© Nasser Hashemi
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Schenk | Ries | Beethoven

mit dem Ensemble Quattrovaganti

In diesem Kammermusikabend widmet sich das Streichquartett Quattrovaganti, das aus Musikern der Robert-Schumann-Philharmonie sowie der tschechischen Geigerin Adéla Drechsel besteht, Ludwig van Beethoven und zwei seiner Zeitgenossen. Eröffnet wird das Konzert mit dem Streichquartett Nr. 2 von Johann Baptist Schenk, einem der wichtigsten Lehrer Beethovens. Schenk wurde 1753 in Wien geboren und erhielt sein kompositorisches Rüstzeug vor allem von Georg Christoph Wagenseil, bei dem er die Werke Palestrinas, Galuppis, Hasses, Bachs und Händels kennenlernte. Auf seiner Werkliste finden sich sowohl große geistliche als auch weltliche Kompositionen wie Messen, Kantaten, Sinfonien, Ouvertüren und Singspiele, als auch verschiedene Kammermusik.

Eine wichtige Person im Leben von Ludwig van Beethoven war auch Ferdinand Ries. Genauso wie Beethoven in Bonn geboren, entstammte er einer bekannten Musikerfamilie, deren Mitglieder in der Hofkapelle der Kölner Kurfürsten in Bonn tätig waren. Sein Vater Franz Anton Ries unterrichtete Beethoven im Geigenspiel. Später folgte der junge Ries dem 14 Jahre älteren Beethoven nach Wien, um bei ihm Unterricht zu nehmen und arbeitete gleichzeitig als dessen Privatsekretär und Kopist. Daraus erwuchs eine lebenslange Freundschaft. Als Ries in den 1810er Jahren nach London übersiedelte, machte er sich rasch einen Namen als Pianist und Komponist – immerhin umfasst sein Werkverzeichnis 186 mit Opus-Nummer sowie ca. 100 als Werke ohne Opus-Nummer gezählte Kompositionen aus allen seinerzeit gängigen Gattungen. In seiner Funktion als Direktor der London Philharmonic Society gab er 1817 bei Beethoven die neunte Sinfonie in Auftrag. Nach Beethovens Tod verfasste er gemeinsam mit Franz Gerhard Wegeler, einem langjährigen Freund der Familie Ries und Jugendfreund Beethovens, 1837 die Biografischen Notizen über Ludwig van Beethoven, eine Sammlung von Erinnerungen an seinen Freund und Lehrer.

Am Ende dieses Kammermusikabends steht das Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2 von Ludwig van Beethoven. Es gehört zu einer Serie von sechs Streichquartetten, die Beethoven mit knapp 30 Jahren in Wien schrieb und seinem Gönner, dem Fürsten Lobkowitz, widmete. Es war Beethovens erstes Opus von Streichquartetten. Zwar waren sie noch stark an den Werken Haydns und Mozarts orientiert, doch verstand er es bereits mit diesen frühen Werken, der Entwicklung der Gattung neue Impulse zu verleihen.

 

Johann Baptist Schenk
Streichquartett Nr. 2 F-Dur

Ferdinand Ries
Streichquartett G-Dur op. 70 Nr. 2

Ludwig van Beethoven
Streichquartett G-Dur op. 18 Nr. 2

Quattrovaganti
Violine Ovidiu Simbotin
Violine Adéla Drechsel
Viola Sebastian Mickelthwate
Violoncello Rolf Müller
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