© Nasser Hashemi
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So
19.
Juni
Philharmonie
6. Kammermusikabend

Hindemith | Mozart | Schumann

mit Musiker:innen der Robert-Schumann-Philharmonie
und Guillermo García Calvo am Klavier

Die Reihe der Kammermusikabende der Saison 2021/2022 schließt mit obligater Beteiligung des Klaviers, und dies in drei Besetzungen, die Komponisten klanglich und gestalterisch jeweils ganz verschiedene Möglichkeiten bieten.

In Paul Hindemiths Sonate für Althorn und Klavier erwächst aus dem Unterschied der gehaltenen Tönen eines Blasinstruments und der verklingenden Tönen des Pianos der Gegensatz zweier Temperamente. Charakteristisch sind die langen melodiösen Bögen des Althorns; beim Klavier hingegen dessen rhythmische Akzente und eine über bloße Begleitung hinausgehende pulsgebende Funktion. Welche gedankliche Dimension hinter dieser Rollenaufteilung steht, macht ein Gedicht deutlich, das Hindemith dem Finale voranstellte. Sehnsucht nach dem Zeitalter der Postkutsche angesichts der Hast einer elektrifizierten Gegenwart kommt darin zum Ausdruck. Trotz wehmütiger Zeilen zeigen sich beide Instrumente alsbald versöhnt. Über einem stürmisch voranpreschenden Klavier breitet sich wie selbstverständlich die würdevolle Ruhe des Althorns aus.

Die Musik Wolfgang Amadeus Mozarts ist für uns selbstverständlich geworden. Meist übersehen wir, dass sie seinerzeit der Avantgarde angehörte. Das Klavierquartett g-Moll KV 478 ruft diese Tatsache ins Bewusstsein. Das Neue und Originelle dieser Komposition überstieg das Fassungsvermögen der Zeitgenossen. Man empfand sie als disparat und irritierend. Insbesondere der düstere Grundzug des Kopfsatzes, den ein pathetischer Hauptgedanke durchweht, wurde als bizarr wahrgenommen. Wie mochten dazu das liebliche Andante und das Rondo mit seinen vitalen Tanzthemen passen? Für Mozart zählte ein anderer, individueller Maßstab, was bis heute die Faszination seiner Musik ausmacht.

Auch Robert Schumanns Violinsonate a-Moll op. 105 steht im Zeichen engen Miteinanders, mal verschmolzen zu gemeinsamem Klang, mal als Wechselspiel. Besonders im von schwungvoller Kantilene getragenen Kopfsatz ist dies zu hören. Die Pianistin Fanny Davies beschreibt die Sonate in der Interpretation von Joseph Joachim und Clara Schumann: „… am Anfang unter Hochdruck mit einem impulsiven Crescendo der Geige über dem atemlosen Agitato der gebrochenen Klavierdreiklänge; den zweiten Satz als Tongedicht von pastoraler Einfachheit; das Finale fließend wie ein Bachstück. Unvergesslich, wie Joachim am triumphalen Höhepunkt des Finales seine Geige wie ein Horn erschallen ließ.“

 

Paul Hindemith
Sonate für Alt-Horn

Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierquartett g-Moll KV 478

Robert Schumann
Violinsonate Nr. 1 a-Moll op. 105

So, 19. Juni | 18:00 Uhr
Preis: 18,00 €
 
Horn Benedikt Euler
Violine Ovidiu Simbotin
Viola Dagmar Schergaut
Violoncello Rolf Müller
Klavier Guillermo García Calvo
Spielort:Hotel Chemnitzer Hof - Straumer Saal
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