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Wieso ist die Nase blau?

Tanzabend von Katarzyna Kozielska
zu Leben und Werk des expressionistischen Malers Karl Schmidt-Rottluff
URAUFFÜHRUNG

25.
Mai
Mittwoch
 
 

… Aber von mir weiß ich, daß ich kein Programm habe, nur die unerklärliche Sehnsucht, das zu fassen, was ich sehe und fühle, und dafür den reinsten Ausdruck zu finden. Im stillen und ganz privaten bin ich sogar der Meinung, daß sich über Kunst überhaupt nichts „sagen läßt“. (Karl Schmidt-Rottluff)

Juni 1905: Vier junge Architekturstudenten aus Dresden wollen malen, spontan, impulsiv, ohne Rücksicht auf akademische Regeln und Gesetze und schon gar nicht auf den guten Geschmack! Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl gründen eine Künstlergruppe, nennen sie Die Brücke und legen damit das Fundament für den deutschen Expressionismus, mit dem die moderne Kunst in Deutschland Einzug halten wird. Gleichzeitig war es der Beginn einer tiefgreifenden Befreiung der Gesellschaft von alten Herrschaftsmodellen und die Etablierung einer Reformbewegung, die beispielsweise die Gartenstädte hervorbrachte. Anhand eines freien Umgangs mit Farbe und Form, entfaltete sich nun ein Raum für die Darstellung psychisch intensiver Bilder- und Körperwelten, welche gleichzeitig die Katastrophen und Verzerrungen des 20. Jahrhunderts ausdrücken. Ein zentrales Thema wird die Betrachtung menschlicher Bewegung und damit vor allem der Tanz. Inspiriert vom Leben und Werk des Chemnitzer Malers Karl Schmidt-Rottluff und dessen Frau und Muse Emy Frisch taucht die Choreografin Katarzyna Kozielska in ihrem Tanzstück Wieso ist die Nase blau? in die Welt der kräftigen, reinen Farben und einfachen Formen der Portraits und Landschaften ein. Nicht die äußere Wirklichkeit, sondern was den Künstler zum Schaffen drängt, hieß das Postulat und fand ihre Förderinnnen und Förderer unter anderem in Dr. Rosa Schapire, Victor und Hedda Peters, Hanna Becker von Rath und Erika von Hornstein.

Die aus Polen stammende Tänzerin Katarzyna Kozielska, seit der Spielzeit 2000/2001 Mitglied des Stuttgarter Balletts, ist seit 2011 auch als Choreografin erfolgreich. Für das Ballett Chemnitz schuf sie 2018 Unleash für den dreiteiligen Ballettabend Nordlicht, der große Aufmerksamkeit erregte und mit einem Gastspiel in Schweden auch das dortige Publikum beeindruckte. In ihrem neuen Tanzstück entwickelt Kozielska nun eine mitreißende choreografische Atmosphäre, die sich inspirieren lässt von der malerischen Welt von Karl Schmidt-Rottluff.

 
 
 
Spielort
Dauer
1 h 45 min
Spielpause
eine Pause
Einführung
30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Altersempfehlung
ab 12 Jahren
Premiere
25.03.2022
Matinee
19.03.2022
 

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Stimmen

Ulrike Kolter | Die Deutsche Bühne online | 26.03.2022

Die Beziehung des Künstlers zu seiner Ehefrau und Muse Emy Frisch [steht] klar im Zentrum der Choreografie: Die ausgedehnten Pas de Deux der beiden (technisch herausragend: Jean-Blaise Druenne und Natalia Krekou) durchziehen den Abend wie ein roter Faden und nehmen fast mehr Raum ein als das Schaffen des Malers selbst. An einem Tisch seitlich der Bühne sitzend, beobachten beide immer wieder zärtlich sich zugeneigt die Handlung. Damit huldigt die aus Polen stammende Katarzyna Kozielska zwei Persönlichkeiten der Stadt Chemnitz, die beide 1884 hier geboren wurden und sich zeitlebens gegenseitig beeinflussten: Er als Künstler der Dresdner Brücke und sie, später Fotografin in Berlin, als sein lebenslanges Modell und seine Inspiration.

Boris Michael Gruhl | tanznetz.de | 27.03.2022

Diese kraftvolle Sensibilität der Choreografie ist eine Hommage an die Kraft der Kunst des Tanzes zu zweit, auch in den Passagen der Einsamkeit, dann wieder im Aufhelfen, im fröhlichen Überschwang, in schwebender Poesie der Tänzerin, in träumerischen Dialogen zu zweit, im Ausbruch und in der Umkehr des Tänzers. Großartig, Jean-Blaise Druenne als Karl Schmidt-Rottluff und die wunderbare Natalia Krekou als seine Frau Emy Leonie. Und dazu ein kraftvolles, faszinierendes Ensemble der Chemnitzer Kompanie in größeren und kleineren Rollen wie zum Beispiel, Soo-Mi Oh als Kunsthistorikern, Sandra Ehrensperger als Mäzenin, Sascha Paar, Alejandro Guindo Martin, Roberto Calabrese und Dan Azeri in der Künstlergruppe „Die Brücke“, der Schmidt-Rottluff angehörte.

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