Laura Lootens
Mit einem Klang, der vom ersten Ton an Aufmerksamkeit erregt, hat sich Laura Lootens zu einer der spannendsten Stimmen der klassischen Gitarre entwickelt. Ihre Darbietungen verbinden furchtlose Virtuosität mit einer beeindruckenden Bühnenpräsenz, die gelassen und dramatisch, aber dennoch intensiv kommunikativ ist und das Publikum in die kaleidoskopischen Farben und grenzenlosen Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments hineinzieht. Im Zentrum ihrer Kunst steht die Faszination für Kontraste: Spannung und Entspannung sind für sie das Lebenselixier der Musik, die Kraft und Tiefe schaffen und die Zuhörer in Atem halten.
Laura Lootens begann ihr Studium bei Franz Halász im Alter von 14 Jahren. Nur ein Jahr später begann sie als eine der jüngsten Studentinnen aller Zeiten ihr Bachelorstudium an der Hochschule für Musik und Theater München. Nach ihrem Masterabschluss mit Auszeichnung wurde sie mit nur 22 Jahren Mitglied der Fakultät der Hochschule.
Sie wurde u. a. mit dem 1. Preis und dem Sonderpreis bei der Andrés Segovia International Competition 2022, einem der wichtigsten Gitarrenwettbewerbe der Welt, sowie dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Außerdem erhielt sie ein Stipendium und den Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben beim Deutschen Musikwettbewerb.
2024/2025 Saison gab Laura Lootens gefeierte Auftritte beim Heidelberger Frühling und ein umjubeltes Concierto de Aranjuez von Joaquín Rodrigo vor 5.000 Zuhörern zusammen mit der Deutschen Radio Philharmonie. 2025/2026 brachte wichtige Meilensteine mit sich, u. a. ihr Debüt im Concertgebouw Amsterdam sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, drei US-Tourneen und eine Australien-Tournee. Außerdem trat sie als Solistin mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden und den Heidelberger Sinfonikern auf und spielte Ponces Concierto del Sur in drei Konzerten mit der Mittelsächsischen Philharmonie.
Laura Lootens Debütalbum Albéniz (2023) wurde vom American Record Guide als „eine der besten Interpretationen des Komponisten, die jemals aufgenommen wurden“ gefeiert. Ihr zweites Album Diabolico (2025) wurde von Apple Music als eines der „Alben des Monats“ ausgewählt und hielt sich wochenlang in den Top-Charts von Apple Music Classical. Das Magazin Gramophone lobt ihr ausgeprägtes Gespür für Farbe, Kontrast und ihre Fähigkeit zu purem Theater und Drama in allen Werken. Das Magazin hebt insbesondere ihre vielschichtige, reife Interpretation von Rochbergs Caprice Variations hervor, die „die Liszt'sche Spannung zwischen dem Leichtfertigen und dem Tiefgründigen“ offenbart.
Foto: Frank Lübke