Spielplan

MOZART | LEKEU | BRAHMS

So
16.
Februar
Philharmonie
3. Kammermusikabend

MOZART | LEKEU | BRAHMS

Thomas-Michael Gribow, Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie

 
 

Wolfgang Amadeus Mozart
Quartett C-Dur für Flöte, Violine, Viola und Violoncello, KV Anh 171 (285 b)

Guillaume Lekeu
Violinsonate G-Dur

Johannes Brahms
Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2

Von der Klassik bis zur Spätromantik spannt sich dieses Konzertprogramm. Es bietet neben Bekanntem auch selten zu Hörendes. Zu Beginn spielen Tomasz Sierant (Flöte) und das Mejo-Quartett das reizvolle Flötenquartett von Wolfgang Amadeus Mozart. Dieser lernte 1777 in Mannheim den Bonner Mediziner Ferdinand de Jean kennen, dem ein Teil der Mozartschen Flötenwerke zu verdanken ist, so auch das Flötenquartett C-Dur. Für ein fürstliches Honorar von 200 Gulden bestellte de Jean drei kurze Concerti sowie mehrere Flötenquartette. Der Komponist begann sofort mit der Arbeit, bis er der 16-jährigen Sopranistin Aloysia Weber begegnete. Ihr opferte er bereits kurz darauf jede freie Minute seiner Mannheimer Wochen und vollendete nicht einmal mehr die Hälfte von de Jeans Auftrag. Dieser war von der Liebelei Mozarts nur wenig begeistert und bezahlte für das magere Ergebnis statt 200 nur 96 Gulden, wogegen der junge Komponist heftig, aber ohne Erfolg protestierte.

Knapp 100 Jahre später schrieb Johannes Brahms, 40-jährig, sein Streichquartett a-Moll op. 51 Nr. 2. Es bildet 1873 gemeinsam mit dem Schwesterwerk in c-Moll die Streichquartett-Premiere des Komponisten. Bereits 20 Jahre zuvor hatte er sein erstes Streichquartett veröffentlichen wollen, nahm aber dann doch davon Abstand, weil er seine kompositorischen Fähigkeiten für noch nicht reif genug erachtete. Als er dann endlich mit op. 51 den Schritt an die Öffentlichkeit wagte, äußerte er: „Es ist nicht schwer, zu komponieren, aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen.“

Zu dieser Zeit war der Belgier Guillaume Lekeu gerade einmal drei Jahre alt. Als Sohn eines Dirigenten wuchs er von klein auf in ein Leben mit Musik hinein, erhielt schon früh professionellen Unterricht und trat auch bald mit eigenen Kompositionen in Erscheinung. Geprägt von Beethoven, Wagner und seinem Lehrer César Franck entwickelte er einen eigenen Stil, der sich durch einen großen Reichtum melodischer Ideen und Kühnheit harmonischer Wendungen auszeichnete. Mit Anfang 20 war Lekeu bereits so angesehen, dass ihn Eugène Ysaÿe, einer der bedeutendsten Violinvirtuosen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, um eine Sonate für Violine und Klavier bat. Nach der Fertigstellung führte sie Ysaÿe im März 1893 mit großem Erfolg erstmalig auf. Heute ist diese Sonate das bekannteste Werk von Guillaume Lekeu. Sein musikalisches Potential weiter auszuschöpfen, war ihm leider nicht vergönnt. Nicht einmal ein Jahr nach der Uraufführung der Sonate starb Lekeu 24-jährig an Typhus. Die Sonate wird in diesem Konzert von Andreas Nollau (Violine) und Thomas-Michael Gribow (Klavier) interpretiert.

Spielort:Opernhaus - Foyer
Dauer:noch nicht bekannt
So, 16. Februar | 19:30 Uhr
 

Besetzung des Stückes

Besetzung
Ausführende
Thomas-Michael Gribow  (Klavier)
Andreas Nollau  (Violine)
Tomasz Sierant  (Flöte)
Mejo-Quartett
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