Jazz Up
Die neue Jazzreihe mit Günter Baby Sommer
Laut und leise, leidenschaftlich und besinnlich, aber immer live und originell! Das ist die neue Veranstaltungsreihe Jazz Up, die am 5. Dezember im Opernhaus aus der Taufe gehoben wird. Die Idee dazu stammt von Operndirektorin Christine Marquardt. Sie ist selbst passionierte Jazz-Liebhaberin und hat keinen Geringeren als die Schlagzeug-Legende Günter Baby Sommer für diese Premieren-Session gewinnen können. Und nicht nur das: Sommer wird auch die Reihe insgesamt kuratieren und gemeinsam mit Gästen aus der aktuellen Jazz- und Bluesszene musikalisch mitgestalten.
Die Premierenveranstaltung bestreitet Günter Baby Sommer mit seiner Formation Baby Sommer‘s Brother & Sisterhood. Diese erweist Chris McGregor’s legendärer Brotherhood Of Breath ihre Referenz. „Musik muss einen Rhythmus besitzen“, hatte Chris McGregor 1971 das Konzept seiner Kompositionen beschrieben. „Ich habe einfach genug von dieser beschissenen Avantgarde, die meint, dass die Musik auf die time verzichten solle. […] Die Leute hier in Europa identifizieren sich nicht mit der Trommel. Und das ist schade.“
Baby Sommers Projekt transponiert die Vergangenheit einer spezifischen Formation aus der jüngeren Jazzgeschichte in die Gegenwart – als Impuls für die aktuelle Musikszene und nicht zuletzt auch für eine multikulturelle Verständigung. Denn die Sister & Brotherhood verbindet nicht nur Musiker verschiedener Nationalitäten, Musiktraditionen und Geschlechter, sie gibt auch ein Beispiel für eine Identität, in der sich solche Kategorien als irrelevant erweisen und auflösen. Die Großformation begeisterte das Publikum und vereint ausgewiesene FreeJazz-Fans und jugendliche Jazzrock-Anhänger.