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1. KAMMERMUSIKABEND

Poulenc | Schubert | Ysaÿe | Ries | Nelhýbel

Mit Musiker:innen der Robert-Schumann-Philharmonie

16.
Okt
Sonntag
 
 

Die Kammermusikabende der Robert-Schumann-Philharmonie bieten immer wieder die Gelegenheit, selten Gehörtes zu entdecken. So wird es auch in diesem Konzert sein. Der Komponist Václav Nelhýbel, gebürtiger Tscheche, der 1942 in die Schweiz emigrierte und 1957 in die USA auswanderte, findet sich bisher noch nicht in der Chemnitzer Konzertstatistik. Er schrieb Konzerte, Opern, Kammermusik, Orchesterwerke, Werke für Bläserensembles, Chöre und kleine Ensembles. Anders als seine Landsleute Smetana, Dvořák oder Janáček sah er seine musikalischen Wurzeln weniger in der Volksmusik seiner Heimat, als vielmehr in der Musik des Mittelalters, außerdem bei Monteverdi und Bach sowie bei Igor Strawinsky, zu dem er einen guten Kontakt pflegte. Sein Trio for Brass aus dem Jahr 1965 vereint Horn, Trompete und Posaune zu einem sowohl virtuosen als auch gesanglich-ausschwingenden Miteinander. Diese drei Instrumente bestreiten mit der Sonate für Trompete, Horn und Posaune des Franzosen Francis Poulenc auch den Auftakt des Konzertes. Poulenc stellt damit seinen Sinn für musikalischen Witz unter Beweis und entfacht ein Feuerwerk an markanten Rhythmen und vielfältigen Klangfarben.

Diese beiden Kompositionen für Blechbläser aus dem 20. Jahrhundert rahmen drei Werke aus der Romantik. Aus dem Jahr 1817 stammt die Sonate A-Dur D 574 für Violine und Klavier von Franz Schubert. Selbst ein hervorragender Geiger, wollte er sich damit von Mozart und Beethoven absetzen. Den Beinamen Duo erhielt die Sonate bei der posthumen Erstveröffentlichung aufgrund der Tatsache, dass das Klavier vom bloßen Begleiter zum gleichwertigen Musizierpartner geworden war. Der Belgier Eugène Ysaÿe gilt als einer der erfolgreichsten Geigenvirtuosen des 19. Jahrhunderts, bemühte sich als Dirigent um die Verbreitung von Werken seiner Zeitgenossen und wirkte auch selbst als Komponist. Die Caprice, die in diesem Kammermusikabend erklingt, ist die virtuose Bearbeitung einer Klavieretüde, die Camille Saint-Saëns 1877 als Teil seiner Sammlung op. 52 komponiert und mit „In der Form eines Walzers“ überschrieben hatte. Ferdinand Ries entstammte einer bekannten Musikerfamilie, deren Mitglieder in der Hofkapelle der Kölner Kurfürsten in Bonn tätig waren. Sein Vater Franz Anton Ries unterrichtete Beethoven im Geigenspiel. Später folgte der junge Ries dem 14 Jahre älteren Beethoven nach Wien, um bei ihm Unterricht zu nehmen, und arbeitete gleichzeitig als dessen Privatsekretär und Kopist. Als Ries in den 1810er Jahren nach London übersiedelte, machte er sich rasch einen Namen als Pianist und Komponist und gab in seiner Funktion als Direktor der London Philharmonic Society 1817 bei Beethoven die 9. Sinfonie in Auftrag. Das Flötenquintett h-Moll op. 107 entstand 1818 in London.

 

Francis Poulenc
Sonate für Trompete, Horn und Posaune

Franz Schubert
Sonate A-Dur D 574 Duo für Violine und Klavier

Eugène Ysaÿe
Caprice d‘après l‘étude en forme de valse op. 52 Nr. 6 de Camille Saint-Saëns

Ferdinand Ries
Quintett h-Moll op. 107 für Flöte, Violine, zwei Violen und Violoncello

Václav Nelhýbel
Trio for Brass

 
16.
Okt
Sonntag
19.30 Uhr
 
Trompete
Philipp Lohse
Violine
Kyoungjie Kim
Klavier
Emi Suzuki
Viola
Eckbert Reuter
Viola
Albrecht Kunath
Violoncello
Rolf Müller
 
 
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