In einem Artikel im Wiener Fremdenblatt war zu lesen: „Ein starkes Stück Frivolität muss man freilich in Kauf nehmen; wenn zum Beispiel ein fremder Mann in Gegenwart der von ihm verehrten Frau den Rock auszieht und sich in den Schlafrock des ausgegangenen Hausherrn wirft, oder wenn ein ordentlicher Gentleman auf dem Maskenballe dicht an den Busen seiner Dulcinea geschmiegt mit der Uhr ihre Herzschläge abzählt. So finden wir das mehr gemein als pikant.“

Johannes Pölzgutter, der Regisseur der neuen Chemnitzer Fledermaus, stammt aus Wien. Er sammelte erste Theatererfahrungen an der Wiener Volksoper und am Luzerner Theater, bevor er als freischaffender Regisseur für verschiedenste Musiktheaterproduktionen verantwortlich zeichnete. So inszenierte er Werke wie Händels Alcina, Donizettis Don Pasquale, Rimski-Korsakows Der goldene Hahn, Verdis Falstaff, Puccinis La Bohème und Madama Butterfly, Madernas Satyricon sowie Sondheims Sweeney Todd.

 

 

Spielort:Opernhaus - Saal
Dauer:3 h / 1 Pause
Altersempfehlung:ab 12 Jahren
Premiere:02.06.2018
Sa, 15. September | 19:00 Uhr
ausverkauft
 

Weitere Termine

06.10.2018 Samstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
20.11.2018 Dienstag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
31.12.2018 Montag 14:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
01.01.2019 Dienstag 16:00 Uhr    
Opernhaus - Saal
22.03.2019 Freitag 19:00 Uhr    
Opernhaus - Saal

Bilder zum Stückes

Bilder
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Videomedien zum Stück

Video

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Musikalische Leitung Jakob Brenner

Inszenierung Johannes Pölzgutter

Choreografie Sabrina Sadowska

Bühne Nikolaus Webern

Kostüme Janina Ammon

Chor Stefan Bilz

Assistenz Choreinstudierung Dovilė Šiupėnytė

Dramaturgie Susanne Holfter

Besetzung des Stückes

Besetzung
Eisenstein
Reto Rosin

Rosalinde
Tatiana Larina 15.09. / 06.10. / 20.11. / 31.12.2018, 14.00 / 01.01. / 22.03. / 03.07. / 05.07.2019
Regine Sturm 31.12.2018, 19.00
N.N. 04.07. / 06.07.2019

Frank
Matthias Winter 15.09. / 06.10. / 20.11. / 31.12.2018, 14.00 / 01.01. / 22.03. / 03.07. / 05.07.2019
N.N. 31.12.2018, 19.00 / 04.07. / 06.07.2019

Orlofsky
Sophia Maeno 15.09. / 20.11.2018 / 22.03. / 03.07. / 05.07.2019
Sylvia Rena Ziegler 06.10. / 31.12.2018, 19.00 / 04.07. / 06.07.2019
Vasily Khoroshev 31.12.2018, 14.00 / 01.01.2019

Alfred
Siyabonga Maqungo 15.09. / 20.11.2018 / 01.01. / 22.03. / 03.07. / 05.07.2019
Tommaso Randazzo 06.10. / 31.12.2018 / 04.07. / 06.07.2019

Dr. Falke
Andreas Beinhauer 15.09. / 06.10. / 31.12.2018, 14.00 / 22.03. / 03.07. / 05.07.2019
Liviu Holender 20.11.2018 / 04.07. / 06.07.2019
Georg Streuber 31.12.2018, 19.00 / 01.01.2019

Dr. Blind
Jürgen Mutze

Adele
Marie Hänsel 15.09. / 20.11. / 31.12.2018, 19.00
Katharina Boschmann 06.10. / 31.12.2018, 14.00 / 01.01. / 04.07. / 06.07.2019
Franziska Krötenheerdt 22.03. / 03.07. / 05.07.2019

