Spielplan

Männerphantasien

So
01.
März
Schauspiel
Denkfabrik

Männerphantasien

Klaus Theweleit und Wolfram Ette im Gespräch mit E. Elschner

Schauspielhaus
 
 

Klaus Theweleits »Männerphantasien« gehören zu den wichtigsten Büchern
zur psychologischen Struktur des Faschismus. Faschismus ist, so
Theweleits zentrale These, keine Ideologie; es ist vielmehr eine Weise,
durchs pathologische Verhältnis zum eigenen Körper Wirklichkeit
herzustellen. Auf dieser pathologischen Wirklichkeitsproduktion können
dann Ideologien verschiedener politischer Couleur aufsitzen. Insofern
ist keiner von uns geschützt vor dem, was »früh schon in uns allen
brennt / das, was man den Faschismus nennt« (Hanns-Dieter Hüsch)

Im November 2019 ist eine neue Ausgabe von »Männerphantasien«
herausgekommen, vermehrt um ein langes Nachwort, in dem Klaus Theweleit
auf aktuelle Erscheinungsformen des Faschismus Bezug nimmt. Kurz davor,
im September 2019, ist von dem Chemnitzer Literaturwissenschaftler und
Kulturschaffenden Wolfram Ette das Buch »Das eigensinnige Kind«
erschienen. In einer weitgespannten Auseinandersetzung mit dem
Grimmschen Märchen gleichen Titels und in Anlehnung an Theweleits
Faschismusanalyse geht er der Frage nach, was für persönliche und
politische Konsequenzen die Niederschlagung kindlichen Eigensinns mit
sich bringt.

Angesichts eines sich gesamtgesellschaftlich wieder verstärkenden
Antisemitismus sind dies genügend Gemeinsamkeiten, um Klaus Theweleit,
Wolfram Ette und Egmont Elschner miteinander ins Gespräch zu bringen.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen den Tagen d. jüdischen
Kultur in Chemnitz e.V., dem Freien Institut für Bildung e.V. und den
Theatern Chemnitz.

Spielort:Schauspielhaus
So, 01. März | 15:00 Uhr
Eintritt frei
 
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