Vera-Cosima Gutmann, Clemens Kersten © Dieter Wuschanski
Vera-Cosima Gutmann, Clemens Kersten © Dieter Wuschanski
Clemens Kersten; Ensemble © Dieter Wuschanski
Clemens Kersten; Ensemble © Dieter Wuschanski
Clemens Kersten © Dieter Wuschanski
Clemens Kersten © Dieter Wuschanski
Ensemble © Dieter Wuschanski
Ensemble © Dieter Wuschanski
Ensemble © Dieter Wuschanski
Ensemble © Dieter Wuschanski
Ensemble © Dieter Wuschanski
Ensemble © Dieter Wuschanski
Clemens Kersten © Dieter Wuschanski
Clemens Kersten © Dieter Wuschanski
Vorn: Clemens Kersten, hinten v.l.: Vera-Cosima Gutmann, Ensemble © Dieter Wuschanski
Vorn: Clemens Kersten, hinten v.l.: Vera-Cosima Gutmann, Ensemble © Dieter Wuschanski
Clemens Kersten, Vera-Cosima Gutmann © Dieter Wuschanski
Clemens Kersten, Vera-Cosima Gutmann © Dieter Wuschanski
Vera-Cosima Gutmann, Ensemble © Dieter Wuschanski
Vera-Cosima Gutmann, Ensemble © Dieter Wuschanski
Dirk Glodde, Sven Zinkan © Dieter Wuschanski
Dirk Glodde, Sven Zinkan © Dieter Wuschanski
Magda Decker, Andreas Manz-Kozár © Dieter Wuschanski
Magda Decker, Andreas Manz-Kozár © Dieter Wuschanski
Vera-Cosima Gutmann; v.l.n.r.: Ensemble, Andreas Manz-Kozár © Dieter Wuschanski
Vera-Cosima Gutmann; v.l.n.r.: Ensemble, Andreas Manz-Kozár © Dieter Wuschanski
Magda Decker; Ensemble © Dieter Wuschanski
Magda Decker; Ensemble © Dieter Wuschanski
v.l.n.r.: Susanne Stein, Andreas Manz-Kozár, Magda Decker © Dieter Wuschanski
v.l.n.r.: Susanne Stein, Andreas Manz-Kozár, Magda Decker © Dieter Wuschanski
Vera-Cosima Gutmann, Clemens Kersten © Dieter Wuschanski
Vera-Cosima Gutmann, Clemens Kersten © Dieter Wuschanski
v.l.n.r.: Magda Decker, Andreas Manz-Kozár © Dieter Wuschanski
v.l.n.r.: Magda Decker, Andreas Manz-Kozár © Dieter Wuschanski
 
Sa
23.
Oktober
Schauspiel

Undine

Art-Musical von Carsten Knödler und Steffan Claußner
URAUFFÜHRUNG

Die Liebe ist eine Naturgewalt – sie ist unmittelbar und absolut, archaisch und kompromisslos und sie kennt keine Gnade. Manchmal ist sie wie ein reißender Strom, der einen mit sich zerrt und im Zweifel nicht mehr auftauchen lässt. Die Liebe ist aber auch ein tiefes und sanftes Meer, das einen umwogt und trägt. In jedem Fall ist sie ein abenteuerliches und zugleich sehnsuchtsvolles Gewässer – so wie Undine. Undine ist kein Menschenkind, sondern die Tochter eines Wassergeistes. Sie könnte alle Reichtümer haben, doch was ihr fehlt, ist eine Seele. Die bekommt sie nur, wenn ein Mensch sie liebt und heiratet. Und so wird sie armen Fischersleuten, die ihre eigene Tochter verloren haben, zugespült. Auf einer abgelegenen Landzunge, fernab der Stadt, wächst Undine auf. Eines Tages verirrt sich der Ritter Huldbrand von Ringstätten zu den Fischersleuten. Er ist fasziniert von ihr und auch Undine fragt sich, wo dieser Mann ihr ganzes Leben lang gesteckt hat. Sie heiraten und leben fortan glücklich und zufrieden auf der abgelegenen Landzunge. Doch die abgeschiedene kleine Insel des Glücks wird irgendwann zu eng. Das junge Paar zieht in die Stadt. Aber mit dem Einzug in die Zivilisation beginnen auch die Probleme: In der Stadt wartet Bertalda sehnsüchtig auf Huldbrands Rückkehr, denn bevor dieser Undine traf, stand sie in seiner Gunst. Undine freundet sich mit der jungen Frau an und gemeinsam ziehen sie auf die Rittersburg. Für die Dreiecksbeziehung gibt es jedoch eine wichtige Regel: Huldbrand darf auf keinen Fall Verrat an Undine begehen. Und er darf sich auf dem Wasser niemals mit ihr streiten, sonst wandelt sich die Liebe von einem sanft wiegenden Gewässer zu einem reißenden und vernichtenden Strom.  

