Spielplan

Der Froschkönig

Do
07.
Dezember
Figurentheater

Der Froschkönig

Märchen nach den Brüdern Grimm
In einer Bühnenfassung von Dorothee Metz

 
 

In alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte einmal ein König mit seiner Tochter. Diese war so schön, dass die Sonne selber, die doch so vieles schon gesehen hat, sich verwunderte, sooft sie ihr ins Gesicht schien … – Nun lädt der König zu Chemnitz in sein Schloss, denn die Prinzessin soll in die Gesellschaft eingeführt werden. Doch das Leben einer Königstochter am Hof ist gar so nicht leicht! Man darf nicht jammern, nie fluchen, die Krone drückt und die Kleider sind viel zu unbequem. Prinzessin Rosalinde spielt lieber mit ihrem Lieblingsspielzeug, einer goldenen Kugel. Als sie eines Tages im Wald herumtollt, fällt ihr das Spielzeug aus der Hand und versinkt in den dunklen Tiefen eines Brunnens. Allein kann sie die Kugel nicht wieder heraufholen, aber ein Frosch, der plötzlich aus dem Wasser springt, vermag zu helfen. Doch das hat seinen Preis. Für seine Hilfe soll ihn die Königstochter als Spielkameraden mit aufs Schloss nehmen, ihn von ihrem goldenen Tellerlein essen und in ihrem Bettlein schlafen lassen. Eilig ist es versprochen und glücklich läuft Rosalinde mit ihrer Kugel zurück ins Schloss. Den Frosch hat sie sogleich vergessen. Doch der gibt nicht so schnell auf und hüpft ihr munter hinterher! Spät abends klopft er an das Schlosstor und erinnert die Prinzessin an ihr Versprechen. Rosalinde sitzt in der Klemme, denn schließlich muss man halten, was man versprochen hat. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als den Frosch zu sich zu holen. Nun darf er von ihrem Tellerlein essen, widerwillig nimmt sie ihn mit in ihre Schlafkammer, doch als er auch noch in ihrem Bettlein schlafen will, platzt ihr der Kragen und sie wirft ihn gegen die Wand! Dass sich hinter der nassen, grünen Schale des kleinen Tieres allerdings ein besonderer Zauber verbirgt, das hatte sie nicht erwartet …

Die Geschichte vom verzauberten Frosch ist ein Märchen für die ganze Familie. Regisseurin Dorothee Metz hält sich in ihrer Bühnenfassung eng an die Vorlage der Brüder Grimm. Im märchenhaften Bühnenbild von Andreas Becker erzählt sie fantasievoll und lebhaft von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens – und dass es immer besser ist, Versprechen zu halten, denn man wird sicherlich dafür belohnt.  

Spielort:Schauspielhaus - Kleine Bühne
Spielzeit:50 min / keine Pause
Altersempfehlung:ab 4 Jahren
Premiere:14.11.2015
Do, 07. Dezember | 14:30 Uhr
ausverkauft
 

Weitere Termine

23.01.2018Dienstag09:30 Uhr   Schauspielhaus - Kleine Bühne  
24.01.2018Mittwoch09:30 Uhr   Schauspielhaus - Kleine Bühne  

Inszenierungsteam des Stückes

Inszenierungsteam
Regie & Bühnenfassung Dorothee Metz

Ausstattung & Puppen Andreas Becker

Musik Steffan Claußner

Dramaturgie Friederike Spindler

Besetzungsliste des Stückes

Besetzungsliste

Pressestimmen zum Stück

Pressestimmen

Die „Freie Presse“ schreibt am 17.11.2015

Das Figurentheater Chemnitz malt das Grimm-Märchen in seinen schönsten und lieblichsten Pastellfarben und zieht Kinder ab 4 Jahre behutsam aus dem Alltag in die Welt der Fantasie. Die Kleinen in der Premieren (…) waren angetan von der fröhlich tollenden, selbstbewussten Prinzessin und erschüttert, als der nasse kleine, grüne, glitschige Kerl nörgelnd quengelnd ins Bettchen des Mädchens drängt.

Das Spiel beginnt bereits beim Platznehmen. Gerlinde Tschersich und Kotti Yun stellen sich als Ferdinand und Wolfgang am Hof von Chemnitz vor, tragen edle Livree und führen die Kinder sorgsam auf ihre Plätze. Rümpfen fein die Nase, weil Jeans und Pullover offensichtlich nicht ins Bild bei Hofe passen. Sie üben mit den Kindern, wie man einem König zuwinkt, die Hand in Augenhöhe hochgestreckt, leicht hin- und herkippend, nicht heftig wedelnd, und der Saal winkt gewünscht anmutig zurück. Derart diszipliniert, hält die Spannung bis zum Schluss.

Es ist ein Vorteil dieser Inszenierung von Dorothee Metz, die zwar mit Weihnachten gar nichts zu tun hat, aber sehr, sehr oft in diesen Tagen gespielt werden wird, dass sie nicht grellbunt, sondern anmutig-anschaulich und kostbar in sorgfältiger Genauigkeit den ganzen Zauber dieser Synthese aus Puppenspiel und Schauspiel zelebriert. Die Übergänge sind fließend, die Bühne von Andreas Becker ist mal groß, mal klein, die Figuren sind mal lebensecht, mal Puppenspiel, aber immer aufwendig und realistisch wie teure Spielzeuge ausgestattet. Je nach Betrachtungsweise wechseln die Schauplätze. Mal ist es der ganze Raum, dann ein königliches Schloss in Form eines Zeltes mit Kerzenleuchtern, sich öffnenden Spielflächen, dann ein bildreiches Schattenspiel in Schwarzweiß, und schauerlich erhaben, als ein Diener den Frosch auf einem Samtkissen hereinträgt, ihn flink an Stäben wie lebendig bewegt. Gerade die wechselnden Blickwinkel stricken konsequent den Handlungsfaden weiter.

(…) der immense Bilderreichtum beflügelt die Phantasie. Auch macht die Verwandlung des Froschs nach seiner Petzerei und Nörgelei nach einem lauten Klatsch an die Wand kaum Probleme. Denn da isser, der Prinz der Brüder Grimm. Sogar stehende Begriffe wie die vom alten Wasserpatscher sind original erhalten. Die Kinder müssen sich an keine Textinnovationen gewöhnen. Aber: Sie lernen, dass auch eine Prinzessin ein Mädchen mit Rückgrat sein muss, dass bedingungslose Gutgläubigkeit (versprochen ist versprochen) nicht immer hilfreich ist, wenn man den flehenden Wasserpatscher nicht küssen will. Mädels, wehrt euch!

Marianne Schultz
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