Ida
Sylvia Schramm-Heilfort

Frosch
Hardy Hoosman

Melanie
Andrea Ahrens
Antje Gebhardt-Randazzo

Faustine
Beate Dimitrova
Elisabeth Kraus

Felicita / Minni
Christiane Barth
Babett-Jaqueline Bode

Natalie / Hermine
Kathrin Schulz
Jung-Eun Park

1./3. Diener
Mathias Kunze
Soon-Mi Choi

2./4. Diener
Harald Meyer
Gyung-Ha Choi

Ballett Chemnitz

Chor der Oper Chemnitz

Damen und Herren der Statisterie

Robert-Schumann-Philharmonie

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 05.06.2018

(…) Im Kern geht es um eine Gesellschaft, in der nichts ist, wie es scheint, in der praktisch jeder den anderen betrügt, zumindest aber in irgendeiner Form Dreck am Stecken hat. Das war und ist die Aussage dieser Operette, die muss man nicht hineindeuten.
Und so trat sie denn auch bei der relativ konventionellen Inszenierung von Johannes Pölzgutter (…) aufs Feinste zutage. Sieht man mal von kleinen modernen Ausstattungs-Akzenten ab, wie den Kopfhörern des Stubenmädchens Adele (Katharina Boschmann) oder der ‚Echo‘-Trophäe, die Ex-Sängerin Rosalinde (Maraike Schröter) beim Aufräumen in den Müllsack kramt, fällt hier wenig aus dem Zeit-Rahmen. Die Kostüme der Schweizerin Janina Ammon sind zeitlos, wo nötig, elegant, zumal in einem Werk, das vorwiegend in einer Abendgesellschaft spielt. Gleiches gilt für die Dekoration von Nikolaus webern, von der angedeutet bürgerlichen Wohnung über Orlofskys prachtvolles Palais bis hin zum Gefängnis, in dem es unter den versammelten Ballgästen zum Showdown kommt.
Da sind, nach fast zweieinhalb Stunden, alle Akteure trotz härtester geleisteter Bühnen-Arbeit noch erstaunlich frisch. Reto Rosin ist die Rolle des Eisenstein (…) auf den Leib geschneidert, und man spürt förmlich, wie angesichts der geheimnisvollen ungarischen Gräfin ein anderes Organ seinem Gehirn das Denken abnimmt. So sind sie, die Männer! Auch stimmlich leistet er Großes, wenngleich ausgerechnet seine Rolle nicht zu denen gehört, denen Johann Strauß eines der großen musikalischen Knallbonbons dieser Operette zugeeignet hat. Da ist selbst Gefängnisdirektor Frank (Matthias Winter) mit seinen Zeilen vom ‚Vogelhaus‘, gemeint ist der Knast, besser bedient. Prinz Orlofsky, den Sylvia Rena Ziegler beeindruckend als schillernd-geschlechtsloses Wesen zelebriert, mit ‚Ich lade gern mir Gäste ein‘ sowieso. Rosalindes Ex-Duett-Partner, Möchtegern-Lover und Häftling wider Willen, Dr. Falke (Georg Streuber), Katharina Boschmann als Adele, deren Schwester Ida (Sylvia Schramm-Heilfort) und Maraike Schröter als Eisensteins Gattin – sie alle agieren stimmlich wie schauspielerisch grandios. All das wäre aber nur der halbe Spaß ohne den bestens disponierten, agilen Chor, der an Verständlichkeit wie Präzision keine Wünsche offenlässt, ebenso wenig wie die Robert-Schumann-Philharmonie unter Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo (…).
Als Dreingabe bietet diese Operette zudem eine textliche Leerstelle für aktuelles Kabarett. In Gestalt des sternhagelvollen, verwachsenen Gefängniswärters Frosch kommt Hardy Hoosman in Chemnitz in schönstem Bayerisch und der über 40 Jahre alten braun-grünen, im weiß-blauen Freistaat immer noch gängigen West-Polizeiuniform als Wiedergänger Karl Valentins daher. Er räsoniert über Heimatministerium und Kruzifixe in öffentlichen Gebäuden, um schließlich ein solches überm Eingang zu befestigen. Da ist es dann doch präsent, das heutige Leben.

Torsten Kohlschein

Die „Morgenpost Chemnitz“ schreibt am 04.06.2018

Fledermaus so erfrischend schön wie lange nicht
(…) eine grandiose Premiere.
(…)
Johannes Pölzgutters Inszenierung ist modern, frisch und knallig bunt. Reto Rosin spielt Lebemann Eisenstein mit viel Körpereinsatz (…). Den rachsüchtigen Notar spielt Georg Streuber, der sichtlich Spaß an den Intrigen hat. Katharina Boschmann rockt als Stubenmädchen und bringt frischen Wind in die Szenerie. Abgerundet wird die Inszenierung durch ein insgesamt gut aufgelegtes Ensemble und eine zauberhafte Balletteinlage.
Die musikalische Leitung hat Guillermo García Calvo inne, der sich schon nach der Ouvertüre über die ersten Bravos freuen konnte. Es sollten nicht die letzten bleiben. Das Publikum feierte die Operette mit frenetischem Applaus.
(…)

vw

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