Carsten Knödler bearbeitete die 1811 erschienene Märchennovelle von Friedrich de la Motte Fouqué für die Chemnitzer Bühne. Fragen nach dem wahren Wesen der Liebe, nach Beständigkeit in unbeständigen Zeiten sind dabei ebenso leitend wie die Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ und der eigenen Identität.

Sa, 23. Oktober | 19:30 Uhr
 
Undine Vera-Cosima Gutmann
Ritter Huldbrand von Ringstetten Clemens Kersten
Kühleborn (Undines Oheim) Dirk Glodde
Fischer (Ziehvater von Undine) Andreas Manz-Kozár (27.11./05.12./26.12.2021)
Hans Goetzfried (16.10./16.11./17.11.2021)
Fischerin (seine Frau) Susanne Stein
Bertalda Magda Decker
Der Herzog (Ziehvater von Bertalda) Marko Bullack
Pater Heilmann Sven Zinkan
Wasserwesen, Waldgeister Magda Decker
Lisanne Hirzel
Ulrike Euen
Andrea Zwicky
Marko Bullack
Sven Zinkan
Alexander Ganz-Kuhl
Hofgesellschaft Lisanne Hirzel
Ulrike Euen
Andrea Zwicky
Alexander Ganz-Kuhl
Sven Zinkan
Musik / Band
Kontrabass / Satz Tobias Brunn
Percussion Jens Gagelmann
Babette Haag
Klarinette / Bassklarinette / Saxophon Arnim Kosensky
Ronny Wiese
Viola Petr Krupa
Valerij Bowschesarow
Posaune / Bassposaune Gregor Kuhn
Piano / Gitarre / Akkordeon / Percussion Bernd Sikora
Spielort:Schauspielhaus - Große Bühne
Dauer:2 h 20 min
Spielpause:eine Pause
Altersempfehlung:ab 14 Jahren
Premiere:16.10.2021

[…] Sinnierend, streitend und ja, auch summend nach einem zweieinhalbstündigen Stück das Chemnitzer Schauspielhaus verlassen: das ist selten, zumindest in Kombination. Carsten Knödlers Inszenierung von ‚Undine‘ macht es möglich, fordert all diese Regungen regelrecht heraus. […] Vera-Cosima Gutman spielt Undine als selbstbewusste Frau, ungezügelt von den Sitten und Gebräuchen einer patriarchalen Gesellschaft, die sich eben dieser unterwirft, um durch eine Hochzeit ihre ‚Seele‘, das Akzeptiertsein, quasi als Greencard und gesellschaftliches Statussiegel zu erhalten. Dafür stellt sie ihre eigene Kultur […] hintan. Auch, weil sie ihren neuen Ehemann Huldbrand von Ringstetten (herrlich zwiespältigen verkörpert von Clemens Kersten) erschreckt und in dessen Welt keinen Platz findet. [… Magda Decker verkörpert ‚die Andere, die der titelgebenden Hauptfigur den Geliebten abspenstig macht, mit der Tragik einer Frau, die sich nach weiblicher Solidarität sehnt, sich aber doch für Konkurrenz entscheidet, um den eigenen wankenden Status zu sichern. […] Mit dem ‚Art-Musical‘ haben Knödler und das Chemnitzer Schauspielhaus wahrlich dick aufgetragen: in den Themen, den Bildern, der Musik. Geschaffen haben sie ein Meisterwerk, dass nicht nur zum Nachsummen, sondern auch zum Sinnieren einlädt

Sarah Hofmann | Freie Presse | 18.10.2021
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