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Alexander Djurkov Hotter

Der venezolanische Kostümbildner Alexander Djurkov Hotter studierte Architektur in Berlin, bevor er 2015 seine Ausbildung zum Schneider abschloss. Anschließend arbeitete er mit der Kostümbildnerin Moidele Bickel zusammen, die zu seiner einflussreichsten und wertvollsten künstlerischen Mentorin wurde. Danach war er als Assistent an verschiedenen europäischen Theatern und Opernhäusern in Inszenierungen von Luc Bondy, Calixto Bieito, Dieter Dorn, Shirin Neshat und vielen anderen tätig. Am Theater Bielefeld entwarf er die Kostüme für Mizgin Bilmens Inszenierungen von Wagners Das Rheingold und Marc-André Dalbavies Charlotte Salomon, wobei letztere 2017 mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde. Er arbeitete mit ihr auch in Bern an Ingeborg Bachmanns Malina und Shakespeares Titus Andronicus. 2017 entwarf er zudem gemeinsam mit dem amerikanischen Regisseur Robert Wilson die Kostüme für Edda am Norske Teatret in Oslo und für Der Sandmann am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seine ersten Schritte als Bühnenbildner machte er am Akademietheater München, am Schauspielhaus Bochum, am Theater Freiburg, beim IST-Festival in Amsterdam, am Theater Dessau, am Schauspiel Frankfurt, an den Bühnen Bern und am Badischen Staatstheater in Karlsruhe in Zusammenarbeit mit den Regisseur:innen Katja Wolff, Anna Weber, Thomas Helmut Heep, Maike Bouschen, Mizgin Bilmen und Florian Fischer.

In den letzten Jahren arbeitete Alexander Djurkov Hotter wiederholt mit den Regisseuren Michael Schachermaier (Theater Freiburg, Saarländisches Staatstheater, Theater Dessau) sowie mit Martin G. Berger zusammen. Mit Berger entwarf er die Kostüme für Adams’ Nixon in China und Rossinis Il barbiere di Siviglia am Theater Dortmund, wofür er 2018 in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zwei Nominierungen für das beste Bühnenbild erhielt sowie 2025 für die Inszenierung Der rote Wal (Staatsoper Stuttgart), erneut mit zwei Nominierungen. Zuletzt entwarf er die Kostüme für Bergers Inszenierungen von Into the Woods am Theater Basel, Kublai Khan am Theater an der Wien, Follies an der Volksoper Wien, Ariadne auf Naxos am Nationaltheater Weimar, für Thomas Adès’ Powder Her Face an der Volksoper Wien und für Sondheims Pfeifen kann doch jeder am Mecklenburgischen Staatstheater. In der Spielzeit 2025/2026 ist er für die Bühnenbilder zweier Auftragswerke verantwortlich: Der rote Wal an der Staatsoper Stuttgart und Alles Liebe! am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden sowie für das wiederentdeckte Werk Mazeppa des französischen Komponisten Clémence de Grandval am Theater Dortmund und für Michael Schachermaiers Adaption von Parzival bei den Bad Hersfelder Festspielen 2026. Alexander Djurkov Hotter lebt und arbeitet in Berlin.

Foto: Kuba Świetlik

 
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