Spielplan

Mozart | Brahms | Beethoven

So
17.
September
Philharmonie
1. Kammermusikabend

Mozart | Brahms | Beethoven

Solisten: Jeffrey Goldberg, Stefan Politzka

Opernhaus - Rangfoyer
 
 

Wolfgang Amadeus Mozart
Flötenquartett D-Dur KV 285

Johannes Brahms
Violinsonate Nr. 3 d-Moll op. 108

Ludwig van Beethoven
Klaviertrio B-Dur op. 97 Erzherzogtrio

Beim ersten Kammermusikabend der Saison geht es mit zwei großen Vertretern der Klassik und dem wohl bedeutendsten Romantiker auf eine Reise durch die Musik. Wolfgang Amadeus Mozart lernte 1777 in Mannheim den Bonner Mediziner Ferdinand de Jean kennen, dem ein Teil der Mozartschen Flötenwerke zu verdanken ist. Für ein fürstliches Honorar von 200 Gulden bestellte de Jean drei kurze Concerti sowie mehrere Flötenquartette. Der Komponist begann sofort mit der Arbeit, bis er der 16-jährigen Sopranistin Aloysia Weber begegnete. Ihr opferte er bereits kurz darauf jede freie Minute seiner Mannheimer Wochen und vollendete nicht einmal mehr die Hälfte von de Jeans Auftrag. Nur das Flötenquartett D-Dur KV 285 sowie das G-Dur-Quartett KV 285b und die zwei Flötenkonzerte, KV 313 und 314, stellte er noch mit großem Elan vor dem schicksalshaften Zusammentreffen fertig. Der Auftraggeber war von der Liebelei Mozarts nur wenig begeistert und bezahlte für das magere Ergebnis statt 200 nur 96 Gulden, wogegen der junge Komponist heftig aber ohne Erfolg protestierte. Das am Weihnachtstag 1777 komponierte D-Dur-Quartett schöpft in hohen, strahlenden Kantilenen und dynamischen Schattierungen alle Vorteile des Instruments gekonnt aus. Außergewöhnlich wirkt das Licht- und Schattenspiel der Flöte im h-Moll-Adagio.

Mehr als 100 Jahre später kehrte Johannes Brahms mit einem besonderen Andenken an das wuchtige Alpenpanorama vom Thuner See zurück. Im Gepäck hatte er seine neue Komposition, die Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 d-Moll. Anders als ihre beiden Vorgängerinnen – die liedgeprägten Sonaten in G-Dur und A-Dur – offenbart seine d-Moll-Violinsonate eine Steigerung ins Konzertante, sogar ins Sinfonische. Zurück in Wien widmete Brahms 1886 das Werk seinem Freund Hans von Bülow. Das Klavier spielt fast in der gesamten Sonate eine tragende Rolle. Ludwig van Beethoven widmete dagegen viele seiner Werke Personen von hohem Rang. Sein 1811 komponiertes, aber erst 1816 gedrucktes B-Dur-Trio ist auch als Erzherzogtrio bekannt und dem jungen Erzherzog Rudolf von Österreich-Ungarn gewidmet. Mit ihm, dem wohl musikalischsten Habsburger jener Epoche, verband Beethoven eine tiefe Freundschaft, die er in mehreren seiner Widmungen zum Ausdruck brachte. Immer, wenn er in Gedanken an den Erzherzog komponierte, hatte Beethoven etwas Besonderes im Sinn. So übertrug er die Dimensionen und das Gesangliche aus seinen neuen sinfonischen Werken auf die Kammermusik. Das Trio erklingt lyrisch, pastoral und ergreifend. Beethovens Kunst zeigt sich hier einmal nicht heroisch, sondern erscheint durchweg in breitem, liedhaftem Gewand.

Spielort:Opernhaus - Rangfoyer
So, 17. September | 19:30 Uhr
 

Besetzung des Stückes

Besetzung
Klavier
Jeffrey Goldberg
Stefan Politzka

Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie
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