Zum Inhalt springen
Schließen
 
zum Menü springen
THEATER DER WELT
EUROPAPREMIERE

Nkoli: The Vogue-Opera

Philip Miller Musorelief (Südafrika)

 
 

Willkommen zum grandiosesten Ball aller Zeiten! Ein Moderator, ein Vogueng-Rapper, betritt die Bühne. Er ist Gastgeber des Abends. Das Orchester setzt ein, und ein Chor aus 20 Sängerinnen und Tänzern schreitet durch einen riesigen Kleiderschrank auf die Rampe, begleitet vom stampfenden Rhythmus einer einzelnen Trommel. „Wir sind hier. Wir sind queer!“, skandieren sie. Mehrere Videoleinwände erscheinen im Hintergrund der Bühne, während der Moderator verkündet: „Und das Thema lautet: Stellt euch euren Widrigkeiten!“

Entwickelt von dem südafrikanischen Komponisten Philip Miller und inszeniert von Rikki Beadle-Blair und John Trengove entstand eine Oper, deren rasante Bilderfolge sich bewusst gegen klare Kategorisierung stellt.

Held der Geschichte ist Simon Nkoli. Ein Schwarzer, Anti-Apartheid-Aktivist, der offen schwul lebte. The Vogue Opera ist kein biografisches Porträt, sondern ein hybrider Musikabend voller Energie, Lebensfreude und mit klarer politischer Botschaft. Der im südafrikanischen System mehrfach exponierte Nkoli erlebte Ausgrenzung, Apartheid, Homophobie und institutionelle Gewalt. Er lebte, wie Hunderttausende, in ständiger Gefahr.

Millers Komposition verbindet Operngesang mit Protestliedern und Club-Sounds mit Ballroom Culture. Bilder, Körper, Musik und Archivmaterial stehen gleichberechtigt nebeneinander. Auf der Bühne ist es voll und laut, alles befindet sich in permanenter Bewegung. Voguing, Rap, Lip-Sync und orchestrale Elemente überlagern einander in ständiger Aufgewühltheit. Die Geschichte entfaltet sich fragmentarisch, nicht chronologisch. Der Ballsaal, als politischer Raum, ist die Projektionsfläche für Fragen von Zugehörigkeit, Sichtbarkeit und Widerstand. Unterhaltung und Ernst sind hier keine Gegensätze, sondern untrennbar miteinander verbunden. Nkolis Coming-out ist dabei keine Privatangelegenheit, sie wird ein öffentlicher Akt in einem repressiven System. Die Oper ist offen und durchlässig für eine Vielzahl musikalischer und performativer Sprachen, für Körper und Stimmen.

 
 

Weitere Termine

Mittwoch, 24. Juni 2026
Opernhaus - Saal
 
Komposition, Konzept
Philip Miller
Text
S’bo Gyre, Philip Miller
Philip Miller
Regie
Tshegofatso Moeng
Producer
Harriet Perlman
Philip Miller
Video
Catherine Meyburgh S.A.G.E
Motion Graphics
Marcos Martins
Choreografie
Llewellyn Mnguni
Mit
Niza Jay
Simbone Qonya
Ann Masina
Nokuthula Magubane
und weiteren
 
Spielort
Dauer
2 h 20 min
Spielpause
eine Pause
Information
In Englisch, Zulu und Sotho mit deutscher und englischer Übertitelung.
 
zum Menü springen

Privatsphären-Einstellungen

Wir verwenden auf dieser Website mehrere Arten von Cookies und Integrationen, um Ihnen ein optimales Online-Erlebnis zu ermöglichen, die Nutzerfreundlichkeit unseres Portals zu erhöhen und unsere Kommunikation mit Ihnen stetig zu verbessern. Sie können entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten und welche nicht (mehr dazu unter „Individuelle Einstellung“).

Cookies

Name Verwendung Laufzeit
privacylayerStatusvereinbarung Cookie-Hinweis1 Jahr
fe_typo_userIdentifikation der aktuellen SitzungEnde der Sitzung

Cookies

Name Verwendung Laufzeit
_gaNutzeridentifizierung2 Jahre
_gidNutzeridentifizierung1 Tag
_gatGoogle Analytics1 Minute
_galiGoogle Analytics30 Sekunden
_ga_CONTAINER-I:fearfulcSitzungsidentifizierungEnde der Sitzung
_gac_gb_CONTAINER-I:fearfulcEnthält Informationen zu Kampagnen und wird dann von Google Ads ausgelesen

Integrationen

Name Verwendung
youtubeYoutube Video Einbindung
vimeoVimeo Video Einbindung