Juana Inés Cano Restrepo
Juana Inés Cano Restrepo (geb. 1991) ist eine österreichisch-kolumbianische Opernregisseurin mit Sitz in Lyon. Ihre Inszenierungen verbinden die poetische Bildkraft des südamerikanischen Magischen Realismus mit der analytischen Präzision des europäischen Regietheaters. Durch symbolisch aufgeladene Bühnenwelten, detailliert ausgearbeitete psychologische Konzepte und eine intensive Auseinandersetzung mit der musikalischen Struktur legt sie die zeitgenössischen feministischen und politischen Dimensionen der Opernliteratur frei und unterstreicht deren anhaltende emotionale und gesellschaftliche Relevanz.
Ihr Repertoire umfasst Werke des Barock, der Klassik, der Romantik und der Gegenwart, darunter Il segreto di Susanna, La voix humaine, Candide, La decollazione di San Giovanni Battista, Der Freischütz, Carmen, La Bohème, Rigoletto, Hoffmanns Erzählungen, Die Bajadere und Don Giovanni.
Zu ihren bisherigen Höhepunkten zählen María de Buenos Aires am Theater an der Wien (2024), Manfred Trojahns Eurydice – Die Liebenden, blind (Neue Oper Wien, 2025), Madama Butterfly am Staatstheater Regensburg (2025) sowie Der fliegende Holländer bei den Theatern Chemnitz (2026). International inszenierte sie La damnation de Faust in Liepāja, Lettland, und gab 2025 mit Martinůs La Passion Grecque/The Greek Passion beim Festival Pulsations in Bordeaux unter der musikalischen Leitung von Raphaël Pichon ihr französisches Regie-Debüt.
Im Sommer 2026 gehörte sie zu den 17 Künstlerinnen, die das Festival d’Aix-en-Provence für die Teilnahme an Katie Mitchells Woman Opera Makers Workshop auswählt. Zu ihren kommenden Projekten zählen ihr Debüt am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen sowie eine Rückkehr an das Staatstheater Regensburg mit Les Contes d’Hoffmann.
Foto: Elija Kulmer