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6. KAMMERMUSIKABEND

Schumann | Brahms | Boulanger | Tailleferre | Beach

Mit Musiker:innen der Robert-Schumann-Philharmonie

04.
Jun
Sonntag
 

Das Finale der diesjährigen Kammermusikreihe bestreiten Konzertmeisterin Heidrun Sandmann und Solocellist Thomas Bruder im bewährten gemeinsamen Musizieren mit dem Pianisten Julian Riem. Romantische Duos aus dem 19. Jahrhundert von Clara und Robert Schumann sowie von Johannes Brahms treffen dabei auf Werke dreier Komponistinnen, die im 20. Jahrhundert die noch immer männliche Domäne mit Bravour eroberten.

„Auf das was folgt, kannst Du Dich ungeniert freuen!“ Mit diesen Worten kündigte Clara Schumann 1855 dem 24-jährigen Joseph Joachim ihre Romanzen op. 22 für Violine und Klavier an. Die Bekanntschaft mit dem jungen Virtuosen hatte die erfolgreiche Pianistin zu diesem Werk inspiriert. Joseph Joachim war es auch, für den etwa um dieselbe Zeit eine Violinsonate mit dem seltsam anmutenden Titel „F. A. E.-Sonate“ entstand. Joachim hatte Brahms kurz zuvor bei den Schumanns eingeführt. Zum Freundeskreis gehörte auch Albert Dietrich, ein Schüler Schumanns. Bei einem der Treffen schlug Schumann Brahms und Dietrich vor, für den abwesenden Joseph Joachim gemeinsam eine Violinsonate zu komponieren. Dabei sollten die Töne f, a und e als Motiv oder Teil eines Themas verarbeitet werden. Als Buchstaben bedeuten sie „Frei aber einsam“, nach Erzählungen der Zeitgenossen Joachims Lebensmotto. Die Sätze wurden aufgeteilt; Brahms verfertigte das Scherzo, welches seitdem oft als Einzeltitel auf den Kammermusikprogrammen zu finden ist.

Die bezaubernden Fantasiestücke op. 73 schrieb Robert Schumann innerhalb von zwei Tagen im Februar 1849 in Dresden. Sie trugen ursprünglich die Bezeichnung „Soiréestücke“ und waren für Klarinette und Klavier gedacht. Später änderte Schumann den Titel in „Fantasiestücke“ und autorisierte außerdem alternativ zur Klarinettenstimme je eine für Violine und Violoncello. Diese variable Besetzung trug sicher zur raschen Verbreitung der drei Miniaturen bei, die sich bald großer Beliebtheit erfreuten.

Nadia Boulanger, geboren 1887, war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des Musiklebens im 20. Jahrhundert. Als Musikpädagogin unterrichtete sie spätere Berühmtheiten wie Aaron Copland, Leonard Bernstein und Astor Piazzolla. Darüber hinaus trat sie als Pianistin, Organistin und Dirigentin auf, setzte sich für die Renaissance der Barockmusik, aber auch für zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten ein. Ihr eigenes kompositorisches Werk betreffend stellte sie ihr Licht gern unter den Scheffel. Dass das unbegründet war, beweisen unter anderem die Drei Stücke für Violoncello und Klavier.

Germaine Tailleferre, fünf Jahre nach Nadja Boulanger geboren, gehörte als einzige Frau zur Groupe des Six, einer Gruppe von französischen Komponisten, die sich von der romantischen Musik genauso abwandten wie vom musikalischen Impressionismus und zeitgenössische Formen der Unterhaltungsmusik in ihre Werke aufnahmen. 1917 begann Germaine Tailleferre, an einem Klaviertrio zu arbeiten. Zwei Sätze waren als Manuskript schnell fertiggestellt, die beiden anderen folgten erst Jahrzehnte später und die Uraufführung fand so erst 1978 statt.

Vom Impressionismus beeinflusst ist das Klaviertrio op. 150 von Amy Beach. Es ist das letzte große kammermusikalische Werk der 1867 geborenen US-Amerikanerin. Schon in jungen Jahren trat ihre außergewöhnliche Doppelbegabung als Pianistin und Komponistin zutage. International bekannt wurde sie, als 1896 ihre Gaelic Symphony vom Boston Symphony Orchestra uraufgeführt wurde – eine Sensation, war doch noch nie solch ein sinfonisches Werk aus der Feder einer Frau öffentlich gespielt worden.

 

Clara Schumann
Romanzen für Violine und Klavier op. 22

Johannes Brahms
Scherzo aus der F. A. E.-Sonate für Violine und Klavier WoO2

Robert Schumann
Fantasiestücke für Violoncello und Klavier op. 73  

Nadia Boulanger
Trois Pièces für Violoncello und Klavier

Germaine Tailleferre
Klaviertrio

Amy Beach
Klaviertrio A-Dur op. 150

 
04.
Jun
Sonntag
19.30 Uhr
 
 
 
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