Gedankenkarussell III
Die Zeit unter der Lupe: Gedanken zur Inszenierung
Diskussionsrunde mit Johannes Frohnsdorf (Dramaturg von Rummelplatz), Marlen Bieber (Ingrid in Rummelplatz) und Felix Rohleder (Polotnikow und Richter in Rummelplatz)
Moderation: Friederike Pank (Dramaturgin)
Man müsste alles ganz anders machen. Ja, alles ganz anders. Nur – wie?
Rummelplatz, 1. Akt
Das Markenzeichen der Rummelplatz-Inszenierung von Frank Hilbrich ist, dass sich die Oper in Zeitlupe entfaltet. Diese besondere Spielform ermöglicht es, die Gestik und Mimik der Figuren und die dadurch entstehenden zwischenmenschlichen Dynamiken ganz bewusst zu erleben. So wird deutlich, dass in scheinbar alltäglichen Handlungen – Bier trinken, Hände schütteln, der Arbeit nachgehen – die ganze Last der Geschichte zum Ausdruck kommt: Traumata und Schuldgefühle aus der Kriegszeit, Aggressionen, Hoffnungen, Vorwürfe und Enttäuschungen schwingen bei jeder Aktion mit.
Das dritte Nachgespräch beleuchtete die Entstehung der Oper von der Idee über die Komposition bis zur fertigen Inszenierung und gab Einblicke in die vielen inhaltlichen und szenischen Erarbeitungsprozesse, die der Uraufführung vorangegangen waren. Dabei erfuhr das Publikum nicht nur aus erster Hand, wie eine neue Oper entsteht und eine Inszenierung auf die Bühne kommt, sondern auch, wie Sängerinnen und Sänger in ihre Rolle finden und eine Beziehung zum Dargestellten aufbauen.
Das Publikum ist eingeladen, sich mit persönlichen Erinnerungen, Fragen und Gedanken am Gespräch zu beteiligen.
Die Rummelplatz-Eintrittskarte gilt für den Besuch des Gedankenkarussells im Anschluss an die Vorstellung, aber auch für alle weiteren Nachgespräche dieser Diskussionsreihe.
Einen Überblick über die Reihe finden Sie hier.